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Teil III       DIE SEELE AUSSERHALB DES MENSCHEN

 

5.0   Der glanzlose Gott des Christentums

 

 

Der Gott des Christentums kam so demütig, kam so völlig glanzlos auf die Erde, daß es in den Augen der prachtliebenden Morgenländer nicht glaubhaft wirkte. Moses   als auch Mohammed   hatten mit viel mehr Glanz gewirkt. In ihnen konnte sich allerdings auch der luziferische Glanzanteil wesentlich besser gestalten, weil die beiden in Bezug auf Jesus   sehr viel hochmütiger waren.

 

Darum wurden die Juden, die den Namen Juda, Jude, dem Worte Israels (Gottesstreiter) vorzogen auch hochmütig, wie es in diesem Stammlaut "Jud" anklingt. Viele der hochmütigen satanischen Glanzanteile waren in Judäa, in Judas, im Juden, genauer im jüdischen Priestertum enthalten. Diese Glanzanteile störten sich an einen bescheidenen, glanzlosen Jesus. Er erschien ihnen als zu ärmlich. So einen ärmlichen, armseligen Gott wollten sie nicht! Genau diese Anteile verhinderten auch, daß die Seele der Juden reiner wurde, daß sie ihn verstanden, daß sie Gott verstanden.

 

So konnte Jesus   wieder sagen: "Ich als das Licht kam in die Finsternis, kam in mein Eigentum, doch die Meinen haben mich nicht erkannt."

 

Gott kam in einer geweihten Nacht zur Erde, kam zur finsteren Erde, um den Menschen ein liebevollster Vater zu sein und um sie damit aus der Finsternis, der Seelenfinsternis zu erlösen. Deshalb war Seine Funktion als Erlöser, die Seele der finsteren Menschen aus ihren leidenschaftlichen, hochmütigen Körpern zu reißen, um sie aus dem Dunkel ans Licht zu ziehen.

 

Wäre Jesus   gleich als Licht mit aller Macht gekommen, dann wären die dunklen Seelen nicht erlöst worden, sondern würden zerstört werden. Jesus als mächtiger liebevollster, glanzstarker Gott hätte ihren Seelen Gewalt angetan und sie Seinem Glanz und der daraus resultierenden Gluthitze unterworfen. Dabei hätten sie sich aber aus Schutz verbergen müssen, da ihre dunklen Seelen soviel Hitze und Licht nicht ausgehalten hätten. Ja, wenn dieses Licht ein kaltes Licht, wie weiland von Luzifer  wäre, dann würde sich zwar niemand verbrannt haben, wäre aber auch nicht geliebt und gewärmt worden.

 

Deshalb kam Jesus   demütig, aber voller Liebe zur Erde. Alles was er hier tat, ist nur unter dem Gesichtspunkt der Seelenentwicklung zu verstehen.

 

Die Seele entscheidet durch ihren Reinheitsgrad, ob der betreffende Mensch himmlisch ist, oder ob er in die körperliche Welt der Begierden, der dunklen Leidenschaften verwickelt wird. Aus diesen leidenschaftlichen Verirrungen der Seele kann nur ein starker Führer die Seelen der Menschen erlösen, indem er sie mit Liebe erlöst. Aber natürlich erst dann, wenn sie selbst dazu bereit sind. Es ist eine freie Willensentscheidung, wenn sie auch auf unterster Ebene von Jesu Liebe umgewandelt werden. Es bleibt ihnen deshalb irgendwann nichts anderes übrig, als vor soviel Liebe zu erweichen. Nur wann und wie das passiert, das weiß nur der Schöpfer.

 

Nur ein stärkster Führer mit seiner reinsten Liebe hat soviel Weisheit, das sein Wesen allen Verführungen und Abirrungen der menschlichen Seele widersteht, die sich mit dem übersteigerten Genußtrieb und mit dem Hochmutstrieb gepaart hat. 

 

So wirkte Jesus  mit seiner reinen Liebe auf hochmütige Menschen wie eine Beleidigung, wie ein Narr, der seiner Sinne nicht Herr zu sein schien. Allerdings waren die normalen Menschen von ihm beeindruckt, weshalb die Hochmütigen meinten, Jesus habe sie mit Zauberei hypnotisiert.

 

Und doch zog Jesus  sie an, teils mehr mit seiner Weisheit, teils mehr mit seiner Liebe, jedoch brauchte er beides. Wäre er ihnen nur weisheitsvoll gekommen, dann hätte er sie abgestoßen, weil deren wenige Nächstenliebe, aber sehr viel Eigenliebe sofort eine Bedrohung erkannt und auf Abstand gegangen wäre.

 

Liebende kann man unbeschadet mit der größten Liebe und Weisheit kommen. Sie können das aufnehmen. Aber hochmütige Menschen, die nur sich selbst lieben, müssen die reine Liebe zerstören, weil sie ihren Hochmut aufzulösen droht. Die reine Liebe fordert automatisch eine Änderung dergestalt, daß sie die geliebte Seele heller macht. Genau das wollen die hochmütigen dunklen Seelen nicht zulassen, weil es deren Identität ausmacht. Aber zerstören sie die reine Liebe, die reine Nächstenliebe, dann zerstören sie damit sich selbst. Denn die Seele hält ja nur aufgrund der Gottes- und Nächstenliebe zusammen. Nur die reine Liebe vermag es die verschiedensten Seelenspezifika zusammenzuhalten.

 

Je stärker aber die reine Liebe, umso leichter werden die Hochmütigen geöffnet und ändern sich. Andernfalls müssen sie immer mehr Energie aufwenden, um sich vor der reinen Liebe abzuschotten. Allerdings wird die reine Liebe immer von Gott aufgeladen und verstärkt, der ablehnende Haß kann zwar auch vom Satan  verstärkt werden, aber nur innerhalb gewisser Grenzen. Der Haß ist nicht so grenzenlos wie die Liebe. Der Haß ist nur ein Teilaspekt der gesamten Liebe. Der Haß ist derjenige Teil der Liebe, der mangels Stärke bzw. Schwäche der Seele noch nicht mit Liebe erfüllt werden kann. Deshalb macht der Haß, der die Liebe ausgrenzen will, die Seele immer schwächer und begrenzt sie auf immer kleinere Ausschnitte vom Gesamtganzen.

 

So ist z.B. innerhalb Gottes schon gar kein Raum für den Haß, weil in der Ewigkeit kein Haß bestehen kann. Dieser ist nur innerhalb der luziferischen Zeit möglich. Dadurch bleibt der Haß begrenzt, weil er die Unendlichkeit Gottes negiert und daran nicht teilhaben kann und will.

 

Weil Jesus  aber die höchste und reinste Liebe war und ist, kann man sich vor Ihm nie abschotten. Wenn, dann nur temporär unter Mithilfe von Satan  . Aber nicht etwa, weil Jesus bedroht werden könnte, sondern nur, weil er diese Seelen nicht in seiner Liebe auflösen will. Deshalb flieht Jesu nie diese Seelen. Im Gegenteil fliehen diese Seelen vor ihm und wähnen sich in ihrer Dunkelheit umso stärker und sicherer.

 

Hier berühren wir einen wesentlichen Punkt. Jeder Mensch macht irgendwann seine Seele dicht, weil er die Gefahr der Selbstaufgabe sieht. Das eigenliebende Selbst nämlich fühlt sich bedroht, weil dieses hochmütige eigenliebende Selbst in Jesu Liebe aufgelöst werden soll. Weil aber jeder Mensch mal mehr mal weniger Eigenliebe hat, (nur eben Jesus   nicht) muß er sich mal abschotten und kann liebemäßig nicht mehr wachsen.

 

Wovor macht man also seine Seele zu? Doch wohl nur vor zuviel Leid oder zuviel Liebe, zuviel Enttäuschung.

 

Jener, der liebevoll ist, will immer liebevoller werden, um immer weniger Leid zu sehen. Also hilft er tatkräftig mit, das viele Leid zu reduzieren.

 

Jener, der leidend ist, ist es nur deshalb, weil er sich in einigen Bereichen vor Gott verschlossen hat. Er hat Angst vor der Selbstaufgabe. Er weiß ja, daß er als schwaches Wesen an etwas Schlechtem festhält. Aber er hält daran fest, weil es seine Identität ausmacht, die er schon kennt und die er gepflegt hat, einfach um sich dadurch vom anderen abzugrenzen. Soll er also mit der Aufgabe einer Leidenschaft, wie z.B. Rauchen, Alkohol, Drogen, etc. gleichsam seine Identität mitaufgeben?

 

Davor, nur vor dieser Selbstaufgabe seines eigenliebigen Teils hat er Angst. Weil er Gott noch nicht kennt, weil er Jesus   nicht kennt und zuwenig Nächstenliebe hat, verfügt er über zuwenig Glauben und Vertrauen zu sich selbst, zu seinem reinem Selbst und aus diesem Hintergrund heraus hat er einfach Angst enttäuscht zu werden. Sein reines Selbst als der helle Seelenanteil mußte ja immer wieder erleben, wie sein eigenliebiges dunkles Selbst als leidenschaftlicher Fleischanteil alle seine Besserungsversuche zunichte gemacht hat. Also traut er seinem reinen Selbst, traut er seinem reinen Geist nicht, denn er hat schon vor Satan   kapituliert.

 

Er mißtraut dem Guten, weil er es auch schon offiziell nach außen hin für schwach hält. Also vertritt er unbewußt das Recht des Stärkeren, obwohl er tief innen schon weiß, daß nur er schwach ist. Er meint, er würde, wenn er sich öffnete, nur so hinweggeschwemmt werden. So hinweggeschwemmt, wie sein reines Selbst oftmals von seinem eigenliebenden Anteil.

 

Er kennt nur sich und seinesgleichen, und bei denen würde er sich nie offenbaren. Im Grunde liebt er sich jedoch. Im Grunde heißt, er, als das reine Selbst liebt sich zwar als das leidenschaftliche unreine Selbst, erkennt jedoch wie dieses unreine Selbst ihn langsam zerstört, weil es sich zerstört und ist darüber unglaublich traurig. 

 

Diese tiefste Depression entsteht aus dieser Situation heraus, wo sich die reine Liebe als Wesenskern des Menschen begreift, jedoch akzeptieren muß, wie die unreine Liebe, wie die zerstörerischen Leidenschaften die unreine Liebe selbst zerstören, eben weil sie im Grunde das reine Selbst blockieren. Darüber ist das reine Selbst als die Grundliebe und als das Grundleben im Menschen sehr betroffen.

 

Die reine Liebe als Grundleben des Menschen kann ja nie zerstört werden, sondern muß sich im Interesse des freien Willens der unreinen Leidenschaften soweit zurückziehen, wie die Leidenschaften stark sind. Zieht es sich aber zurück, dann schwächt es bald auch das Leben der unreinen Leidenschaften. Das unreine Selbst wird krank und hat keine körperliche Grundlage mehr, um seinen Exzessen nachzukommen. Diesen Grundkonflikt kennt und sieht jedes reine Selbst im Menschen. In jedem Menschen findet ja im Kleinen der luziferische Konflikt, findet ja der Kampf um die Seele statt.

 

Der Leidende leidet genau an dieser Thematik und fühlt sich darum so todunglücklich und tieftraurig, er fühlt sich deshalb so verzweifelt und wünscht sich das Ende des körperlichen Daseins, weil er als Körpermensch zu stark in die "satanischen" Leidenschaften des Körpers verstrickt ist. Jedenfalls so stark, daß er meint, er könne die Umkehr nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Die Verlockungen seiner Leidenschaften sind so stark, daß sie drohen, seine Grundliebe so weit abzudrängen, daß seine Seele dadurch zerstört wird.

 

Damit dieses eben nicht geschieht, äußert sich das Grundleben und überschwemmt den Körper, der wissentlich oder unwissentlich dabei ist sich zu zerstören, mit seiner tiefsten Liebe und erinnert ihn an das Leben und die Liebe. Er erinnert ihn an das Paradies, um ihn zum weiteren Leben zu motivieren und um den tödlichen Weg in die Leidenschaften zu verstellen. Die Liebe stellt sich den Leidenschaften in den Weg und spricht quasi:

 

"Bis hier her und nicht weiter! Wenn Du weitergehen willst, dann zerstörst Du meinen Körper, der Deine Seele ist. Damit zerstörst Du deine gegenwärtige Existenz und schaffst Dir eine künftige voller unglaublicher Tragödien. Willst du das etwa?"

 

Mit dieser tiefsten Liebe konfrontiert, die natürlich nicht zufälligerweise an die Kreuzigung   Jesu erinnert, wird dieser Mensch todtraurig. Soll er etwa weitermachen und sich eine kurzfristige Befriedigung zu Lasten seiner Seele verschaffen, oder soll er sich endlich aufraffen und zu Gott bekehren?

 

In dieser Situation, wo es um sein Leben geht, soweit es als Einfluß von Jesu noch vorhanden ist, spürt er nämlich, was alles auf dem Spiel steht. Diese sogenannte Depression ist ja nur die Erinnerung (künftige Erinnerung) an das, was ihn später erwartet, wenn er seine Seele weiter zerstört. Denn der kommende Tod seiner Seele ist nicht so sehr für ihn als das unreine Selbst (Satan ) tragisch, als vielmehr tragisch für Gott selbst, der eine Seele unendlich liebt und doch dessen Zerstörung zulassen muß. Denn Gott selbst weiß anders als Satan, weiß anders als die unreinen Leidenschaften schon vorher, was alles dieser armen Seele noch aussteht.

 

Ein unreines Selbst weiß und will nichts von den Opfern der anderen wissen, die ihm tatkräftig, aber unerkannt zur Seite stehen. Denn alles, was ihm an Positivem geschieht, hält er für die eigene Leistung. Aber für alles Schlechte macht er Gott verantwortlich.

 

 Darum liebt er sich aus dem Grund seiner reinen Liebe (Jesus ). Er liebt sich aber aus seiner unreinen Liebe (Satan ) nicht, d.h. er als Satan liebt Jesus nicht. (grundlos!) Für seine Eigenliebe (Satan) sieht das also genau andersherum aus. Die Eigenliebe liebt nur sich leidenschaftlich, dabei hat sie keine Grundliebe und liebt ergo grundlos, liebt oberflächlich, liebt scheinbar. Das ist aber eine Scheinliebe, da sie an vergängliche Objekte fleischlicher Natur gerichtet ist. Sie hat nur solange Bestand, wie ihre Objekte der Begierde erreichbar sind. Darüber hinaus hat sie nur Haß gegen alles andere, was sich trennend zwischen den Objekten der Eigenliebe stellt. Genau das tut aber die reine Liebe, die der Liebe wegen diese Menschen aus der Tragödie der Eigenliebe erlösen will. Darum also haßt dieser Mensch sein Selbst und den Nächsten, soweit er wie sein Selbst ist.

 

Genaugenommen liebt die Liebe sich als Liebe, liebt darüber hinaus jedoch auch den begrenzten Haß, weil sie erst in der Umwandlung des Hasses zur Liebe erkennt, wie sehr sie als Liebe liebt. Ohne den Haß wüßte sie es nicht, sofern sie in der Zeit (im Werden) ist. Darum gehört zur starken Liebe auch immer ein starker Haß, weshalb Jesus als die größte Liebe dem größten Haß ausgesetzt war und ist und weshalb die Lieblinge Gottes viel auszustehen haben, siehe Hiob.

 

Darum haßten eben die selbstsüchtigen Juden damals Jesus  als die reine Liebe. Deshalb haßten sie sich eigentlich auch selbst und schotteten sich zwar vor Jesus, aber im Grunde vor sich selbst als der reinen Liebe ab.

 

Jesus  durfte sie aber auch nicht gewaltsam öffnen, sonst hätte er ihren freien Willen verbogen. Der Haß braucht deshalb Zeit, weil er die Zeit ist, die er zu seiner Überwindung benötigt. Daraus ergibt sich, wie es einen unbegrenzten Haß nicht geben kann, genauso wenig wie Satan unbegrenzt ist. Es gibt im Grund nur die Ewigkeit des Seins, und die heißt Liebe und stellt sich für uns als Bildnis Jesu dar.

 

 

                        5.1   Die Beziehungen zwischen Bild und Mensch

 

Wir sehen schon, wie man sich allzu leicht in Abstraktionen verlieren kann, wenn man nicht ganz konkret auf den Kernpunkt zurückkommt. Wir gingen vom Wort aus und stellten fest, wie es nicht vollständig umgesetzt werden kann, wobei dasjenige was fehlt, jedoch im Gleichnis, also im Bilde ergänzt wird. Weiterhin sahen wir als das oberste Wort und Bild Jesus Christus an. Wir versuchten Jesus innerhalb der Sprache zu finden und mußten feststellen, wie unsere Herzenssprache diesen Namen nicht mehr verdient, weil in ihr nichts mehr an das Herz, nichts mehr an Jesus erinnert, weshalb wir eigentlich alle irgendwie herzkrank sind. Jesus und Herz sind deshalb gleichwertige Begriffe, weil das Herz unser Leben symbolisiert, eben so, wie Jesus unser Leben ist. Darüberhinaus wollen wir zutreffende Aussagen über unsere globale, politische und moralische Situation machen und suchen dabei nach dem passenden Modell. Wir wissen schon, daß es ein lebendiges und hochwertiges Modell sein muß, überlegen jedoch, inwieweit es möglich ist, solch ein Modell zu skizzieren.

 

Allerdings wollen wir hier auch nichts überstürzen und blicken darum auf ähnliche Methoden, wie sie seit Jahrhunderten bis zur Neuzeit geläufig sind. Suchten die damaligen Alchemisten den Stein der Weisen, die Physiker die Weltenformel, die Mathematiker die Quadratur des Kreises, die Erfinder das Perpetuum mobile, so suchen wir eins und dazu immer nur dasselbe, wir suchen das Ziel der Sehnsucht, wir suchen Jesus, aber wir suchen ihn nur innerhalb des Gnadenstromes; finden können wir ihn jedoch überall.

 

In seinem Bild, in dem Bild des Menschen, das von Gott kommt, wollen wir die vielfältigen vorher angesprochenen Beziehungen betrachten.

 

Wie z.B. Jane Roberts   [20] in ihren Büchern so schön zum Ausdruck gebracht hat, verhält sich jeder Mensch zum anderen wie eine Zelle zu einer anderen Körperzelle. Alle Menschen zusammen bilden dann so etwas wie einen globalen Erdmenschen". Der kleinste Zellenverband  ist z.B. die Familie. Der größte dann das Land, die Heimat, zu der man sich zählt. Dieses Land stellt dann gewissermaßen ein Organ, z.B. Herz,  Lunge, Leber oder eine andere funktionelle Einheit, bzw. Sinnesorgan etc. dar.

 

Einen ähnlichen, wenn auch ziemlich verwässerten Gedanken gibt es in der Esoterik , wo man ziemlich oberflächlich vom Mikro- Makrokosmos   spricht. Diesen Sprachgebrauch des Mikro- und Makrokosmos hat die Allgemeinheit übernommen, ohne jedoch auch nur annähernd die Tiefe eines Jakob Böhme, eines Paracelsus    oder gar eines Emanuel Swedenborgs zu erreichen, an dessen Schriften schon ein Goethe reifte. Auch in neuerer Zeit gibt es eine ziemlich verstümmelte primitivste Auslegung dieses “anthroposophischen” Bildes, wenn wir an einen ziemlich jungen Sproß der Naturwissenschaften denken. Es ist die Systemtheorie, die als Informationstheorie bzw. als Kybernetik bezeichnet wird. Der österreichische Biologe Berthalanffy entwickelte sie in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts. Von ihm stammt auch die Bezeichnung “Systemtheorie des Organismus” für die wissenschaftlichen Untersuchungen, die Gesetze lebender Systeme auf allen Niveaus des Organismus zu finden.[21] Sehr schnell hatte die junge Wissenschaft bei der Beschreibung und Erklärung komplizierter, vor allem organischer Systeme in allen Wissenschaftsbereichen große Erfolge. Es stellte sich nämlich heraus, daß die Erweiterung der Theorie unter Einschluß offener Systeme eine Antwort auf Probleme bot, die bisher als vitalistisch angesehen worden waren, d.h. einer naturwissenschaftlichen Erklärung unzugänglich und nur verständlich als Werk seelenartiger Vitalfaktoren, die das Geschehen zweckmäßig lenken.[22]

 

Das gilt besonders im Bereich lebendiger Wesen und von Gruppierungen lebender Individuen: Offene Systeme sind Pflanzen und Tiere, Menschen sowie alle Arten der Gruppenbildung von der Bakterienkultur bis hin zu den wirtschaftlichen und/oder politischen Großorganisationen unserer modernen Gesellschaft. Alle Gruppierungen von Menschen, die durch besondere Beziehungen gekennzeichnet sind, also auch das vielschichtige Volk, stellen derartige offene Systeme, offene Fließgleichgewichte im Sinne der Systemtheorie dar. [23]

 

Eines der wichtigsten Grundgesetze der Systemtheorie ist die Erkenntnis, daß die Eigenschaften eines Systems sich nicht aus den Einzeleigenschaften der Elemente des System zusammensetzen lassen, da sie aus Mehr bestehen. Das Ganze ist also mehr als die Summe seiner Teile, sagte schon Aristoteles und drückt damit diesen Gedanken sehr präzise aus.

 

Nun hechelt diese Kybernetik so ähnlich wie Sheldrake mit seinen morphogenetischen Feldern diesem “Mehr” hinterher, ohne auch nur zu ahnen, wer oder was dieses Mehr denn nun ist. Diese Theorien veranschaulichen darum nur, wie unschlüssig und lau sich die Wissenschaft verhält, wenn es darum geht, eindeutig Stellung zu beziehen. So hält sie noch einerseits am verlogenen Materialismus fest, stößt damit jedoch sehr schnell an ihre Grenzen und produziert ebenso wie der Illusionist Copperfield, anschließend einen alten Trick, um etwas vorzugaukeln, was gar nicht da ist.  Die Kybernetik verlagert also nur die Denkweise von den Prinzipien der toten Materie hin zu den toten Prinzipien der lebendigen Materie. Denn wenn sie in diesem “Mehr” nicht Gott und darin Jesus sieht, dann bleibt sie genauso tot wie vorher, sie bleibt also nur eine etwas raffiniertere Hülle. Deshalb müssen wir, um aussagefähigere Modelle und Verhaltensweise zu erhalten, einen eindeutigen Schritt unternehmen und müssen uns dem Bild des Menschen zuwenden, welches von Gott kommt.

 

Wie schon mehrfach bedeutet, stammen die tiefschürfendsten Bilder im Mittelalter von Hildegard von Bingen, von Jakob Böhme, von Emanuel Swedenborg, dem hochbegnadeten Wissenschaftler und Seher, dessen Erkenntnisse auch gerade hier in Deutschland kaum bekannt sind, sowie in der Neuzeit von dem “Mystiker” Jakob Lorber  , der mit einem noch größeren Bild, dem bislang größten, das ganzheitliche Wirken Jesus darstellen durfte und von Bertha Dudde   aus Leverkusen. Aber es gibt nun auch noch gegenwärtige Aussagen von Jesus dazu, denn es gibt noch etliche Menschen, die noch heutzutage vom Herrn angesprochen werden.

 

Das vorher erwähnte kybernetische Modell ist solch ein winziges Fragment eines Bildes, das es beinahe schon wie Blasphemie wirkt, wenn man es in einem Atemzug mit diesen anderen Bildnissen nennt. Aber daran sollten wir nur erkennen, wie weit unsere Wissenschaft noch von der Wahrheit entfernt ist.

 

Beginnen wir nun mit der Fortführung unserer vor einem Kapitel begonnenen Frage, wie wir das Anfangsbild von Adam und Eva mit demjenigen von heute, wo doch schon zig Milliarden Menschen leben, verknüpfen können.

 

Adam und Eva wären danach die ersten zwei Zellen eines Menschen, die Keimzellen, aus denen sich der spätere Gesamtmensch zusammensetzt. Bei diesem Modell hätte sich auch gleich die Frage erübrigt, ab wann man bei der Entstehung eines Menschen von der Entstehung des Lebens sprechen kann. Damit gibt es nur Lebendiges!

 

Diese zwei Zellen von Liebe und Weisheit verschmelzen durch die Liebe und formen ständig neue Geschöpfe. Dabei war die Liebe als Adam zuerst da, aus ihr wurde die Weisheit als Eva entnommen, wurde als der Teil der Eigenliebe genommen, die sich jedoch in den Dienst der Liebe stellen sollte. Durch die ständige Vergrößerung dieses Menschen-Stammes ergab sich eine Differenzierung in verschiedene geistig-seelische Niveaus. So wurden jeweils die höchst möglichsten, z.B. Abel, Henoch und Lamech der Hohe, Noah, Jakob, Abraham, etc. als auch die höchst-niedrigsten Seelenniveaus verwirklicht, z.B. Kain, Hanoch, Lamech der Tiefe, etc.[gg]

 

Bei der Entstehung dieses Gesamtmenschen, der aus den Anfangszellen von Adam und Eva entstand, kam es dann nach vielen Jahren zu der Vertreibung aus dem Paradies, die hier in Analogie als die Phase der Austreibung aus dem behüteten Mutterschoße verstanden wird. Vater und Mutter waren ihm dann die Sonne und der Mond, waren also unsichtbare Engel und die ihm umgebende Natur. Diesen Zusammenhang können wir noch im vierten Gebot erkennen, wo es heißt: “Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebst!”

 

Den Vater als Gott sowie die Mutter als die Erde muß man respektieren und lieben, wenn man ein langes und gesundes Leben haben möchte.[hh] (siehe dazu die Geistige Sonne Band 2 von J. Lorber)  Mit dem Wachstum dieses Gesamtmenschen spaltete sich die Bevölkerung in verschiedene Stämme auf. So wie auf der körperlichen Ebene die verschiedensten Organe gebildet wurden, um ein gesundes Zusammenspiel auf körperlicher und geistiger Ebene zu garantieren, so differenzierten sich nach außen hin die entsprechenden Völkerschaften aus. Im Verlauf der Jahrtausende ergab sich daraus eine homologe Linie, wobei ein Volk das andere so ersetzte, wie das entsprechende Organ immer besser ausstrukturierte, in seinem Bestand jedoch ständig von neuen Zellen erhalten wurde. Dieser Homologie der Organe entspricht also die Verwandtschaft der Völker untereinander soweit, als sie sich in der Zeit abwechselten. Aber auch so, wie die einzelnen Organe des Gesamtmenschen in der spezifischen Zeit untereinander agieren, genau so interagieren die jeweiligen Völkerschaften. Während die Homologie keine Gleichheit hinsichtlich der seelisch-körperlichen Funktion, sondern nur hinsichtlich der Entwicklung zuläßt, finden wir hingegen, daß im Vordergrund genau das Gegenteil steht, nämlich die Gleichheit der Funktion, die nur entwicklungsmäßig adaptiert wurde.

 

Es wurden deshalb Funktionen alter Völker durch neue zum einen so ersetzt, wie die Römer die Ägypter ersetzten, die Römer ihrerseits wieder von den Germanen ersetzt wurden, etc. zum andern aber wurde innerhalb dieser Funktionen, (der Organe) die Art und Weise der Zusammenarbeit definiert. Als die Römer die Vorherrschaft gewannen und u.a. das alte Ägypten (Verstand) und die Juden (Herz) integrierte, so veränderte sich diese geistige Funktion der Römer dadurch wesentlich, sie wurden dadurch das Organ des Gehirns, wurden also “Gehirnland”, wurden zum Großhirn, auch die Stellung der Organe Israel und Ägypten veränderte sich. Ägypten wurde nun zum Kleinhirn.

 

Als z.B. Jerusalem durch die Römer zerstört wurde, wurde damit auch der Tempel der Juden zerstört. Durch diesen Fakt ging die “Herzfunktion” von Israel verloren und die Juden wurden damit auf eine „hormonelle“ Stufe reduziert. Rom seinerseits wurde in einem ständig größer werdenden Reich von seiner Gehirnfunktion zur Herzfunktion verändert, während die einstige Gehirnfunktion dann von den germanischen Völkern übernommen wurde. Als dann der eigentlich reife Übergang geschehen sollte, daß diese Herzfunktion, die von Rom nicht mehr genügend ausgefüllt wurde, dann zu den Germanen übergehen sollte, da versagten die Germanen und bekamen nur ein halbes Herz. (Österreich und Deutschland blieben gespalten)  In Folge verloren sie damit auch ihre Gehirnfunktion an Groß Britannien, diese verloren sie dann an die Vereinigten Staaten, usw.

 

Da wir um dieses Bild auch nur annäherungsweise zu verstehen, nicht nur ein sehr großes und breitgefächertes Wissen, sondern vor allem in der Entsprechungslehre bewandert sein müssen, so wollen wir den Leser nicht unnötig verwirren und  werden im dritten Teil noch sehr viel ausführlicher darauf eingehen.

 

Also gibt es Milliarden von Menschen und mineralisches, pflanzliches und tierisches Leben auf unserer Erde. Genauso verhält es sich entsprechenderweise innerhalb eines Menschen. Seine Milliarden von Zellen haben gewisse definierte Beziehungen zueinander, die letztlich vom Gehirn  koordiniert werden. Dieses Gehirn des globalen Erdmenschen stellt jetzt z.B. Amerika dar. Im Gehirn gibt es bekanntermaßen das wenigste Blut, bzw. kaum rote Blutkörperchen. Allerdings ist hier der Sauerstoffbedarf extrem hoch, ebenfalls auch der Energiebedarf. Die meisten Nervenzellen sind dort zu finden. Deshalb gibt es kaum noch rote Menschen (Indianer) sowie ist der Einfluß der Deutschen als Herzmenschen  (Herzzellen) ebenfalls sehr gering. Dafür nehmen jedoch die geschäftsmäßigen Beziehungen der Nervenzellen zu. Angloamerikanische Bestrebungen stehen hierfür und der Energieverbrauch ist eklatant.

 

So gäbe es andere Länder wie Deutschland  (Herz), Rußland (Lunge), China   (Darm), die alle politische und wirtschaftliche Beziehungen untereinander haben, die man auf der körperlichen Ebene als biologisch-medizinische Strukturen betrachten könnte. Krankheiten des globalen Erdmenschen wären dann z.B. Entzündungen, Kriege, etc. Ganz bedrohliche Krankheiten wie Herzinfarkt wären dann natürlich die Weltkriege.

 

Nun fällt es natürlich leicht, die Liebe als stärkste Kraft im innerseelischen Bereich auszumachen. Aber soll diese Liebe auch die politischen Beziehungen der Staaten untereinander regeln?

 

Heutzutage jedenfalls sind es eher wirtschaftliche Notwendigkeiten, welche die Stellung der Länder zueinander definieren. Aber wenn wir tiefer schauen, dann sehen wir schon, wie diese wirtschaftlichen Beziehungen quasi von Amerika als dem Hirn des globalen Erdmenschen ausgehen. Der typische Amerikaner ist nun auch sehr oberflächlich, ist sehr visuell eingestellt. Deshalb erkennen wir leicht, wie dieses amerikanische Gehirn   nur Spiegelfechterei betreibt und die gewaltige Weltwirtschaft einfach nur Mittel der Ablenkung ist. Aber andererseits gibt es im Gehirn auch alles das, was es im Gesamtmenschen gibt, nur eben sehr viel begrenzter. Deshalb gibt es dort alle Nationen, gibt es dort alle Gefühlsabstufungen. Aber trotzdem gibt es in Amerika eben insgesamt betrachtet ebensolche Unterschiede in der seelischen Beschaffenheit z.B. zu Deutschland, wie es Unterschiede zwischen dem Herzen und dem Gehirn geben muß.

 

Aber wo kommt denn nun das Leben her? Sicher von Gott. Aber wie paßt Gott in diese wirtschaftlichen Beziehungen? Kaum, deshalb ja auch das globale Chaos, die Zerstörung der Erde, die Zerstörung der Ethik, Tierversuche  , Krankheiten, Kriege, Seuchen, etc.

 

Wie wir schon herausgearbeitet haben, ist die materielle Variante der Liebe die Sexualität, bzw. der Genuß, also auch Nahrung etc. Neben dieser Sexualität als körperliches Genuß-Prinzip gibt es jedoch noch ein seelisches  Genußprinzip und das lautet: Wissen. Im dritten Teil werden wir ausführlicher auf dieses Wissen eingehen, wollen aber schon hier feststellen, wie dieses Wissen auch nur eine Reduktion der geistigen Liebe darstellt. Trifft sich dieses Wissen mit der Liebe von Jesus, dann weiß man, wer und was Jesus ist. Einen Teil dieses Wissens haben wir ja hier im Buch kennengelernt. Trifft sich dieses Wissen jedoch nicht mit Jesus, dann wird es triebhaft und wandelt sich in eine materielle Gier um. Das Wissen um die Liebe Jesu verkommt zum Wissen nach geistiger Ablenkung in Form der Wissenschaften, der Technik, der Musik, der Medien wie Bücher, Fernsehen, Kino etc. oder dem Wissen in Form nach körperlicher Ablenkung durch Sex oder Sport oder nach Nahrung, bzw. nach allem. Da nun die innerstaatlichen Beziehungen fast ausschließlich auf die Stufe der körperlichen Form reduziert wurden und die Wissenschaften und Medien auf die Befriedigungen dieser hinzielen, sind unsere gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen alle die äußerste Reduktion eines Gesamtstaatengebildes, wo nichts mehr an das belebende Prinzip von Jesus hindeutet. Er scheint in dieser Terminologie völlig überflüssig zu sein.

 

Wenn wir nun an verschiedene Organe denken und die entsprechenden Länder damit assoziieren, dann müssen wir unweigerlich auf das Herz  als dem Sitz des Lebens kommen. Also regelt auch hier die Liebe das Funktionieren des globalen Erdmenschen. Deutschland   als dessen Herz steht ebenfalls sehr geschäftig, steht also sehr amerikanisiert dar, wobei Frankfurt als Bankenmetropole dessen materielles Symbol wäre.

 

Der 1. und 2. Weltkrieg waren das geeignete Mittel, um unsere Herztätigkeit zu verschlechtern, weil Deutschland nicht Herz, sondern Gehirn werden wollte. Deutschland  , das Land der Dichter und Denker ist momentan so weit von seiner ursprünglichen Aufgabe entfernt, daß der globale Erdmensch dahinsiecht.

 

Aber was ist die eigentliche Aufgabe des Herzens ?

 

Einmal soll es als große Pumpe den ganzen Körper mit Blut, damit auch mit Sauerstoff   versorgen.

 

Darüber hinaus soll es die Seelenkonfiguration der Zellen (Menschen) verbessern, indem Geistiges in den Blut- und Sauerstoffstrom eingearbeitet wird. Das Blut wird dadurch im Herzen befruchtet und gelangt in den ganzen Körper.

 

Es soll den weltlichen Leidenschaften Einhalt gebieten, damit sich das Grundleben weiter stärken kann. Dazu müssen einmal die Güter in die Welt gepumpt werden, aber diese Güter müssen gütig sein, müssen Akte der Nächstenliebe sein und dürfen nicht nur aus dem Kommerz ausgerichtet sein.

 

Wieder stoßen wir auf die bekannte Dreiteilung.

 

1. zum äußeren Pumpenbild können wir sagen, daß Deutschland   dieser Aufgabe nur durch den Strom seiner Güter nachkommt.

 

2. Von seelisch-geistiger Befruchtung ist nichts zu merken.

 

3. geistig ist dabei alles, was unmittelbare Beziehung zu Gott hat. Es ist die Religion. Diese wird von den Deutschen nicht mehr unter die Völker exportiert, sondern im Gegenteil kommen völlig fremde und z.T. auch sehr primitive Religionen in unser Herz.

 

Mit Luther   und Calvin   hatte eine Epoche begonnen, die dem verkrusteten und verirrten Papsttum Trotz bot. Neues Leben begann, wie sich anschließend in Amerika zeigte. Aber jetzt liegt es wie ehedem kraftlos danieder.

 

Gelang es im 14. u. 15 Jhdt. noch gut religiöse Impulse zu setzen, die von Österreich  (Habsburg) ausgingen, so trat nach dem 30-jährigen Krieg schon so etwas wie ein kleiner Weltkrieg (Herzinfarkt) auf. Dabei ging die Qualität der Befruchtung verloren, weil sich Österreich später vom protestantischen Norden (Preußen) trennte. Der Grund waren das zähe festhalten der Habsburger (z.B. Prunksucht Kaiser Karls V., also materielle Genußsucht und Religionsfrömmigkeit seiner Tochter Kaiserin Maria   Theresia)  am damaligem toten Papsttum, und daraufhin kam erst die Ablehnung und Bekämpfung der Protestanten. Also verlor Österreich folgerichtig seine Weltstellung an England /Preußen. Preußen wiederum unterlag der Allianz der Gehirnzellenmenschen England/Amerika.

 

Die Einheit des Herzens war in Folge vorbei. Als das habsburgische Österreich  seine Nächstenliebe beweisen konnte, metzelte es die Protestanten nieder. Kaiser   Wilhelm I und II hatten dann das Pech unvorbereitet auf England  /Amerika zu treffen.

 

Gott, der damals noch unverblümt durch Propheten und Seher in Österreich   und Deutschland  wirken konnte, ist heutzutage noch kaum anzutreffen. Nur in Deutschland/Österreich war und ist die Stellung von Gott in Bezug auf Jesus  einzigartig. Während in den romanischen Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich (Notre Dame), aber auch in Polen die Stellung der Jungfrau Maria  schon höher als diejenige von Jesus ist, war in Deutschland Jesus noch sehr stark mit Gott verbunden. (Bayern, Schwaben)

 

Aber heutzutage ist Gott auch bei uns kaum noch anzutreffen. Als Indiz mag das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gelten (das Kreuz muß aus der Schule weg, weil es Minderheiten in der freien Religionsausübung stört) Hier wurde nur amtlich dokumentiert, was schon längst alltäglicher Brauch in Deutschland  geworden ist. Deshalb auch wird unser globaler Erdmensch sterben, wenn wir uns von unserer Herzfunktion wegbegeben, ohne dass ein neues Herz installiert wird. Denn nur wer am Herzen Gottes lebt, kann die Funktion der Befruchtung übernehmen. (Darauf  kommen wir noch zu sprechen) Darum ist das Deutsche Volk im höchsten Maß religiös. Aber leider wurde von außen der Druck so stark, daß wir einfach zu sehr Gott verrieten.

 

So haben wir in der Gegenwart ein leeres Gefühl in unserem Herzen und können unseren Nachbarn außer Konsumgütern nichts Tiefergehendes mehr übermitteln. Zehrten sie noch im späteren Mittelalter von dem Geist eines Leibnitz, Goethe  , Schiller  ,  etc., so ist es heute eher umgekehrt.

 

So ist auch unsere persönliche Seele beschaffen. Sie ist leer, sie ist einfach zuwenig vom Geist Gottes durchweht.

 

In Bezug auf Gott gibt es zwei Möglichkeiten:

 

Einmal sollen wir an Seinem Herzen sein und können deshalb Seinen Geist an unsere Brüder weitertragen, damit eben alle Menschen Brüder werden. Wenn wir zweitens hier versagen, dann befinden wir uns damit außerhalb Gottes Herzens.

 

Wir befinden uns damit sogar außerhalb Gottes Gestalt. Nicht außerhalb Seines Willens bzw. Einfluß. Das ist unmöglich, weil Gottes Willen und Einfluß eben überall ist.

 

Aber außerhalb Seiner Gestalt, die menschliche Formen hat, die jedoch völlig reingeistig ist. Sie ist für uns jedoch nicht so reingeistig formenlos, wie man sich einen reinen Geist vorstellt. Denn unsere graduelle Seelenentwicklung kann immer nur ein bestimmtes Maß an reinem Geist aufnehmen. Deshalb bleibt Gott zwar reingeistig unerkenntlich, muß uns aber als Matrizen seine Form vorgeben. Diese Form ist Jesus  im Kleinen, stellt aber im Makrokosmos  eine unendlich große Gestalt eines Menschen dar.

 

Wir sehen allmählich, wie komplex es wird, wenn wir versuchen, das höchste Bild (Jesus) auf uns und unsere Völker anzuwenden. Um uns nicht unnötig zu verirren, brechen wir an dieser Stelle damit ab. Zu gegebener Zeit werden wir es jedoch fortführen.

 

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[gg]               siehe dazu in der Haushaltung Gottes von Jakob Lorber

[hh]               siehe bei diesem sechsten Gebot auch unter dem Kapitel  1.2.1 von der Sexualität unter Freud nach

                      Text aus – Das Wort – Zeitschrift für ein vertieftes Christentum, Ausgabe Nov./Dez. 98, S. 409

 

[20]                Jane Roberts XE "Jane Roberts:Schriftstellerin" : Individuum und Massenschicksal; Träume und Werterfüllung; Seth XE "Seth"  und die Wirklichkeit der Psyche, etc. Ariston Verlag

 

[21]                siehe L. v. Bethalanffy, General System Theorie, 1969

 

[22]                L.v. Bertalanffy in Sytemtheorie, 1972, Seite 23

 

[23]                siehe bei Rolf Kosiek – Völker statt “One World”. Der Autor geht kurz auf diese Kybernetik der Völker ein

 

 

 

 

 

 

                             

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