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3.3.2      Esoterik und Besessenheit

 

 

Im Bereich der Esoterik  beschäftigt man sich damit, das eigene Selbst transparent zu machen, indem man verschiedene Methoden der Selbsterkennung anwendet und auch Methoden der Selbsterfahrung praktiziert.

 

Aber wer von diesen "Eingeweihten" ist auch tatsächlich eingeweiht und kennt den Unterschied zwischen Gott und Teufel  , zwischen in "Zungen sprechen" und Besessenheit  ?

 

Wer weiß denn, wo genau sich Satan  innerhalb der Esoterik verborgen hält? Wer weiß denn schon, bzw. wer will denn überhaupt wissen, daß der Begriff der Esoterik nur ein Synonym für die Fähigkeit Satans ist, sich verborgen im unschuldigen Gewand der Selbsterkenntnis  an jemanden heranzupirschen, um ihn in die Besessenheit  zu treiben, wo er dann ein leichtes Opfer für Satans Legionen wird!

 

Was anders als das schlaueste Heranpirschen Satans an Menschen, die sich nicht mit Gott, sondern mehr mit sich selbst beschäftigen, stellt denn der sublime Bereich der Geheimlehren  dar.

 

Diese Beschäftigung mit sich selbst wirft die Frage auf, warum denn diese Selbstbeschäftigung zur Besessenheit  führen soll?

 

Um das zu klären, können wir uns auf zwei verschiedene Wege nähern:

 

a) Einmal über die Definition, wer dieses "Selbst" denn eigentlich ist?

 

b) Zweitens über die Komponenten dieser "Selbstbeschäftigung", die so geläufige Begriffe wie Reinkarnation (Wiederverkörperung der Seele), Tarot -Kartenspiel, Astrologie , Parapsychologie , Magie, Hexerei  , Geomantik, Pendeln, etc. tragen.

 

Punkt a) ist bei Kenntnis des biblischen Sündenfalls schnell geklärt. Das Selbst, bzw. der Wille zur Selbsterkenntnis  ist demnach luziferisch, weil Adam  und Eva  auf Einflüsterungen der Schlange    hin, zu schnell, also vorzeitig vom Baume der Erkenntnis genossen haben, denn die Schlange versprach Eva ja, "daß sie dann sein würden wie Gott!"

 

Aus der Bibel geht demzufolge ganz klar hervor, daß und warum die wahre Selbsterkenntnis  eine Gotteserkenntnis sein muß. Wenn man Gott nämlich erkennt und IHN liebt und deshalb Seine Gebote hält, dann wird man erst sein eigenes Selbst erkennen können. Aber nicht anders herum. Denn das ureigene Selbst ist ja Jesus !

 

Jesus sagt z.B.: [9]

 

“Da jedes geschaffene Wesen Mich in sich trägt, aber auch sich selbst als Schale kennt, so wird nun die Entscheidung gefällt: Wird das Geschöpf sich selbst suchen oder aber Mich und Mich verherrlichen?...

 

Luzifer sucht sich...

 

So suche sich kein Mensch selbst, denn Ihr seid auf dem Weg gesandt, Mich zu suchen.... So habt ihr nun erkannt: Sich selbst suchen ist Ursache für den Fall, sich Mir öffnen in Meiner Liebe leben, ist der Heimweg, ist der Weg der Errettung und der Heiligung!”

 

Sich selbst suchen bedeutet also nur, die reinste Selbstsucht leben. Nun verdeckt aber gerade die Esoterik diese Grundwahrheit und trennt die Verbindung zwischen Gott und Jesus , zwischen Weg und Ziel. Sie reduziert die Bibel  zu einem Instrument zur Unterstützung ihrer verschiedensten esoterischen Selbstfindungsmodelle. Da die Bibel dafür jedoch nichts taugt, wird sie weitgehend ignoriert.

 

So wird höchstens Material zur UFO- Thematik herausgezogen, indem man auf das bekannte Beispiel von Hesekiel verweist, (Buch  Ezechiel 1,15 ff) der von einem UFO abgeholt sein könnte. Jesus selbst wird ebenfalls nur zu einem erleuchteten Meister reduziert.

 

Deshalb bedeutet die so praktizierte Selbsterkenntnis , die den Weg vom Ziel abtrennt nur, daß man eigentlich immer nur Satan  in die Hände arbeitet und definitiv nichts Transparentes über sich in Erfahrung bringen kann. Jedenfalls nichts, was einem wirklich helfen könnte, seinen inneren Lichtmenschen zu entwickeln und sein inneres geistiges Selbst auf eine moralisch höhere Ebene zu heben.

 

Um das zu vertuschen, arbeitet die Esoterik  mit ständig wechselnden Modellen der Selbsterfahrung, experimentiert wie in der Mode mit mal mehr oder weniger praktikablen Methoden der Selbstentblößung oder Verdeckung. Das Selbst, was damit entblößt wird, ist dann der Bezug zu Jesus , sind genau diejenigen Anteile des Selbst, welche die Gesundheit der Seele garantieren. Indem es bloßgestellt wird, wird damit Jesus bloßgestellt.

 

Das, was man anschließend über die neu definierte Stellung von Jesus  als erleuchteter Lichtmeister zurückbekommt, reicht dann natürlich niemals aus, um seine Blöße zu bedecken. Das reicht nur, damit man sich nicht gleich als vollständig nackt ertappt, und somit im Zuge der sich ständig wechselnden Methoden der Selbsterfahrung einredet, sein Selbst neu geordnet und besser strukturiert zu haben. Ja, aber besser nur für Satan ! Denn nur für Satan ist man jetzt transparent geworden. Damit einher gehen Depressionen. Diese Depressionen , die umso mehr auftauchen, je weiter man sich mit den esoterischen Modellen beschäftigt, tauchen ja deshalb auf, weil man sich mit seiner Sehnsucht schon zu weit von Gott getrennt hat. Aber das weiß der Betreffende eben leider nicht und nimmt diese Depressionen dafür als Anreiz, sich noch weiter und stärker mit den Geheimnissen seines Selbst zu befassen. Aber je weiter er sich befaßt, desto mehr verstrickt er sich in eine für seine Seele unhaltbare Situation, an deren Ende, tiefste Verzweiflung, tiefste Besessenheit  , tiefste Depression stehen. Ganz am Ende ist so ein Mensch einfach unfähig,, irgendeine tiefere Bindung mit einem Partner einzugehen.

 

Dieser Mensch leidet und versucht dann, die Ursachen seiner Leiden herauszufinden. Also verstrickt er sich noch tiefer in die Esoterik . - Voller Leidenschaft.

 

Wie kann solch ein mit sich selbst beschäftigter Mensch dann noch die Probleme anderer Menschen sehen? Wie fähig ist er dann noch, um anderen Menschen auch wirklich zu helfen? Treibt denn nicht solch ein mit sich selbst beschäftigtes Wesen permanente Unzucht, weil er versucht, sein eigenes Selbst zu genießen? Bezieht denn nicht solch eine Person alles, was ihm in seiner Umgebung widerfährt, nur ausschließlich auf sich selbst und übersieht dadurch den Hinweis, daß er lieber dem Nächsten helfen sollte, anstatt über sich selbst zu räsonieren? Wir erkennen also, daß in dieser Methodik der Selbsterfahrung ein sehr großes Maß an Eigenliebe steckt. Hat Jesus etwa versucht, sich selbst zu erkennen? Hat er nicht eher alles getan, um Gott in sich zu erfüllen, indem er alles für den Nächsten, aber nichts für sich selbst tat!

 

Darum konstatieren wir, wie dieses Selbst, daß wir mit unserem Selbst bezeichnen, nur das geliehene satanische Selbst der Eigenliebe ist, was uns selbst nie gehört, weil es eine Illusion ist. Die satanische Hülle wird also wie schon früher herausgearbeitet, nur an die Stelle des göttlichen Inhalts gesetzt, die Verpackung für wichtiger als der Inhalt empfunden, der Körper damit vor die Seele gesetzt und damit wird dem Tode gehuldigt und die Ewigkeit verworfen.

 

Kommen wir nun zu Punkt b):

  Die Grundelemente der Esoterik  bleiben bestehen und setzen sich aus der Lehre der Reinkarnation  , Astrologie , Magie, Tarot, Geistchannel, Spiritismus, etc. ... zusammen.

 

Kennzeichen dieser Methoden der Selbstwahrnehmung und Entschlüsselung ist die völlige Unberechenbarkeit und Zufälligkeit in ihrer Aussagekraft. Deshalb wird sie gern als ein nur auf die jeweilige Person zugeschnittenes Modell betrachtet und besitzt keine allgemeingültige Anerkennung.

 

Die Möglichkeit zur Manipulation ist bei allen diesen Methoden sehr hoch, ungeachtet etwaiger Pseudowissenschaftlichkeit, wie z.B. in der Astrologie , wo zur Absicherung die jeweilige Stellung der Planeten in Betracht gezogen wird. Oder wie in der Lehre der Wiedereinkörperung, wo die Angaben, unter Hypnose   gewonnen, wissenschaftlich verifiziert werden.

 

Denn ein Umstand entwickelt sich dabei zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal zwischen den Anfängen der Esoterik , sowie der typischen Besessenheit . Am Anfang ist man von seinem eigenen Selbst und dessen Möglichkeiten der Machtausübung bzw. der Steigerung seiner Durchsetzungsfähigkeit gegenüber anderen schlichtweg fasziniert, auch wenn es einem nicht bewußt sein sollte.

 

Am Anfang verfügt man noch über eine gesunde Portion guten Menschenverstandes. Am Ende jedoch, nachdem man sich rückhaltlos dieser Esoterik  verschrieben hat, reagiert man völlig kritiklos gegenüber dem größten Unsinn und stellt eine starke Loyalitätsbezeugung gegenüber allen esoterischen Modellen her und verstrickt sich dadurch immer mehr in die verschiedensten Varianten. So, als ob man wie in der Sexualität die Missionarsstellung als Standard verachtet und zu immer ausgefalleneren Stellungen übergeht, um die Lust zu steigern. Beim Tantraismus wird das ja sogar zelebriert, mit dem Hinweis, man wolle seine "Kundalini-Kraft " entwickeln, die aus dem Rückenmark schlangengleich emporsteigt.

 

Ja, schlangengleich ist das auch wirklich!

 

Wenn man also einmal an einem Modell geschnuppert hat, dann gelangt man automatisch zu allen anderen. Nicht, weil eine Methode der Selbsterfahrung nicht reichen würde, sondern, weil jedes Modell eine jeweils spezifisch andere Komponente in einem, in seinem Selbst zum Klingen bringt und man ja möglichst alle Facetten seines (satanischen) Selbst kennenlernen will.

 

Auf der Jagd nach immer neuen Reizen in der seelisch-sinnlichen Selbsterfahrung, wird die seelische Komponente jedoch ständig kleiner und zulasten der Sinnlichkeit reduziert.

 

Fängt man z.B. theoretisch harmlos mit der Astrologie an, die nun wirklich nicht wehtut, geht anschließend zur Handlinienkunde über, so hat man einen kleinen Schritt in Richtung Satan getan, der noch verstärkt wird, wenn man sich anschließend mit der Reinkarnationslehre identifiziert und diese hypnotische Rückerfahrung dann an sich praktizieren läßt.

 

Warum?

 

Nun, die Astrologie  ist ja wirklich harmlos, aber das ist Haschisch nach dem Tenor seiner Nutznießer auch, ebenso Alkohol in Form einer kühlen Blonden, in Form eines kleinen Bieres.

 

Aber in dem Anfang ist schon das Ende angelegt!

 

Die Astrologie wendet ein System von psychologisch-charakterlichen Eigenschaften an, der sie die gesamte Natur zuordnet. So repräsentiert z.B. die Farbe Rot die Liebe und Aggression, genau wie der Mars und wie der Löwe. Die Astrologie ist somit eine Entsprechungswissenschaft. Damit liegt sie sogar richtig, wenn sie denn diese Entsprechungssymbole richtig interpretieren und auf Gott ausrichten würde. Aber genau das geschieht nun nicht. Wenn man Gott in dieser Astrologie  hätte, dann würde alle Entsprechung auch zu IHM und zur Transparenz des eigenen Selbst führen. Aber so führt das gesamte Szenario nur zu Satan , weil man Charaktereigenschaften des Menschen, die doch von Gott kommen und sich immer mehr zu IHM hinentwickeln sollen, nur wieder in die Materie hineindrückt und tellurisch betrachtet.

 

Die Astrologie müßte also richtigerweise zu den 10 bzw. 12 Geboten führen und in der Anwendung dessen, also in der mehr oder weniger guten Einhaltung dessen, das momentane und das zukünftige Schicksal des Einzelnen ableiten können. Die Astrologie wäre damit eine Entsprechungswissenschaft in wieweit man Gott erkannt und Jesus  angewendet hat. Insoweit hat man dann das Schicksal auf sich gezogen und kann es jederzeit korrigieren, wenn man die Prämissen seiner Existenz wieder zu Gott wendet. Doch genau das geschieht in der Astrologie nicht. Deshalb ist und bleibt die an sich harmlose Astrologie nur ein wichtiger Schritt in der Abwendung von Gott. Das gilt auch für die Kunst des Tarotkartenspiels, für die Geomantik  , die Chiromantie , etc.

 

Nur wenn sie in Hinblick auf unseren Schöpfer und die Einhaltung seiner Gebote interpretiert würden, nur dann wären sie aussagefähig und führten zur nötigen Transparenz. Aber so, wie sie heutzutage praktiziert werden, führen sie schnurstracks zum Gegner. Man kann also die Tarot-Karten und die Astrologie im Sinne Gottes auslegen, aber dann geschieht das nur auf der Grundlage Jesu. Die Handlinienlesekunst   ist sogar noch ein wenig schlimmer, weil sie das in der Astrologie noch weit entfernte jetzt sehr nah bis an den eigenen Körper herangezogen hat. Nun kann man sich unmittelbar, von den Sternen quasi losgelöst, mit sich selbst beschäftigen. Aber auch die Selbstbefriedigung ist eine Beschäftigung mit sich selbst und bedeutet wie auf der sexuellen körperlichen Ebene auch, was sie hier in der erkenntnis-theoretischen Umgebung bedeutet.

 

Man ist sich (Satan ) schon ein Schritt nähergekommen. Aber auch das ist noch harmlos und kann jederzeit abgebrochen werden.

 

Gefährlich wird es erst bei den Experimenten, die dann, einer inneren satanischen Logik folgend, sich diesen harmlosen Versuchen der Erkenntnis anschließen. Dies wären spiritistische Sitzungen, mediale Zusammenkünfte, magische Rituale und hexenähnliche Praktiken. Eine leichte Ähnlichkeit zum Satanskult ist schon vorhanden.

 

Aber um diesen doch schon gewichtigen Schritt zu unternehmen braucht der angehende Esoteriker ein theoretisches Lockmittel stärkerer Art.

 

Solch ein vorzügliches Mittel stellt u.a. die Reinkarnationslehre, ebenso aber auch der Gedanke an gewisse alchemistische Zauberkräfte, Zaubertränke, Rezepte, dar.

Aber wenden wir uns hier ruhig der Reinkarnation zu. Zum einen hatten wir sie ganz am Anfang in Zusammenhang mit Madame Blavatzky , die sie hier im Westen publik gemacht hat, schon angesprochen. Zum anderen gewinnt diese Scheinlehre im Zuge der weitverbreiteten UFO-Gläubigkeit immer größere Bekanntheit.

 

Der Mensch lebt also und stirbt, reinkarniert sich nach ca. 2 - 30 Jahren wieder in einen menschlichen Körper, sammelt neue Erfahrungen, stirbt, kommt erneut wieder und so fort...

 

Bei jeder seiner Existenzen werkelt er an sein Karma,  um es letztlich ganz auszulöschen, damit er diesen ständigen Kreislauf der Existenzen endlich durchbricht und sich im Nichts befindet.

 

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Menschen solches für bare Münze nehmen.

 

Aber wozu passiert das denn? Nach diesem ständigen Strom von Existenzen verliert sich alles in ein Gefühl der Gleichheit. Wenn man nämlich jetzt ein Mann ist und arm, dann könnte man später z.B. eine Frau und reich sein. Vielleicht könnte man sogar innerhalb einer Existenz beides zugleich sein, um dieses Leben dann komprimiert zu leben, es also auch komprimiert zu genießen.

 

Wo ist dann der Unterschied zwischen Bettler und König  , zwischen Mann und Frau, wenn man innerhalb seiner verschiedenen Existenzen die jeweilige Rolle wechselt und sogar mal der Bruder seiner Frau bzw. der Vater von sich selbst sein kann? (spaßig betrachtet)

 

Aber im Ernst, relativiert man dadurch denn nicht die Achtung vor dem Geschöpf? Warum soll ein Bettler  einen so viel Leid tun und man alles versuchen, um diesen Bettler ein besseres Leben zu geben, wenn es doch seine spezifische Rolle in dieser Existenz ist, die er bis zur Neige auskosten muß? Das erklärt ja auch, warum es z.B. in Indien diese unsinnigen Kasten gibt, in welche sich diese Menschen mit ihrer fatalistischen Einstellung begeben. Sie sind dann halt im nächsten Leben der König etc. Welch ein schöner Selbstbetrug!

 

Also "Pech gehabt", könnte man zynisch sagen. "Das Leben ist halt ein Lotteriespiel. Heute König  , morgen Bettler , übermorgen Satan  , was soll´s!"

 

Merkwürdig auch, das diese vergangenen Erfahrungen so gar nicht in das momentane Leben einfließen und dieses auf eine höhere Ebene transferieren, wie man doch allerseits glaubt.

 

Der Meister müßte solch ein hochtransformiertes Wesen sein, das den Kernpunkt aller Existenzen bewußt registriert und anwendet. Solch ein Meister wäre dann Jesus , Gandhi oder Buddha  gewesen.

 

Da diese hocherleuchteten Meister leider alle tot sind, sich jedoch in anderen Existenzen auch heutzutage wiederfinden lassen müßten, sollte gerade heutzutage jedenfalls eine moralisch sehr hochstehende Persönlichkeit als Über-Muster da sein! Doch wo ist er?

 

Bei nur einigermaßen  Verstand sollte klar sein, daß so ein Gemansche von reinkarnierten Existenzen absolut unmöglich ist.

 

Wo soll denn die Seele des Verstorbenen bleiben, und wie will sie sich denn weiterentwickeln, wenn sie in einer neuen Existenz eine ganz andere Form annimmt? Warum auch wird die Welt dann nicht mit jedem neuen Reinkarnationszyklus, den eine an sich schon hochstehende Kultur unternimmt, nicht noch moralischer? Wo bleibt vor allem die Entwicklungsfähigkeit der Liebe, die sich im täglichen Kleinkampf zwischen Mann und Frau behaupten muß, wenn man mal männlich und mal weiblich, mal homo- mal hetero- mal bisexuell wiederkommt? Wo bleibt eigentlich der wahre, wo bleibt denn der ruhige und feste Standpunkt, um den sich alles dreht? Was bleibt denn angesichts ständiger Neuerungen und ständigen Formenwechsels überhaupt noch konstant, noch stabil?

 

Wird hier denn nicht für den einsichtigen Menschen ersichtlich, daß die Modellvorstellung der materiellen Natur, die mit immer neuen Modellen der Entwicklung reizt, einfach in die geistig-moralische Entwicklung des Menschen projiziert wird. Obwohl der Mensch ja eigentlich der Schlußpunkt dieses ständigen Kreislaufes der Materie sein sollte und sich endlich als der Anfangspunkt der geistigen Schöpfung hin zu Gott entwickeln soll, wird er hier im Reinkarnationsmodell doch nur wieder auf seine irdisch tellurisch - satanisch- steinmaterielle Weise reduziert.

 

Denn ungeachtet aller Formenwechslerei wird das Augenmerk hier doch nur auf die materielle Komponente der jeweiligen Selbst-Manifestation gerichtet, wird auf Leiden gerichtet. Aber wer, außer Satan ist denn der Meister der Leiden und hat ein Interesse daran, uns in diese unsinnigen Leidenschaften zu stürzen!

 

Wer ahnt hier nicht allmählich Satans Spiel mit sich ständig wechselnden Formen, um diese Menschen nur vom Eigentlichen abzulenken. Aber anstatt dieses Bäumchen-Wechsle-Dich nur im audiovisuellen Bereich wie z.B. im Fernsehen aufzuführen, findet hier sogar noch eine höhere Form der geistigen Manipulation statt, indem diese Ideen im Gehirn  des Betreffenden Platz nehmen.

 

Es hat also eine weitere Infiltration stattgefunden. Zuerst wurde das Gleichgewicht in der Astrologie  zugunsten Satans verschoben. Nun jedoch wird der Aspekt Gottes im Menschen schon gar nicht mehr wahrgenommen. Die Sehnsucht nach Gott, die Frage wer oder wo Er ist, wurde hier schon durch das ständige Formenwechseln kaschiert. Deshalb ergibt sich folgerichtig ein neuer Standpunkt, wo nicht mehr die Suche nach Gott, sondern nur die Suche nach sich Selbst, (genauer nach Satan ) stattfindet.

 

Genau an diesem Punkt kann der Esoteriker an einen neuen Entscheidungspunkt stoßen, vielmehr wird er durch diese subtile Strategie dahingehend gelenkt.

 

Die Zeit der Praxis ist herangerückt. Nun kann er ruhigen Gewissens versuchen, sich in verschiedene Praktiken der Selbstfindung zu versuchen. Vielleicht wird er Pendeln, spiritistische Séancen besuchen, vielleicht sich mit Hypnose beschäftigen, etc.

 

Aber immer wird er in tiefere Gewässer geführt.

 

Außerdem blockiert der Glaube an die Reinkarnation nicht nur die diesseitige, sondern auch die jenseitige Entwicklung enorm.

 

Hören wir dazu wieder einmal aus dem Buch  von Dr. Wickland[10] (Dreißig Jahre unter den Toten, Seite 408ff):

 

»Daß die Wiederverkörperungslehre, der Glaube an eine mehrfach sich wiederholende Wiederkehr ins Erdenleben, irrig ist und nach dem Tode den Aufstieg in höhere geistige Reiche nur hindernd im Wege steht, ist uns von höheren Geistern des öfteren dargelegt worden. Zahlreiche Fälle von Besessenheit   , welche in unsere Behandlung kamen, hatten ihre Ursache in Geistern, die sich bei dem Versuch, sich in Kindern wiederzuverkörpern, in deren Aura eingeschlossen fanden und dadurch ihren Opfern und auch sich selber große Leiden schufen.

 

Einmal galt unsere Sitzung einem verkrüppelten Kinde in Hollywood und brachte sehr beachtenswerte Ergebnisse.

 

Sitzung vom 19. November 1916

 

Geist: Ist es wirklich wahr, daß ich jetzt gesund bin? Kann ich sprechen? Kann ich Arme und Beine wieder bewegen? Dann ist die Wiederverkörperung  doch wahr, denn bisher habe ich weder sprechen noch gehen können. Wie bin ich denn aus dem Kinde herausgekommen?

 

Doktor: Höhere Geister haben Sie hierher gebracht, damit Ihnen geholfen werde.

 

Geist: Ich wollte ins Erdenleben zurückkehren und mich in einem Kinde wiederverkörpern. Hinein in das Kind kam ich wohl, konnte aber nicht wieder heraus. Ich war völlig gelähmt, so daß ich mich überhaupt nicht verständlich machen konnte. Es war ein fürchterlicher Zustand.

 

Ich war Theosoph  und wollte mich wiederverkörpern, um etwas Großes zu werden. So geriet ich in den Körper eines Kindes und machte es zu einem Krüppel. Damit verkrüppelte ich zugleich auch meine eigene und des Kindes Seele. Ich blieb in dem Kinde, weil ich nicht wußte, wie ich wieder herauskommen sollte. Ich benahm mich wie ein Kind  und konnte nicht mehr sprechen.

 

Ich weiß wohl, daß ich aus meinem sterblichen Körper ausgetreten bin und zwar schon vor mehreren Jahren, weit weg in Indien; ich erinnere mich aber nicht, wann das stattgefunden hat. Ich wollte mich so gern wiederverkörpern und ins Erdenleben zurückkehren, um mein weiteres Karma  auszuleben. Klammert euch nicht an den Gedanken der Wiederkehr, sondern trachtet lieber nach höheren Dingen, denn der Zustand, in dem ich mich befunden habe, war die schlimmste Quälerei, die nur einer haben kann.

 

Ich lebte in Kalkutta  und wollte gern "Meister" werden und mein Karma  ausleben, aber stattdessen bin ich nun das Häufchen Elend, das ihr vor euch seht.

 

Ich wollte mich in einem Kinde wiederverkörpern und wurde dabei zum Krüppel. Gleichzeitig geriet ich aber auch in die seelischen Schwingungen der Mutter. Das war sehr schlimm, und ich möchte andere warnen, nur ja nicht zurückkehren zu wollen und die Wiederverkörperung in einem kleinen Kinde zu suchen. Laßt die "Wiederverkörperung" auf sich beruhen, denn sie ist nichts weiter als ein arger Irrtum. Aber die theosophischen Lehren sind sonst sehr gut.

 

Richtet euren Blick nach oben; macht euch keine großen Gedanken über die Astralhüllen  , denn die haben keinen Wert!

 

Ich war sehr eigenwillig und wollte durchaus ins Erdenleben zurückkehren, um etwas Großes zu werden. Stattdessen bin ich aber in eine recht erbärmliche Lage geraten. Ich hatte mir vorgenommen, den Theosophen zu zeigen, daß ich zurückkehren und mich in einem Kinde wiederverkörpern könne.

 

Frau Blavatzky  hätte anders lehren sollen. - (Auf jemand Unsichtbaren deutend.) Ich muß Ihnen sagen, Madame, daß Sie es sind, die an meiner gegenwärtigen Lage die Schuld trägt.

 

Frau Blavatzky steht hier und gibt sich jetzt alle Mühe, mir zu helfen. Sie ist es gewesen, die mir die Lehren und Gedanken der Wiederverkörperung beigebracht hat; und jetzt bemüht sie sich, mir den richtigen Weg zu zeigen, und erklärt mir, daß es so etwas wie Wiederverkörperung gar nicht gebe. Man wird ganz verwirrt, wenn man zum Zweck der Wiederverkörperung  in den Körper eines anderen einzudringen sucht.

 

Doktor: Wie heißen Sie?

 

Geist: Ich kann mich auf meinen Namen augenblicklich nicht besinnen. Frau Blavatzky   war in Indien  und lehrte Theosophie. Sie hatte viele Anhänger, und ich war auch bei ihr. Ich habe dort auch Anna Kingsford  und Dr. Hartmann  kennen gelernt, und dieser hat an meinem Zustande auch mit Schuld.

 

Man schob mich hier herein, damit ich belehrt und von den verkehrten Vorstellungen wieder frei werden sollte. Ich freue mich so sehr, daß ich wieder reden kann; das ist etwas, was ich seit Jahren nicht gekonnt habe. Frau Blavatzky , Anna Kingsford der Doktor galten als große Leuchten, aber jetzt stellen sich an ihren Lehren große Irrtümer heraus. Alle arbeiten sie daran, ihre Opfer wieder freizumachen; und so brachten sie auch mich hierher zur Belehrung und Anleitung.

 

...Als ich jetzt hier angekommen war, dachte ich erst, ich wäre wieder am Leben. Ich glaubte, es sei mir gelungen, mich wiederzuverkörpern, und ich könnte nun wieder mit den anderen reden wie zu meinen Lebzeiten. Ich wußte ja gar nicht, daß auch sie schon gestorben sind. Aber nach dem, was sie gelehrt haben, - warum haben sie denn nicht selber auch versucht, sich wiederzuverkörpern wie ich? Frau Blavatzky   war eine große Missionarin, wie Sie wohl wissen. - Sie sagt, sie sei jetzt bemüht, alle durch ihre Lehre Irregeführten darüber zu belehren, wie das Jenseitsleben in Wirklichkeit ist.

 

Sie sagt, sie sei früher mal Medium  gewesen, habe sich aber nicht für Geisterkundgaben hergeben mögen. Sie war der Ansicht, man sollte das eigene Ich und seine eigenen Kräfte zur Entfaltung bringen und sein Karma ausleben. Man hätte mich nicht so Falsches lehren sollen, wie man es getan hat. Frau Blavatzky  sagt mir ich solle nur auf diesen Herrn (Dr. W.) hören, er würde mir alles erklären.-

 

Wir erklärten ihm, daß das Leben auf Erden ja nur eine Vorbereitung sei auf das nachfolgende Leben, und wiesen ihn auf die Tatsache hin, daß die hier auf Erden erworbene Kenntnis und Einsicht das Licht der Erkenntnis darstelle, das ein jeder auf die andere Seite des Lebens mit hinüberbringe.

 

Schließlich nannte der Geist noch seinen Namen, William Stanley , und verabschiedete sich mit einem Dank für die Aufklärung, die er erhalten hatte. « Soweit Dr. med. Wickland.

 

Wie gesagt, ist der Glaube an die Reinkarnation heute noch sehr viel stärker ausgeprägt und wird sogar von sehr vielen Menschen geteilt, die an sich der christlichen Einstellung huldigen; die also nicht so sehr dem Buddhismus nahestehen.

 

So findet man gerade in der Esoterik eine Art von Religionsverschmelzung (u.a. Margarethe Zelenka   in "Botschaften der Liebe" ), welche die für den aufgeklärten Menschen unangenehmen christlichen Moralvorstellungen leugnen und dafür jene oberflächlichen Gedanken der buddhistischen Reinkarnationslehre annehmen.

 

Die Esoterik  verfügt deshalb also auch über die sogenannte "teuflische" Eigendynamik. Es fängt ganz klein und zaghaft an und endet mit einer überbordenden Phantasie , die droht, einen völlig hinwegzureißen.

 

Im Zuge der "Selbsterfahrung" erfährt man denn eigentlich nur, wie man in sich immer mehr Leidenschaften entdeckt. Durch seine kritiklose Experimentierbereitschaft öffnet man sich dann den Einflüssen negativer Geister (Seelen schon Verstorbener) die in einem das geeignete Umfeld für ihre üblen Tricks und Manipulationen sehen.

 

Dann, wenn einem diese Eigendynamik gepackt hat, dann ist man spätestens von einer Idee besessen und kann ihrer nicht mehr Einhalt gebieten. Daraufhin aber kommen verstärkte Phasen der Depression. Denn Gott, den man für Satan fallen ließ, (unwissentlich) schützt einen noch vor der völligen Zerstörung der Seele, indem Er die Brust dieses Menschen zusammenzieht, sie beklemmt, um das Grundleben am völligen Entweichen zu diesen abstrusen Ideen hin zu hindern.

 

Das ist das Gefühl der Reue. Das Gewissen meldet sich und beißt einen, indem es die Feinde der eigenen Seele beißt, damit man sich ihnen nicht völlig hingibt und womöglich seelisch stirbt.

 

Deshalb fehlt letztlich die völlige ruhige Hingabe an diesen esoterischen Ideen und das Ganze artet irgendwann in verzweifelten Bemühungen der eigenen Rechtfertigung gegenüber diesen Depressionen  aus, also eigentlich gegenüber Gott, und wird aufgrund der Eigendynamik letztlich zu einer hektischen Betriebsamkeit um diese Depressionen zu überwinden. Aber genau das kann niemals geschehen, es sei denn, man wendet sich Gott eindeutig zu und erkennt in IHM Jesus .

 

 Satan , der dieses Modell der Reinkarnation entwarf, wird das jedoch niemals freiwillig zulassen und muß aus diesem Grunde die Stellung von Jesus  klammheimlich unterminieren.

 

Hören wir einen eingefleischten Esoteriker, dann werden wir deshalb auch erleben, weshalb er Jesus   immer nur rudimentär streift, ihm aber niemals zum Hauptpunkt seiner "lichtvollen" Betrachtungen werden läßt.

 

Dieser Gedanke Satans hat ja auch eine enorme Faszination gegenüber dem normalen Menschen, der mit seinen Gedanken und Vorstellungen am materiellen Leben hängt. Der Kerngedanke Satans ist nämlich folgender und wird in einen entsprechenden Monolog gekleidet:

 

Lebt euer Karma ruhig aus (und hoffentlich zerstört ihr dabei eure Seele, damit sie dann meine Beute wird) Weil ihr durch euer Gewissen jedoch leider von Gott an diese meine Lüge erinnert und durch mich depressiv werdet, so gebe ich euch die Versicherung (Lüge), daß ihr diese Depressionen ignorieren könnt, denn sie bedeuten nur euer noch nicht ausgelebtes Karma von eurem Selbst, das sich endlich frei entfalten will. Aber wenn ihr es in dieser Existenz nicht schafft, ist das auch egal, denn selbst Christus hat es nicht in einem Leben geschafft!

 

Hauptsache, ihr lebt euch aus und arbeitet euer Karma ab! Ihr kommt ja in spätestens 30 Jahren wieder in mein Herrschaftsgebiet!

Macht also was ihr wollt, denn was ihr wollt, das will nämlich ich. Vor allem aber, denkt positiv von mir!

 

Wie wunderbar von Satan, daß er mit dieser Reinkarnationslehre dem Menschen gleich die Versicherung gibt, daß sie ihm nie entrinnen werden.

 

Daß die Menschen positiv von ihm denken sollen, ist ein weiterer Trick, den er durch die Spielart des "positivistischen Denkens zuerst in Amerika, dann in der ganzen Welt verbreiten ließ. Dass hinter diesem Positivismus der reinste Satanismus steckt, haben wir schon angedeutet. Klarer wird es, wenn man sich nochmals überlegt, wer denn das "Selbst" ist, das hier positiv betrachtet werden soll? Es ist nämlich nicht Jesus , sondern nur wieder das eigene Selbst und deshalb Satan .

 

Wer diesen Gedanken noch genauer aufgegliedert haben will, der sei an das hervorragende Buch   von Dave Hunt  und T.A. Mc Mahon - Die Verführung der Christenheit", verwiesen.

 

Darin wird die Unterwanderung der Christen ausführlich dokumentiert. U.a. wird auch auf die körperliche Reinkarnationslehre eingegangen.

 

Jedenfalls wartet am Ende der Esoterik  nicht die gottgleiche Stellung des Menschen, der zu einem Bruder Jesu werden soll, sondern nur das Tierstadium, in welches Satan in der Gestalt des Drachens dekadierte. Der Grad der Besessenheit nimmt ständig zu. Es ist einem durchschnittlichen Anhänger der Esoterik    gar nicht mehr möglich, von Jesus  anders als von einem erleuchteten Meister zu sprechen. Man beachte, nicht die Liebe als bestimmende Wesenseigenschaft, sondern das Licht steht im Vordergrund.

 

Aber verweilen wir noch kurz bei der Eigendynamik. Je größer die Lockerungen der Seele, desto mehr kann in dieser Seelensubstanz Besessenheit auftreten. Erinnern wir uns, daß Besessenheit auftritt, wenn statt der gottgemäßen Organisation der Seelensubstanz, die daraufhin ihren Körper beherrscht, egoistische Vorstellungen minderwertiger Seelensubstanz aufgenommen werden. Einerseits minderwertig in der Phantasie, in den Gedanken, den Ideen, andererseits als Folge davon auch von minderwertigen Nahrungsmitteln. Denn eine geistige Idee schlägt sich auch in der naturmäßigen Sphäre der Körperlichkeit nieder: aufgrund der Entsprechung.

 

Diese minderwertigen Substanzen haben vor Gott ein Ekelgefühl .

 

Weil die Esoterik jedoch ein verdeckter, ja geradezu ein heimlicher Bereich ist, sind diese seelenreduzierenden Vorstellungen besonders gefährlich und arbeiten wie gesagt sehr subtil von der Verführung bis hin zum Satanismus . Zuerst kommt der Stolz auf die Leistungen des eigenen Intellekt, den man in mühsamer Arbeit durch Studium, etc. bis zu einer gewissen Höhe entwickelt hat, die zu einer Art von Heraushebung gegenüber den durchschnittlichen Massen dünkt.

 

Nachdem man also zu recht auf seinen Verstand stolz zu sein meint, muß man natürlich alles unternehmen, um diese Stellung gegenüber der Umwelt auch zu rechtfertigen. Diese Umwelt soll ja dann registrieren, wie man mit seinem so entwickelten Verstand eine erhöhte Durchschlagskraft in lebensrelevanten Dingen hat. Dazu braucht man dann die "Zubringer"-Methoden der Astronomie usw. Durch sie erhofft man sich Aufhellung gegenüber seinem Schicksal, mit dem man an sich hadert. So verläuft die Verstrickung immer weiter. Mit jedem Schritt jedoch rationalisiert man Jesus hinweg, bzw. macht ihn immer mehr den Menschen gleich. Man glaubt damit jedoch, daß man sich endlich aus den Märchen seiner Kinderzeit in die Erwachsenenwelt etablieren würde, ungeachtet Jesu-Ausspruch, daß, wer nicht würde wie die Kindlein, den Weg nicht zu IHM finden würde.

 

Damit wird dieser Verstandesweg zu einem höchst langwierigen Verfahren, weil man mit dem Licht versucht, die Liebe zu fangen.

 

Das Licht führt jedoch von der Liebe hinweg zu einer immer größer werdenden Ansammlung von Licht. Weil Gott jedoch nur in der demütigen Gestalt, der relativ lichtlosen Gestalt von Jesus erschienen ist, kann dieses vom hochkonzentrierten Licht geblendete Verstandeswesen die Liebe nicht mehr sehen. Das bewirkt die Esoterik , wenn sie auf hohem intellektuellem Niveau steht, wie z.B. bei Madame Blavatzky   geschehen. Aber heutzutage ist das Niveau sehr viel flacher.

Wenn jedoch Satan den Gedanken der körperlichen Wiedergeburt hofiert, Satan aber der Vater der Lüge ist, so muß sich dieser völlig verfälschte Gedanke aber bei Gott in seiner Urform finden. Es muß also eine irgendwie geartete Form der Wiedergeburt geben.

 

Tatsächlich wissen wir von einer geistigen Wiedergeburt , die im Gegensatz zur körperlichen Reinkarnation nicht in ständig sich wechselnden Existenzen geschieht. Sie passiert nur einmal in des Menschen Leben und stellt den Kulminationspunkt des irdischen Lebens dar. Leider aber wird dieser von kaum einem irdisch lebenden Menschen erreicht. Pater Pio war z.B. so jemand.

 

Die geistige Wiedergeburt bezeichnet den Tatbestand, wenn der Geist in der Seele, wenn also der Geistfunke, der im Herzen der Seele webt, sich durch nächstenliebende Taten so sehr vergrößert, daß er auf die gesamte Seele übergreift.

 

Also nicht so, wie es uns Satan weismachen will, der behauptet, der Geistfunke Gottes sitze in der Hypophyse und könne nur durch seine esoterischen Praktiken entwickelt werden.

 

Nicht der Körper soll wiedergeboren werden, sondern die einstmals gefallene Seele Satans, die sich freiwillig von Gott abgewendet hat, soll sich durch nächstenliebende Taten (und nicht Gedanken) in und durch uns wieder zu Gott hinwenden. Aber jede Hinwendung zu Gott bedeutet automatisch eine Vergeistigung. Der geistig wiedergeborene Mensch verfügt dann über eine intakte Seele, über einen intakten Körper und fügt sich freiwillig Gottes Willen. Er hat sich freiwillig atheopisiert (Kain wurde später zu Atheope, dh. dem Willenlosen, siehe Haushaltung Gottes, Lorber Verlag ), d.h. er hat freiwillig seinen Willen, der aus dem luziferischen Erbe stammt, in Gottes Hände gelegt. Das hat natürlich absolut nichts mit einer irgendwie gearteten Besessenheit zu tun, die diesem Tatbestand genau konträr gegenübersteht.

 

Der geistig Wiedergeborene hat die Todsünde des Fleisches besiegt und hat damit seinem Fleisch eine Wiederauferstehung verschafft indem er das Fleisch und Blut von Jesus Christus angenommen hat. Diese "Fleischliche Wiederauferstehung" bedeutet nichts anderes, als daß ein Quantensprung    geschieht. Zuerst wird die unreine Seele mit dem Geist von Jesus  durchtränkt und wird dadurch vergeistigt. Das geschieht über die Aufnahme einer Offenbarung, mit der man dann quasi kämpfend sich immer mehr dem Hellen zuwendet und das Böse abschüttelt. Aber das Böse verbleibt noch unerkannt als die Seelenschlacke in einem und maskiert sich als das Gute der Seele. Das ist der erste "Dimensionssprung" und die meisten Christen bleiben dort stehen und das Sinnbild für diese Position des eigenen Guten ist das Kreuz. Der zweite ergibt sich dann, wenn die Kreuzigung und die Drangsalen, die Leiden am Kreuz dann endlich überwunden sind, und man die Auferstehung von Jesus Christus in sich selbst akzeptiert und dadurch Seinen Überwindergeist erhält und das alte Gute der Seele damit hinaustreibt und das Neue Jesuskleid anzieht. Der dritte Sprung ergibt sich aus der Annahme des Heiligen Geistes, der dann nach einiger Zeit des Verharrens in Jesus sich einstellt. Alles drei zusammen kulminiert in der geistigen Wiedergeburt und wird später noch genauer ausgeführt. Bei den Jüngern damals als Pfingstgeist bezeichnet. Bei einem geistig Wiedergeborenen findet also genau das Gegenteil der Erbsünde statt, findet das Gegenteil von Luzifers Abfall statt.

 

Der geistig Wiedergeborene hat in sich das Fleisch und Blut Jesu angenommen, er hat in sich also die vollständige Erlöserkraft Jesu, die ihn sodann vor dem Bösen bewahrt, weil es Jesus in einem ist, der solches tut. „Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Jesus in mir.“ (Paulus)

 

Diese höchst wichtigen Bestrebungen in eines Menschen Leben verdunkelt jedoch leider die heute praktizierte Esoterik genauso wie die Lehren aller Konfessionen.

 

Gott hat in dem materiellen Leben jedes Einzelnen eine vergeistigte Kopie seiner (des Menschen) selbst gelegt. Und innerhalb dieser vergeistigten Kopie (Seele) befindet sich der Geistfunke Gottes. (Im Herzen der Seele) (SEINES SELBST)

 

Dieser letzte Geistfunke erst bewirkt das Abbild des Menschen als Gott. Ist dieses Abbild bis in den Körper hinein lebendig vertreten, dann erst ist die geistige Wiedergeburt realisiert worden. Mit ihr sind auch die Geschenke der Gnade verbunden, die Gott ganz zu Anfang auch dem Adam und der Eva   vermittelte.

 

Deshalb verfügt jeder Mensch über die Dreieinigkeit zwischen Körper, Seele  und Geist. Daß dabei der Geist die Seele und diese wiederum den Körper ziehen muß, versteht sich von selbst. Aber in der Esoterik  wird, wie überall woanders auch, der Zug von der Körperlichkeit aus getätigt. Allerdings von dem lichtvoll ummantelten Anteil des körperlichen Verstandes. Unter der Entwicklung des Selbst wird deshalb immer nur die Entwicklung der Seele verstanden, insoweit sie den Körper dominieren soll. Aber diese Dominierung wird nie mit der Verbindung zu Gott hin betrachtet, insoweit Gott und Jesus Eins sind, sondern meint Gott immer nur von Jesus getrennt.

 

Hören wir dazu einmal den typischen Gedankengang eines christlichen Esoterikers:  Margarethe Zelenka  in UFO Nachrichten 11/12 - 1995 in dem Artikel über "Weihnachten"

 

»Die einen halten ihn (Jesus ) für einen ganz gewöhnlichen Menschen.....

 

Wieder andere setzen ihn mit Gott gleich, was auf eine völlige Unkenntnis geistiger Gesetze zurückzuführen ist, da man nicht unterscheiden kann zwischen dem Schöpfer, dem Ewigen, Unendlichen, von dem alles ausging, und einem Geschöpf, das zwar das höchste aller geschaffenen Wesen, aber trotzdem nicht Gott ist. Es ist aus geistiger Sicht völlig undenkbar, daß sich der Schöpfer, die Alliebe, mit dieser tiefen Schwingung, wie sie die Erde darstellt, verbindet und Menschengestalt annimmt. Gott durchstrahlt mit seiner Liebe und seinem Urlicht den ganzen Kosmos, von Anfang an bis zum heutigen Tag. Würde er damit nur einen Augenblick aufhören, die ganze Schöpfung bräche in sich zusammen.« (soweit M. Zelenka )

 

Nun hat diese liebe Frau noch nie etwas von der größten Demütigung unseres Schöpfers gehört, ein Umstand, auf den intellektuell gestärkte Personen einfach nicht kommen wollen, weil sie auch an ihrer herausragenden Stellung kratzt.

 

Denn wenn sich schon Gott zu solch einer Demütigung hergibt, zu was wollen dann wir kleine Erdenwürmer beitragen? Aber die Liebe tritt nur im Gewand des Kleinen, des Geringen, des Gedemütigten auf. Trotz aller Lippenbekenntnisse und wortreicher Wiederholungen von Licht und Liebe, ermangelt es solchen lichtvollen Personen an der wahren Demut, weshalb sie unseren Schöpfer, weshalb sie Jesus auch lange nicht verstehen werden. Aber ein Kind Gottes sollte seinen Vater verstehen, wenn Er ihm seine Gebote predigt!

 

Hören wir zum Abschluß dieses Kapitels unseren Schöpfer wie er in Bd. 3 der Himmelsgaben    J. Lorber in die Feder diktierte:

 

»Wie schon gleich anfangs berührt wurde, so kann und wird das sogenannte Tischrücken   lediglich durch die vereinte Kraft von mehreren mit einer starken Außenlebensätherkraft versehenen Menschen - die solche Kraft irgendeinem Objekt mitteilen - auf eine ebenso unfehlbare Art bewerkstelligt, wie die vielfach erprobte mannigfache Wirkung der in einer Leidener Batterie angesammelten elektrischen Fünklein, die aus dem einfachen Konduktor nahe wirkungslos hervorspringen. Nur ist das bekannte elektrische Fluidum eine noch ganz rohe, wennschon auch in die transzendente Sphäre überragende Naturkraft; wogegen die od-psycho-elektromagnetische Außenlebenskraft eine weiter geläuterte und daher schon mit einer ihrer selbst bewußten Intelligenz versehen ist. (Niederschrift 1854)

 

Die intelligente Sphäre der durch eine Menschenkette in einem Objekt konzentrierten Außenlebenskraft aber potenziert sich ganz natürlich, wenn in der Kette eine oder auch mehrere Menschen sich befinden, deren Außenlebenssphäre aus den bereits bekanntgegebenen Gründen sehr stark und intensiv ist.

 

Befände sich gar ein im Geiste Wiedergeborener in der Kette, so würden die intelligenten Erscheinungen, etwa das sogenannte Tischklopfen oder Tischschreiben, sich auf eine höchst wunderbar scheinende Weise zeigen, weil die durch nahe endlosweit nach allen erdenklichen Richtungen hinauslaufenden Außenlebens-Radien auf allen Raum- und Zeitfernen schnelle Erkundigungen einholen können und sie im Augenblick einer gegebenen Frage auf die verlangte und dem Behufe vorbereitete Weise den Fragestellern kundtun.

 

Daß bei so bewandten Umständen auch mehr oder minder verläßliche Erkundigungen aus der wirklichen Geisterwelt eingeholt werden können, kann durchaus nicht in Abrede gestellt werden. Sollen aber diese einen vollen Glauben verdienen, so müssen sie von der vereinten Außenlebenskraft geistig wenigstens zur Hälfte wiedergeborener Menschen ausgehen. Denn eine wenn noch so starke od-psycho-elektromagnetische Außenlebenskraft, wenn sie nicht durch das Atma gereinigt und veredelt ist, hat noch lange nicht das Vermögen, in den allersubtilsten reinen Geisterlebenssphären etwas zu erspähen und das Gefühlte dem Fragenden der Wahrheit gemäß kundzugeben. Da kommt entweder keine Antwort - oder eine Antwort höchstens aus der noch sehr materiellen Naturgeister-Sphäre, die heute so und morgen anders lauten kann, weil da ein jeder Mensch eine von der eines anderen Menschen verschiedenen Außenlebenssphäre  um sich gebildet hat, je nach der Beschaffenheit seiner Liebe und seines ganzen Lebenssensoriums.

 

Wenn dergleichen noch stark naturmäßige Menschen auch dann und wann aus dem Gebiete der groben Materie nicht selten überraschende Aufschlüsse zustande brächten, so wäre ihnen in Bezug auf die Geisterwelt dennoch kein Glaube zu geben, weil ihr Außenlebensensorium als noch selbst mehr materiell denn geistig wohl die ihm ebenbürtige grobe Materie befühlen und beschauen kann, aber nicht also auch das innerste, rein geistige Element der reinen Geisterlebenssphäre.

 

Ein solches Unternehmen von im Geiste wenigstens nahe völlig Wiedergeborenen bewerkstelligt, kann freilich in der rein geistigen Sphäre ganz reine und glaubwürdige Resultate liefern. Aber daß da die schon in der reinen Geisterwelt lebenden Wesen - als Engel und Dämonen - könnten zitiert und zum Reden gebracht werden, ist gänzlich falsch und kann und darf vermöge der unwandelbaren göttlichen Ordnung nicht stattfinden.«

 

Damit erklärt sich die Stellung des Spiritismus, auf den die obigen Passagen Bezug nehmen, von ganz selbst. Aber weil ein Nebenzweig, das Channeln, ebenfalls auf der Grundlage der Esoterik geschieht, sollte daraus ersichtlich sein, daß und warum es immer nur Menschen sind, die zu Menschen sprechen.

 

Die Qualität der geistigen Aussagen hängen also, wie immer, von dem moralisch sittlichen Stand des Fragenden ab. Nur wenn er im Sinne Jesu ein geistig Wiedergeborener ist, dann ist seinen Aussagen auch völligen Glauben zu schenken. Aber von einer körperlichen Wiedergeburt finden wir nichts.

 

Wie will sich jedoch ein Mensch zu dem aufschwingen können, wozu er eigentlich auf dieser Erde weilt? Wie kann man seine Seele immer mehr auf Gott ausrichten oder, konkret gefragt: "Wie wird man geistig Wiedergeboren?" Durch den Glaube an die Reinkarnationalso nicht. Keine Esoterik kann da helfen.

 

Wir müssen uns wohl schon an Gott, damit an Jesus selbst wenden. Aber dafür ist die Zeit für viele Menschen noch nicht reif. Sie halten deshalb Ausschau nach geeigneten Medien und erhoffen sich von ihnen die nötige Aufklärung. Sie sind nicht so veranlagt, als daß sie mit diesen esoterischen Praktiken was anfangen können. Deshalb gehen sie nicht zu Gott oder dessen Propheten, sondern sie gehen zu den falschen Propheten, sie gehen zu einem Medium .

 

 

 

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