Von Hans am Freitag, 1. März 2002 18:44

Liebe Freunde,

 
in einer anderen christlichen Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt und wo ich als Gast kurz einstieg, wurde folgende interessante These laut:
 
"Wer ist Christus ? - Das neue Testament sagt  nicht aus, dass Jesus Gott selbst ist !"
 
Jesus als Gott wurde abgelehnt. Untenstehend mein Beitrag unter Einbeziehung von Bibeltextstellen, da jene Liste die Neuoffenbarung ja nicht kennt. - Könnt Ihr aus der Neuoffenbarung Lorbers belegen, ob, inwiefern und daß Jesus Gott ist ?
 
 
Herzlichen Gruß
 
Hans 
 
 
 
Liebe.....
 
wer Jesus sah, sah zunächst nur einen Menschen und nicht Gott. Gott ist unendlich und war unschaubar. Wer Jesus aber besser kannte, der erkannte den mächtigen Geist Gottes in ihm. Die Wundertaten, die Wunderheilungen, die Jesus zum berühmtesten Menschen auf Erden machten, bestätigten dies doch. Was braucht man da weitere Beweise ? Jesus war der Messias und er sagte dies auch, wenn man danach fragte. Die bekannten Wunder vollbrachte Gott Selbst im Menschen Jesus zum Zeugnis Seiner göttlichen Herkunft, zur Bekräftigung Seiner Lehre, daß diese eben göttlichen Ursprungs sei. Wenn Jesus aber diese Wunder nicht vollbracht hätte durch ein bloßes Machtwort "Es geschehe", dann hätte man wirklich zweifeln können und dann hätte man heute wohl nicht mehr über Jesus geredet. Nur Gott kann gebieten über Leben, Krankheit, Tod und Naturgewalten. Genau das tat Jesus ! Als Jesus Lazarus wieder ins Leben rief, hatte er nicht gebetet, daß Gott ihm dabei hülfe, sondern Jesus befahl: "Lazarus steh auf !" Die Verwesungsgerüche verschwanden, die Haut von Lazarus bekam Farbe und Leben, er wachte auf wie von einem Traum, wickelte sich die Leichentücher erstaunt weg und kam heraus aus der Gruft. So heilte Jesus aus eigener Kraft, so vollbrachte er unglaubliche Wunder. ER sagte nur: "Es sei!" , "Ich will" und es geschah. Ebenso vergab ER Selbst alle Sünden so manchem Sünder. Das steht in der Bibel, im Neuen Testament. Wer außer Gott kann jemandem alle seine Sünden vergeben ?!  Das fiel ein paar gegenwärtigen Priestern auf und sie wollten Jesus sofort steinigen wegen Gotteslästerung. Aber die Wunder und die Geheilten und die vielen aus dem Volk, die Jesus schon anhingen, ließen das nicht zu. Denn Seine Zeit (Kreuzigung) war noch nicht gekommen. Unten weitere Worte von Jesus Selbst zu diesen Wundern.
 
Um Jesus besser zu verstehen, muß man wissen, daß Jesus Menschensohn und Gottessohn zugleich ist im Gegensatz zu uns, die wir nur Menschenkinder sind. Hier die Beweise :
 
Jesus war zwar ein Mensch aus Fleisch und Blut. Geboren wie von Jesaja vorausgesagt von der reinen Jungfrau Maria, aber gezeugt wurde Jesus von Gott und keinem Menschen. So ist Maria die Mutter und Jesus kann sich wegen ihr Menschensohn nennen. Gott aber ist der Vater, der ihn in Maria hineinzeugte, und deshalb kann Jesus sich Gottessohn nennen.  
 
Wenn Jesus von Gottes Geist in der Jungfrau Maria gezeugt wurde, warum soll Jesus diesen Zeuger nicht seinen Vater nennen ?! Das ist doch konsequent und sein Recht ?
 
Zudem sagt Jesus von sich selbst, daß er der MASHAK (=Christus, =Messias) sei.
 
Daniel 9:25 kündigte diesen Christum an und Jesaja 7:14 kündigt dessen Geburt durch die Jungfrau Maria an und sagte, daß dies "GOTT mit uns" sei, also der Christus. In Matthäus 26,65 identifizierte sich Jesus selbst vor dem Hohepriester als CHRISTUM, worauf dieser ihm Gotteslästerung vorwarf aus Blindheit und Dummheit und Sturheit (s.u.).
 
Du glaubst doch an Jesus, daß er ist der Christus. Deine berühmte jüdische Namensvetterin und Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels (Lukas2)vom Stamme Assers, erkannte schon im Jesuskind (Baby) den Messias. Diese hochbetagte hellsichtige Witwe bat Maria darum, das Jesuskindlein in ihre Arme nehmen zu dürfen, lobte und pries Gott und erzählte es allen im Tempel, wo sie lebte, koste es und pries und lobte Gott. Danach aber gab sie das Kindlein wieder der Maria und sprach zu ihr prophetisch: »Glücklich und gebenedeit bist du, o Jungfrau, weil du die Mutter meines Herrn bist! Laß dir es aber ja nicht gelüsten, dich darum preisen zu lassen, denn Das nur, was da saugt an deiner Brust, ist allein würdig, von uns allen gelobt, gepriesen und angebetet zu werden!«  Ja, die 84-jährige Hanna erkannte schon im Jesus-Baby ihren Herrn, auf dessen Ankunft sie gemäß der Prophezeiungen und einer inneren Stimme gehofft und gewartet hatte.
 
Was Wunder, daß der Mensch Jesus nur das tat und lehrte, was der Erlösung des Menschen diente. Er tat alles, was sein Vater in Ihm wollte aus großer Liebe. So erfüllte der Mensch Jesus das Gesetz. Nur Jesus konnte es tun, weil sein Zeuger kein Mensch war, sondern Gottes Geist Selbst. Indem Jesus seine Seele aus Liebe dem Geist Gottes unterwarf und schließlich sogar seinen Körper verklärte, wurde die Person Jesus völlig von der Gottheit aufgenommen als Gottes Person in Ewigkeit. Wer Jesus im Jenseits sieht, sieht dann tatsächlich Gott in Person, als Mensch. Weil die Menschen nicht mehr zu Gott fanden, kam Gott zu den Menschen.  
 
Wer das bezweifelt, glaubt weder der alten Schrift der Juden, dem Alten Testament  noch dem Neuen Testament der Christen.  Doch daß viele einflußreiche Juden zu Christi Zeiten geistig blind waren oder sein wollten wider besseres Wissens, das offenbarte Jesaja. Jesus Selbst wies darauf hin:
 
 
 Johannes 12; 36

Glaubet an das Licht (Jesus), dieweil ihr’s habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid.

37  Solches redete JEsus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn,

38 auf daß erfüllet würde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: HErr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des HErrn offenbaret?

39 Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal:

40 Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe.

41 Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm.

42  Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan würden;

43 denn sie hatten lieber die Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei GOtt.

44  JEsus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.

45 Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat.

46 Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daß, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe.

47 Und wer meine Worte höret und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt selig mache.

48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.

49 Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.

 
Das Neue Testament und das Alte Testament sagen zwar nicht, daß Jesus an einer Stelle sagte: ICH bin GOTT. Aber das Neue Testament sagt, daß Jesus der Christus ist. Gott Selbst ist mehr als die räumlich begrenzte Person von Jesus. Wie gesagt: Jesus war seinem Äußeren nach ein Mensch, von einer Frau geboren. Seinem Inneren nach war Jesus jedoch Gott ! Das Zentrum der Gottheit, eines unendlich großen Geistes. Gottes Sohn auf Erden. War Jesus zu Seinen Lebzeiten auf Erden noch ein körperlicher Mensch, den es nur ein einziges Mal im Universum gab, so ist jetzt Jesus ein geistiger Mensch und wie Gott überall ! ER kann zur Rechten Gottes sitzend (ein Symbol) überall gleichzeitig auftreten und wirken als Person.
 
 
JESUS  ist der MASHAK bzw. MASHIAKH der Juden. Das sagt die Schrift. Das sagt Jesus selbst. Das beweisen Seine Taten und Lehren.
 
Die Griechen übersetzten "mashak" mit "Christus". Das verdeutschte Wort heißt "Messias".
 
Jesus ist der "Gesalbte" ="König der Juden" und der Vermittler zwischen Gott und den Menschen.
 
(Die Bezeichnung "mashak" betonte ich, weil in der Liste Juden waren, zumindestens davon abstammend oder sich so fühlend. Was ich aber sehr positiv sah. Schließlich gab und gibt es unter den Juden viele, die mit dem Christentum liebäugeln. Sicher ist, daß damals wie heute tatsächlich viele Juden Jesus liebten und um ihn weinten (siehe Lukas 23,27). Also, verachtet mir die Juden nicht ! Aber natürlich auch nicht die Deutschen ! Das sind zu vermeidende Extreme. )
 
Herzlichen Gruß
 
Hans 

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Von

Samstag, 2. März 2002 13:09

In einer eMail vom 01.03.02 18:47:06 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt Hans:



Liebe Freunde,

in einer anderen christlichen Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt und wo ich als Gast kurz einstieg, wurde folgende interessante These laut:

"Wer ist Christus ? - Das neue Testament sagt  nicht aus, dass Jesus Gott selbst ist !"

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Liebe Freunde,

Hans stellt eine Frage, die uns in dieser Liste - die wir ja mit der NO befasst sind - als ein wenig herbeigeholt erscheinen mag. Da aber Hans sagt, dass im NT nicht eigens (explizit) ausgesprochen wurde, dass Jesus = Gott sei, möchte ich auf eine wichtige Textstelle im Evangelium Johannes (NT) 3,16-21 aufmerksam machen: es geht um das "Nachtgespräch des Nikodemus mit dem Herrn". Zu diesen Evangelium-Mitteilungen des NT hat der Herr im Großen Evangelium Johannes höchstselbst Auslegungen gegeben, die sehr aufschlussreich sein können; siehe GEJ 01.021 und 022.

Ich füge diese beiden GEJ-Kapitel an, möchte aber vorab dazu ein paar Bemerkungen machen. In diesen GEJ-Aussagen werden sogleich mehrere wichtige Fragen beantwortet, die uns ja wiederholt auch (wie den Nikodemus) umtreiben.

a) Jesus sagt zu Nikodemus:
"Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit." Das heißt für uns: Jesus (der Sohn Gottes) ist der Ausdruck (Inkarnation) Gottes in Seiner Weisheit. Womit wir auch unmittelbar bei Swedenborg wären: das Göttliche hat zwei Aspekte: die Liebe (Vater) und die Weisheit (Sohn). Die Weisheit kommt aus der Liebe. Und das, was aus der Liebe kommt, realisiert sich, inkarniert sich = ist Jesus auf Erden. Einfach zu begreifen!?: Jesus ist Gott in Seiner (Dessen) Gestalt der Weisheit; oder: in Dessen Gestalt als inkarnierte Weisheit.

Genau so steht es im NT Ev.Joh. 3,16: "Alos hat Gott die Welt geleibt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, ..."

b) Jesus sagt bei dieser Gelegenheit zusätzlich zu Nikodemus:
"Du musst aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserfluten oder gar alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln..." Also durchaus kein Gericht nach unserer weltlichen (kleine menschliche) Denkweise. Richten heißt nicht verurteilen sondern gerade-richten. Damit es wieder gerade gerichtet werden kann in jedem einzelnen Individuum Mensch, deshalb kam Gott in (als) Jesus (mit Seiner Weisheit) in diese Welt (auf die Erde; dorthin wo es am schlimmsten ist und schon war). Es geht darum: "dass sie (die Welt im Menschen) mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben (bei Jesu Selbst spricht man da von "Verklärung"). Im NT Ev.Joh. 3,18 heißt es dazu: "Wer an Ihn (Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet (denn er ist schon gerade gerichtet); wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet (hat sich selbst verurteilt); denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes (Gott in Seiner Weisheit in Jesu auf Erden)"

Und als Nikodemus dann den Herrn fragt: "Was ist denn so ganz eigentlich Dein 'Gericht'? Welch einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?" erklärt ihm Jesus, dass das Gottes-Licht aus den Himmeln, das in die Welt gekommen ist, das Gericht für die Menschen ist. Jesus ist das Gericht (die Messlatte): an ihm kann man sich aus-richten oder ver-bogen bleiben und noch ver-bogener werden. Die allermeisten Menschen lieben aber die Finsternis, nicht das Licht; deshalb wird hier auch vom Nachtgespräch des Herrn mit Nikodemus gesprochen. So sagt z.B. Jesus: "So du ein Liebhaber bist (Neigung hast), in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht (Urteil; Entscheidung) deiner Seele, dass du die Nacht mehr liebst als den Tag." Wer dann in seiner eigen Nacht in eine Grube fällt, der hat es selbst zu vertreten und ein solcher Fall ist nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir (durch die eigene Willensentscheidung), der du die Nacht liebst, und den Tag (das Licht, das Jesus geben kann) hassest!"

c) Und dann noch eine Verheißung des Herrn im Nikodemus-Gespräch:
Jesus sagt in NT Ev.Joh. 3,21: "Wer aber die Wahrheit tut (Jesus verkündet uns die Wahrheit), der kommt an das Licht (in die Weisheit bei Gott), dass seine Werke (das Tun des Menschen) offenbar werden; denn sie sind in Gott getan (sie sind entsprechend der Liebe und der Weisheit getan)." Das Licht ist  der Glaube des Herzen. (Aus der Liebe kommt die Weisheit: aus dem Vater kommt der Sohn). Wer demnach glaubet an den Menschensohn, dass dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst ..." (die schlimmen Folgen sind eben nur Folge aus dem Gericht durch das Nichtglauben).  
 
Mit der Neu-Offenbarung durch Swedenborg und Lorber ist das Licht aus Gott erneut in die Welt gekommen ("in den Wolken des Himmels"). Es fragt sich da zwangsläufig, ob nun ein Gericht = Verurteilung der Erde noch dazu kommen wird (das Thema "nach ca 2000 Jahren")? Das ist aber ein eigenes Thema.

Da der Herr in Jesus im GEJ höchstselbst den inneren Sinn wichtiger Mitteilungen des NT Ev. Joh. (3.16-21) im GEJ 01.021-022 erklärt, kann man sich ja schon mal fragen, warum sich Pfarrer und Priester nicht bemühen, diesen inneren Sinn aufzunehmen, der bisher (über 2000 Jahre) nur oberflächlich (Wortsinn-Verständnis-Suche der Theologie) verstanden wird. In den Amtskirchen kann noch nicht mal schlüssig erklärt werden, dass Jesus die Inkarnation Gottes in Seiner Weisheit aus Seiner grenzenlosen Liebe ist: man scheint nicht zu wissen wie "Vater und Sohn" - Liebe und Weisheit in Gott - zusammengehören, obwohl das Swedenborg schon vor langer Zeit den Amtskirchen versuchte zu erläutern.

Swedenborg hat das den Theologen sogar in Latein gesagt; denn in dieser Akademiker-Sprache hat man ja damals miteinander geredet). Die Amtskirchen haben sich leider nicht weiter entwickelt; deshalb besteht heute noch immer dieses Unverständnis über die Kernaussage Jesus = Gott der Herr. Man weiß, dass Jesus z.B. sagte: "Ich und der Vatger sind eins!" (das sagt es ja auch überdeutlich).

Den Volltext dazu aus GEJ O1 füge ich an.

Einen herzlichen Gruß
GerdFred
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21. Kapitel
Ev.Joh.3,16. „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen!“
[GEJ.01_021,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“
[GEJ.01_021,02] Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“
[GEJ.01_021,03] Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“
Ev.Joh.3,17. „Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß Er diese richte, sondern daß sie durch Ihn selig werde.“
[GEJ.01_021,04] „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“
Ev.Joh.3,18. „Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“
[GEJ.01_021,05] „Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber auch schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben kann, weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen. Verstehst du nun das? Ich habe es dir nun überklar vor die Augen gestellt!“
[GEJ.01_021,06] Sagt Nikodemus: „Ja, ja, ich verstehe so halbwegs den Sinn Deiner höchst mystisch gehaltenen Rede; aber sie erscheint für so lange wie in die Luft gesprochen, solange der von Dir so hoch gestellte Menschensohn, in Dem die Fülle der göttlichen Weisheit wohnt, nicht da ist, und Du auch die Zeit und den Ort entweder nicht näher bestimmen kannst oder willst, wann Er kommen wird und wo des Ortes.
[GEJ.01_021,07] Also klingt auch Dein Gericht, das Du eigentlich lediglich in den Unglauben setzest, sehr rätselhaft! So das Gericht weder eine Flut, noch Krieg oder Pest und ebensowenig ein verzehrendes Feuer ist, sondern bloß nur der Unglaube an und in sich selbst, so muß ich Dir's, lieber Meister, offen gestehen, daß ich den Sinn Deiner Rede noch immer nicht fassen kann! Denn wer von einer Rede einen oder auch zwei Begriffe nicht faßt, der faßt im Grunde des Grundes die ganze Rede nicht. Was ist denn so ganz eigentlich Dein Gericht? Was für einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?“
[GEJ.01_021,08] Sage Ich: „Mein Freund, bald könnte auch Ich zu dir sagen: Ich begreife es kaum mehr, worin es liegen mag, daß du den völlig klaren Sinn Meiner Rede nicht zu fassen imstande bist! Den Begriff Gericht magst du nicht verstehen, und Ich habe ihn dir doch überklar und vollauf erörtert.“
Ev.Joh.3,19. „Das aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist; und die Menschen liebten die Finsternis mehr denn das Licht. Denn ihre Werke waren und sind böse.“
[GEJ.01_021,09] „Siehe, das ist das Gericht, daß nun das Gottes-Licht aus den Himmeln in die Welt gekommen ist; die Menschen aber, da sie aus der Finsternis herausgenommen sind und gesetzt ins Licht, lieben aber dennoch die Finsternis bei weitem mehr als das nun volle Gotteslicht vor ihren Augen! Daß aber die Menschen das Licht nicht wollen, das beweisen ihre Werke, die durch und durch böse sind.
[GEJ.01_021,10] Wo findest du den ersten Vollglauben, wo die gerechte Gottesfurcht? Wo liebt einer den andern, außer er weiß von ihm für sich etwas zu gewinnen? Wo sind die, die ihr Weib liebten der lebendigen Fruchtbarkeit wegen? Sie lieben die jungen Dirnen der Wollust wegen und treiben mit ihnen Unzucht und eine förmliche Hurerei! Denn wer mit dem andern Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel! – Wo ist ein Dieb, der sich ein Licht nähme und stehle offenbar?!“
Ev.Joh.3,20. „Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt darum auch nicht an das Licht, auf daß seine argen Werke nicht gestraft werden möchten.“
[GEJ.01_021,11] „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten!
[GEJ.01_021,12] Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.
[GEJ.01_021,13] So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“
Ev.Joh.3,21. „Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan!“
[GEJ.01_021,14] „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!
[GEJ.01_021,15] Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.
[GEJ.01_021,16] Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.
[GEJ.01_021,17] Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“

22. Kapitel
[GEJ.01_022,01] Sagt Nikodemus: „Nun ist mir bis auf eines alles klar; aber das Eine fehlt noch immer, und dieses Eine ist eben der außerordentliche Menschensohn Selbst, ohne Den natürlich all Dein weisestes Gespräch mit allen den herrlichen Erörterungen ins bodenlose Nichts fällt! Was nützt mir der Glaube oder der beste und festeste Wille, an den Menschensohn zu glauben, so der Menschensohn Selbst nicht da ist? Aus der Luft oder aus einer puren Idee kann man sich keinen Menschensohn schaffen. Sage mir daher, wo ich diesen ewigen Gottessohn treffe, und sei versichert, daß ich Ihm mit dem vollsten Glauben entgegenkommen werde!“
[GEJ.01_022,02] Sage Ich: „So Ich solches nicht gesehen hätte in dir, so hättest du von Mir nun eine solche Lehre nicht bekommen! Aber du kamst in der Nacht und nicht am Tage zu Mir, obschon du viel von Meinen Taten gehört und gesehen hast! Weil du aber in der natürlichen Zeitnacht wie auch in der dieser entsprechenden Nacht deiner Seele zu Mir kamst, so ist es auch sehr begreiflich, daß du über den Menschensohn noch nicht im klaren bist!
[GEJ.01_022,03] Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.
[GEJ.01_022,04] Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“
[GEJ.01_022,05] Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann. Wenn mir demnach die Gnade nicht zuteil wird hier in Jerusalem, so werde ich darauf schon leider Verzicht leisten müssen! Sieh, ich benötigte zu dieser Unternehmung allerwenigstens drei volle Tage, und das wäre für mein Geschäft soviel als für jemand anderen drei Jahre.
[GEJ.01_022,06] Du mußt mich darum schon für entschuldigt halten, daß ich Deinem Rate nicht Folge leisten kann. Sooft Du aber mit Deinen Jüngern nach Jerusalem kommen solltest, da komme zu mir, und ich werde euch eine gute Herberge geben! An mir sollst Du samt allen, die mit Dir sind, stets einen aufrichtigen Freund und Gönner finden. Mein Haus, groß genug, um zehntausend Menschen zu beherbergen, steht am Davidsplatze, innerhalb des Salomon-Tores, auch das Goldene Tor genannt; wann immer Du kommen willst, da soll es ganz zu Deiner Schaltung und Waltung bereitstehen! Was nur immer in meiner Gewalt steht, das soll stets Dir zu dienen bereit sein! So Du was immer benötigst, begehre es, und ich werde es Dir stellen!
[GEJ.01_022,07] Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie ich's in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“
[GEJ.01_022,08] Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast sein; dann sollst du alles erfahren!
[GEJ.01_022,09] Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an sie, und du wirst am Tage wandeln! – Nun aber von etwas anderem!
[GEJ.01_022,10] Ich werde nun ins jüdische Land Mich begeben und allda verkünden das Reich Gottes. Du aber bist gesetzt über dieses Land. Nicht Meinetwegen, sondern Meiner Jünger wegen gib Mir einen Sicherheitsschein, wie er nach dem Gesetze der Römer unter den Juden gang und gäbe ist, auf daß sie bei den Zöllen und Mauten keinen Anstand haben! Die Kinder sind zwar frei, aber sie müssen als solche beglaubigt sein. – Es wäre mir wohl ein leichtes, überall mit Legionen frei und unbeanstandet durchzukommen; aber Ich will niemandem ein Ärgernis geben und füge Mich daher dem Gesetze Roms. Sei deshalb so gefällig und verschaffe Mir einen Sicherheitsschein.“
[GEJ.01_022,11] Sagt Nikodemus: „Sogleich, lieber Meister, sollst Du ihn haben! Ich selbst werde ihn schreiben und ihn Dir überbringen in einer Stunde; denn es ist von hier gar nicht ferne in mein Haus.“
[GEJ.01_022,12] Nikodemus eilt nun nach Hause und überbringt schon in einer halben Stunde den verlangten Sicherheitsschein. Nachdem wir das Zeugnis auf einem Stück Pergament in unseren Händen hatten, segnete Ich im Herzen den biederen Nikodemus. Er empfahl sich mit Tränen in den Augen und bat Mich noch einmal, bei Meiner Wiederkunft nach Jerusalem Mich seines Hauses bedienen zu wollen, was Ich ihm auch zusagte. Ich aber empfahl ihm die Reinhaltung des Tempels, was er Mir denn auch gelobte. Und so schieden wir am Morgen.


Lieber , ( und liebe Freunde )
 
danke für die guten Hinweise aus der NO Lorbers. Wie glücklich können wir uns doch schätzen, so gute Erklärungen dort erhalten zu haben über den "Vater", den "Sohn", den "Heiligen Geist" und vieles mehr. Daß die Amtskirche voll zufrieden ist mit ihren falschen unlogischen Erklärungen, zeigt aber auch wes Geistes Kind sie ist.  Somit sitzt auf dem "Heiligen Stuhl" in Rom mitnichten ein Nachfolger Petri.
 
Von den meisten Christen wird nach wie vor geglaubt, daß das Wort Jesu: "Ich und der Vater sind eins." nichts anderes besagt, als daß Jesus den Willen Gottes, unseres und seines Vaters, kennt und befolgt, und sich so einig seien. Wie schwach !  Die Neuoffenbarung erklärt das viel klarer, einleuchtender: Sie sagt, daß der Ausspruch Jesu  »Ich und der Vater sind eins!« zu erkennen gibt, daß sein Körper und seine Seele zusammen mit seinem unsichtbaren Geist eine Einheit bilden. Jesus stellt demnach die sichtbare Außengestalt des Schöpfergottes dar. {joh.10,30} [von G. Gutemann: Gottes Dreifaltigkeit lt. Bibel ] 
 
Diese Jesus-Körper+Seele+Gottesgeist-Einheit wurde  am Kreuz für alle Ewigkeiten besiegelt, wobei unser Menschengeschlecht, ja die ganze Schöpfung, vom harten Gesetz des alten Bundes erlöst wurde und stattdessen das Gesetz der Liebe erhielt. Gott war mit uns versöhnt, denn Seine Liebe zu uns hat gesiegt. Ist das schwer zu verstehen ? Man denke an jene Stelle in  den Haushaltungen, als die Gottheit Ihrer (eigenen) Liebe die Schuld am Fall der Menschen gab und sie zum Kreuzesgang verpflichtete. Man bedenke, daß da Gott mit sich selber zürnte und sich Selbst Sein Ziel setzte. Man könnte sich nur fragen, warum immer diese Unterscheidung in "Gottheit"-"Liebe Gottes", "Vater"-"Sohn" usw.... Aber wie sonst kann man uns Menschen die Gefühle des unendlichen Schöpfergeistes nahebringen ?! Gott war immer nur Einer. Dennoch klaffte in IHM eine blutende Wunde seit dem Fall Adams+Evas. Adam und Eva gehorchten nicht der Liebe Gottes, sondern sie wollten es selber wissen (Baum der Erkenntnis). So machten sie aus einem heiligen einen unheiligen Gott, wie ER Selber sagte in  jl.hag1.009. Kapitel [ Gottesgericht nach dem Sündenfall ]

 20] »Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!«

 21] Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe entgegnete und sprach, wie folgt: »Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!«

Die Weisheit Gottes war wie immer unantastbar heil(ig), aber Seine Liebe (zu den Menschen) wurde schwer enttäuscht von Adam.  Die Menschen waren so "perfekt" geschaffen, daß sie sich gegen Gott stellen konnten und trotzdem am Leben bleiben mußten. Das verriet ihnen Luzifer. Und dem folgte nun die Lieblingsschöpfung Gottes. Das konnte so nicht bleiben !  Dafür gab Gott sich selbst (Seiner Liebe ! ) die Schuld und formulierte oben im Zitat Seinen harten aber weisen Erlösungsplan. Seine Liebe mußte sich opfern und in Fleischesketten inkarnieren in der von Satan verführten finsteren Menschheit und kam als Liebelicht zu den Menschen. Nur wenige erkannten IHN.  ER kam in menschlicher Gestalt und  in Wort und Tat zu uns auf die Erde und sprengte Satans Ketten um die Menschen, befreite alle (geliebten) Menschen, zeigte den Heimweg, ja führte heim, wer heimgeführt werden wollte. Das war und ist die Brücke, die nun ewig jedem Menschen offensteht.  Die Menschenseelen konnten wieder zurück - endlich ! So rief Jesus am Kreuz überglücklich, wenn auch äußerlich schwach, trotz vieler Wunden :
 
13] .... »Es ist vollbracht! Vater, in Deine Hände empfehle Ich Meinen Geist!« - oder mit andern Worten: »Siehe Vater! Deine Liebe kommt zu Dir zurück !« - Und sobald wurden von der unendlichen Macht Gottes alle Bande des Todes und der Hölle zerrissen. Hinaus stürmte die ewige Macht mit verunendlichfältigter Gewalt. Die ganze Erde bebte, angerührt von der Allgewalt Gottes. Freiwillig öffnete sie ihre Gräber und trieb die Gefangenen zum Leben hervor.

   14] Und weiter drang dieselbe Allgewalt über alle sichtbare Schöpfung hinaus, erfüllte in diesem Augenblicke die Unendlichkeit wieder. Und alle Sonnen in allen endlosen Räumen zogen ihr Licht aus übergroßer Ehrfurcht vor der sie neu berührenden Allgewalt Gottes in sich zurück. Daß aber die Gottheit bei diesem neuen Austritte in diesem Augenblicke nicht alles zerstört und vernichtet hat, war allein die Liebe schuld, die da nun völlig wieder mit ihr vereinigt war. [Himmelsgaben, Bd. 01, S. 328]

 
In diesem Moment wurde die Seele mit dem Gottesgeist auf ewig fest zu einer Einheit vereinigt, vorher noch nicht. Der Körper Jesu folgte der Seele-Geist-Einheit am dritten Tag, an dem der Körper im Grab dematerialisiert und verherrlicht dem Geistkleid des Herrn zugefügt wurde. Aus dem Menschensohn und dem Gottessohn "Jesus" wurde der nun allgegenwärtige, allmächtige, allerliebevollste Jesus - Gott in Person als Vater, Bruder, Freund, Heiland, Erlöser, Führer. Im Jenseits wird ER uns vielleicht als ganz schlichter Mensch erscheinen, auf unserer Stufe, uns zur Seite stehend in Sein Himmelreich, das neue Jerusalem, führen. Dort werden wir vor Liebe und Licht und Wonne alle unsere hier geweinten Tränen und alle heftigen Wunden, die uns die Welt schlug, vergessen. Er Selbst wird uns die Tränen abwischen ! .....Und all das geschieht mit uns, wenn wir es wollen. Wer aber nicht will, kann noch ein paar Runden Reinkarnationen durchmachen. Wenn er dann doch einmal all der Lügen und all des Leidens überdrüssig nach Jesus um Hilfe ruft, so wird auch ihm geholfen. 
 
O weh ! Bald feiern wieder Millionen in Deutschland dieses hochheilige Geschehen als Ostern . . .  mit Ostereiern. Wie wenige aber wissen, worum es wirklich geht ! Die Amtskirche ignoriert dieses heidnische Spiel ! Die christlichen Kirchen brachten es in 2000 Jahren nicht fertig, das Osterfest wirklich in seiner Heiligkeit zu begreifen, geschweige denn gar den Lämmern, die sie weiden sollten, richtig der Wahrheit gemäß zu vermitteln. Wie zu Jesu Zeiten all die besseren Propheten ermordet wurden, so werden heute von den Amtskirchen Neuoffenbarungen abgelehnt. Zu diesem Thema schrieb ich gerade in der IBJC-Liste einen Beitrag, um auf die Notwendigkeit der Neuoffenbarungen hinzuweisen, ja, daß Gott sie selbst ankündigte in der Bibel. Wenn auch hier Interesse besteht an diesem Beitrag, kopiere ich ihn in unsere Liste.
 
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Lieber Gerd Fred, so sind auch mir die vielen von Dir angeführten Textstellen zur Göttlichkeit Jesu bekannt, leider aber sind sie für Menschen, auch Christen, die den Neuoffenbarungen mißtrauen, noch suspekt. Zu viele kennen ja nur die Kost der Amtskirchen und scheuen zumeist eine gesündere Kost anzunehmen. Doch vertrauen wir JESUS ! Er arbeitet mit. Ja, ohne IHN schaffen wir Menschen die Arbeit nicht, mit IHM aber schaffen wir alles !
 
 
In Liebe
 
Hans
 
 
 
 
----- Original Message -----
From:  
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Saturday, March 02, 2002 1:09 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Ist Jesus Gott ? Was sagt Bibel, was Lorber ?

In einer eMail vom 01.03.02 18:47:06 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt amadeus@indication.de:




Liebe Freunde,

in einer anderen christlichen Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt und wo ich als Gast kurz einstieg, wurde folgende interessante These laut:

"Wer ist Christus ? - Das neue Testament sagt  nicht aus, dass Jesus Gott selbst ist !"

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Von Hans am Samstag, 2. März 2002 18:17

Liebe Freunde,

Hans stellt eine Frage, die uns in dieser Liste - die wir ja mit der NO befasst sind - als ein wenig herbeigeholt erscheinen mag. Da aber Hans sagt, dass im NT nicht eigens (explizit) ausgesprochen wurde, dass Jesus = Gott sei, möchte ich auf eine wichtige Textstelle im Evangelium Johannes (NT) 3,16-21 aufmerksam machen: es geht um das "Nachtgespräch des Nikodemus mit dem Herrn". Zu diesen Evangelium-Mitteilungen des NT hat der Herr im Großen Evangelium Johannes höchstselbst Auslegungen gegeben, die sehr aufschlussreich sein können; siehe GEJ 01.021 und 022.

Ich füge diese beiden GEJ-Kapitel an, möchte aber vorab dazu ein paar Bemerkungen machen. In diesen GEJ-Aussagen werden sogleich mehrere wichtige Fragen beantwortet, die uns ja wiederholt auch (wie den Nikodemus) umtreiben.

a) Jesus sagt zu Nikodemus:
"Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit." Das heißt für uns: Jesus (der Sohn Gottes) ist der Ausdruck (Inkarnation) Gottes in Seiner Weisheit. Womit wir auch unmittelbar bei Swedenborg wären: das Göttliche hat zwei Aspekte: die Liebe (Vater) und die Weisheit (Sohn). Die Weisheit kommt aus der Liebe. Und das, was aus der Liebe kommt, realisiert sich, inkarniert sich = ist Jesus auf Erden. Einfach zu begreifen!?: Jesus ist Gott in Seiner (Dessen) Gestalt der Weisheit; oder: in Dessen Gestalt als inkarnierte Weisheit.

Genau so steht es im NT Ev.Joh. 3,16: "Alos hat Gott die Welt geleibt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, ..."

b) Jesus sagt bei dieser Gelegenheit zusätzlich zu Nikodemus:
"Du musst aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserfluten oder gar alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln..." Also durchaus kein Gericht nach unserer weltlichen (kleine menschliche) Denkweise. Richten heißt nicht verurteilen sondern gerade-richten. Damit es wieder gerade gerichtet werden kann in jedem einzelnen Individuum Mensch, deshalb kam Gott in (als) Jesus (mit Seiner Weisheit) in diese Welt (auf die Erde; dorthin wo es am schlimmsten ist und schon war). Es geht darum: "dass sie (die Welt im Menschen) mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben (bei Jesu Selbst spricht man da von "Verklärung"). Im NT Ev.Joh. 3,18 heißt es dazu: "Wer an Ihn (Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet (denn er ist schon gerade gerichtet); wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet (hat sich selbst verurteilt); denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes (Gott in Seiner Weisheit in Jesu auf Erden)"

Und als Nikodemus dann den Herrn fragt: "Was ist denn so ganz eigentlich Dein 'Gericht'? Welch einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?" erklärt ihm Jesus, dass das Gottes-Licht aus den Himmeln, das in die Welt gekommen ist, das Gericht für die Menschen ist. Jesus ist das Gericht (die Messlatte): an ihm kann man sich aus-richten oder ver-bogen bleiben und noch ver-bogener werden. Die allermeisten Menschen lieben aber die Finsternis, nicht das Licht; deshalb wird hier auch vom Nachtgespräch des Herrn mit Nikodemus gesprochen. So sagt z.B. Jesus: "So du ein Liebhaber bist (Neigung hast), in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht (Urteil; Entscheidung) deiner Seele, dass du die Nacht mehr liebst als den Tag." Wer dann in seiner eigen Nacht in eine Grube fällt, der hat es selbst zu vertreten und ein solcher Fall ist nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir (durch die eigene Willensentscheidung), der du die Nacht liebst, und den Tag (das Licht, das Jesus geben kann) hassest!"

c) Und dann noch eine Verheißung des Herrn im Nikodemus-Gespräch:
Jesus sagt in NT Ev.Joh. 3,21: "Wer aber die Wahrheit tut (Jesus verkündet uns die Wahrheit), der kommt an das Licht (in die Weisheit bei Gott), dass seine Werke (das Tun des Menschen) offenbar werden; denn sie sind in Gott getan (sie sind entsprechend der Liebe und der Weisheit getan)." Das Licht ist  der Glaube des Herzen. (Aus der Liebe kommt die Weisheit: aus dem Vater kommt der Sohn). Wer demnach glaubet an den Menschensohn, dass dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst ..." (die schlimmen Folgen sind eben nur Folge aus dem Gericht durch das Nichtglauben).  
 
Mit der Neu-Offenbarung durch Swedenborg und Lorber ist das Licht aus Gott erneut in die Welt gekommen ("in den Wolken des Himmels"). Es fragt sich da zwangsläufig, ob nun ein Gericht = Verurteilung der Erde noch dazu kommen wird (das Thema "nach ca 2000 Jahren")? Das ist aber ein eigenes Thema.

Da der Herr in Jesus im GEJ höchstselbst den inneren Sinn wichtiger Mitteilungen des NT Ev. Joh. (3.16-21) im GEJ 01.021-022 erklärt, kann man sich ja schon mal fragen, warum sich Pfarrer und Priester nicht bemühen, diesen inneren Sinn aufzunehmen, der bisher (über 2000 Jahre) nur oberflächlich (Wortsinn-Verständnis-Suche der Theologie) verstanden wird. In den Amtskirchen kann noch nicht mal schlüssig erklärt werden, dass Jesus die Inkarnation Gottes in Seiner Weisheit aus Seiner grenzenlosen Liebe ist: man scheint nicht zu wissen wie "Vater und Sohn" - Liebe und Weisheit in Gott - zusammengehören, obwohl das Swedenborg schon vor langer Zeit den Amtskirchen versuchte zu erläutern.

Swedenborg hat das den Theologen sogar in Latein gesagt; denn in dieser Akademiker-Sprache hat man ja damals miteinander geredet). Die Amtskirchen haben sich leider nicht weiter entwickelt; deshalb besteht heute noch immer dieses Unverständnis über die Kernaussage Jesus = Gott der Herr. Man weiß, dass Jesus z.B. sagte: "Ich und der Vatger sind eins!" (das sagt es ja auch überdeutlich).

Den Volltext dazu aus GEJ O1 füge ich an.

Einen herzlichen Gruß

 


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21. Kapitel
Ev.Joh.3,16. „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen!“
[GEJ.01_021,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“
[GEJ.01_021,02] Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“
[GEJ.01_021,03] Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“
Ev.Joh.3,17. „Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß Er diese richte, sondern daß sie durch Ihn selig werde.“
[GEJ.01_021,04] „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“
Ev.Joh.3,18. „Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“
[GEJ.01_021,05] „Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber auch schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben kann, weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen. Verstehst du nun das? Ich habe es dir nun überklar vor die Augen gestellt!“
[GEJ.01_021,06] Sagt Nikodemus: „Ja, ja, ich verstehe so halbwegs den Sinn Deiner höchst mystisch gehaltenen Rede; aber sie erscheint für so lange wie in die Luft gesprochen, solange der von Dir so hoch gestellte Menschensohn, in Dem die Fülle der göttlichen Weisheit wohnt, nicht da ist, und Du auch die Zeit und den Ort entweder nicht näher bestimmen kannst oder willst, wann Er kommen wird und wo des Ortes.
[GEJ.01_021,07] Also klingt auch Dein Gericht, das Du eigentlich lediglich in den Unglauben setzest, sehr rätselhaft! So das Gericht weder eine Flut, noch Krieg oder Pest und ebensowenig ein verzehrendes Feuer ist, sondern bloß nur der Unglaube an und in sich selbst, so muß ich Dir's, lieber Meister, offen gestehen, daß ich den Sinn Deiner Rede noch immer nicht fassen kann! Denn wer von einer Rede einen oder auch zwei Begriffe nicht faßt, der faßt im Grunde des Grundes die ganze Rede nicht. Was ist denn so ganz eigentlich Dein Gericht? Was für einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?“
[GEJ.01_021,08] Sage Ich: „Mein Freund, bald könnte auch Ich zu dir sagen: Ich begreife es kaum mehr, worin es liegen mag, daß du den völlig klaren Sinn Meiner Rede nicht zu fassen imstande bist! Den Begriff Gericht magst du nicht verstehen, und Ich habe ihn dir doch überklar und vollauf erörtert.“
Ev.Joh.3,19. „Das aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist; und die Menschen liebten die Finsternis mehr denn das Licht. Denn ihre Werke waren und sind böse.“
[GEJ.01_021,09] „Siehe, das ist das Gericht, daß nun das Gottes-Licht aus den Himmeln in die Welt gekommen ist; die Menschen aber, da sie aus der Finsternis herausgenommen sind und gesetzt ins Licht, lieben aber dennoch die Finsternis bei weitem mehr als das nun volle Gotteslicht vor ihren Augen! Daß aber die Menschen das Licht nicht wollen, das beweisen ihre Werke, die durch und durch böse sind.
[GEJ.01_021,10] Wo findest du den ersten Vollglauben, wo die gerechte Gottesfurcht? Wo liebt einer den andern, außer er weiß von ihm für sich etwas zu gewinnen? Wo sind die, die ihr Weib liebten der lebendigen Fruchtbarkeit wegen? Sie lieben die jungen Dirnen der Wollust wegen und treiben mit ihnen Unzucht und eine förmliche Hurerei! Denn wer mit dem andern Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel! – Wo ist ein Dieb, der sich ein Licht nähme und stehle offenbar?!“
Ev.Joh.3,20. „Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt darum auch nicht an das Licht, auf daß seine argen Werke nicht gestraft werden möchten.“
[GEJ.01_021,11] „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten!
[GEJ.01_021,12] Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.
[GEJ.01_021,13] So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“
Ev.Joh.3,21. „Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan!“
[GEJ.01_021,14] „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!
[GEJ.01_021,15] Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.
[GEJ.01_021,16] Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.
[GEJ.01_021,17] Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“

22. Kapitel
[GEJ.01_022,01] Sagt Nikodemus: „Nun ist mir bis auf eines alles klar; aber das Eine fehlt noch immer, und dieses Eine ist eben der außerordentliche Menschensohn Selbst, ohne Den natürlich all Dein weisestes Gespräch mit allen den herrlichen Erörterungen ins bodenlose Nichts fällt! Was nützt mir der Glaube oder der beste und festeste Wille, an den Menschensohn zu glauben, so der Menschensohn Selbst nicht da ist? Aus der Luft oder aus einer puren Idee kann man sich keinen Menschensohn schaffen. Sage mir daher, wo ich diesen ewigen Gottessohn treffe, und sei versichert, daß ich Ihm mit dem vollsten Glauben entgegenkommen werde!“
[GEJ.01_022,02] Sage Ich: „So Ich solches nicht gesehen hätte in dir, so hättest du von Mir nun eine solche Lehre nicht bekommen! Aber du kamst in der Nacht und nicht am Tage zu Mir, obschon du viel von Meinen Taten gehört und gesehen hast! Weil du aber in der natürlichen Zeitnacht wie auch in der dieser entsprechenden Nacht deiner Seele zu Mir kamst, so ist es auch sehr begreiflich, daß du über den Menschensohn noch nicht im klaren bist!
[GEJ.01_022,03] Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.
[GEJ.01_022,04] Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“
[GEJ.01_022,05] Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann. Wenn mir demnach die Gnade nicht zuteil wird hier in Jerusalem, so werde ich darauf schon leider Verzicht leisten müssen! Sieh, ich benötigte zu dieser Unternehmung allerwenigstens drei volle Tage, und das wäre für mein Geschäft soviel als für jemand anderen drei Jahre.
[GEJ.01_022,06] Du mußt mich darum schon für entschuldigt halten, daß ich Deinem Rate nicht Folge leisten kann. Sooft Du aber mit Deinen Jüngern nach Jerusalem kommen solltest, da komme zu mir, und ich werde euch eine gute Herberge geben! An mir sollst Du samt allen, die mit Dir sind, stets einen aufrichtigen Freund und Gönner finden. Mein Haus, groß genug, um zehntausend Menschen zu beherbergen, steht am Davidsplatze, innerhalb des Salomon-Tores, auch das Goldene Tor genannt; wann immer Du kommen willst, da soll es ganz zu Deiner Schaltung und Waltung bereitstehen! Was nur immer in meiner Gewalt steht, das soll stets Dir zu dienen bereit sein! So Du was immer benötigst, begehre es, und ich werde es Dir stellen!
[GEJ.01_022,07] Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie ich's in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“
[GEJ.01_022,08] Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast sein; dann sollst du alles erfahren!
[GEJ.01_022,09] Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an sie, und du wirst am Tage wandeln! – Nun aber von etwas anderem!
[GEJ.01_022,10] Ich werde nun ins jüdische Land Mich begeben und allda verkünden das Reich Gottes. Du aber bist gesetzt über dieses Land. Nicht Meinetwegen, sondern Meiner Jünger wegen gib Mir einen Sicherheitsschein, wie er nach dem Gesetze der Römer unter den Juden gang und gäbe ist, auf daß sie bei den Zöllen und Mauten keinen Anstand haben! Die Kinder sind zwar frei, aber sie müssen als solche beglaubigt sein. – Es wäre mir wohl ein leichtes, überall mit Legionen frei und unbeanstandet durchzukommen; aber Ich will niemandem ein Ärgernis geben und füge Mich daher dem Gesetze Roms. Sei deshalb so gefällig und verschaffe Mir einen Sicherheitsschein.“
[GEJ.01_022,11] Sagt Nikodemus: „Sogleich, lieber Meister, sollst Du ihn haben! Ich selbst werde ihn schreiben und ihn Dir überbringen in einer Stunde; denn es ist von hier gar nicht ferne in mein Haus.“
[GEJ.01_022,12] Nikodemus eilt nun nach Hause und überbringt schon in einer halben Stunde den verlangten Sicherheitsschein. Nachdem wir das Zeugnis auf einem Stück Pergament in unseren Händen hatten, segnete Ich im Herzen den biederen Nikodemus. Er empfahl sich mit Tränen in den Augen und bat Mich noch einmal, bei Meiner Wiederkunft nach Jerusalem Mich seines Hauses bedienen zu wollen, was Ich ihm auch zusagte. Ich aber empfahl ihm die Reinhaltung des Tempels, was er Mir denn auch gelobte. Und so schieden wir am Morgen.


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Von

 am Samstag, 2. März 2002 21:35

In einer eMail vom 02.03.02 18:18:55 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt Hans:


Man könnte sich nur fragen, warum immer diese Unterscheidung in "Gottheit"-"Liebe Gottes", "Vater"-"Sohn" usw.... Aber wie sonst kann man uns Menschen die Gefühle des unendlichen Schöpfergeistes nahebringen ?! Gott war immer nur Einer.

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Lieber Hans,

nach meinem Verständnis hat das schlicht und einfach damit zu tun, dass ein Geist (ohne Materie; auch das Substantielle ist ja nicht Geist, sondern Essenz) sich nicht darstellen kann. Damit Geist wirken kann, (tätig sein kann) bedarf er eines Werkzeugs: das ist die Form (substantiell oder sogar materiell). Die Form ist das Gegenüber des Geistes; der Geistes geht in die Form, wirk in ihr und kann so sichtbar (erfahrbar) sein; so auch beispielhaft durch Jesus für uns Menschen hier wirken. Man kann es auch so sagen: Damit man eine Musik (die man im eigenen Kopf empfindet) hörbar machen kann, bedarf es eines Instrumentes: das Instrument ist das Werkzeug (die Form), mit dem die geistige Musik gespielt wird, hörbar wird.

Und dann gilt allgemein ein ausgesprochen wichtiges - und in allem und jedem vorhandenes - Wirkprinzip. Damit etwas Neues oder Zusätzliches entstehen, geboren, gebildet werden kann, müssen sich zwei Eigenschaften (z.B. das Männliche und das Weibliche) vereinigen, damit eine Frucht, ein leibliches oder geistiges "gemeinsames" Kind (das Dritte als Frucht aus den beiden davor) erwachsen kann. Das ist ein allgemeines Prinzip in der Schöpfung: eine Struktur in der Schöpfung.

Und da der Herr (Gott, der Eine) Teile aus Sich Selbst herausgestellt hat, sind diese Teile von Ihm auch in seinen Schöpfungen (weil aus Seinen Wesen entlassen). Das kann ja gar nicht anders sein. Wenn jemand etwas von sich herausgibt, dann gibt er es aus sich heraus (er gibt es von sich, er gibt es her) und stellt es sich gegenüber. Das alles können wir im 1. Band der HHG nachlesen.

So wirkt mithin der EINE, der Ungeteilte, indem Er Seine Liebe (Vater) und dieser den Sohn (Weisheit; das Zweite) in eine Eigenständigkeit versetzt. Diese Liebe Gottes und diese Weisheit Gottes wirken dann auf dieser Ebene Gottes eng verschränkt miteinander und schaffen aus Liebe und Weisheit die Schöpfung und darin alles, was wir als Mit-geschöpfte erkennen können. Wir sind in dieser Hinsicht wie kleine Kinder, die sehr große Eltern haben.

Zur Liebe tritt als Zweites die Weisheit hinzu und beide gebären dann die Kinder; die ur-erschaffenen Engel und alles was sich von da weiter differenziet in unendlicher Vielfalt (vor und nach dem Fall solcher Ur-Erschaffenen): insbes. in der materiellen Schöpfung, weil diese die Schöpfung zur Rückführung der gefallenen Geister ist; mit dem Ziel ihrer wieder Heil-machung.

Wenn wir nicht wüssten, dass der EINE (die ungeteilte Gottheit) sich in Seinen größtmöglichen (für uns unendlichen und ewigen) Äußerungen von Liebe und Weisheit darstellen (äußern) würde, könnten wir überhaupt nichts über Gott den EINEN wissen, denn das entspräche dann Gott vor Seiner (oder außerhalb) Seiner Schöpfung innerhalb derer wie ein Teil sind. Wir können nur etwas kennenlernen, was auch zur Schöpfung gehört, denn wie sollte ein Geschöpf etwas kennenlernen können, was außerhalb des Geschöpften ist? Jeder kann nur das erkennen, was innerhalb des Systems ist, in dem man selbst steckt. Ebenso wie ein Mathematiker nur mit Quantitäten (Zahlen) umzugehen weiß und Qualitäten (Empfindungen) in seinen Quantitäten nicht darzustellen vermag (es gibt ja keine "empfindenden" Zahlen; sie sind "nur" Mengen).

Als Geschöpfe benötigen wir zwangsläufig der Öffnung des EINEN Gottes, erst so stellt Er Sich für seine Geschöpfe dar: in Seiner Liebe und in Seiner Weisheit und dann in allem was aus diesen folgt. Dadurch bleibt aber Gott unverändert der EINE; Er äußert sich aber (macht sich erfahrbar) in Liebe (als Vater) und in Weisheit (als Sohn).

Der Dritte Aspekt in diesem Bild der Äußerung Gottes ist der Heilige Geist oder der verbindende göttliche Wille zwischen dem Vater (Liebe) und dem Sohn (Weisheit). Nach meinem Verständnis sollte "Heiliger Geist" nicht in diesen Kontext von Liebe und Weisheit eingehen: der Heilige Geist ist der "Weg" oder die Verbindung zwischen den beiden großen göttlichen Äußerungen der Liebe und Weisheit und deshalb nicht auf gleicher "Stufe" oder von gleichartigem Charakter wie die beiden anderen Äußerungen der Gottheit.

Liebe Grüße