Von: Hans 
Gesendet: Freitag, 8. Juni 2001 17:13
An: JLorber@yahoogroups.com; Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Rat und Tat: Beleidigungen

Wichtigkeit: Hoch
Liebe Freunde,
 
in den Offenbarungen stehen viele wichtige Verhaltensregeln und Tipps für unser Seelenheil. Göttlicher Rat, den wir umwandeln sollen in die Tat. Ich werde gelegentlich solche gutgemeinten Weisheitsperlen aus den bekannten Offenbarungen  in die Listen stellen. Wen das nicht interessiert, der kann das übergehen. Aber der muß sich auch fragen lassen, was er von dem neuoffenbarten Wort Gottes eigentlich lernen will.  So steht auch geschrieben:
 
 
Wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen! 
 
mfg - hans
 
 
 
Evangelium für Beleidigte
 
 
[HGt.01_174,01] Und als der Sethlahem sich nun wieder beim Opferaltare befand in der Mitte des Abedam, Henoch, Jared und Abedam, des bekannten, da holte er einen tiefen Atemzug und wollte sich über die ihm angetanen Beleidigungen von seiten der sieben durch eine auseinandergesetzte Anklage gehörig Luft machen.
[HGt.01_174,02] Der hohe Abedam aber kam ihm zuvor und sagte ihm, ihn gleichsam fragend: „Sethlahem, wo sind denn die sieben?
[HGt.01_174,03] Ich sehe nur dich allein. Wie hast du denn deinen dir vorgenommenen Dienst gar so unvollbracht geschehen lassen mögen?!
[HGt.01_174,04] Und statt die sieben hierherzuführen, kommst du nun ganz allein und noch dazu mit einem beleidigten Herzen voll bitterer Klage!
 
[HGt.01_174,05] Was soll Ich nun aus dir machen? – Ich sage dir aber, so du dich an deinen sieben Brüdern rächen willst, da zeichne ihre Schuld in den Sand! So dir aber jemand Arges will im Herzen, den segne, als wäre er dein erstgeborener Sohn, so wirst du sein ein wahres unsterbliches Kind der ewigen Liebe, sein voll der Gnade und sein voll der Liebe und aller Weisheit aus ihr!.
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[HGt.01_174,06] Siehe, was nützt dir ein denkender Geist, so du die Liebe nicht hast?! Ich sage dir, du wirst ewig im finstern herumtappen!
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[HGt.01_174,09] Also sieh nun, einen wie großen Vorzug die Liebe vor aller Gedankenweisheit hat!
[HGt.01_174,10] Wer die Liebe hat, das heißt die reine Liebe zu Gott dem Vater aller Menschen und dem Schöpfer aller Dinge und aus dieser Liebe heraus zu allen seinen Brüdern und im gerechten, reinen Maße auch zu den Schwestern, der hat alles; ja er hat das ewige Leben und alle anschaulich klare, heilige Weisheit, nicht eine finstere Gedankenweisheit der Welt, die zu gar nichts taugt denn allein dazu, den lebendigen Menschen nach und nach zum Tode zu reifen und endlich gar zu ertöten!
[HGt.01_174,11] So du aber eben durch die Liebe zur wahren, lebendigen Weisheit gelangen willst, wahrlich, da muß zuvor alle Anklage über deine Brüder aus deinem Herzen weichen, und mit ihr alle Gedankenweisheit! So das nicht erfolgen wird, wirst du immer also im finstern herumtraben, daß du nicht einmal wirst zu unterscheiden vermögen, wen du vor dir hast, ob einen Menschen oder ob einen ewigen, allmächtigen Gott, was schon jetzt bei dir sehr stark der Fall ist.
[HGt.01_174,12] Daher berate dich zuvor in deinem Herzen! Vergib deinen Brüdern, wenn sie auch noch so arg an dir gehandelt hätten, so werde auch Ich dir deine Torheit vergeben und dich heilen zum ewigen Leben!
[HGt.01_174,13] So dich's aber ärgert, daß deine Brüder anders denken und reden denn du, warum berücksichtigst du denn dabei nicht auch zugleich, daß deine anderen Gedanken dort sieben Herzen erbittern, während die sieben mit dir allein zu tun haben?!
[HGt.01_174,14] Siehe, ein Schlag her und ein Schlag hin, / wann wird draus je ein Gewinn?! / Habt ihr aber einen Sinn, / wo die Liebe ist darin, / dann habt ihr schon den Gewinn! / Ist auch Wahres nicht viel drin, / Ich euch dennoch näher bin; / so Ich aber näher bin, / ist denn das nicht ein Gewinn?!
 
[HGt.01_174,18] Hast du aber nie beobachtet, wenn der schwächere Stein dem stärkeren nachgibt?! Welcher folgt nun dem andern, und wer wird des andern Führer hernach und endlich der Grund selbst?
[HGt.01_174,19] Wahrlich, der Stärkere sicher nicht, der den Schwächeren aus seiner Lage schob, sondern der Schwächere, der dem Stärkeren wich! Siehe, solches ist auch Weisheit!
[HGt.01_174,20] Darum gehe nun hin zu deinen Brüdern und tue desgleichen, so wirst du auch ihr Führer und Meister werden nach der besseren Lust deines Herzens! Amen.“
 

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Von:
Gesendet: Samstag, 9. Juni 2001 16:01
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Rat und Tat: Beleidigungen
In einer eMail vom 09.06.01 08:52:29 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
jochenthiel@gmx.de:


Vielleicht hat ein Freund ein Beispiel, wie es ihm gelang, durch Segnen eines Beleidigers, also durch ein positives Zugehen auf diesen eine entsprechende Wende zum Guten zu erreichen? Eine Beleidigung erfolgt ja wohl meist aus Neid, Mißgunst oder Konkurrenz. Diese umzuwandeln bedeutet doch diesen Menschen vom Bösen zum Guten zu führen. Das muß dieser doch letztlich selbst wollen. Bewegt werden kann er wohl nur durch das gute
Beispiel des Beleidigten, der dem Beleidiger in Liebe begegnet?

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Lieber Jochen,

zu Deinem Wunsch Beispiele über "Beleidiger und Beleidigter" zu nennen,
möchte ich eine kleine Begebenheit nennen, die mir gestern widerfuhr. Sie hat sich genau so zugetragen:

Ich fuhr durch die Stadt auf mir vertrauten Straßen. Plötzlich eine Umleitung
wegen Bauarbeiten in Straßen hinein, in die ich nur selten komme. Hier fuhr vor mir ein PKW ungefähr im Schrittempo. Ich war ungehalten, drückte ein paar mal die Lichthupe um dem Vordermann unwirsch zu sagen, dass er schneller fahren solle. Da hielt der an, ich musste deswegen auch anhalten; er stieg aus und kam auf mich zu: ein junger, nicht gepflegt aussehender, kräftiger Mann. Meine sofortige Reaktion: ich verriegelte meine Autotüren und öffnete das Fenster neben mir nun einen kleinen Spalt. Er sah das während er auf mich
zukam und sagte in nicht gutem Deutsch (ein Ausländer) ungefähr das Folgende
in großer Ruhe und Gelassenheit: Ich möchte meinen Führerschein nicht verlieren und du doch sicherlich auch nicht. Überhole mich deshalb bitte nicht, auch wenn du es eilig hast; hier ist eine Schule, deshalb gilt Schrittempo. Er drehte sich um und ging wieder zu seinem PKW.

Ich habe gar kein Wort zu ihm gesagt, denn er hat mich mit dieser
Zuvorkommenheit nahezu sprachlos gemacht. Ich habe ihn zweimal beleidigt:
durch das Lichthupen und durch das Türverriegeln. Trotz der Beleidigung durch mich hat er in großer Freundlichkeit einen hilfreichen Hinweis gegeben: eine positive Zuwendung; er hat mein Verhalten einfach übersehen.

Wie schwer ist es doch (zumindest für mich) sein kann, selbst bei so kleinen
Gegebenheiten stets in rechter Weise mit Mitmenschen umzugehen. Der von mir
Beleidigte ist mir mit großer Zuneigung begegnet: das saß.

Herzliche Grüße
G