Liebe Freunde,
kurz vor Seiner Himmelfahrt sagte Jesus zu den Jüngern:
[HiG.02_43.05.24,13] Ich zwar werde euch jetzt sichtbarlich verlassen, und
ihr werdet Mich hinfort mit den Augen eures Fleisches nicht mehr sehen. -
Aber in Meinem Geiste werde Ich bei euch verbleiben bis ans Ende der Welt.
Und dieser Mein Geist wird euch in alle Weisheit leiten und wird euch alles
geben, was ihr erbittet in Meinem Namen.
Was ist darunter zu verstehen: "Bis ans Ende der Welt ?" - Solange bleibt Er
nämlich bei uns. Wielange ist das, und was kommt danach ? Ist Er danach
nicht mehr bei uns ?! Was meint Ihr ?
[GEJ.06_236,05] Sagte Ich: "Auch das soll euch völlig gewährt sein; denn
wahrlich sage Ich euch: Wo je nur zwei oder drei ernstlich in Meinem Namen
versammelt sein werden, da werde auch Ich mitten unter ihnen sein, und das
entweder sichtbar oder wahrnehmbar wirkend im Geiste, und das wird etwa doch
auch Meine Wesenheit sein?!
[GEJ.06_236,06] Seht, in den späteren Zeiten, wenn die Menschen mehr und
mehr in allerlei Wissenschaften und Künsten bewanderter sein werden, als sie
jetzt sind, da werde Ich sichtbar wohl nur höchst selten unter ihnen
erscheinen, aber desto bündiger wirken durch Meinen Geist."
Vielleicht finden sich zwei oder drei, die das verstehen und
erklären können, was es mit dem Ende der Welt auf sich hat.
mfg - hans
Antwort zu "bis ans Ende der Welt - und dann ?"
Lieber Hans,
nach meinem Verständnis ist mit der Aussage "bis ans Ende der Welt" keine
auf die Zeit hin orientierte Aussage gemeint, sondern eine Aussage über der
Zustand der Welt. Der Herr wird uns begleiten, d.h. für uns da sein, auch
wenn wir bis an die äußersten (schlechtesten) Grenzen des Weltlichen gehen.
Es ist ein großer Trost: der Herr ist auch in der schlimmsten Situation (am
äußersten Ende des Ver-Weltlichten) da für uns, auch wenn er nach Seiner
Himmelfahrt nicht mehr sichtbar anwesend ist.
Da das Gotteswort der Bibel und sicherlich auch der Neuoffenbarung ewig gilt
und sich ewig gleich bleibt (Gottes Garantie für uns), muss man
zeit-orientierte Aussagen nicht zu einfach auf unsere Welt-Zeit (in Zeit
und
Raum) bezogen sehen. Im Geistigen ist ja alles unabhängig von Raum und
Zeit:
auch unter Verwendung von Bildern, in denen "Zeit" enthalten ist, sind nach
meinem Verständnis gleichwohl Zustand- und keine Ablauf-Beschreibungen: im
Geistigen ist ja alles ein innerer, kein äußerer Zustand des Menschen. Das
Innere braucht da ja keine Zeit und keinen Raum und zu "sein".
Herzliche Grüße
Gerd-Fred
Antwort zu "bis ans Ende der Welt - und dann ?"
Lieber Hans, liebe Listenfreunde,
folgende Textstelle fand ich in HIM3.142 zu diesem Thema
6] Sehet, dieser zweite Herr ist es eigentlich, der da sprach und noch immer
spricht und auch soeben jetzt spricht in Seiner Reue: Es soll auch nicht
geschehen trotz der vielen Fürsten von Juda in dieser Zeit, daß Ich
diejenigen möchte als Waisen lassen, die Mich suchen, - sondern also will
Ich bei ihnen und jeglichem verbleiben bis ans Ende der Welt, das heißt bis
zu der Zeit, wann die Welt bei ihm ein vollkommenes Ende genommen hat, von
welcher Zeit an er dann zu Meiner -vollkommenen, ewig verbleibenden
Anschauung und Besitznahme des unvergänglichen ewigen Lebens gelangt,
welches hier besagt ist in dem dritten von euch gewählten Texte, welcher
also lautet:
07] Zur selbigen Zeit will Ich die Lahmen versammeln und die Verstoßenen zu
Haufen bringen und diejenigen, die von Mir geplaget worden sind. Das heißt:
Zu der weltlosen Zeit eines jeden einzelnen Menschen sollen alle seine
darniederliegenden Kräfte geweckt werden und vereinigt zu einer Kraft der
Liebe und des ewigen Lebens in ihm; und die verstoßenen und zerstreuten
Begierden sollen auf einen Haufen, das heißt, unter ein und dasselbe Dach
der Liebe gebracht werden. Und endlich die von Mir Geplagten sind die
verschiedenartigen Prüfungen und Versuchungen, welche da ganz
natürlicherweise ein ewiges Ende nehmen; denn so da in jemandern spricht und
wirket der Herr und ihn lehret und ziehet, der ist in gewisser Hinsicht doch
nur ein leidender Mensch, da er sich nicht selbst zieht, sondern von Mir
gezogen wird, welches ebensoviel heißt als geplaget werden.
08] Wenn sich aber der Mensch bis zu Ende seiner Welt hat ziehen lassen und
ist somit verharret bis ans Ende, sodann tritt der Herr Herr in ihn, welches
da ist die volle Erlösung, die Geistestaufe mit dem Feuer oder die
vollkommene Wiedergeburt, wodurch der Mensch vollends erfüllt wird mit
Meinem heiligen Geiste in aller Liebe, Kraft, Macht und Gewalt, darum er
dann auch vollkommen Eins wird mit Mir. - Welche Versuchungen wären da wohl
noch denkbar möglich, wo doch ebenso undenkbar möglich mehr irgendeine
Schwäche im Menschen obwalten kann, und zwar aus dem ganz einfachen Grunde,
weil ein solcher wiedergeborener Mensch und Ich vollkommen Eins sind, und er
dann auch mit Meinem Paulus ausrufen kann: "Nun lebe nicht mehr ich, sondern
Christus lebet in mir!" - Christus aber ist der Herr Herr! -
09] Sehet, das ist das wahre innere Verständnis dieser Texte. Überdenket es
wohl und nehmet es ja lebendig auf in euer Herz; denn es ist wahrlich nicht
genug, solches dem Außen nach zu wissen gleich den Fürsten von Juda, die da
auch sagen: Herr, Herr, - aber der Herr Herr wird nimmer in ihren Herzen
einen Einzug halten. Sondern alles dieses muß mit dem Herzen und im Herzen
lebendig gelesen und tätigst verstanden sein; alsdann erst kommt der Herr
und endlich der Herr Herr, wie im Verlaufe dieser Offenbarung gezeigt worden
ist, in den Menschen und machet ihn aus Sich durch und durch lebendig.
Viele liebe Grüße
Ulrich
Antwort zu "bis ans Ende der Welt - und dann ?"
Lieber Hans,
zu Deiner Mail vom 28.05.01 mit der Frage, was "das Ende der Welt" sei, darf auch ich mich äußern.
In allen Offenbarungen ist die Rede einmal von dem nahen Ende der Welt und zum anderen davon, das diese Erde noch Jahr-Millionen bestehen wird. Physisch gesehen wird diese
Erde tatsächlich noch sehr lange bestehen und wird einer der
allerletzten noch bestehenden Planeten im Universum sein.
Wenn wir GEJ 6_236,06 mit seiner Aussage:
..da werde ich sichtbar wohl nur höchst selten unter ihnen erscheinen, aber desto bündiger wirken durch Meinen Geist.
- so trifft diese
Aussage bereits heute zu. (Ursache - Wirkung)
Ebenso trifft ,05 zu, denn Seine Wesenheit ist Sein Geist!
Nun sagte Jesus:"Bis ans Ende der Welt" - nicht "Das Ende der Welt".
D.h.: Bis zur Lösung der Weltschnürchen (dann hat die Welt in uns ein Ende).
Da wir danach der geistigen Wiedergeburt sehr nahe sind und den halben Weg gegangen sind, kommt Jesus uns auf der restlichen Hälfte entgegen.
Du fragst, was danach sei ?
Logisch, das Er dann nicht mehr
"bei uns"
ist, weil wir dann
"bei Ihm"
sind.
Herzlichst
Walter