Zum Urichgeist

 

jl.ev04.220. Kapitel

10] Dieser Funke Meiner Liebe aber wird in das Herz einer Menschenseele erst dann gelegt in der Fülle, wenn ein Mensch Mein Wort vernommen und es in seinem Gemüte gläubig und mit aller Liebe zur Wahrheit angenommen hat; solange dies nicht der Fall ist, kann kein noch so seelenvollkommener Mensch zur Wiedergeburt des Geistes gelangen. Denn ohne Mein Wort, das Ich nun zu euch rede, kommt der Funke Meiner Liebe nicht in das Herz eurer Seele, und wo er nicht ist, kann er auch nicht wachsen und gedeihen in einer Seele und somit in derselben auch nicht wiedergeboren werden. 

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1.   Himmelsgaben 210 

01] Solange noch zum geziemenden Empfange der weltlichen Gratulanten eher alle Fußböden im Hause der Welt gereinigt werden, als der einfache Boden des Herzens zu Meinem Empfange, kann Ich nicht erscheinen vor jenen, für die der Boden zuerst gereinigt worden ist. Denn Ich bin immer von ganzem Herzen demütig und sanfter denn eine Taube und harre oft ängstlich genug, als wie ein schwaches Kind, vor der Türe, sehe da die stolze Welt aus- und eingeben und getraue Mich nicht ins Zimmer zu treten in Meiner Ärmlichkeit vor solchen oft gar so prachtliebenden und weltlich majestätisch aussehenden Menschen. 

Solange die Welt in uns noch ihre Feste hält, kann der Herr nicht erscheinen! Weiter heißt es: 

02] Da warte Ich dann geduldig trauernd so lange, bis ein solcher Rummel vorüber ist und auch die weltlichen Fußböden ein wenig abgeschmiert worden sind, wonach Ich Mich dann erst ängstlich getrauen kann, schüchtern einzutreten, um Meinen gnadenvollsten Wunsch am Tage der Eingeburt einer Mich im stillen ein wenig liebenden Seele darzubringen

 

11] Seht, alles Weltliche ist schlecht, weil es den Geist wieder zur Welt wendet, aus deren Todeskerkernacht Ich ihn der Materie entriß und gelegt habe in das Herz der Seele, damit er da wieder lebend und geläutert werde von allem sinnlich naturmäßig materiell Weltlichen, und damit er da endlich fähig würde zur Aufnahme des Lebens aus Mir. So nun ihm aber gereicht wird schlechte Kost, so wird er wieder weltlich, sinnlich und endlich materiell und dadurch tot wie vor der Geburt, - so auch die Seele mit dem Leibe, da sie dadurch selbst ganz leiblich geworden ist.
12] Wird nun aber gegeben dem Geiste eine gute Kost, welche ist Mein geoffenbarter Wille und die Vermittlung durch die Werke der Erlösung - oder Meine Liebe im Vollbestande durch den lebendigen Glauben, so wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird. Und wie es früher ging bei der Zeugung der Seele und aus derselben der des Geistes, ebenso geht es auch mit dieser neuen Zeugung des Heiligtums. Wird es nun vollends reif, dann zerreißt diese heilige Liebe die lockeren Bande des Gefäßes und strömt dann wie das Blut des Leibes oder wie die feinsten Substanzen der Seele oder wie die Liebe des Geistes in alle Organe des Geistes über, welcher Zustand dann die Neugeburt genannt wird, so wie der der Einlegung dieses Lebensbläschens genannt wird die Eingeburt. 

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1. HG 11,3

03] Und das sage Ich ihm auch noch dazu, daß Ich jedem, der beitragen wird zur Ausbreitung des Lichtes aus Mir, zur Erkenntnis des Guten aus Meiner Liebe und des Wahren aus Meiner Weisheit für die bald folgende große Verherrlichung Meines Namens, die Neugeburt und in derselben auch die baldige volle Wiedergeburt mit einem neuen Namen schenken werde; und Ich will ihn machen zum Zärtling Meiner Liebe, gleich Meinem holden, lieben Johannes, dem Geheimschreiber Meines Wortes.
   04] Das sei ihm (A.H.) ein guter Gruß, das erste Mal wörtlich von Mir, zum Tage seiner Eingeburt! - Das sage Ich, der ewige, gute liebe und heilige Vater! - Amen. 

Andreas Hüttenbrenner war Bürgermeister von Gratz. Zu Ihm sprach der Herr: 

J. Lorber: 'Himmelsgaben' (Div. Offenbarungen) Bd. 01, S. 230

      10] Siehe, du hast schon so manches getan, was Mir wohlgefiel, und daher habe Ich dir auch schon einen neuen Namen gegeben, der da aufgezeichnt ist im großen Buche des Lebens. Und dieser Name sei dir am (heutigen) Tage deiner Eingeburt (in das irdische Fleisch) ein Geschenk als Name deiner Neugeburt (im Geiste)! - Aber tue das Gesagte alles, so wirst du bald die große Freude der Wiedergeburt erleben!

   11] Siehe, so ist Meine Gratulation geartet! - Ich »wünsche« nichts, sondern was Ich will oder liebe, das gebe Ich oder lasse es zu, daß es geschieht. - Was würde wohl daraus werden, so Ich euch das Leben wünschen möchte und ließe es beim Wunsche!? - Allein Ich wünsche nicht (bloß),sondern Ich will-und so lebet ihr!  

Die Eingeburt ist mit natürlichen Maßstäben nicht zu erklären. Die 11 Apostel erleben die Eingeburt erst mit der Ausschüttung des Heiligen Geistes. Für die Jünger gab es eine Besonderheit. Sie erlebten die Eingeburt im Kopfbewusstsein. Sie mussten alles sofort im Kopf haben, damit sie ihre Lehrtätigkeit aus dem Liebegeist von Jesus antreten konnten. 

Diese Aufgabe haben wir nicht. Der Herr öffnet uns nur dann den Mund, wenn es an der Zeit ist. Dann sollen wir nicht nachdenken, was wir reden. Jesus hat gesagt: „Ich werde es euch ins Herz legen, was ihr reden sollt.“ 

Wenn wir dann mit Freunden zusammen kommen und wir in uns fühlen, dass der Herr etwas sagen will, dann sprudeln aus uns Worte, die wir zuvor selbst nicht wissen. Wir werden dann über den göttlichen Geist aufgeladen und der Freund, die Freundin fühlen dann die  Liebesschwingung unseres Vaters. In diesen Momenten dürfen wir ein Weilchen den Frieden und die Liebe fühlen sowie die Harmonie und die Schönheit Seines Reiches. Diese Augenblicke sind Sein Geschenk, Seine Gnade. Hier erleben wir einmal die Wonnen Seiner Liebe und den Kuß Seines göttlichen Mundes. 

Dieses Gefühl begleitet unseren Alltag nicht. Er muß Sich noch zurückziehen, damit unsere Seele weiter reifen kann. Wir müssen offen bleiben, auch wenn wir die Eingeburt bereits haben. Gott wird immer wieder neu eingeboren, mit jeden neuen Gedanken aus dem göttlichen Wort, mit jeder neuen Liebesregung zum Vater oder zum Nächsten. Mit jedem neuen Willens- oder Tatimpuls wird eine neue Eingeburt vollzogen, die aus dem pur göttlich reinen Sein fließt. Bei jedem Atemzug, den wir bewusst machen, strömt der Odem Gottes in uns ein. Diesen Gottesodem, diesen Heiligen Geist dürfen wir nicht für uns behalten. Wir müssen sofort bereit sein, ihn wie ein Quell an die gesamte Menschheit und Schöpfung abzugeben. Erst dann wird unser Flussbett vom Schmutz der irdischen Gedanken, der Massenmeinung und der falschen Willensregungen gesäubert. 

Je fleißiger ich den Gottesstrom durch mich fließen lasse, desto klarer und stärker wird mein Quell. Von diesem Gottesquell sprach Jesus z.B. am Jakobsbrunnen als Er zu Irhael sagte: „Dies ist das lebendige Wasser, wer dieses nimmt, dem wird nimmer dürsten. Aus seinen Lenden wird ein Strom lebendigen Wassers fließen, der für die gesamte Menschheit dauernd überfließt.“ 

Dieser Urquell wird alle erquicken, die danach dürsten und hungern. Aus diesem Quell werden wir zu einer Segnung des Vaters.

Daß wir diese Segnung erleben, ist unseres Vaters innigster Wunsch.