----- Original Message -----
[GEJ.03_166,11] Aber nun zu Dir, Du mein
alles, Du mein größter Freund, Du mein heiligster Meister von Ewigkeit!
O Du mein bester Freund Jesus! Sieh, jetzt nützt Dir alle Deine Allmacht
nichts gegen meine zu große Liebe zu Dir! Du mußt Dich nun von mir kreuz
und quer umarmen lassen! Im Geiste habe ich es wohl alle Tage schon zu öfteren
Malen getan; aber jetzt tue ich's einmal auch in der leiblichen
Wirklichkeit!"
[GEJ.03_166,12] Mit diesen Worten umfaßte mich Kornelius, drückte Mich
nahe krampfhaft an sein Herz und bedeckte Mein Haupt mit den wärmsten Küssen
und Tränen der höchsten Freude. Nachdem er auf diese Art dem Drange
seines edlen Herzens Luft verschafft hatte, ließ er Mich sanft wieder
frei und sagte, durch und durch gerührt: "Herr, Meister, Gott und
Schöpfer der Unendlichkeit, geistig und materiell! Schaffe (befiehl) es
mir doch, was Gutes ich nun tun soll! Du kennst ja mein Herz!"
[GEJ.03_166,13] Sage Ich: "Du kennst ja Mein Herz auch! Tue, was dein
Herz dir irgend sagt in Meinem Namen, und du hast für dich und für Mich
genug getan! Dieweil du Mir hier aber aus dem Drange deines Herzens Gewalt
angetan hast, wie es Mir noch niemand angetan hat, so werde auch Ich dir
noch auf dieser Erde in jüngster Zeit nach Meiner Erhöhung eine andere
Gewalt antun, der zufolge weder du noch ein Glied deines Hauses den Tod
des Leibes je weder sehen, noch fühlen und schmecken sollst!
[GEJ.03_166,14] Es hat Mich solche deine Liebesbezeigung bis in Mein
Innerstes erfreut, und du hast Mir damit etwas erwiesen, von dem die
Ewigkeit bis auf diesen Augenblick kein zweites Beispiel aufzuweisen hat -
außer von kleinen Kindern, die den Vater eher erkennen denn die Erwachsenen.
Nun aber laß du dich denn auch von Mir umarmen!"
[GEJ.03_166,15] Sagt Kornelius, vor Freude weinend: "Herr, Meister
und Gott, solcher zu endlos heiligsten Gnade bin ich ewig nicht würdig!"
[GEJ.03_166,16] Sage Ich: "Nun, so mache Ich dich denn würdig, und
du komme zu Mir!"
[GEJ.03_166,17] Kornelius kam zu Mir, und Ich umarmte ihn. Darüber fing
er an laut zu weinen und zu schluchzen, und viele meinten, es müsse ihm
etwas fehlen, dieweil er also weine. Aber er ermannte sich und sagte:
"Seid ruhig! Mir fehlt nicht nur nichts, sondern ich habe nun nur zu
viel, und die Freude entlockt mir diese Tränen."
---Der ganze Text unter: http://www.j-lorber.de/jl/ev03/ev03-166.htm