Von Hans am
Freitag, 1. März 2002 18:44
Liebe Freunde,
in einer anderen christlichen
Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt und wo ich als Gast kurz
einstieg, wurde folgende interessante These laut:
"Wer ist Christus
? - Das neue Testament sagt nicht aus, dass Jesus Gott selbst ist
!"
Jesus als Gott wurde
abgelehnt. Untenstehend mein Beitrag unter Einbeziehung von
Bibeltextstellen, da jene Liste die Neuoffenbarung ja nicht kennt. - Könnt
Ihr aus der Neuoffenbarung Lorbers belegen,
ob, inwiefern und daß Jesus Gott ist ?
Herzlichen Gruß
Hans
Liebe.....
wer Jesus sah, sah zunächst nur einen Menschen und nicht Gott. Gott ist unendlich
und war unschaubar. Wer Jesus aber besser kannte, der erkannte den mächtigen
Geist Gottes in ihm. Die Wundertaten, die Wunderheilungen, die
Jesus zum berühmtesten Menschen auf Erden machten, bestätigten dies
doch. Was braucht man da weitere Beweise ? Jesus war der
Messias und er sagte dies auch, wenn man danach fragte. Die
bekannten Wunder vollbrachte Gott Selbst im Menschen Jesus zum
Zeugnis Seiner göttlichen Herkunft, zur Bekräftigung Seiner Lehre, daß
diese eben göttlichen Ursprungs sei. Wenn Jesus aber diese Wunder
nicht vollbracht hätte durch ein bloßes Machtwort "Es geschehe",
dann hätte man wirklich zweifeln können und dann hätte man heute wohl
nicht mehr über Jesus geredet. Nur Gott kann gebieten über Leben,
Krankheit, Tod und Naturgewalten. Genau das tat Jesus ! Als Jesus
Lazarus wieder ins Leben rief, hatte er nicht gebetet, daß Gott ihm
dabei hülfe, sondern Jesus befahl:
"Lazarus steh auf !" Die Verwesungsgerüche verschwanden, die Haut
von Lazarus bekam Farbe und Leben, er wachte auf wie von einem Traum,
wickelte sich die Leichentücher erstaunt weg und kam heraus aus der Gruft.
So heilte Jesus aus eigener Kraft, so vollbrachte er unglaubliche
Wunder. ER sagte nur: "Es sei!" , "Ich will" und es
geschah. Ebenso vergab ER Selbst alle Sünden so manchem Sünder. Das
steht in der Bibel, im Neuen Testament. Wer außer Gott kann jemandem
alle seine Sünden vergeben ?! Das fiel ein paar gegenwärtigen
Priestern auf und sie wollten Jesus sofort steinigen wegen Gotteslästerung.
Aber die Wunder und die Geheilten und die vielen aus dem Volk, die Jesus
schon anhingen, ließen das nicht zu. Denn Seine Zeit (Kreuzigung) war noch
nicht gekommen. Unten weitere Worte von Jesus Selbst zu diesen
Wundern.
Um Jesus besser zu verstehen, muß man wissen, daß Jesus Menschensohn und
Gottessohn zugleich ist im Gegensatz zu uns, die wir nur Menschenkinder
sind. Hier die Beweise :
Jesus war zwar ein Mensch aus Fleisch
und Blut. Geboren wie von Jesaja vorausgesagt von der reinen Jungfrau Maria,
aber gezeugt wurde Jesus von Gott und
keinem Menschen. So ist Maria die Mutter und Jesus kann sich wegen ihr
Menschensohn nennen. Gott aber ist der Vater, der ihn in Maria
hineinzeugte, und deshalb kann Jesus sich Gottessohn nennen.
Wenn Jesus von Gottes Geist in der Jungfrau
Maria gezeugt wurde, warum soll Jesus diesen Zeuger nicht seinen Vater
nennen ?! Das ist doch konsequent und sein Recht ?
Zudem sagt Jesus von sich selbst, daß er der
MASHAK (=Christus, =Messias) sei.
Daniel 9:25 kündigte diesen Christum an und Jesaja
7:14 kündigt dessen Geburt durch die Jungfrau Maria an und sagte,
daß dies "GOTT mit uns"
sei, also der Christus. In Matthäus 26,65
identifizierte sich Jesus selbst vor dem Hohepriester als CHRISTUM, worauf
dieser ihm Gotteslästerung vorwarf aus Blindheit und Dummheit und Sturheit
(s.u.).
Du glaubst doch an Jesus, daß er ist der Christus. Deine berühmte jüdische
Namensvetterin und Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels (Lukas2)vom
Stamme Assers, erkannte schon im Jesuskind (Baby) den Messias. Diese
hochbetagte hellsichtige Witwe bat Maria darum, das Jesuskindlein in ihre
Arme nehmen zu dürfen, lobte und pries Gott und erzählte es allen im
Tempel, wo sie lebte, koste es und pries und lobte Gott. Danach aber
gab sie das Kindlein wieder der Maria und sprach zu ihr prophetisch: »Glücklich
und gebenedeit bist du, o Jungfrau, weil du die Mutter meines Herrn
bist! Laß dir es aber ja nicht gelüsten, dich darum preisen zu lassen,
denn Das nur, was da saugt an deiner Brust, ist allein würdig, von uns
allen gelobt, gepriesen und angebetet zu werden!« Ja,
die 84-jährige Hanna erkannte
schon im Jesus-Baby ihren Herrn, auf dessen Ankunft sie gemäß der
Prophezeiungen und einer inneren Stimme gehofft und gewartet hatte.
Was Wunder, daß der Mensch Jesus nur das tat und lehrte, was der Erlösung
des Menschen diente. Er tat alles, was sein Vater in Ihm wollte aus großer
Liebe. So erfüllte der Mensch Jesus das Gesetz. Nur Jesus konnte es tun,
weil sein Zeuger kein Mensch war, sondern Gottes Geist Selbst. Indem
Jesus seine Seele aus Liebe dem Geist Gottes unterwarf und schließlich
sogar seinen Körper verklärte, wurde die Person Jesus völlig von der
Gottheit aufgenommen als Gottes Person in Ewigkeit. Wer Jesus im Jenseits
sieht, sieht dann tatsächlich Gott in Person, als Mensch. Weil die
Menschen nicht mehr zu Gott fanden, kam Gott zu den Menschen.
Wer das bezweifelt, glaubt weder der alten Schrift der Juden, dem Alten
Testament noch dem Neuen Testament der Christen. Doch daß
viele einflußreiche Juden zu Christi Zeiten geistig blind waren oder sein
wollten wider besseres Wissens, das offenbarte Jesaja. Jesus Selbst wies
darauf hin:
Johannes 12; 36
Glaubet an das Licht (Jesus),
dieweil ihr’s habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid.
37 Solches redete JEsus und ging
weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen
tat, glaubten sie doch nicht an ihn,
38 auf daß erfüllet würde der Spruch
des Propheten Jesaja, den er sagt: HErr, wer glaubet unserm Predigen, und
wem ist der Arm des HErrn offenbaret?
39 Darum konnten sie nicht glauben; denn
Jesaja sagt abermal:
40 Er hat ihre Augen verblendet und ihr
Herz verstocket, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen
vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe.
41 Solches sagte Jesaja, da er seine
Herrlichkeit sah und redete von ihm.
42 Doch der Obersten glaubten viel
an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, daß sie
nicht in den Bann getan würden;
43 denn sie hatten lieber die Ehre bei
den Menschen denn die Ehre bei GOtt.
44 JEsus aber rief und sprach: Wer
an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich
gesandt hat.
45 Und wer mich siehet, der siehet den,
der mich gesandt hat.
46 Ich bin kommen in die Welt ein Licht,
auf daß, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe.
47 Und wer meine Worte höret und glaubet
nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; daß ich
die Welt richte, sondern daß ich die Welt selig mache.
48 Wer mich verachtet und nimmt meine
Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich
geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.
49 Denn ich habe nicht von mir selber
geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot
gegeben, was ich tun und reden soll.
Das Neue Testament und das Alte Testament sagen zwar nicht, daß Jesus an
einer Stelle sagte: ICH bin GOTT. Aber das Neue Testament sagt, daß Jesus
der Christus ist.
Gott Selbst ist mehr als die räumlich begrenzte Person von Jesus. Wie
gesagt: Jesus war seinem Äußeren nach ein Mensch, von einer Frau geboren.
Seinem Inneren nach war Jesus jedoch Gott ! Das Zentrum der Gottheit,
eines unendlich großen Geistes. Gottes Sohn auf Erden. War Jesus zu
Seinen Lebzeiten auf Erden noch ein körperlicher Mensch, den es nur ein
einziges Mal im Universum gab, so ist jetzt Jesus ein geistiger Mensch und
wie Gott überall ! ER kann zur Rechten Gottes sitzend (ein Symbol) überall
gleichzeitig auftreten und wirken als Person.
JESUS ist der MASHAK bzw. MASHIAKH der
Juden. Das sagt die Schrift. Das sagt Jesus selbst. Das beweisen Seine Taten
und Lehren.
Die Griechen übersetzten "mashak" mit "Christus".
Das verdeutschte Wort heißt "Messias".
Jesus ist der "Gesalbte" ="König der Juden" und der
Vermittler zwischen Gott und den Menschen.
(Die Bezeichnung "mashak" betonte ich,
weil in der Liste Juden waren, zumindestens davon abstammend oder sich so
fühlend. Was ich aber sehr positiv sah. Schließlich gab und gibt es
unter den Juden viele, die mit dem Christentum liebäugeln. Sicher
ist, daß damals wie heute tatsächlich viele Juden Jesus liebten und um
ihn weinten (siehe Lukas 23,27).
Also, verachtet mir die Juden nicht ! Aber natürlich
auch nicht die Deutschen ! Das sind zu vermeidende Extreme. )
Herzlichen Gruß
Hans
_______________________________________________________________________
Von
Samstag, 2. März 2002 13:09
In
einer eMail vom 01.03.02 18:47:06 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt Hans:
Liebe
Freunde,
in
einer anderen christlichen Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt
und wo ich als Gast kurz einstieg, wurde folgende interessante These laut:
"Wer
ist Christus ? - Das neue Testament sagt nicht aus, dass Jesus Gott selbst
ist !"
----------------------
-
Liebe Freunde,
Hans stellt eine Frage, die uns in dieser Liste - die wir ja mit der NO befasst
sind - als ein wenig herbeigeholt erscheinen mag. Da aber Hans sagt, dass im NT
nicht eigens (explizit) ausgesprochen wurde, dass Jesus = Gott sei, möchte ich
auf eine wichtige Textstelle im Evangelium Johannes (NT) 3,16-21 aufmerksam
machen: es geht um das "Nachtgespräch des Nikodemus mit dem Herrn".
Zu diesen Evangelium-Mitteilungen des NT hat der Herr im Großen Evangelium
Johannes höchstselbst Auslegungen gegeben, die sehr aufschlussreich sein können;
siehe GEJ 01.021 und 022.
Ich füge diese beiden GEJ-Kapitel an, möchte aber vorab dazu ein paar
Bemerkungen machen. In diesen GEJ-Aussagen werden sogleich mehrere wichtige
Fragen beantwortet, die uns ja wiederholt auch (wie den Nikodemus) umtreiben.
a) Jesus sagt zu Nikodemus:
"Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit."
Das heißt für uns: Jesus (der Sohn Gottes) ist der Ausdruck (Inkarnation)
Gottes in Seiner Weisheit. Womit wir auch unmittelbar bei Swedenborg wären: das
Göttliche hat zwei Aspekte: die Liebe (Vater) und die Weisheit (Sohn). Die
Weisheit kommt aus der Liebe. Und das, was aus der Liebe kommt, realisiert sich,
inkarniert sich = ist Jesus auf Erden. Einfach zu begreifen!?: Jesus ist Gott
in Seiner (Dessen) Gestalt der Weisheit; oder: in Dessen Gestalt als inkarnierte
Weisheit.
Genau so steht es im NT Ev.Joh. 3,16: "Alos hat Gott die Welt geleibt,
dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, ..."
b) Jesus sagt bei dieser Gelegenheit zusätzlich zu Nikodemus:
"Du musst aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten,
als etwa Kriege, Wasserfluten oder gar alle Heiden verzehrendes Feuer aus den
Himmeln..." Also durchaus kein Gericht nach unserer weltlichen (kleine
menschliche) Denkweise. Richten heißt nicht verurteilen sondern gerade-richten.
Damit es wieder gerade gerichtet werden kann in jedem einzelnen Individuum
Mensch, deshalb kam Gott in (als) Jesus (mit Seiner Weisheit) in diese Welt (auf
die Erde; dorthin wo es am schlimmsten ist und schon war). Es geht darum:
"dass sie (die Welt im Menschen) mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben
(bei Jesu Selbst spricht man da von "Verklärung"). Im NT Ev.Joh. 3,18
heißt es dazu: "Wer an Ihn (Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet (denn
er ist schon gerade gerichtet); wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet
(hat sich selbst verurteilt); denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen
Sohnes Gottes (Gott in Seiner Weisheit in Jesu auf Erden)"
Und als Nikodemus dann den Herrn fragt: "Was ist denn so ganz eigentlich
Dein 'Gericht'? Welch einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?"
erklärt ihm Jesus, dass das Gottes-Licht aus den Himmeln, das in die Welt
gekommen ist, das Gericht für die Menschen ist. Jesus ist das Gericht (die
Messlatte): an ihm kann man sich aus-richten oder ver-bogen bleiben und noch
ver-bogener werden. Die allermeisten Menschen lieben aber die Finsternis,
nicht das Licht; deshalb wird hier auch vom Nachtgespräch des Herrn mit
Nikodemus gesprochen. So sagt z.B. Jesus: "So du ein Liebhaber bist
(Neigung hast), in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht (Urteil;
Entscheidung) deiner Seele, dass du die Nacht mehr liebst als den Tag." Wer
dann in seiner eigen Nacht in eine Grube fällt, der hat es selbst zu vertreten
und ein solcher Fall ist nicht das Gericht, sondern nur eine Folge
des Gerichtes in dir (durch die eigene Willensentscheidung), der du die
Nacht liebst, und den Tag (das Licht, das Jesus geben kann) hassest!"
c) Und dann noch eine Verheißung des Herrn im Nikodemus-Gespräch:
Jesus sagt in NT Ev.Joh. 3,21: "Wer aber die Wahrheit tut (Jesus verkündet
uns die Wahrheit), der kommt an das Licht (in die Weisheit bei Gott), dass seine
Werke (das Tun des Menschen) offenbar werden; denn sie sind in Gott getan (sie
sind entsprechend der Liebe und der Weisheit getan)." Das Licht ist der
Glaube des Herzen. (Aus der Liebe kommt die Weisheit: aus dem Vater kommt
der Sohn). Wer demnach glaubet an den Menschensohn, dass dieser ist ein Licht
aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das
Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst ..."
(die schlimmen Folgen sind eben nur Folge aus dem Gericht durch das
Nichtglauben).
Mit der Neu-Offenbarung durch Swedenborg und Lorber ist das Licht aus Gott
erneut in die Welt gekommen ("in den Wolken des Himmels"). Es fragt
sich da zwangsläufig, ob nun ein Gericht = Verurteilung der Erde noch dazu
kommen wird (das Thema "nach ca 2000 Jahren")? Das ist aber ein
eigenes Thema.
Da der Herr in Jesus im GEJ höchstselbst den inneren Sinn wichtiger
Mitteilungen des NT Ev. Joh. (3.16-21) im GEJ 01.021-022 erklärt, kann man sich
ja schon mal fragen, warum sich Pfarrer und Priester nicht bemühen, diesen
inneren Sinn aufzunehmen, der bisher (über 2000 Jahre) nur oberflächlich
(Wortsinn-Verständnis-Suche der Theologie) verstanden wird. In den
Amtskirchen kann noch nicht mal schlüssig erklärt werden, dass Jesus die
Inkarnation Gottes in Seiner Weisheit aus Seiner grenzenlosen Liebe ist: man
scheint nicht zu wissen wie "Vater und Sohn" - Liebe und Weisheit in
Gott - zusammengehören, obwohl das Swedenborg schon vor langer Zeit den
Amtskirchen versuchte zu erläutern.
Swedenborg hat das den Theologen sogar in Latein gesagt; denn in dieser
Akademiker-Sprache hat man ja damals miteinander geredet). Die Amtskirchen haben
sich leider nicht weiter entwickelt; deshalb besteht heute noch immer dieses
Unverständnis über die Kernaussage Jesus = Gott der Herr. Man weiß, dass
Jesus z.B. sagte: "Ich und der Vatger sind eins!" (das sagt es ja auch
überdeutlich).
Den Volltext dazu aus GEJ O1 füge ich an.
Einen herzlichen Gruß
GerdFred
++++++++++++++++++++++++++++++++
21. Kapitel
Ev.Joh.3,16. „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn
gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige
Leben haben sollen!“
[GEJ.01_021,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn
ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen
Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese
Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das
ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“
[GEJ.01_021,02] Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es
verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was
ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in
der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe
Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine
und dieselbe Individualität?“
[GEJ.01_021,03] Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände
und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses
Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom
Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit,
und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes,
sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste
erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen,
sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht
geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende
sein fürder ewig.“
Ev.Joh.3,17. „Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß Er
diese richte, sondern daß sie durch Ihn selig werde.“
[GEJ.01_021,04] „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt
erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes
Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche
Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese
Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt,
daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum
ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch
als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu
erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle
zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott
von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige
Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“
Ev.Joh.3,18. „Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht
glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den Namen des
eingeborenen Sohnes Gottes.“
[GEJ.01_021,05] „Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird
ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem
Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber auch
schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben kann,
weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des
Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen. Verstehst
du nun das? Ich habe es dir nun überklar vor die Augen gestellt!“
[GEJ.01_021,06] Sagt Nikodemus: „Ja, ja, ich verstehe so halbwegs den Sinn
Deiner höchst mystisch gehaltenen Rede; aber sie erscheint für so lange wie in
die Luft gesprochen, solange der von Dir so hoch gestellte Menschensohn, in Dem
die Fülle der göttlichen Weisheit wohnt, nicht da ist, und Du auch die Zeit
und den Ort entweder nicht näher bestimmen kannst oder willst, wann Er kommen
wird und wo des Ortes.
[GEJ.01_021,07] Also klingt auch Dein Gericht, das Du eigentlich lediglich in
den Unglauben setzest, sehr rätselhaft! So das Gericht weder eine Flut, noch
Krieg oder Pest und ebensowenig ein verzehrendes Feuer ist, sondern bloß nur
der Unglaube an und in sich selbst, so muß ich Dir's, lieber Meister, offen
gestehen, daß ich den Sinn Deiner Rede noch immer nicht fassen kann! Denn wer
von einer Rede einen oder auch zwei Begriffe nicht faßt, der faßt im Grunde
des Grundes die ganze Rede nicht. Was ist denn so ganz eigentlich Dein Gericht?
Was für einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?“
[GEJ.01_021,08] Sage Ich: „Mein Freund, bald könnte auch Ich zu dir sagen:
Ich begreife es kaum mehr, worin es liegen mag, daß du den völlig klaren Sinn
Meiner Rede nicht zu fassen imstande bist! Den Begriff Gericht magst du nicht
verstehen, und Ich habe ihn dir doch überklar und vollauf erörtert.“
Ev.Joh.3,19. „Das aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen
ist; und die Menschen liebten die Finsternis mehr denn das Licht. Denn ihre
Werke waren und sind böse.“
[GEJ.01_021,09] „Siehe, das ist das Gericht, daß nun das Gottes-Licht aus den
Himmeln in die Welt gekommen ist; die Menschen aber, da sie aus der Finsternis
herausgenommen sind und gesetzt ins Licht, lieben aber dennoch die Finsternis
bei weitem mehr als das nun volle Gotteslicht vor ihren Augen! Daß aber die
Menschen das Licht nicht wollen, das beweisen ihre Werke, die durch und durch böse
sind.
[GEJ.01_021,10] Wo findest du den ersten Vollglauben, wo die gerechte
Gottesfurcht? Wo liebt einer den andern, außer er weiß von ihm für sich etwas
zu gewinnen? Wo sind die, die ihr Weib liebten der lebendigen Fruchtbarkeit
wegen? Sie lieben die jungen Dirnen der Wollust wegen und treiben mit ihnen
Unzucht und eine förmliche Hurerei! Denn wer mit dem andern Geschlecht eine förmliche
Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei,
und diese ist ein Übel der Übel! – Wo ist ein Dieb, der sich ein Licht nähme
und stehle offenbar?!“
Ev.Joh.3,20. „Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt darum auch nicht
an das Licht, auf daß seine argen Werke nicht gestraft werden möchten.“
[GEJ.01_021,11] „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was
da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche
Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird
darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte,
damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt
und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft
werden möchten!
[GEJ.01_021,12] Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber
unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe,
die dem Gerichte folgt.
[GEJ.01_021,13] So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon
das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du
darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine
Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder
ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir,
der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“
Ev.Joh.3,21. „Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine
Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan!“
[GEJ.01_021,14] „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit
aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst
sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten
und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im
Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung
und offenbare Belohnung verdienen!
[GEJ.01_021,15] Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in
der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er
aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.
[GEJ.01_021,16] Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein
Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat
das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.
[GEJ.01_021,17] Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“
22. Kapitel
[GEJ.01_022,01] Sagt Nikodemus: „Nun ist mir bis auf eines alles klar; aber
das Eine fehlt noch immer, und dieses Eine ist eben der außerordentliche
Menschensohn Selbst, ohne Den natürlich all Dein weisestes Gespräch mit allen
den herrlichen Erörterungen ins bodenlose Nichts fällt! Was nützt mir der
Glaube oder der beste und festeste Wille, an den Menschensohn zu glauben, so der
Menschensohn Selbst nicht da ist? Aus der Luft oder aus einer puren Idee kann
man sich keinen Menschensohn schaffen. Sage mir daher, wo ich diesen ewigen
Gottessohn treffe, und sei versichert, daß ich Ihm mit dem vollsten Glauben
entgegenkommen werde!“
[GEJ.01_022,02] Sage Ich: „So Ich solches nicht gesehen hätte in dir, so hättest
du von Mir nun eine solche Lehre nicht bekommen! Aber du kamst in der Nacht und
nicht am Tage zu Mir, obschon du viel von Meinen Taten gehört und gesehen hast!
Weil du aber in der natürlichen Zeitnacht wie auch in der dieser entsprechenden
Nacht deiner Seele zu Mir kamst, so ist es auch sehr begreiflich, daß du über
den Menschensohn noch nicht im klaren bist!
[GEJ.01_022,03] Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der
Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß
er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl
finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht,
was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. –
Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht
suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.
[GEJ.01_022,04] Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des
Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der
eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“
[GEJ.01_022,05] Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird
schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann
davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten
Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für
die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem
noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann.
Wenn mir demnach die Gnade nicht zuteil wird hier in Jerusalem, so werde ich
darauf schon leider Verzicht leisten müssen! Sieh, ich benötigte zu dieser
Unternehmung allerwenigstens drei volle Tage, und das wäre für mein Geschäft
soviel als für jemand anderen drei Jahre.
[GEJ.01_022,06] Du mußt mich darum schon für entschuldigt halten, daß ich
Deinem Rate nicht Folge leisten kann. Sooft Du aber mit Deinen Jüngern nach
Jerusalem kommen solltest, da komme zu mir, und ich werde euch eine gute
Herberge geben! An mir sollst Du samt allen, die mit Dir sind, stets einen
aufrichtigen Freund und Gönner finden. Mein Haus, groß genug, um zehntausend
Menschen zu beherbergen, steht am Davidsplatze, innerhalb des Salomon-Tores,
auch das Goldene Tor genannt; wann immer Du kommen willst, da soll es ganz zu
Deiner Schaltung und Waltung bereitstehen! Was nur immer in meiner Gewalt steht,
das soll stets Dir zu dienen bereit sein! So Du was immer benötigst, begehre
es, und ich werde es Dir stellen!
[GEJ.01_022,07] Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich
liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese
Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich
ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie
ich's in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus
meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen
Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet
hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große
Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber
Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis
über Dich aus?!“
[GEJ.01_022,08] Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir
alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast
sein; dann sollst du alles erfahren!
[GEJ.01_022,09] Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem
Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn
siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an
sie, und du wirst am Tage wandeln! – Nun aber von etwas anderem!
[GEJ.01_022,10] Ich werde nun ins jüdische Land Mich begeben und allda verkünden
das Reich Gottes. Du aber bist gesetzt über dieses Land. Nicht Meinetwegen,
sondern Meiner Jünger wegen gib Mir einen Sicherheitsschein, wie er nach dem
Gesetze der Römer unter den Juden gang und gäbe ist, auf daß sie bei den Zöllen
und Mauten keinen Anstand haben! Die Kinder sind zwar frei, aber sie müssen als
solche beglaubigt sein. – Es wäre mir wohl ein leichtes, überall mit
Legionen frei und unbeanstandet durchzukommen; aber Ich will niemandem ein Ärgernis
geben und füge Mich daher dem Gesetze Roms. Sei deshalb so gefällig und
verschaffe Mir einen Sicherheitsschein.“
[GEJ.01_022,11] Sagt Nikodemus: „Sogleich, lieber Meister, sollst Du ihn
haben! Ich selbst werde ihn schreiben und ihn Dir überbringen in einer Stunde;
denn es ist von hier gar nicht ferne in mein Haus.“
[GEJ.01_022,12] Nikodemus eilt nun nach Hause und überbringt schon in einer
halben Stunde den verlangten Sicherheitsschein. Nachdem wir das Zeugnis auf
einem Stück Pergament in unseren Händen hatten, segnete Ich im Herzen den
biederen Nikodemus. Er empfahl sich mit Tränen in den Augen und bat Mich noch
einmal, bei Meiner Wiederkunft nach Jerusalem Mich seines Hauses bedienen zu
wollen, was Ich ihm auch zusagte. Ich aber empfahl ihm die Reinhaltung des
Tempels, was er Mir denn auch gelobte. Und so schieden wir am Morgen.
Lieber , ( und liebe Freunde )
danke für die guten Hinweise aus der NO Lorbers. Wie glücklich können wir
uns doch schätzen, so gute Erklärungen dort erhalten zu haben über den
"Vater", den "Sohn", den "Heiligen Geist" und
vieles mehr. Daß die Amtskirche voll zufrieden ist mit ihren falschen
unlogischen Erklärungen, zeigt aber auch wes Geistes Kind sie ist. Somit
sitzt auf dem "Heiligen Stuhl" in Rom mitnichten ein Nachfolger
Petri.
Von den meisten Christen wird nach wie vor geglaubt, daß das Wort Jesu:
"Ich und der Vater sind eins." nichts anderes
besagt, als daß Jesus den Willen Gottes, unseres und seines Vaters, kennt und
befolgt, und sich so einig seien. Wie schwach ! Die
Neuoffenbarung erklärt das viel klarer, einleuchtender: Sie sagt, daß der
Ausspruch Jesu »Ich und der Vater sind
eins!« zu erkennen gibt, daß sein Körper und seine Seele zusammen mit
seinem unsichtbaren Geist eine Einheit bilden. Jesus stellt demnach die
sichtbare Außengestalt des Schöpfergottes dar. {joh.10,30} [von G. Gutemann:
Gottes Dreifaltigkeit lt. Bibel ]
Diese
Jesus-Körper+Seele+Gottesgeist-Einheit
wurde am Kreuz für alle Ewigkeiten besiegelt, wobei unser
Menschengeschlecht, ja die ganze Schöpfung, vom harten Gesetz des alten
Bundes erlöst wurde und stattdessen das Gesetz der Liebe erhielt. Gott war
mit uns versöhnt, denn Seine Liebe zu uns hat gesiegt. Ist das schwer zu
verstehen ? Man denke an jene Stelle in den Haushaltungen, als die
Gottheit Ihrer (eigenen) Liebe die Schuld am Fall der Menschen gab und sie zum
Kreuzesgang verpflichtete. Man bedenke, daß da Gott mit sich selber zürnte
und sich Selbst Sein Ziel setzte. Man könnte sich nur fragen, warum immer
diese Unterscheidung in "Gottheit"-"Liebe Gottes", "Vater"-"Sohn"
usw.... Aber wie sonst kann man uns Menschen die Gefühle des unendlichen
Schöpfergeistes nahebringen ?! Gott war immer nur
Einer.
Dennoch klaffte in IHM eine blutende Wunde seit dem Fall Adams+Evas. Adam
und Eva gehorchten nicht der Liebe Gottes, sondern sie wollten es
selber wissen (Baum der Erkenntnis). So machten sie aus einem
heiligen einen unheiligen Gott, wie ER Selber sagte in jl.hag1.009.
Kapitel [ Gottesgericht nach dem Sündenfall
]
20] »Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern
auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das
ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit
kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger
Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf
Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die
Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!«
21] Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe
entgegnete und sprach, wie folgt: »Großer, überheiliger Gott aller Macht
und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!«
Die Weisheit Gottes war wie immer unantastbar heil(ig), aber Seine
Liebe (zu den Menschen) wurde schwer enttäuscht von Adam. Die Menschen
waren so "perfekt" geschaffen, daß sie sich gegen Gott stellen
konnten und trotzdem am Leben bleiben mußten. Das verriet ihnen Luzifer. Und
dem folgte nun die Lieblingsschöpfung Gottes. Das konnte so
nicht bleiben ! Dafür gab Gott sich selbst (Seiner Liebe ! ) die
Schuld und formulierte oben im Zitat Seinen harten aber weisen
Erlösungsplan. Seine Liebe mußte sich opfern und in
Fleischesketten inkarnieren in der von Satan verführten finsteren
Menschheit und kam als
Liebelicht
zu den Menschen. Nur wenige erkannten IHN. ER kam in menschlicher
Gestalt und in Wort und Tat zu uns auf die Erde und sprengte Satans
Ketten um die Menschen, befreite alle (geliebten) Menschen, zeigte den
Heimweg, ja führte heim, wer heimgeführt werden wollte. Das war und ist die
Brücke, die nun ewig jedem Menschen offensteht. Die Menschenseelen
konnten wieder zurück - endlich !
So rief Jesus am Kreuz überglücklich,
wenn auch äußerlich schwach, trotz vieler Wunden :
13] .... »Es ist vollbracht! Vater, in
Deine Hände empfehle Ich Meinen Geist!« - oder mit andern Worten: »Siehe
Vater! Deine Liebe kommt zu Dir zurück !«
- Und sobald wurden von der unendlichen Macht Gottes alle Bande des Todes und
der Hölle zerrissen. Hinaus stürmte die ewige Macht mit verunendlichfältigter
Gewalt. Die ganze Erde bebte, angerührt von der Allgewalt Gottes. Freiwillig
öffnete sie ihre Gräber und trieb die Gefangenen zum Leben hervor.
14] Und weiter drang
dieselbe Allgewalt über alle sichtbare Schöpfung hinaus, erfüllte in diesem
Augenblicke die Unendlichkeit wieder. Und alle Sonnen in allen endlosen Räumen
zogen ihr Licht aus übergroßer Ehrfurcht vor der sie neu berührenden
Allgewalt Gottes in sich zurück. Daß aber die Gottheit bei diesem neuen
Austritte in diesem Augenblicke nicht alles zerstört und vernichtet hat, war
allein die Liebe schuld, die da nun völlig wieder mit ihr vereinigt war.
[Himmelsgaben, Bd. 01, S. 328]
In diesem Moment wurde die Seele mit dem Gottesgeist auf ewig fest zu einer
Einheit vereinigt, vorher noch nicht. Der Körper Jesu folgte der
Seele-Geist-Einheit am dritten Tag, an dem der Körper im Grab
dematerialisiert und verherrlicht dem Geistkleid des Herrn zugefügt wurde. Aus
dem Menschensohn und dem Gottessohn "Jesus" wurde der nun allgegenwärtige,
allmächtige, allerliebevollste Jesus - Gott
in Person als Vater, Bruder, Freund, Heiland, Erlöser, Führer.
Im Jenseits wird ER uns vielleicht als ganz schlichter Mensch erscheinen, auf
unserer Stufe, uns zur Seite stehend in Sein Himmelreich, das neue
Jerusalem, führen. Dort werden wir vor Liebe und Licht und Wonne
alle unsere hier geweinten Tränen und alle heftigen Wunden, die uns die Welt
schlug, vergessen. Er Selbst wird uns die Tränen abwischen ! .....Und
all das geschieht mit uns, wenn wir es wollen. Wer aber nicht
will, kann noch ein paar Runden Reinkarnationen durchmachen. Wenn er dann
doch einmal all der Lügen und all des Leidens überdrüssig nach Jesus um
Hilfe ruft, so wird auch ihm geholfen.
O weh ! Bald feiern wieder Millionen in Deutschland dieses hochheilige
Geschehen als Ostern . . . mit Ostereiern. Wie wenige aber wissen, worum
es wirklich geht ! Die Amtskirche ignoriert dieses heidnische Spiel ! Die
christlichen Kirchen brachten es in 2000 Jahren nicht fertig, das Osterfest
wirklich in seiner Heiligkeit zu begreifen, geschweige denn gar den Lämmern,
die sie weiden sollten, richtig der Wahrheit gemäß zu vermitteln. Wie zu
Jesu Zeiten all die besseren Propheten ermordet wurden, so werden heute von
den Amtskirchen Neuoffenbarungen abgelehnt. Zu diesem Thema schrieb ich gerade
in der IBJC-Liste einen Beitrag, um auf die Notwendigkeit der
Neuoffenbarungen hinzuweisen, ja, daß Gott sie selbst ankündigte in der
Bibel. Wenn auch hier Interesse besteht an diesem Beitrag, kopiere ich
ihn in unsere Liste.
- - -
Lieber Gerd Fred, so sind auch mir die vielen von Dir angeführten Textstellen
zur Göttlichkeit Jesu bekannt, leider aber sind sie für Menschen, auch
Christen, die den Neuoffenbarungen mißtrauen, noch suspekt. Zu viele kennen
ja nur die Kost der Amtskirchen und scheuen zumeist eine gesündere Kost
anzunehmen. Doch vertrauen wir JESUS ! Er arbeitet mit. Ja, ohne IHN
schaffen wir Menschen die Arbeit nicht, mit IHM aber schaffen wir alles !
In Liebe
Hans
----- Original Message -----
From:
Sent: Saturday, March 02, 2002
1:09 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste]
Ist Jesus Gott ? Was sagt Bibel, was Lorber ?
In einer eMail vom 01.03.02 18:47:06 (MEZ)
Mitteleuropäische Zeit schreibt amadeus@indication.de:
Liebe Freunde,
in einer anderen
christlichen Liste, die die Neuoffenbarungen (noch) nicht kennt und wo ich als
Gast kurz einstieg, wurde folgende interessante These laut:
"Wer ist
Christus ? - Das neue Testament sagt nicht aus, dass Jesus Gott selbst
ist !"
----------------------
Von Hans am Samstag, 2. März 2002 18:17
Liebe Freunde,
Hans stellt eine Frage, die uns in dieser Liste - die wir ja mit der NO
befasst sind - als ein wenig herbeigeholt erscheinen mag. Da aber Hans sagt,
dass im NT nicht eigens (explizit) ausgesprochen wurde, dass Jesus = Gott sei,
möchte ich auf eine wichtige Textstelle im Evangelium Johannes (NT) 3,16-21
aufmerksam machen: es geht um das "Nachtgespräch des Nikodemus mit dem
Herrn". Zu diesen Evangelium-Mitteilungen des NT hat der Herr im Großen
Evangelium Johannes höchstselbst Auslegungen gegeben, die sehr
aufschlussreich sein können; siehe GEJ 01.021 und 022.
Ich füge diese beiden GEJ-Kapitel an, möchte aber vorab dazu ein paar
Bemerkungen machen. In diesen GEJ-Aussagen werden sogleich mehrere wichtige
Fragen beantwortet, die uns ja wiederholt auch (wie den Nikodemus) umtreiben.
a) Jesus sagt zu Nikodemus:
"Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit."
Das heißt für uns: Jesus (der Sohn Gottes) ist der Ausdruck (Inkarnation)
Gottes in Seiner Weisheit. Womit wir auch unmittelbar bei Swedenborg wären:
das Göttliche hat zwei Aspekte: die Liebe (Vater) und die Weisheit (Sohn).
Die Weisheit kommt aus der Liebe. Und das, was aus der Liebe kommt, realisiert
sich, inkarniert sich = ist Jesus auf Erden. Einfach zu begreifen!?: Jesus
ist Gott in Seiner (Dessen) Gestalt der Weisheit; oder: in Dessen Gestalt als
inkarnierte Weisheit.
Genau so steht es im NT Ev.Joh. 3,16: "Alos hat Gott die Welt
geleibt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, ..."
b) Jesus sagt bei dieser Gelegenheit zusätzlich zu Nikodemus:
"Du musst aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten,
als etwa Kriege, Wasserfluten oder gar alle Heiden verzehrendes Feuer aus den
Himmeln..." Also durchaus kein Gericht nach unserer weltlichen (kleine
menschliche) Denkweise. Richten heißt nicht verurteilen sondern
gerade-richten. Damit es wieder gerade gerichtet werden kann in jedem
einzelnen Individuum Mensch, deshalb kam Gott in (als) Jesus (mit Seiner
Weisheit) in diese Welt (auf die Erde; dorthin wo es am schlimmsten ist und
schon war). Es geht darum: "dass sie (die Welt im Menschen) mit dem
Geiste auferstehe zum ewigen Leben (bei Jesu Selbst spricht man da von
"Verklärung"). Im NT Ev.Joh. 3,18 heißt es dazu: "Wer an Ihn
(Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet (denn er ist schon gerade gerichtet);
wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet (hat sich selbst verurteilt);
denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes (Gott in
Seiner Weisheit in Jesu auf Erden)"
Und als Nikodemus dann den Herrn fragt: "Was ist denn so ganz eigentlich
Dein 'Gericht'? Welch einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?"
erklärt ihm Jesus, dass das Gottes-Licht aus den Himmeln, das in die Welt
gekommen ist, das Gericht für die Menschen ist. Jesus ist das Gericht (die
Messlatte): an ihm kann man sich aus-richten oder ver-bogen bleiben und noch
ver-bogener werden. Die allermeisten Menschen lieben aber die Finsternis,
nicht das Licht; deshalb wird hier auch vom Nachtgespräch des Herrn mit
Nikodemus gesprochen. So sagt z.B. Jesus: "So du ein Liebhaber bist
(Neigung hast), in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht (Urteil;
Entscheidung) deiner Seele, dass du die Nacht mehr liebst als den Tag."
Wer dann in seiner eigen Nacht in eine Grube fällt, der hat es selbst zu
vertreten und ein solcher Fall ist nicht das Gericht, sondern nur eine Folge
des Gerichtes in dir (durch die eigene Willensentscheidung), der du die
Nacht liebst, und den Tag (das Licht, das Jesus geben kann) hassest!"
c) Und dann noch eine Verheißung des Herrn im Nikodemus-Gespräch:
Jesus sagt in NT Ev.Joh. 3,21: "Wer aber die Wahrheit tut (Jesus verkündet
uns die Wahrheit), der kommt an das Licht (in die Weisheit bei Gott), dass
seine Werke (das Tun des Menschen) offenbar werden; denn sie sind in Gott
getan (sie sind entsprechend der Liebe und der Weisheit getan)." Das
Licht ist der Glaube des Herzen. (Aus der Liebe kommt die
Weisheit: aus dem Vater kommt der Sohn). Wer demnach glaubet an den
Menschensohn, dass dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in
sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das
Gericht ist eben der Unglaube selbst ..." (die schlimmen Folgen sind
eben nur Folge aus dem Gericht durch das Nichtglauben).
Mit der Neu-Offenbarung durch Swedenborg und Lorber ist das Licht aus Gott
erneut in die Welt gekommen ("in den Wolken des Himmels"). Es fragt
sich da zwangsläufig, ob nun ein Gericht = Verurteilung der Erde noch dazu
kommen wird (das Thema "nach ca 2000 Jahren")? Das ist aber ein
eigenes Thema.
Da der Herr in Jesus im GEJ höchstselbst den inneren Sinn wichtiger
Mitteilungen des NT Ev. Joh. (3.16-21) im GEJ 01.021-022 erklärt, kann man
sich ja schon mal fragen, warum sich Pfarrer und Priester nicht bemühen,
diesen inneren Sinn aufzunehmen, der bisher (über 2000 Jahre) nur oberflächlich
(Wortsinn-Verständnis-Suche der Theologie) verstanden wird. In den
Amtskirchen kann noch nicht mal schlüssig erklärt werden, dass Jesus die
Inkarnation Gottes in Seiner Weisheit aus Seiner grenzenlosen Liebe ist:
man scheint nicht zu wissen wie "Vater und Sohn" - Liebe und
Weisheit in Gott - zusammengehören, obwohl das Swedenborg schon vor langer
Zeit den Amtskirchen versuchte zu erläutern.
Swedenborg hat das den Theologen sogar in Latein gesagt; denn in dieser
Akademiker-Sprache hat man ja damals miteinander geredet). Die Amtskirchen
haben sich leider nicht weiter entwickelt; deshalb besteht heute noch immer
dieses Unverständnis über die Kernaussage Jesus = Gott der Herr. Man weiß,
dass Jesus z.B. sagte: "Ich und der Vatger sind eins!" (das sagt es
ja auch überdeutlich).
Den Volltext dazu aus GEJ O1 füge ich an.
Einen herzlichen Gruß
++++++++++++++++++++++++++++++++
21. Kapitel
Ev.Joh.3,16. „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen
Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern
das ewige Leben haben sollen!“
[GEJ.01_021,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der
Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen
eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende
Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren
werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch
dieses nicht?!“
[GEJ.01_021,02] Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es
verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte,
was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so
ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes,
Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene
Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“
[GEJ.01_021,03] Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände
und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses
Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom
Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes
Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene
Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen
Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden;
die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen
Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres
Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“
Ev.Joh.3,17. „Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß Er
diese richte, sondern daß sie durch Ihn selig werde.“
[GEJ.01_021,04] „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt
erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes
Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche
Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese
Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das
heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste
auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das
eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele
verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die
materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den
Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt
gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen
glauben und halten werden!“
Ev.Joh.3,18. „Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht
glaubt, der ist schon gerichtet; denn er glaubt nicht an den Namen des
eingeborenen Sohnes Gottes.“
[GEJ.01_021,05] „Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der
wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden; wer sich aber an dem
Menschensohne stoßen wird und wird nicht glauben an Ihn, der ist dann aber
auch schon gerichtet. Denn eben das, daß er nicht glauben will und glauben
kann, weil er sich zufolge seines Hoheitsgefühls an dem Namen und Wesen des
Menschensohnes stößt, ist schon das Gericht eines solchen Menschen.
Verstehst du nun das? Ich habe es dir nun überklar vor die Augen gestellt!“
[GEJ.01_021,06] Sagt Nikodemus: „Ja, ja, ich verstehe so halbwegs den Sinn
Deiner höchst mystisch gehaltenen Rede; aber sie erscheint für so lange wie
in die Luft gesprochen, solange der von Dir so hoch gestellte Menschensohn, in
Dem die Fülle der göttlichen Weisheit wohnt, nicht da ist, und Du auch die
Zeit und den Ort entweder nicht näher bestimmen kannst oder willst, wann Er
kommen wird und wo des Ortes.
[GEJ.01_021,07] Also klingt auch Dein Gericht, das Du eigentlich lediglich in
den Unglauben setzest, sehr rätselhaft! So das Gericht weder eine Flut, noch
Krieg oder Pest und ebensowenig ein verzehrendes Feuer ist, sondern bloß nur
der Unglaube an und in sich selbst, so muß ich Dir's, lieber Meister, offen
gestehen, daß ich den Sinn Deiner Rede noch immer nicht fassen kann! Denn wer
von einer Rede einen oder auch zwei Begriffe nicht faßt, der faßt im Grunde
des Grundes die ganze Rede nicht. Was ist denn so ganz eigentlich Dein
Gericht? Was für einen neuen Sinn verbindest Du mit diesem Begriff?“
[GEJ.01_021,08] Sage Ich: „Mein Freund, bald könnte auch Ich zu dir sagen:
Ich begreife es kaum mehr, worin es liegen mag, daß du den völlig klaren
Sinn Meiner Rede nicht zu fassen imstande bist! Den Begriff Gericht magst du
nicht verstehen, und Ich habe ihn dir doch überklar und vollauf erörtert.“
Ev.Joh.3,19. „Das aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen
ist; und die Menschen liebten die Finsternis mehr denn das Licht. Denn ihre
Werke waren und sind böse.“
[GEJ.01_021,09] „Siehe, das ist das Gericht, daß nun das Gottes-Licht aus
den Himmeln in die Welt gekommen ist; die Menschen aber, da sie aus der
Finsternis herausgenommen sind und gesetzt ins Licht, lieben aber dennoch die
Finsternis bei weitem mehr als das nun volle Gotteslicht vor ihren Augen! Daß
aber die Menschen das Licht nicht wollen, das beweisen ihre Werke, die durch
und durch böse sind.
[GEJ.01_021,10] Wo findest du den ersten Vollglauben, wo die gerechte
Gottesfurcht? Wo liebt einer den andern, außer er weiß von ihm für sich
etwas zu gewinnen? Wo sind die, die ihr Weib liebten der lebendigen
Fruchtbarkeit wegen? Sie lieben die jungen Dirnen der Wollust wegen und
treiben mit ihnen Unzucht und eine förmliche Hurerei! Denn wer mit dem andern
Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt,
der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel! – Wo ist
ein Dieb, der sich ein Licht nähme und stehle offenbar?!“
Ev.Joh.3,20. „Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt darum auch nicht
an das Licht, auf daß seine argen Werke nicht gestraft werden möchten.“
[GEJ.01_021,11] „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln,
was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer
solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe
und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen
möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom
Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit
erkannt und bestraft werden möchten!
[GEJ.01_021,12] Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber
unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe,
die dem Gerichte folgt.
[GEJ.01_021,13] So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist
schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag;
so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in
eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß
oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes
in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“
Ev.Joh.3,21. „Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine
Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan!“
[GEJ.01_021,14] „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der
Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln
und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller
Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß
deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind
und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!
[GEJ.01_021,15] Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in
der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil
er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.
[GEJ.01_021,16] Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein
Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der
hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.
[GEJ.01_021,17] Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“
22. Kapitel
[GEJ.01_022,01] Sagt Nikodemus: „Nun ist mir bis auf eines alles klar; aber
das Eine fehlt noch immer, und dieses Eine ist eben der außerordentliche
Menschensohn Selbst, ohne Den natürlich all Dein weisestes Gespräch mit
allen den herrlichen Erörterungen ins bodenlose Nichts fällt! Was nützt mir
der Glaube oder der beste und festeste Wille, an den Menschensohn zu glauben,
so der Menschensohn Selbst nicht da ist? Aus der Luft oder aus einer puren
Idee kann man sich keinen Menschensohn schaffen. Sage mir daher, wo ich diesen
ewigen Gottessohn treffe, und sei versichert, daß ich Ihm mit dem vollsten
Glauben entgegenkommen werde!“
[GEJ.01_022,02] Sage Ich: „So Ich solches nicht gesehen hätte in dir, so hättest
du von Mir nun eine solche Lehre nicht bekommen! Aber du kamst in der Nacht
und nicht am Tage zu Mir, obschon du viel von Meinen Taten gehört und gesehen
hast! Weil du aber in der natürlichen Zeitnacht wie auch in der dieser
entsprechenden Nacht deiner Seele zu Mir kamst, so ist es auch sehr
begreiflich, daß du über den Menschensohn noch nicht im klaren bist!
[GEJ.01_022,03] Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der
Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf
daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht,
nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß
die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten
taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht
in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.
[GEJ.01_022,04] Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des
Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der
eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn
kennenlernen!“
[GEJ.01_022,05] Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird
schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und
kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten
Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für
die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem
noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben
kann. Wenn mir demnach die Gnade nicht zuteil wird hier in Jerusalem, so werde
ich darauf schon leider Verzicht leisten müssen! Sieh, ich benötigte zu
dieser Unternehmung allerwenigstens drei volle Tage, und das wäre für mein
Geschäft soviel als für jemand anderen drei Jahre.
[GEJ.01_022,06] Du mußt mich darum schon für entschuldigt halten, daß ich
Deinem Rate nicht Folge leisten kann. Sooft Du aber mit Deinen Jüngern nach
Jerusalem kommen solltest, da komme zu mir, und ich werde euch eine gute
Herberge geben! An mir sollst Du samt allen, die mit Dir sind, stets einen
aufrichtigen Freund und Gönner finden. Mein Haus, groß genug, um zehntausend
Menschen zu beherbergen, steht am Davidsplatze, innerhalb des Salomon-Tores,
auch das Goldene Tor genannt; wann immer Du kommen willst, da soll es ganz zu
Deiner Schaltung und Waltung bereitstehen! Was nur immer in meiner Gewalt
steht, das soll stets Dir zu dienen bereit sein! So Du was immer benötigst,
begehre es, und ich werde es Dir stellen!
[GEJ.01_022,07] Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen!
Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und
diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen
Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also
sein, wie ich's in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich
einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der
echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl
niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat
mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für
Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz
ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“
[GEJ.01_022,08] Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll
dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein
Gast sein; dann sollst du alles erfahren!
[GEJ.01_022,09] Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem
Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn
siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an
sie, und du wirst am Tage wandeln! – Nun aber von etwas anderem!
[GEJ.01_022,10] Ich werde nun ins jüdische Land Mich begeben und allda verkünden
das Reich Gottes. Du aber bist gesetzt über dieses Land. Nicht Meinetwegen,
sondern Meiner Jünger wegen gib Mir einen Sicherheitsschein, wie er nach dem
Gesetze der Römer unter den Juden gang und gäbe ist, auf daß sie bei den Zöllen
und Mauten keinen Anstand haben! Die Kinder sind zwar frei, aber sie müssen
als solche beglaubigt sein. – Es wäre mir wohl ein leichtes, überall mit
Legionen frei und unbeanstandet durchzukommen; aber Ich will niemandem ein Ärgernis
geben und füge Mich daher dem Gesetze Roms. Sei deshalb so gefällig und
verschaffe Mir einen Sicherheitsschein.“
[GEJ.01_022,11] Sagt Nikodemus: „Sogleich, lieber Meister, sollst Du ihn
haben! Ich selbst werde ihn schreiben und ihn Dir überbringen in einer
Stunde; denn es ist von hier gar nicht ferne in mein Haus.“
[GEJ.01_022,12] Nikodemus eilt nun nach Hause und überbringt schon in einer
halben Stunde den verlangten Sicherheitsschein. Nachdem wir das Zeugnis auf
einem Stück Pergament in unseren Händen hatten, segnete Ich im Herzen den
biederen Nikodemus. Er empfahl sich mit Tränen in den Augen und bat Mich noch
einmal, bei Meiner Wiederkunft nach Jerusalem Mich seines Hauses bedienen zu
wollen, was Ich ihm auch zusagte. Ich aber empfahl ihm die Reinhaltung des
Tempels, was er Mir denn auch gelobte. Und so schieden wir am Morgen.
_______________________________________________________________________
Von
am Samstag, 2. März 2002 21:35
In einer eMail vom 02.03.02 18:18:55
(MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt Hans:
Man könnte sich nur fragen, warum immer diese Unterscheidung in "Gottheit"-"Liebe
Gottes", "Vater"-"Sohn" usw.... Aber wie sonst kann
man uns Menschen die Gefühle des unendlichen Schöpfergeistes nahebringen ?!
Gott war immer nur Einer.
--------------------------
Lieber Hans,
nach meinem Verständnis hat das schlicht und einfach damit zu tun, dass ein
Geist (ohne Materie; auch das Substantielle ist ja nicht Geist, sondern Essenz)
sich nicht darstellen kann. Damit Geist wirken kann, (tätig sein kann) bedarf
er eines Werkzeugs: das ist die Form (substantiell oder sogar materiell). Die
Form ist das Gegenüber des Geistes; der Geistes geht in die Form, wirk in ihr
und kann so sichtbar (erfahrbar) sein; so auch beispielhaft durch Jesus für uns
Menschen hier wirken. Man kann es auch so sagen: Damit man eine Musik (die man
im eigenen Kopf empfindet) hörbar machen kann, bedarf es eines Instrumentes:
das Instrument ist das Werkzeug (die Form), mit dem die geistige Musik gespielt
wird, hörbar wird.
Und dann gilt allgemein ein ausgesprochen wichtiges - und in allem und jedem
vorhandenes - Wirkprinzip. Damit etwas Neues oder Zusätzliches entstehen,
geboren, gebildet werden kann, müssen sich zwei Eigenschaften (z.B. das Männliche
und das Weibliche) vereinigen, damit eine Frucht, ein leibliches oder geistiges
"gemeinsames" Kind (das Dritte als Frucht aus den beiden davor)
erwachsen kann. Das ist ein allgemeines Prinzip in der Schöpfung: eine Struktur
in der Schöpfung.
Und da der Herr (Gott, der Eine) Teile aus Sich Selbst herausgestellt hat, sind
diese Teile von Ihm auch in seinen Schöpfungen (weil aus Seinen Wesen
entlassen). Das kann ja gar nicht anders sein. Wenn jemand etwas von sich
herausgibt, dann gibt er es aus sich heraus (er gibt es von sich, er gibt es
her) und stellt es sich gegenüber. Das alles können wir im 1. Band der HHG
nachlesen.
So wirkt mithin der EINE, der Ungeteilte, indem Er Seine Liebe (Vater) und
dieser den Sohn (Weisheit; das Zweite) in eine Eigenständigkeit
versetzt. Diese Liebe Gottes und diese Weisheit Gottes wirken dann auf
dieser Ebene Gottes eng verschränkt miteinander und schaffen aus Liebe und
Weisheit die Schöpfung und darin alles, was wir als Mit-geschöpfte erkennen können.
Wir sind in dieser Hinsicht wie kleine Kinder, die sehr große Eltern haben.
Zur Liebe tritt als Zweites die Weisheit hinzu und beide gebären dann die
Kinder; die ur-erschaffenen Engel und alles was sich von da weiter differenziet
in unendlicher Vielfalt (vor und nach dem Fall solcher Ur-Erschaffenen): insbes.
in der materiellen Schöpfung, weil diese die Schöpfung zur Rückführung der
gefallenen Geister ist; mit dem Ziel ihrer wieder Heil-machung.
Wenn wir nicht wüssten, dass der EINE (die ungeteilte Gottheit) sich in Seinen
größtmöglichen (für uns unendlichen und ewigen) Äußerungen von Liebe und
Weisheit darstellen (äußern) würde, könnten wir überhaupt nichts über Gott
den EINEN wissen, denn das entspräche dann Gott vor Seiner (oder außerhalb)
Seiner Schöpfung innerhalb derer wie ein Teil sind. Wir können nur etwas
kennenlernen, was auch zur Schöpfung gehört, denn wie sollte ein Geschöpf
etwas kennenlernen können, was außerhalb des Geschöpften ist? Jeder kann nur
das erkennen, was innerhalb des Systems ist, in dem man selbst steckt. Ebenso
wie ein Mathematiker nur mit Quantitäten (Zahlen) umzugehen weiß und Qualitäten
(Empfindungen) in seinen Quantitäten nicht darzustellen vermag (es gibt ja
keine "empfindenden" Zahlen; sie sind "nur" Mengen).
Als Geschöpfe benötigen wir zwangsläufig der Öffnung des EINEN Gottes, erst
so stellt Er Sich für seine Geschöpfe dar: in Seiner Liebe und in Seiner
Weisheit und dann in allem was aus diesen folgt. Dadurch bleibt aber Gott
unverändert der EINE; Er äußert sich aber (macht sich erfahrbar) in Liebe
(als Vater) und in Weisheit (als Sohn).
Der Dritte Aspekt in diesem Bild der Äußerung Gottes ist der Heilige Geist
oder der verbindende göttliche Wille zwischen dem Vater (Liebe) und dem Sohn
(Weisheit). Nach meinem Verständnis sollte "Heiliger Geist" nicht in
diesen Kontext von Liebe und Weisheit eingehen: der Heilige Geist ist der
"Weg" oder die Verbindung zwischen den beiden großen göttlichen Äußerungen
der Liebe und Weisheit und deshalb nicht auf gleicher "Stufe" oder von
gleichartigem Charakter wie die beiden anderen Äußerungen der Gottheit.
Liebe Grüße