Von:
Gesendet: Freitag, 16. November 2001 12:54
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott auf Erden: Heilige Familie
In einer eMail vom 14.11.01 11:25:39 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt amadeus@indication.de:

Was haltet Ihr davon, wenn wir uns in der bevorstehenden Vorweihnachtszeit nun mehr mit der "heiligen Familie" befassen würden. Meine Frage dazu wäre: Wer gehörte alles zur heiligen Familie ? Wer kennt die Familienverhältnisse, in die Jesus hineingeboren wurde, und kann sie beschreiben  ? Wer kennt Zahl und Namen der  (Halb-)Brüder und "Schwestern" sowie die irdischen Großeltern von Jesus. Sie werden alle in den Neuoffenbarungen Lorbers genannt und spielen eine Rolle.


Gottes Segen und Führung wünscht


Hans


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p.s.:

1. Weihnachten ist schon in knapp 6 Wochen....

2. Der Begriff "heilige Familie" kommt bei Lorber vor allem in "Kindheit und Jugend Jesu" vor, z.B. hier:

[JJ.01_261,08] Als die Salome solches vernommen hatte, da ward sie nahe ohnmächtig vor Entzückung und sprach:
[JJ.01_261,09] „Ach Freund! – du hast sicher recht, es wird schon also sein; das ist sicher die heilige Familie!


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Lieber Hans,

das ist aus meiner Sicht eine gute Idee sich mit dem Thema Weihnacht und heilige Familie zu befassen.

Nicht nur die Zeit ist schnellebig; auch wir in der Liste springen momentan von Thema zu Thema. Wir werfen so ganz auf die schnelle mal einen oder zwei Gedanken in die Runde und schon geht es zum nächsten Thema. Daran kann man auch sehen, wie Themen, wenn sie sehr "personalisiert" sind, sich nicht gut in einer offenen Runde behandeln lassen. Ein wenig mehr  Sachbezogenhheit könnte nicht schaden. Deshalb ist das von Dir vorgeschlagene Thema "Weihnacht" oder "Gott kam körperlich in unsere Welt" sicherlich ein gutes Thema.

Du hast gefragt, wer die Brüder Jesu sind; es sind fünf an der Zahl (in "Jugend Jesu" Kap. 13,07-08 steht es):

*  Joel , Joses, Samuel, Simeon, Jakob (= Jakobus).

Wahrscheinlich ist Joel der Älteste und Jakob der Jüngste. Das kann man aus der Reihenfolge ihrer Nennung ablesen. Als es darum geht, nach Bethlehem zur Volkszählung der Römer aufzubrechen,
sagt ihr Vater (Josef) zu ihnen:

-  Joel     sattle  die Eselin (für die schwangere Maria)
-  Joses   zäume (anspannen) den Ochsen (für die mitzuführenen
              Lebensmittel)
-  Samuel, Simeon und Jakob besorgt (herbeischaffen) die
              Lebensmittel, auch Windeln für die evtl. Geburt).

In einem anderen Zusammenhang wird davon gesprochen, dass Jakob das Kleinkind Jesus hütet. Das machen meist die jüngeren Geschwister, denn die Äteren sind schon mit richtigen Arbeiten befasst.

So kann man sagen, in "Jugend Jesu" steht die Antwort auf Deine Anfrage. Es waren 5 nicht 6 Brüder Jesu. Dass Wort "Brüder" ist aber wohl nicht korrekt: alle 5 waren "Stiefbrüder" des Herrn, keine Halbbrüder und leibliche Brüder sowieso nicht.

Als Maria mit Jesus schwanger war, war Josef bereits ein alter Mann (Wer weiß wie alt?) und Maria war ihm zur Pflege gegeben worden: er war ihr Ziehvater. Josef hat Maria zur weiteren Versorgung erhalten, das in der Tempel-Organisation herangewachsene Mädchen. Man hatte erfahen, dass sie schwanger geworden war; in dieser Situation konnte sie nicht als ein Zögling des Tempels dort bleiben. Das gibt es ja heute auch: wer beschäftigt schon gerne eine schwanger gewordene Ledige, sie kann schnell zu einer Belastung werden. Und im Tempel ja ohnehin, wo absolute Keuschheit herrschen muss. Heute findet eine solche Schwangere - un-verheiratet und mittellos - Aufnahme in einen Heim für "gefallene Mädchen". Wer nicht keusch ist, ist ein großer Sünder: right!         

Wie heißt es doch so schön im NT: Als ein Gebot von Kaiser Augustus anging zur Zählung und Schätzung (Bewertung) aller Menschen in Judäa, da zog auch Joef in die Stadt, in der er vor den Zählbeamten antreten musste: "Beschreibungskommission" genannt (JJ 012,04). Ab diesem 12 Kap. in JJ beginnt das weltliche Leben des Herrn. (Mit Kap. 13: das hat einen tiefen Sinn!)

Wer kann sagen, weshalb die Stadt Bethlehem für Josef und seine Söhne der Ort für diesen Zählapell (Volkszählung) war?

Übrigens: Frauen wurden nicht erfasst bei dieser Zählung. Das liegt wohl einfach daran, dass Frauen nicht außerhalb des Hauses tätig sind (waren), sie haben keine eigenständigen Berufe, sie tun die ausgesprochen wichtige Arbeit im persönlichen Bereich des Hauses und für die Familie. Da das Haus von Josef aber eine reine "Männerwirtschaft" war, mussten sie Maria, die schon hochschwanger war, notgedrungen förmlich mitschleppen.
Josef war Wittwer und seine sicherlich längst erwachsenen Söhne "unbeweibt" (ein Vater mit 5 männlichen singles).

Wir haben die Neu-Offenbarung der "Jungend Jesu" durch Lorber verfügbar und können daraus sehr viel für uns ableiten.

Liebe Grüße  

HGt.01_000,13] Und nun denn allen Segen und jegliche Gnade den rechten Lesern, die eines reinen Herzens und eines guten Willens sind. Amen 

                                          * * * * * * *

Von: Volker

Gesendet: Donnerstag, 15. November 2001 00:00
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Das Licht Christus
 
Liebe Leser!

Einige Gedanken zur vorweihnachtlichen Zeit.
Um das Licht Christus im Herzen zu empfangen und zu fühlen, sollte man sich soweit wie möglich von allen sichtbaren Dingen entfernen. Wenn man die Seele, im innigen Glauben an den Gekreuzigten,  gereinigt hat, muss man die leiblichen Augen schliessen, den Verstand ins Herz versenken und unablässig den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen: Lieber Herr Jesus, lieber himmlischer Vater, erbarme dich meiner. Dann findet der Mensch nach dem Mass seines Eifers und des Erglühens des Geistes zum Geliebten im Anrufen des Namens ein Entzücken, das in ihm den Willen erweckt, die höchste Erleuchtung zu suchen.  Wenn das Herz stille wird, dann strahlt das Licht Christi auf und erleuchtet das  Herz  mit dem Göttlichen Licht.

Was bedeutet das nun für den gewöhnlichen Menschen, der seinen Weg durch all die Geschäftigkeit der Welt gehen muss und trotzdem eine tiefe Freundschaft zu Jesus haben möchte?

Der Mensch kann sein Handeln von drei Seiten her leiten lassen: Er lässt sich leiten von den Meinungen und Stimmungen anderer Menschen und gibt jeder “günstigen” Gelegenheit (Zweckoptimismus) sofort nach. Er lässt sich von seinem Verstand leiten. Er hört auf sein Herz.

Der Mensch, ob er nun Christ ist oder nicht, ist dazu berufen, auf sein Herz zu hören und den Weg in der Welt von hier aus zu finden und zu gehen. Jeder Mensch ist ein Pilger, nur sind sich viele dessen nicht so recht bewusst.

Wer Jesus zum Freund haben möchte – und das gilt eigentlich auch für alles, was den Namen “Freundschaft” überhaupt verdienen kann – muss zumindest zeitweise seine Aufmerksamkeit nach innen richten, muss mit Augen und Ohren des Herzens wahrnehmen wollen. Die Liebe lebt allein im Herzen und nirgendwo sonst. Darum ist das Wesentliche für die äusseren Augen unsichtbar, nur zu erkennen mit dem Herzen. Die “Erleuchtung” findet im Herzen statt und nicht im Verstand – und die Sonne des Herzens ist Jesus.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!
 

Herzlichen Gruss

Volker

                                                * * * * * * *
 
 Von: Hans

Gesendet: Freitag, 16. November 2001 18:28
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria und Jesu Geburt

Wichtigkeit: Hoch

Alle Jahre wieder wird in aller Welt von den Christen die Geburt Jesu gefeiert. Die irdischen Vorgänge und Umstände aber, die der Heiligen Nacht vorausgingen, sind kaum bekannt. Diese Lücke will ich nun allen daran wahrhaft Interessierten etwas schließen, vor allem mit Hilfe des durch Jakob Lorber wunderbar offenbarten Jakobusevangeliums (JJ).

 

* * *

 

 

Ankündigung der Geburt des Messias durch die Jungfrau Maria schon im alten Bund

 

Jesu Familie und Geburt aus neuer Sicht


Alle Jahre wieder wird in aller Welt von den Christen die Geburt Jesu gefeiert. Die irdischen Vorgänge und Umstände aber, die der Heiligen Nacht vorausgingen, sind kaum bekannt. Diese Lücke schließt das Jakobusevangelium, das der Mystiker Jakob Lorber ab 1843 medial empfing. Dieses gewaltige Werk wurde von Gerd Gutemann jedermann kostenlos im Internet zugänglich gemacht unter www.j-lorber.de. Danach und anhand der Bibel ergibt sich nachfolgendes Bild von der Heiligen Familie um Jesus. Doch zunächst die ersten Hinweise auf den Messias im Alten Testament:

Eine Ankündigung der Geburt des Messias durch eine Jungfrau gab es im alten Bund bei Jesaja 7, Kapitel 14:

»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

Diese Prophezeiung ist den Juden, Christen und Mohammedanern gleichermaßen bekannt. Über die Erscheinung des Messias in dem Menschen Jesus waren die Juden vor 2000 Jahren aber sehr geteilter Meinung. Aus den Juden, die Jesus für den Messias hielten, wurden die Christen, zu denen natürlich dann auch die bekehrten Heiden zählten. Bevor auf die Familiensituation Jesu eingegangen wird, soll erwähnt werden, dass Jungfernzeugungen bei Menschen wissenschaftlich nicht für unmöglich gehalten werden. Nun aber zur Familie von Jesus:

Jesu irdische Vorfahren und die Verlosung Marias:

Laut Lorbers Neuoffenbarung stammten sowohl Josef als auch Maria erwiesenermaßen vom Stamme David ab (Jesu Aussage in GEJ 6,170,9). - Josefs Vater hieß Eli und war Zimmermann wie Josef [GEJ.01_171,05]. - Marias Eltern, also Jesu einzigen blutsverwandten Großeltern, hießen Joachim und Anna. Sie waren wohlhabend und hatten im Tempel ihre Arbeit. Laut DDT 1, 3,6 soll auch Maria schon wunderbar zur Welt gekommen sein, denn ihre Mutter Anna war hochbetagt "und ohne ein Wunder wäre da an eine Befruchtung wohl nie zu denken gewesen ". Maria war das einzige Kind und wurde zur Erziehung in den Tempel gegeben, was eine besondere Auszeichnung war. Als die schon sehr alten Eltern von Maria starben, wurde das Hab und Gut von Joachim und Anna vom Tempel eingezogen als Ersatz für die Erziehung von Maria.

Mit 14 Jahren war Maria "reif" und mußte nach Mosaischem Gesetz aus dem Tempel entlassen werden. Das heißt nicht zur Heirat, sondern zur Entlassung in eine Familie. Alle Familienväter in Judäa wurden aufgerufen. Der allbekannte Zimmermann Josef meldete sich wie viele andere zur Verlosung. Die teilnehmenden Familienväter zogen nach altem Brauch einen Lilienstab, wobei Josef gewann. - Annas, ein Mitbewerber, zweifelte an der Richtigkeit der Verlosung und hielt sie für parteiisch und ungültig. Darauf ordnete der über Annas verärgerte Priester ein weiteres Gottesurteil an und zwar mit Hilfe einer Taube. Diese flog hin zu Josef, worauf alle das Urteil anerkannten. Josef aber hatte nicht damit gerechnet, denn er war schon alt und Witwer und hatte 5 Söhne. Er war laut Offenbarung JJ 1, 17 und JJ 1, 12 schon ein "alter Greis" und wollte das "Mägdlein" Maria nicht annehmen, weil er das Gespött im Dorf fürchtete. Er wollte eigentlich nur bei der Verlosung dabei sein. Doch der Priester bedrohte ihn:"Er solle Gottes Urteil fürchten und gehorchen!" Josef erschrak über diese Worte und bat den Priester für ihn zu beten, damit der Herr ihm wieder gnädig sein. Darauf betete der Priester im Allerheiligsten und Gott, der Herr sprach zu ihm:

[JJ.1,1,25-29] „Betrübe Mir den Mann nicht, den Ich erwählet habe; denn gerechter als er wandelt wohl keiner in Israel, und keiner auf der ganzen Erde, und keiner vor Meinem ewigen Throne in allen Himmeln! Und gehe hinaus und gebe die Jungfrau, die Ich Selbst erzogen habe, dem gerechtesten der Männer der Erde!" Hier schlug sich der Priester auf die Brust und sprach: „O Herr, Du allmächtiger einiger Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, sei mir Sünder vor Dir barmherzig; denn nun erkenne ich, daß Du Dein Volk heimsuchen willst!" Darauf erhob sich der Priester, ging hinaus und gab segnend im Namen des Herrn das Mägdlein dem geängstigten Joseph und sprach zu ihm: „Joseph, gerecht bist du vor dem Herrn, darum hat Er dich erwählt aus vielen Tausenden! Und so magst du im Frieden ziehen, Amen."

Mariä wunderbare Empfängnis und ihr Gespräch mit dem Engel

An einem Freitagmorgen ging Maria Wasserholen, als plötzlich eine Stimme zu ihr sprach:

[JJ.1, 3,2 ff] „Gegrüßet seist du, an der Gnade des Herrn Reiche! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!" Maria aber erschrak gar sehr wegen dieser Stimme, da sie nicht wußte, woher sie kam, und sah sich darum auch behende nach rechts und links um; aber sie konnte niemanden entdecken, der da geredet hätte. Darum aber ward sie noch voller von peinigender Angst, nahm eiligst den gefüllten Wasserkrug und eilte von dannen ins Haus. Als sie da bebend anlangte, stellte sie sobald den Wasserkrug zur Seite, nahm den Purpur wieder zur Hand, setzte sich auf ihren Arbeitssessel und fing den Purpur wieder gar emsig an fortzuspinnen. Aber sie hatte sich noch kaum so recht wieder in ihrer Arbeit eingefunden, siehe, da stand schon der Engel des Herrn vor der emsigen Jungfrau und sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast eine endlos große Gnade gefunden vor dem Angesichte des Herrn; siehe, du wirst schwanger werden vom Worte Gottes!" Als Maria aber dieses vernommen hatte, da fing sie an, diese Worte hin und her zu erwägen, und konnte nicht erfassen ihren Sinn; darum sprach sie denn zum Engel: „Wie solle denn das vor sich gehen, bin ich doch noch lange nicht eines Mannes Weib und habe auch noch nie dazu eine Bekanntschaft mit einem Manne gemacht, der mich sobald nähme zum Weibe, auf daß ich gleich andern Weibern schwanger würde und dann gebäre ihnen gleich?"

Der Engel aber sprach zur Maria: „Höre, du erwählte Jungfrau Gottes! Nicht also solle es geschehen, sondern die Kraft des Herrn wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das da aus dir geboren wird, der Sohn des Allerhöchsten genannt werden! Du sollst Ihm aber, wann Er aus dir geboren wird, den Namen Jesus geben; denn Er wird erlösen Sein Volk von all den Sünden, vom Gerichte und vom ewigen Tode." Maria aber fiel vor dem Engel nieder und sprach: „Siehe, ich bin ja nur eine Magd des Herrn; daher geschehe mir nach Seinem Willen, wie da lauteten deine Worte!" – Hier verschwand der Engel wieder, und Maria machte sich wieder an ihre Arbeit.

[JJ.1, 4] Als aber darauf der Engel sobald wieder verschwand, da lobte und pries Maria Gott den Herrn und sprach also bei sich in ihrem Herzen: „O was bin ich denn doch vor Dir, o Herr, daß Du mir solche Gnade erweisen magst? – Ich solle schwanger werden, ohne je einen Mann erkannt zu haben; denn ich weiß ja nicht, was Unterschiedes da ist zwischen mir und einem Manne. Weiß ich denn, was das so in der Wahrheit ist: schwanger sein? O Herr! siehe, ich weiß es ja nicht! Weiß ich wohl, was das ist, wie man sagt: ,Siehe, ein Weib gebäret'? – O Herr! siehe mich gnädig an; ich bin ja nur eine Magd von vierzehn Jahren und habe davon nur reden gehört – und weiß aber darum doch in der Tat nichts! Ach, wie wird es mir Armseligen ergehen, so ich werde schwanger sein – und weiß nicht, wie da ist solch ein Zustand! Was wird dazu der Vater Joseph sagen, so ich ihm sagen werde, oder er es etwa also merken wird, daß ich schwanger sei?! Etwas Schlimmes kann das Schwangersein ja doch nicht sein, besonders wenn eine Magd, wie einst die Sara, vom Herrn Selbst dazu erwählet wird? Denn ich habe es ja schon öfter im Tempel gehört, welch eine große Freude die Weiber haben, wenn sie schwanger sind! Also muß das Schwangersein wohl etwas recht Gutes und überaus Beseligendes sein, und ich werde mich sicher auch freuen, wann mir das von Gott gegeben wird, daß ich schwanger werde! Aber wann, wann wird das geschehen, und wie? – oder ist es schon geschehen? Bin ich schon schwanger, oder werde ich es erst werden? O Herr! Du ewig Heiliger Israels, gebe mir, Deiner armen Magd, doch ein Zeichen, wann solches geschehen wird, auf daß ich Dich darob loben und preisen möchte!" Bei diesen Worten ward Maria von einem lichten Ätherhauche angeweht, und eine gar sanfte Stimme sprach zu ihr: „Maria! sorge dich nicht vergeblich; du hast empfangen, und der Herr ist mit dir! – Mache dich an deine Arbeit, und bringe sie zu Ende, denn fürder wird für den Tempel keine mehr gemacht werden von dieser Art!" Hier fiel Maria nieder, betete zu Gott und lobte und pries Ihn für solche Gnade. – Nachdem sie aber dem Herrn ihr Lob dargebracht hatte, erhob sie sich und nahm ihre Arbeit zur Hand.

Josef und Marias Verhaftung und Todesurteil mit happy end

Ausgerechnet die reine Tempeljungfrau Maria war unverheiratet schwanger und das in einem noch sehr jugendlichen Alter ! Ein sehr schweres Verbrechen in den Augen der Juden und vor allem der Priester, zumal Josef und Maria ihr Fehlverhalten nicht eingestanden und so den Zorn der Priester herausforderten. Sie wurden verhaftet, verhört und verurteilt, das todbringende "Fluchwasser" (GiftMix) zu trinken. Nach drei Tagen Aufenthalt in einem vorbestimmten Gebirge, wo diejenigen, die das Fluchwasser vor den Augen der Priester tranken, hingehen und sterben mußten, kamen aber Maria und Josef zu aller Verwunderung wohlbehalten zurück. Der über alle Maßen erstaunte Hohepriester sagte, wenn Gott sie nicht richtete, dann wolle auch er sie für schuldlos und ledig sprechen ! Der Ordnung halber und wegen der Schwangerschaft aber müsse Josef die Maria zum Weibe nehmen, auch wenn sie dadurch wohl bald eine junge Witwe würde. - Maria war jetzt Josefs rechtmäßiges Weib.

Die beschwerliche Reise mit der hochschwangeren Maria

Eine weitere unangenehme Situation bahnte sich an: Kaiser Augustus befahl eine für Juden ungewohnte Volkszählung zwecks Steuererhebung usw.. Auch Josef mußt sich mit seiner Familie in der für Nazareth zuständigen Gemeinde Bethlehem einschreiben lassen. Besser gesagt "beschreiben" lassen. Das war sehr peinlich für den alten Josef. Er sagte:

[JJ.01_012,12] Wahrhaftig, dessen schäme ich mich beinahe vor den Söhnen Israels; denn sie wissen es, daß ich ein über siebzig Jahre alter Greis bin! – Was werden sie sagen, so ich das kaum fünfzehnjährige Kind, im hochschwangeren Zustande noch dazu, als mein rechtmäßiges Weib einschreiben lasse?! - Oder soll ich sie als meine Tochter einschreiben lassen? – Es wissen aber ja die Söhne Israels, woher Maria ist, und daß sie nimmer meine Tochter ist!

Er befahl dann aber seinen 5 Söhnen
[JJ.01_013,07] "Du, Joel, sattle die Eselin für Maria und nehme den Sattel mit der Lehne; und du, Joses, aber zäume den Ochsen und spanne ihn an den Karren, in dem wir Lebensmittel mitführen wollen! [JJ.01_013,08] Ihr drei, Samuel, Simeon und Jakob, aber bestellet den Karren mit haltbaren Früchten, Brot, Honig und Käse, und nehmet davon so viel, daß wir auf vierzehn Tage versehen sind; denn wir wissen es nicht, wann die Reihe an uns kommen wird, und wann wir frei werden, und was mit Maria geschehen kann unterwegs! Darum leget auch frische Linnen und Windeln auf den Karren!" [JJ.01_013,09] Die Söhne aber gingen und bestellten alles, wie es ihnen der Joseph anbefohlen hatte. Dann setzte Josef die hochschwangere Maria so weich und bequem wie möglich auf den Rücken einer Eselin, nahm selbst die Zügel in die Hand und führte die Eselin.., während die Söhne den Ochsenkarren lenkten.

Die Notunterkunft in einer Felsenhöhle nahe Bethlehem

Es kam, wie es der Herrgott haben wollte: Die Wehen setzten kurz vor Bethlehem so heftig ein, daß von den 6 Männern eiligst eine Notunterkunft für Maria gesucht wurde: Eine Höhle in einem Berg, in der Hirten normalerweise nur bei Unwettern sich und ihre Schafe in Sicherheit brachten. Maria entdeckte diese Höhle zuerst (JJ 1, 14). Dort fanden sie noch genügend Heu und Stroh und bereiteten ein Lager für Maria. Dann sagte Josef zu Maria, daß er nach Bethlehem eilen wolle, um eine Hebamme zu besorgen. Joel solle bei der Geburt helfen, weil er bei einem Arzt in Nazareth entsprechende Kenntnisse erworben hatte, falls Josef nicht rechtzeitig käme mit der Hebamme.

Bethlehem lag oberhalb der Höhle auf dem Berg. Als Josef die Höhle verließ, ging der Vollmond über dem Berg auf. Es war die Nacht zum Freitag, den 7. Januar vor heute knapp 2007 Jahren. Es geschahen wundersame Dinge, beschrieben in JJ 15.

Die "Wehmutter", die Hebamme, die Josef in Bethlehem fand, wollte erst nicht mit Josef mitgehen. Als aber Josef die Umstände schilderte, erkannte sie die Bilder in ihrem Traum, glaubte Josef und folgte ihm rasch zu der Höhle. Es war schon beinahe Mitternacht, als sie dort ankamen. Doch bevor die beiden eintreten konnten, verhüllte eine dichte weiße Wolke dieselbe, löste sich auf und ein gewaltiges Licht drang aus der Höhle der Hebamme und Josef entgegen. Als das Licht erträglicher wurde und die Sicht auf Mutter und Kind freigab, sprach die Wehmutter:

[JJ.01_016,10] „Wahrlich, wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird! Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum gebornes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!? Das bezeuget ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetze! Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau, es ist alles in der größten Ordnung; darum lasse mich aus der Höhle treten, denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die zu heilige Nähe meines und deines Gottes und Herrn zu ertragen!" Joseph erschrak völlig über diese Worte der Wehmutter. – Sie aber eilte aus der Höhle ins Freie. Als sie aber aus der Höhle trat, da traf sie draußen ihre Schwester Salome, welche ihr ob des bewußten Gesichtes nachgefolgt ist, und sprach sogleich zu ihr: [JJ.01_016,16] „Salome, Salome! komme und sehe mein Morgengesicht in der Wirklichkeit bestätigt! – Die Jungfrau hat in der Fülle der Wahrheit geboren, was die menschliche Weisheit und Natur nimmer zu fassen vermag!" Die Salome aber sprach: „So wahr Gott lebt, kann ich eher nicht glauben, daß eine Jungfrau geboren habe, als bis ich sie werde mit meiner Hand untersucht haben!" [JJ.01_017,01] Nachdem aber die Salome solches geredet hatte, trat sie sogleich hinein in die Höhle und sprach: „Maria, meine Seele beschäftiget kein geringer Streit; daher bitte ich, daß du dich bereitest, auf daß ich mit meiner wohlerfahrnen Hand dich untersuche und daraus ersehe, wie es mit deiner Jungfrauschaft aussehe!" Maria aber fügte sich willig in das Begehren der ungläubigen Salome, bereitete sich und ließ sich untersuchen. Als aber die Salome Marias Leib anrührte mit ihrer prüfenden Hand, da erhob sie sobald ein gewaltiges Geheul und schrie überlaut: [JJ.01_017,05] „Wehe, wehe mir meiner Gottlosigkeit wegen und meines großen Unglaubens willen, daß ich habe wollen den ewig lebendigen Gott versuchen! – denn sehet, sehet hierher! – meine Hand verbrennt im Feuer des göttlichen Zornes über mich Elende!!!" Nach diesen Worten aber fiel sie sobald vor dem Kindlein auf ihre Knie nieder und sprach: „O Gott meiner Väter! Du allmächtiger Herr aller Herrlichkeit! Gedenke mein, daß auch ich ein Same bin aus Abraham, Isaak und Jakob! Mache mich doch nicht zum Gespötte vor den Söhnen Israels, sondern schenke mir meine gesunden Glieder wieder!"

[JJ.01_017,09] Und siehe, sobald stand ein Engel des Herrn neben der Salome und sprach zu ihr: „Erhört hat Gott der Herr dein Flehen; tritt zu dem Kindlein hin und trage Es, und es wird dir darob ein großes Heil widerfahren!" Und als solches die Salome vernommen hatte, da ging sie auf den Knien vor Maria hin und bat sie um das Kindlein. Maria aber gab ihr willig das Kindlein und sprach zu ihr: „Es möge dir zum Heile gereichen nach dem Ausspruche des Engels des Herrn; der Herr erbarme Sich deiner!" Und die Salome nahm das Kindlein auf ihre Arme und trug es kniend und sprach, sobald sie das Kindlein auf dem Arme hatte: [JJ.01_017,13] „O Gott! Du allmächtiger Herr Israels, der Du regierest und herrschest von Ewigkeit! – In aller, aller Fülle der Wahrheit ist hier Israel ein König der Könige geboren, welcher mächtiger sein wird denn da war David, der Mann nach dem Herzen Gottes! Gelobet und gepriesen sei Du von mir ewig!" Nach diesen Worten ward die Salome sobald völlig wieder geheilt, gab dann unter der dankbarsten Zerknirschung ihres Herzens das Kindlein der Maria wieder und ging also gerechtfertigt aus der Höhle wieder. Als sie aber draußen war, da wollte sie sobald laut zu schreien anfangen über das große Wunder aller Wunder und hatte auch ihrer Schwester sogleich zu erzählen angefangen, was ihr begegnet ist. Aber sobald meldete sich eine Stimme von oben und sprach zur Salome: „Salome, Salome! verkündige ja niemandem, was Außerordentliches dir begegnet ist; denn die Zeit muß erst kommen, wo der Herr von Sich Selbst zeugen wird durch Worte und Taten!"

Und so waren als irdische Zeugen von der Geburt Jesu 9 Menschen und zwei Tiere:

Familienvater Josef, Jungfrau Maria, die Hebamme und Salome, deren Schwester, die fünf Söhne Josefs: Joel, Joses, Samuel, Simeon, Jakob eine Eselin, ein Ochse....

So also begann das Leben unseres Jesus. Die Nacht war voller Wunder. Was danach weiter geschah, sprengt den Rahmen dieses Beitrages. Jesus beschreibt es während Seiner Lehrtätigkeit später einmal kurz so bei Lorber:

[GEJ.10_146,01] (Der Herr:) „Siehe, als Ich vor nahe dreiunddreißig Jahren zu Bethlehem in einem Schafstalle von einer reinsten und frömmsten Jungfrau namens Maria, einer einzigen Tochter des Joachim und der alten Anna, die stets im Tempel zu des frommen Simeon Zeiten zu tun hatten, bin in diese Welt geboren worden, da waren es eben die Heiden, die es zuerst schon von weiter Ferne erkannt hatten, daß in Mir etwas Außerordentliches in diese Welt gekommen ist, brachten Mir allerlei Opfer – Gold, Weihrauch und Myrrhen –, und die mächtigsten Gewaltträger Roms in Judäa und über alle römischen Länder in Asien und auch in Afrika erwiesen Mir alle Liebe und leisteten Mir allen Vorschub, besonders bei der traurigen Gelegenheit, als der alte Herodes, dem es zu Ohren gekommen war, daß in Mir den Juden ein mächtigster König geboren worden sei, alle männlichen Kinder von der Geburt an bis ins zweite Lebensjahr hatte ermorden lassen wollen; denn Meine irdische Mutter und Mein Nährvater Joseph mit seinen fünf Söhnen, die ihm aus einer früheren Ehe zuteil geworden waren, mußten sich mit Mir nach Ägypten flüchten, und der römische Hauptmann Kornelius und sein Bruder Cyrenius haben Mir bei dieser Flucht viel Liebe erwiesen und sorgten für eine gute Unterkunft in einem fremden Lande.

Unter den 12 Hauptjüngern von Jesus befanden sich übrigens drei Seiner irdischen Brüder bzw. Söhne Jakobs. Wer weiß welche ?


 Von: Hans
Gesendet: Freitag, 16. November 2001 18:28
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott auf Erden: Heilige Familie

Lieber Gerd Fred,

vielen Dank für die Unterstützung eines vorweihnachtlichen Themas. Du hast recht, wenn Du sagst, daß Jesus ja nur Stiefbrüder hatte, denn ER war ja das einzige Kind Marias.  Zu den Namen habe ich unten aber noch eine Frage.

Was nicht so stimmt - zumindestens nicht nach Lorbers JJ - ist, daß die Beschreibung nur Männer betraf. Denn in  [JJ.01_012,12] macht sich Josef viel Sorgen, als was er Maria einschreiben lassen soll. Es handelte sich hier also um eine allgemeine Volksschätzung nach streng römischen Vorschriften, wie sie noch nie im Judenland erfolgte . Danach mußten wohl auch Frauen "beschrieben" werden wegen der Haushaltsgröße und Steuern usw... Bei den Juden, da hast Du ganz recht, wurden Frauen nicht gezählt. Sie gehörten zum Mann, fertig und basta :) Heute hat sich da schon etwas geändert bei den Juden und Mohammedanern. Doch so gleichberechtigt wie bei den Christen sind die Frauen nirgends auf der Welt !  

Herzlichen Gruss

Hans

p.s. Eine Unklarheit die Namen der Söhne Josefs betreffend

 

In Lorbers Hauptwerken GEJ und JJ heißen die Söhne Josefs Joel, Joses, Samuel, Simeon, Jakob. In den Himmelsgaben dagegen werden noch andere Namen genannt: Da gibt es auch einen Johannes und Judas. Liegt da ein Fehler vor ? So viel ich weiß, gingen die Schriftensammlungen, die Nebenwerke Lorbers, durch mehrere Hände, bevor sie zusammengefasst wurden. Leopold Engel soll einer der ersten gewesen sein, der die Nebenschriften ordnete oder sogar abschrieb usw.. Vielleicht weiß Gerd Gutemann darüber besser Bescheid.

[HiG.3,64.03.18,17] Drei von diesen Brüdern zogen mit Mir, nämlich Jakobus, Simon und Johannes;

[HiG.3,64.03.17.c, 00]  „Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joses und Simon und Judas?“
 

Von:
Gesendet: Samstag, 17. November 2001 12:57
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria und Jesu Geburt
In einer eMail vom 16.11.01 18:31:06 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt amadeus@indication.de:

Alle Jahre wieder wird in aller Welt von den Christen die Geburt Jesu gefeiert. Die irdischen Vorgänge und Umstände aber, die der Heiligen Nacht vorausgingen, sind kaum bekannt. Diese Lücke will ich nun allen daran wahrhaft Interessierten etwas schließen, vor allem mit Hilfe des durch Jakob Lorber wunderbar offenbarten Jakobusevangeliums (JJ).

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Ankündigung der Geburt des Messias durch die Jungfrau Maria schon im alten Bund


Diese frohe Botschaft erfolgte schon im Alten Testament bei Jesaja 7, Kapitel 14 mit den Worten:

»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und
einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen
Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.


Diese Prophezeiung ist anerkannt bei Juden, Christen und Mohammedanern. Allein die Christen wissen, daß heute vor fast 2000 Jahren diese Vorhersage in Erfüllung ging.

Nun zur auserwählten Familie, in die Jesus hineingeboren werden sollte:



Jesu irdische Vorfahren und die Verlosung Marias:

Laut Lorbers Neuoffenbarung stammten sowohl Josef als auch Maria erwiesenermaßen vom Stamme David ab (Jesu Aussage in GEJ 6,170,9). -  Josefs Vater Hieß Eli und war Zimmermann wie Josef dann auch [GEJ.01_171,05] .

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Lieber Hans,

vielen Dank für Deine zusammenfassende Darstellung.

Wir lesen in der Bibel und auch in der Neuoffenbarung durch Lorber dass Josef und auch Maria aus dem Hause DAVID abstammen. Zu dem "aus dem Hause DAVID sein" möchte ich ein paar Anmerkungen machen.

Es wird uns in GEJ 06.170 mitgeteilt, dass etliche diskutierten, wer Jesus sei und von wo er abstamme (Bezug auf NT Joh.Ev. 7.37-39) und in GEJ 06.171 bestätigt der Schriftgelehrte Nikodemus, dass Jesus in der Stadt Davids geboren sei, "und dass seine beiden Eltern in der geraden Linie von David abstammen!". Da es so in GEJ steht, ist es bestimmt auch so.

Zusätzlich hierzu steht in JJ 002.7 über die Abstammung von Maria :
"Der Hohepriester aber erinnerte sich, dass die dem Joseph erst vor wenigen Wochen zur Obhut übergebene Maria ebenfalls aus dem Stamme Davids sei, und gab solches sobald den Dienern bekannt" Damit wird auch in JJ bestätigt, dass Maria, aus dem Hause David stammte.

Da aber zu jeder Situation oder Zustand in unserer Welt auch das Gegenstück - besser die Verursachung - im Geistigen gehört (das hören wir durch Bekanntgaben über die Wissenschaft der Entsprechungen), ist es nicht unwichtig so erfassen, was man "geistig" unter dem "Hause DAVID" versteht (verstehen soll).

In der alten hebräischen Sprache (der Sprache des AT) hat dieser Ausdruck einen tiefen inneren Sinn: jeder Name einer Person oder auch eines Ortes hat einen solchen tiefen oder geistigen Sinn im Hebräischen. Dem Schriftgelehrten Nikodemus wird das wohl bekannt gewesen sein. Viele Sachverhalte werden "weltlich" ausgedrückt (z.B. "jemand stammt ab von ...), der "geistige" Hintersinn dazu sagt aber noch wesentlich mehr aus.

Der Name <DAVID> besteht im Hebräischen aus den Buchstaben Daleth - Waw(V) - Daleth: und ist in der Struktur = 4-6-4 (Zahlenwertigkeiten dieser Buchstaben). Dieses Wort bedeutet "Geliebter". David ist mithin der Geliebte.

Und zusätzlich zu "aus dem Hause von ...":
Der Vorläufer des Hauses ist das Zelt. Das Wohnen in <Zelten> drückt in der Form der Erscheinungswelt (unserer Welt) etwas Wesentliches aus. Die Bibel meint damit, dass <Zeltbewohner> sich auf dieser Welt ziemlich <unbehaust> fühlen. So wohnten die Ur-Väter in Zelten (vgl. HHG). Der Zeltbewohner weiß, dass er hier  nicht wurzelt. Denn: diese Welt ist nicht die endgültige Welt (das wussten die Ur-Väter der HHG und auch noch die Stammväter des AT (Abraham, Isaak, Jakob)).

So war bis hinein in die Zeit von David das <Haus Gottes> (die Stiftshütte) ein <Zelt>. Erst mit Salomo, dem achten Geschlecht (David war das 7. Geschlecht), kommt ein Haus. Hier ist die Welt endgültig Welt. Nun (mit dem 8.) ist die Einswerdung hier (im Diesseits) eine Tatsache. Erst mit Salomo (dem 8. Geschlecht) hat Gott auf Erden ein festes Haus (den Tempel). Das heißt: Das Haus ist die dauerhafte Bleibe des Herrn hier.

Überträgt man diesen Hintergrund des Gotteswortes der Bibel und auch der NO auf die Personen von Josef und Maria, die beide aus dem Hause Davids stammen, dann kann man ja sagen:

Beide, Josef und Maria, sind Geliebte (David) des Herrn, denn bei ihnen hat Gott schon eine dauerhafte und feste Bleibe (Haus). Gott ist bei den beiden schon zuhause.

Es ist also etwas Großartiges, wenn von jemandem gesagt werden kann, dass er "aus dem Hause Davids stammt." Nach meinem Verständnis ist dies der geistige Sinn (innere Sinn) dieses "aus dem Hause David sein...).

Dass der Herr die Person Maria als Weib für seine weltliche Geburt gewählt hat und den alten Josef dazu als den Mann, der die Obhut für Maria trug, wird aus dem "aus dem Hause David sein", geistig verständlich.

Dass zusätzlich die David-Abstammung der weltlichen Linie nach  auch richtig ist, ist dann gar nicht mehr wichtig: aber sogar die weltliche Abstammung stimmt so; sie wird in der NO bestätigt.

Da König David viele Jahrhunderte vor Jesus lebte und bis auf Josef und Maria sehr viele weltliche Generationen dazwischen waren, ist das ungefähr so, als würde jemand heute für sich geltend machen, dass er z.B. von Kaier Barbarossa abstamme, um daraus etwas Vorteilhaftes für sich herzuleiten. Eine solche Abstammung wird ja nicht wirklich ernst genommen.

So ist das ein gutes Beispiel dafür, dass man den inneren Sinn des Wortes Gottes erfragen soll. Das sich Bemühen um den inneren Sinn der Schrift ist ein wunderschönes Unterfangen, meine ich: Gott und Sein Wort nicht nur äußerlich verstehen.

Wer hat Lust den Geburtsort des Herrn (Bethlehem) mal in geistiger Hinsicht ein wenig zu ergründen; das Geistige, das damit verbunden ist, anzukratzen.

Liebe Grüße


P.S.: Meine Kenntnis über das alte Hebräische habe ich aus den Büchern und Vorträgen von F. Weinreb.

HGt.01_000,13] Und nun denn allen Segen und jegliche Gnade den rechten Lesern, die eines reinen Herzens und eines guten Willens sind. Amen


Von: Franz K
Gesendet: Samstag, 17. November 2001 17:02
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria und Jesu Geburt

Lieber ,

 

anbei möchte ich Dir Stellen von Swedenborg anbieten, die erklären, was David in der "richtigen" Entsprechung (innerer Sinn) bedeuten. Ich halte die Entsprechung von Swedenborg für wahrer, weil von Gott berufen und unter Gottes Einfluß geschrieben hat. Von Weinreib kann ich das nicht sagen. Ich möchte den Verdienst Weinrebs nicht schmälern, aber vorrangig würde ich mich zunächst in Swedenborg einlesen besonderes die Himmlischen Geheimnisse (HG) und Erklärte Offenbarung (EKO).

David
David bildete den Herrn vor.
David selbst war in der Liebe zu sich und zu seiner Nachkommenschaft.   <HG 2842, 3881>
"Der den Schlüssel Davids hat" bedeutet, der Macht hat durch das göttlich Wahre.
Dies erhellt aus der Bedeutung des Schlüssels, sofern er die Macht ist, zu öffnen und zu schließen, hier den Himmel und die Hölle, denn es folgt: Der öffnet und niemand verschließt und verschließt und niemand öffnet, daher wird unter dem Schlüssel hier die Macht selig zu machen, verstanden, weil den Himmel öffnen und die Hölle verschließen, soviel ist als selig machen. Und aus der vorbildlichen Bedeutung Davids, sofern er der Herr in Ansehung des göttlich Wahren ist.
Der Grund, warum im Wort unter David der Herr verstanden wird, ist der, weil durch die Könige im Wort der Herr in Ansehung des göttlich Wahren und durch die Priester der Herr in Ansehung des göttlich Guten vorgebildet wurde, und durch den König David hauptsächlich, weil er viel Sorge um die Angelegenheiten der Kirche hatte und auch die Psalmen schrieb. Und überhaupt werden durch alle Personen- und Ortsnamen im Wort geistige Dinge bezeichnet, die dem Himmel und der Kirche angehören. Der Grund, warum gesagt wird: Der den Schlüssel Davids hat, ist der, weil durch David, wie soeben gesagt worden, der Herr in Ansehung des göttlich Wahren vorgebildet wurde, und der Herr alle Gewalt in den Himmeln und auf Erden aus dem göttlich Guten durch das göttlich Wahre hat; denn das Gute hat im allgemeinen ohne das Wahre keine Macht, wie auch das Wahre nicht ohne das Gute, denn das Gute wirkt durch das Wahre. Daher kommt es, daß das göttlich Gute und das göttlich Wahre vereint vom Herrn ausgehen, und in dem Maße, als sie verbunden von den Engeln aufgenommen werden, sind diese mächtig. Daher kommt es, daß gesagt wird: der Schlüssel Davids.   <EKO 205>

Den Frieden des Herrn wünscht Dir

Franz

  Von:
Gesendet: Montag, 19. November 2001 18:22
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria und Jesu Geburt
Liebe Freunde,

Ein paar Mails zu diesem so wichtigen Stichwort "Weihnachten" wurden schon in die Liste gestellt. Wenn man nur die ersten Kapitel von "Jungend Jesu" durch Lorber liest, sind darin viele Geheimnisse enthalten, die anzuschauen sich lohnt.

Zum Beispiel:

* Warum heißt die Mutter des Herrn <Maria>?
* Was verbingt sich hinter Verlosung der Maria beim Weggang aus der
 Betreungung durch den Tempel?
* Weshalb haben sieben Jungfrauen (incl. Maria) den Tempelvorhang
 ausgebessert? Warum wurde er ausgebessert?
* Warum hat Maria die die Vorhangausbesserungen an den Farben
 Scharlach und echter Purpur durchgeführt?
* Warum hat sich der Engel bei ihr beim Wasserholen angeküdnigt?
* Warum hat der für die Betreunung der Maria Zuständige den Namen
 <Joseph>?
* Warum wird das Alter von Josef mit schon über 70 angegeben?
* Warum ist der Geburtsort von Jesus >Bethlehem>?
* usw.

All das sind sehr bedeutende Angaben, die den Juden sehr wichtige Zeichen des Aufhorchens hätten sein können. Nicht nur für die Juden der damaligen Zeit, sondern genau so für allen Menschen heute. Solche Angaben werden oft nur als Ausschmückung einer Geschichte betrachtet: sie enthalten aber tiefe Weisheit oder Entsprechung zu geistigen Dingen. Um das ein wenig anzustoßen, möchte ich ein paar Angaben zu den Namen <Maria>, <Joseph> und <Bethlehem> machen. Es wäre dann schön, wenn Franz zusätzlich die Angaben aus den Swedenborg-Mitteilungen über die Entsprechungen dazu beisteuern könnte.   

Anmerkung: Man darf sicherlich davon ausgehen, dass das NT (in griechischer Sprache verfasst) die bestehenden alten hebräsichen Namen nur in diese damals vorherrschende Sprache übertragen hat (so wie heute auch, z.B. von Johannes nach John, etc.).

Der Name <Maria>:
-----------------------------
Der hebräsiche Name heißt <Miriam>. Dass bestätigt uns in JJ der Priester in Kap. 1, Ziff. 10. Schon im AT gibt es eine bedeutende Miriam: die Tochter des Pharao, die den kleinen ausgesetzten Moses im Körpchen aus den Wassern des Nils fischt. Auch schon hier wird eine bedeutende Person von einer Miriam angenommen, bewahrt und behütet. Schon damals ordnete ein Pharao an, dass alle Kleinkinder getöten werden sollten: es ging schon damals darum zu verhindern, dass ein Jenseitiger, ein Hebräer, (ursprüngliche Name IBRI) keine Chance bekommen sollte hier im Diesseits zu leben. Auch das Klein-Kind Jesu wollte man auf diese Weise eliminieren. Es waren schon immer alle Mittel recht um die weltliche Macht zu erhalten. ("Es gibt nichts Neues unter der Sonne!" sagen Welt-Weise hierzu.) Der Name Miriam hatte somit für die Schriftgelehrten eine sehr große symbolische Bedeutung. Was aber haben die Schriftgelehrten und Pharisäer mit diesem Wissen zur Zeit Jesu und gegenüber Jesu gemacht? Sie haben sich verhalten wie vormals die Lakaien Pharaos. Der Pharo hat der kleinen Miriam erlaubt, das aus dem Wasser gefischte Kind Mose zu behalten und aufzuziehen. Herrscher sind nun mal lieb zu kleinen Mädchen (da trieft ihnen das Herz). So ist das AT für das NT "vor-bildend": zeigt an, was sich bilden wird. Der gute Herrscher zur Zeit Jesu ist dann der liebe Cyrenius (der Vize des Römischen Kaisers). Die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu hätten das alles wissen können, wenn sie das Hebräsiche so genutzt hätten, wie sie es "theoretisch" aus ihrer Thora ja längst kannten.

Der Name <Miriam> = M-R-J-M enthät den Begriff <bitter> = M-R, als auch den Begriff <Wasser> = M-J-M. <bitter> bezieht sich auf das Leid der Mutter um ihr Kind. In dem Begriff <Wasser> liegt das "Schenken der Zeit". Das Wasser steht für die Hieroglyphe "Zeit" und eine Mutter schenkt einem Leben das Sein in der Zeit (im Diesseits). Die <Miriam> = die leidvolle Mutter schenkt einer Seele mit ihrem Geist, einem jenseitigen Menschen  (einen Geistwesen) das Leben in der Zeit (im Hier-sein), in der materiellen Welt. So ist es verständlich, dass die Mutter Gottes Miriam = Maria heißt. Das lateinische Wort <Mater> sagt dasselbe. Von daher vermutlich auch die große Bedeutung der "Gottesmutter Maria". Der name selbdt it schon die leidgeprüfte Mutter; sie wird es nicht erst, weil dann die äußeren Lebensumstände so eintreten werden. (Der Name selbst sagt das schon vorneweg aus.)

Der Name <Joseph>:
-------------------------------
Wie bei <Miriam> schon ersichtlich gab es auch bei <Jopseh> schon einen wichitgen Vorläufer im AT (in den Büchern Moses): den Josef in Ägypten. Auch der Josef des AT ist ein wichtiger Diener des Herrn. Er ist treu, trifft weise Vorkehrungen, ist selbstlos. Ein wirklich gutes, wirkungsvolles Werkzeug für den Herrn, weil er in großer Demut und damit Selbstlosigkeit ist. Josef in Ägypten tut alles für seinen Herrn; auch Josef der Zimmermann tut alles für seinen Herrn: er ist der ideale Diener des Herr. In JJ 001.25 steht: "... denn gerechter als er wandelt wohl keiner...." Der Herr kann ihn einsetzen, ihm voll vertauen, dass er alles ausführt, was ihm die innere Stimme als Aufgabe oder Weg anzeigt. <Josef> heißen zu dürfen ist eine Ehre für einen sehr Demütigen. Der Josef des AT und auch der Josef des NT sind wichtige Werkzeuge des Herrn und Erlösers. Auch hier zeigt sich wieder, dass das AT für das NT vor-bildend ist: es wird angezeigt, was sich bilden wird. Der weltliche Chef des AT-Josef ist der Pharao; der des NT-Josef ist der Hohepriester (er sagt, dass Josef die Maria erhalten soll).

So sind die Namen <Josef> und <Maria> durchaus nicht willkürlich: sie sind die Vor-Bildung dessen, was lange vorher schon vom Herrn für Seine Inkarnation auf Erden vor-bereitet wurde. "Herr, wer kennt Deine Wege ??!"    

Der Ortsname <Bethlehem>:
-------------------------------------------
In GEJ 06.171,04 wird mirgeteilt, "... dass dieser nunmalige (betreffende) Galiläer (Jesus) nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren ist, und dass seine beiden Eltern in der geratsten Linie von David abstammen" (Zur David-Abstammung siehe Mail vom 17.11.01). Warum wird wohl betont, dass der Herr in Bethlehem geboren sei? und weshalb wird gesagt, dass das die Stadt Davids ist? (Aus heutiger Sicht: war.)

Der Name <Bethlehem> bedeutet <Haus des Brotes>. Um Brot herzustellen wird Feuer und Wasser benötigt (für den Backvorgang). Es ist ein mühsamer Weg vom Weizenkorn als Same bis zum fertigen Brotlaib. In Bethlehem, im <Haus des Brotes>, des Endproduktes vom Weizen, wenn mithin die Wntwicklung oder die langwierige Arbeit zuende ist, kann das Neue dann erscheinen. Und dieses Neue erscheit dort, wo der Ursprung des ganzen messianischen Geschlechtes (David-Geschlecht; David-Eigenschaften) liegt: "in der Stadt (Stätte) David".

Hebräsich schreib man das Wort <Bethlehem> = B-J-T-L-C-M = 2-10-400-30-8-40 = 490 (Summe). 490 ist die Grenze vor dem Kommen der 500 (7 x 70). Es ist das Ende des 7. Tages, der Ort also, wo jetzt der Übergang vom 7. zum 8. = von dieser Welt in die Nächste stattfindet. Hier in <Bethlehem> kommt die jenseitige Welt (größer 7 x 70) zu uns herein.

Schon im AT ist <David> der Gesalbte, der "Liebling" es Herrn. Wer aus einem solchen Geschlecht ist, wer aus dieser Linie kommt (wer auf dieser Linie ist), ist würdig. Josef und Maria und der Herr Selbst sind aus dieser Linie.

Und wieder darf man annehmen, dass all das den Schriftgelehrten nicht unbekannt war. Trotdem oder gerade deshalb haben sie dann Jesus mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft.

Jesus wird also in der Stätte geboren, wo die lange vorbereitende Arbeit zur Fertigstellung des Bortes, das die entscheidende Nahrung für uns ist, geboren. Und alle Zuständigen wussten, was der Ausdruck "in der Stadt David" dem inneren Sinne nach ausdrückt: das Kommen des Messias in dieser Stätte. Das galt es dann zu vertuschen, denn das hätte die eigene Herrschaft unterminiert. Der Herr kam mithin nicht in gute Verhätnisse hinein; er kam in wohl vorbereitete Verhältnisse durch Seine Geburt hinein.

Kurze Anmerkung: Auch das Wort "geboren" hat nicht nur einen äußeren Sinn.

Lieber Hans: Du hast in Deiner Mail vom 16.11.01 gefragt, welche der drei Stiefbrüder des Herrn (Söhne des Josef) auch Jünger des Herrn waren. Ich weiß es nicht. Sage es uns bitte, denn diese Frage ist noch offen.

Liebe Grüße


Von: Hans 
Gesendet: Montag, 19. November 2001 21:31
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria und Jesu Geburt
Lieber Gerd Fred,
 
Deine Deutungskenntnisse sind wertvolle Beiträge für ein tieferes Verständnis der Heiligen Familie und der in 36 Tagen von der gesamten Christenwelt bald wieder gefeierten Geburt Christi. Ich will diese Email gut aufheben.
 
Übrigens: Wort <Bethlehem> = B-J-T-L-C-M = 2-10-400-30-8-40 = 490 (Summe). 490  Summe 490 ist 1. Quersumme "13" . Soviel ich weiß, ist die 13 eine besondere Glückszahl bei den Juden. Kannst Du auch etwas zu den Namen Jesus und Immanuel sagen ? 
 
Was die Familienbrüder Jesu betrifft, also Josephs Söhne, so offenbart Lorber uns, daß drei Söhne Josephs Jesus als Jünger begleiteten:
 
[HiG.03_64.03.18,17] Drei von diesen Brüdern zogen mit Mir, nämlich Jakobus, Simon und Johannes; zwei aber blieben daheim und betrieben des Josephs Handwerk fort und pflegten die Maria bis dahin, als Ich sie dem Johannes zur weiteren Pflege übergab.
  
Hier taucht ein kleines Problem auf. Während in den Hauptwerken die Söhne Josefs Joel, Joses, Samuel, Simeon und Jakob heißen [JJ Kapitel 13, 7-8], so heißt in Lorbers Nebenworten [Himmelsgaben] ein Sohn Josephs Johannes
 
Wer kann diesen Widerspruch aufklären ? 
 
Lieben Gruß
Hans
 

Von: Manuela

Gesendet: Dienstag, 20. November 2001 00:52

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca

Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] An Alle

 

Liebe Lorber- (Jesus-) Freunde,

 

jetzt möchte ich mich auch mal wieder melden. Ich weiß gar nicht, wie Ihr das bewerkstelligt, so viele und zum teil sehr lange Mails zu lesen und dabei noch so oft zu schreiben!

Wenn ich mal Zeit finde, dann vergeht sie mit dem Lesen der 10 -50 Mails die sich inzwischen in meinem Postfach wieder eingefunden haben, da bleibt keine Zeit mehr für´s selber-schreiben. Nun, verzeiht mir, wenn ich vielleicht etwas wiederhole oder den Stand der Dinge nicht  ganz blicke. 

Das Thema Weihnachten finde ich auch sehr schön und gut, sich etwas vorzubereiten. Nutzen wir doch die Chance, uns wieder aufs Neue auf die Eingeburt Jesu in uns zu besinnen.  

Ist es nicht mit diesen ganzen Bildern so, dass sie wie im Märchen alle in uns zu finden sind. Die Maria in uns, d.h. die Seele, die sich in ihrer Liebe öffnet für die Eingeburt des Jesus in ihr? Der Josef, der die Wege (im Materiellen?) bereitet, durch die tätige Liebe das Seele-Geist-Ereignis vorbereitet?  

Und dies alles soll in einer Höhle stattfinden, d.h. im Verborgenen vor der Welt , nicht im äußeren Schaugepränge?  

Die Adventszeit ist wichtig, damit wir uns langsam darauf vorbereiten können, z.B. in einer abendlichen kleinen Besinnung?  

Die Jahreszeit unterstützt uns, das Äußere stirbt jetzt langsam ab, die Winterdepression beschleicht uns, wenn wir nur die Äußere Hülle betrachten. Aber das Leben zieht sich nur nach Innen, dort ist jetzt das Licht wieder wahrzunehmen! Wenn außen alles abgestorben ist, die Nächte am Längsten waren und gerade wieder anfangen kürzer zu werden, dann wird das größte Licht in uns geboren.     ---  Welch eine Wonne und  Freude!  

Und jetzt heißt es wieder aufs Neue: Dranbleiben, das Kind, den Funken langsam in sich wachsen lassen, das Herz richtig zubereiten ( in Demut, Liebe, Barmherzigkeit, Sanfmut, Ordnung, mit Ernst, Weisheit ) , damit Jesus sich wohlfühlt.   

Bis Er und unsere Seele ganz eins werden und wir Ostern feiern können, wo der äußere, alte Mensch abgestorben ist am Kreuz und Jesus in uns geistig wiedergeboren ist.  

Noch nicht ganz geschafft dieses Jahr? Na das nächste Jahr dürfen wir´s nochmal üben.  

Aber was hat wohl die Zahl der 5 Brüder zu bedeuten?       

Christian,  Du sprichst mir aus dem Herzen, wenn Du sagst, die Liebestat zählt. Die anderen Themen sind sicher auch nützlich und haben ihre Wichtigkeit, aber vergessen wir dabei nicht das Liebe-Tun, sonst können wir ja gar keinen Weg vorbereiten (s.o.). 

Liebe Grüße an Euch alle, Manuela

                                              *  *  *  *  *  *  *

Von: Hans
Gesendet: Dienstag, 20. November 2001 22:36
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Josef, Maria, Jesus ... Adventsgedanken

Liebe Freunde,

die Adventszeit steht bevor. Advent, das heißt Ankunft Christi aber auch Wiederkunft Christi. Die meisten Menschen feiern nur die historische Begebenheit der Geburt Christi. Welch eine herrliche Nacht, in der der Herr in größter Liebe und Demut zu uns herniederstieg ! Viele von uns aber warten nun  auch  sehnsüchtig auf die Wiederkunft Christi.  Er hat es uns verheißen: Ich komme bald wieder !   

In 12 Tagen schon ist der 1. Adventssonntag. Was sagt die Neuoffenbarung dazu ? Sie verbindet in einer Botschaft zum 1. Advent drei interessante Listen-Themen: Endzeit, Enthaltsamkeit, tätige Nächstenliebe.  Hier gm.pred.001. Predigt: Lk.21,25-26 am 1. Advent (23.11.1871) :

Was bei Meiner ersten Darniederkunft als Mensch geschah, wird sich wieder ereignen. Es werden Zeichen geschehen. Wohl denen, die sie verstehen und sie zu ihrem eigenen und dem Besten der Mitmenschen benutzen werden....

Kriege und Empörungen, Verfolgungen Meiner Anhänger, ängstliches Bangen der Dinge wegen, die da kommen würden, Krankheiten aller Art, waren die Vorboten in jenen Zeiten; und auch jetzt werden sie nicht fehlen. Nicht aber, daß Ich sie schickte, sondern dieses Schicksal bereiten sich die Menschen nur selbst durch ihr Nichtverstehen Meiner göttlichen Worte.....

 10] Damals riet Ich Meinen wenigen Anhängern, mäßig zu sein, ihre Seelen und Körper rein zu halten und nicht zu schlechten Handlungen zu mißbrauchen, damit sie gereinigt vor dem Menschensohne stehen können, wenn Er kommen wird.

 11] Und jetzt gilt derselbe Mahnruf: Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Haltet euch rein, stärkt euch mit dem Glauben an Meine Liebe und an Meine göttliche Fürsorge, die, wenn sie auch das Schrecklichste zuläßt, doch nie die strafen wird, welche Meiner Lehre mit kindlichem Gemüt angehangen und mit gläubigem Eifer danach tätig waren.

 12] Die Zeichen der Zeit werden dann spurlos an euch vorübergehen, wenn ihr euern Körper auf wenige leibliche Bedürfnisse habt beschränken lernen, aber desto mehr auf das Aufbauen eures geistigen Seelenmenschen bedacht seid. Sodann werdet ihr wie einst in jenen Zeiten Meine Anhänger ein Halleluja ertönen lassen, auch über rauchenden Trümmern weltlichen Glanzes und über Schlachtfeldern, wo zwar die Materie erlegen, jedoch der Geist frei geworden ist, zum Zeichen Meiner Größe, Meiner Liebe und Erbarmung. Amen.

MfG

Hans

                                                    *  *  *  *  *  *  *

Von:
Gesendet: Mittwoch, 21. November 2001 21:22
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Jesus, Maria u. Josef (Weihenacht)
Lieber Hans,

im Zusammenhang mit unseren Betrachtungen zur Weihnachtsgeschichte (Werk "Jugend Jesu") hast Du auch gefragt, was die Namen <Jesu> und auch <Immanuel> aussagen (Inhalte dieser Namen des Herr):

Ich will mal zusammenstellen, was mir hierzu bekannt ist:

Der Name JESUS:

Im Lexikalen Anhang zum GEJ steht unter <Jesus>: die lateinische Form des Namens <Jeschua> oder <Jehoschua = Jehovas> = "Gotteskraft (lt. Himmelsgaben I/20, Fußnote).

Wichtig ist wohl der Hinweis, dass <Jesus> die lateinische Fassung eines hebräischen Gottesnamens ist. Kann jemand - der mit Latein vertraut ist - sagen, ob es dann nicht <JESU> (ohne Endung-"s") heißen müsste? Auch am Kreuz sind ja nur 4 Zeichen (Buchstaben) angebracht gewesen.

Die Zahl 4 ist bedeutend, denn sie ist 2 x 2 = 4 und besagt: größt-mögliche Ausdehnung der 2. Die 2 ist das Gegenüber der 1. Die 1 ist die Ein-heit; die 2 ist das aus der 1 Herausgestellte: das was der 1 gegenübersteht. Oder in Worten: Die Schöpfung trat aus der Ein-heit hervor und hat in der "vier" ihre maximale Ausdehnung. So ist auch Gott anwensend in seiner Schöpfung in der dazugehörigen größmöglichen Ausdehnung: Der Herr ist alles in allem Seiner Schöpfung.

Da der Ursprung des Namens <Jesu> im Hebräischen (AT) liegt, kann man, wenn man den großen Kenner des Hebräischen des AT zu Rate zieht (F. Weinreb), sagen:

Der Name <JESCHUA> hat im Alt-Hebräischen folgende Bedeutung. Man beachte dass in <JESchUa> der Name <JESU> mit-enthalten ist.

In den biblischen (alt-testamentlichen) Berichten wird gesagt, dass <Josua>, der in Übersetzungen meist als <Jehoschua> bezeichnet wird, von Moses einen neuen Namen erhielt. Ab Mose wird Er mit <Jeho>, der Name des Herrn, bezeichnet (Jeho-schua). Dem Name <Jeschua> wird der Buchstabe <ha> eingefügt (vgl. von <Abram> nach <Abraham>). Es heißt, so weiß man aus der Überlieferung, dass <Josua> vom Himmel her wusste, was die Welt (geistig), oder, was das gelobte Land ist.

Es handelt sich somit um "alte" Formen des Namens des Herrn. Dabei spielt die Vokal-Setzung im Namen eine wichtige Rolle (deshalb auch variirende Namen), denn im Hebäischen werden die Vokale ja nicht geschrieben. Seit Mose findet der Name <Jeho> (und damit <Jehova>) Verbreitung in der Schrift.

Über den Namen <Jehovah> weiß man, dass man diesen Namen wegen seiner Heiligkeit und der Demut, die für den Menschen damit verbunden ist, nicht wagte auszusprechen, ja gar nicht aussprechen konnte, wenn auch wolte. Deshalb hat man den Ersatz-Namen <Adonai>  benutzt; das heißt "Herr" und in diesem Zusammenhang >Gott, der Herr>, um nicht <Jehovah> zu versuche zu sagen  (weil man es als Religöser auch nicht wagte auszusprechen). Denn: Mir diesem Namen ist die Welt erschaffen worden; und deshalb steht es den Menschen nicht zu, diesen Namen sprechen zu wollen. Die Schöpfung ist ja mit dem Wort gemacht: mit der artikulierten Aussprache von Idee und Wille: mit der Liebe und der Weisheit, die im Wort Gottes enthalten ist. Deshalb wäre es vermessen, wollte man versuchen, den Namen Gottes zu sprechen.

Der Name >Jesu> kommt zu uns aus der Zeit der Stammväter des AT (Abraham, Isaak und Jakob) und hieß <Josua> oder auch <Jehoschua>. Ab Mose dann <Jeho> bzw. der "nicht-aussprechbare Name" <Jehovah> und damit <Adonai> als aussprechbarer Gottesname, ein zulässiger Ersatz; weil das Wort <Adonai> "nur" Herr bedeutet.

Den Namen <Jehovah> hat man insbesondere deshalb nicht ausgesprochen, weil er aus den Buchstaben Jod-He-Waw-He besteht und in der Zahlenstruktur 10-5-6-5 = 26 ist. Das ist das TETRAGRAMM mit dem die gesamte Welt (Himmel und Erde) gemacht ist (hier sind dann Bezüge zur Kabbala).

Ich schließe daraus: Schon im Alten Bund (gesamtes AT) war der Name des Herrn schon immer das, was wir unter unserem "Herrn in Jesus" zum Ausdruck bringen. Damit ist lt. Neuem Bund der Herr (Adonai) schon immer der Inhalt der über viele Jahrhunderte leicht abgewandelten Namen <Jehovah>, <Jeho> bzw. <Jehoschua>.)  Die Modifikationen des Gottesnamens liegen aber insbes. in der Melodie der Aussprache des Gottesnamens und somit an den eingefügten Vokalen.

Die Namens-"Erweiterung" durch Mose auf <Jehovah> und damit auf das TERAGRAMM (J-H-W-H) = 10-5-6-5 = 26 (die 26 Geschlechter des gesamten Pentateuch (Thora; 5 Bücher Mosis) ist eine große Vertiefung. Hier war ja auch die dazugehörende Offenbarung an Moses auf dem Sinai; diese Offenbarung kannte man bei den alten Vätern davor ja noch nicht. Von Interesse ist auch, dass die "Geschichten" der 26 Geschlechter (Adam bis Mose: der gesamte Petateuch) alle Wege des Herrn in seiner Schöpfung bezeichnen und damit unser Leben in allen seinen möglichen Variationen beschreiben. Da kann man ein wenig hineinschauen, wenn man sich mit dem inneren Sinn des AT (der 5 Bücher Mose, insbes der Genesis) befasst.

Alle Vor-Bildungen des AT wurden dann durch die leibliche Anwesenheit des Herrn in Jesus erfüllt (Jesus hat die Schrift (das AT) erfüllt). Und all das begann mit der Weihnachtsgeschichte, die so wundervoll in "Jungend Jesu" von Lorber für uns aufgezeichnet werden durfte.

Der Namens-Inhalt <JESU> ist "Gott, der Herr" in Seiner Unendlichkeit, Allmacht, Liebe, Weisheit und auch Seiner äußeren Gestalt als Mensch dieser Erde: als Schöpfer Himmels und der Erde und als stets anwesender alleiniger Gott und Herr in allem Seiner Schöpfung; Er ist alles in allem.

Liebe Grüße


   
                                         *  *  *  *  *  *  *

Von:
Gesendet: Donnerstag, 22. November 2001 10:42
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Latein, Luther, eingedeutscht.
In einer eMail vom 21.11.01 23:02:29 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt Norbert-H


zu JESU oder JESUS:

Gefragt wird: wer oder was, also Nominativ! lateinisch jesUS,
präzise also: der JESUS!
Die Abart JesU kommt vom Sprachgebrauch des Namens Jesus nicht im einfachen
Nominativ, sondern meist im Genitiv oder Dativ oder Akkusativ, dann jesUM,
als
Beispiel: Wen sollten wir uns zum Beispiel nehmen, den jesUM.
Oft bei Luther so gebraucht und bei anderen Lateinern zu dieser
spätmittelalterlichen
Zeit.
Genitiv und Dativ, also Frage dort: WESSEN? bzw. WEM?  wird beantwortet mit
jesU.



Also wessen Kreuz tragen wir, jesU Kreuz.
Wen nagelten sie ans Kreuz, jesUM.
Wie hieß der Mann dort, jesUS.
Wessen Worte erinnern wir da, jesU.
Wem wurde die Seite aufgestochen, jesU.

Und so weiter und so weiter. Das soll uns aber nicht allzu sehr stören.
Jesu Geschichte (wessen!) ist korrekt, aber auch in deutscher Fassung,
Jesus's Geschichte (wessen!) ist auch korrekt.
Jesum in sich zu spüren (Lutherfassung) ist dasselbe für uns deutsche wie
Jesus in sich zu spüren (wen oder was).
Jesu wurde Unrecht zugefügt (latinisiert!) genau wie
Jesus wurde Unrecht zugefügt (wem, verdeutscht!).

Ende. Noch mehr Einlateinisierungen finden wir bei Swedenborg, da geht es
richtig
ins Eingemachte. Aber heute nicht!

Dein Norbert.

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-


Lieber Norbert,

wenn ich mich zu Dir beamen könnte, würde ich Dir einen dicken Bruderkuss verpassen. Eine wundervolle Lateinlektion von Dir! Du musst aber ein guter - auch braver - Gymnasiast (ich meine nicht die Turnerei) gewesen sein, dass Du das alles noch so toll parat hast; Lateinlehrer warst Du ja nicht, hast eine andere "Uni-Form" getragen. Danke für die "Aufhellung".

Liebe Grüße

Von: Thomas Noack 
Gesendet: Samstag, 24. November 2001 08:34
An: lorber@yahoogroups.de
Betreff: [lorber] FW: Adventsgedanken

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Von: "Hans" <amadeus@indication.de>
An: <JLorber@yahoogroups.de>, <lorber-owner@yahoogroups.de>
Betreff: Adventsgedanken
Datum: Sam, 24. Nov 2001 9:40 Uhr


Liebe Freunde der Neuoffenbarung,

zur bevorstehenden Adventszeit hier ein Wort aus den Himmelsgaben. Advent, dessen sind wir uns bewußt, kündigt vom Kommen Christi. Einst vor über 2000 Jahren war es des Herrn wunderbare Geburt durch die Jungfrau Maria, heute begehen wir in Erinnerung dessen das Weihnachtsfest. Desweiteren gibt es auch einen Advent, der das erneute Kommen des Herrn ankündigt. In diesem großen Advent leben wir jetzt. Doch der allerwichtigste Advent ist der Advent des Herrn in uns. Es ist die Ankunft des Herrn in unserem Herzen, Fühlen, Wollen, Denken. So sagt der Herr in den Himmelsgaben [ Lorber, Himmelsgaben, Bd. 02, S. 266]:

"Ich aber sage dir und deiner Familie und euch allen: Der vergangene und der zukünftige Christus wird euch wenig nützen, so ihr nicht den gegenwärtigen lebendig in euren Herzen traget!" Und  weiter heißt es:  "Wer Mich nicht verläßt, den verlasse auch Ich nicht!"

G. Mayerhofer vermittelt uns in pred. 21 zu Joh.10,01-16 noch folgende denkwürdige Worte des Herrn, die wohl auf unsere Zeit zutreffen:

 "Je näher Meine Wiederkunft heranrückt, desto mehr werden Licht, und Finsternis sich bekämpfen. Allein, wie an jedem Morgen die aufgehende Sonne die finstere Nacht besiegt, wird auch Mein aufgehendes Liebelicht die Diebe und Mörder verscheuchen, welche nicht bei Tag, sondern nur nächtlicherweise ihr Handwerk treiben. Diese werden weichen müssen, sich bekehren oder in ewige Finsternis zurücksinken, bis in ihrem Gemüte selbst, und zwar im freien Streben, das Dämmerlicht nach und nach anbricht."

 "Die Welt wird sich, wie schon früher, Meinen Plänen, Meinen Absichten widersetzen wollen; aber gerade ihr Widerstand wird Meinen Endzweck beschleunigen, und am Ende werden doch Meine Kinder und Ich das Feld behaupten."

  "Beharrung führt zum Ziel! Und der Name ,Mein Kind` muß mit Entsagungen und Aufopferungen errungen werden; denn der Preis ist des Kampfes wert. Daher seid alle bereit, nicht von Mir zu lassen! Laßt die Welt und die Menschen gehen, bekümmert euch nicht um die Ereignisse und die politischen Verwicklungen! Bedenkt, es sind Millionen von Menschen, welche zu der rechten Türe des Lichts geführt werden sollen, und um das zu erreichen, müssen auch ebensoviel verschiedene Ereignisse und Umstände einwirken, die auf verschiedenen Graden der Intelligenz stehenden Individuen zu einem gemeinsamen Ziel zu führen, - eine Arbeit, von der ihr keinen Begriff haben könnt, und die nur Gott angemessen ist, welcher auch da, wie überall, durch das Kleinste die größten Wirkungen zu erreichen imstande ist."

  "Soviel zum besseren Verständnisse dieses Evangeliums des Johannes, damit ihr in dieser Zeit Meine einstige Lehrzeit erst recht begreifen lernt und erkennt, wie schon vor mehr als tausend Jahren die ganze spätere Entwicklungsgeschichte der Menschheit in Meinen Lebens und Wandeljahren auf eurer finsteren Erde vorausgezeichnet und -bestimmt war."

  "Deswegen blieb auch die Bibel erhalten, damit sie euch den größten und stärksten Beweis geben soll, wie dort schon alles aufgezeichnet ward, was in späteren Zeiträumen sich stufenweise entwickeln mußte, was aber nur dem Wiedergeborenen, dem mit geistigen Augen Sehenden, deutlich wie in einem Zukunftsspiegel vorleuchtet."

   "So möget ihr getrost den Blick zu Mir richten und eingedenk sein des Spruches: "Wer Mich nicht verläßt, den verlasse auch Ich nicht!"

 

Eine besinnliche Adventszeit wünscht

Hans

 
Von:
Gesendet: Donnerstag, 13. Dezember 2001 19:59
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Weihnachten: auch Wiedergeburt des Menschen
Liebe Freunde,

vor ca 14 Tagen hatten wir einige Mails, die sich mit der Weihnachtsgeschichte befassten, wie sie in "Jugend Jesu" nachgelesen werden kann. Insbes. Hans hatte angeregt über dieses Thema zu reden, denn wir sind ja mitten in der vorweihnachtlichen Zeit.

Ich möchte die Weihnachtsgeschichte des Herrn in Jesus aufgreifen und mit unserem Anliegen in der Gruppe bezüglich unserer angestrebten und möglichen geistigen  Wiedergeburt in Verbindung setzen. Das erscheint u.U. recht  ungewöhnlich, ja konstruiert, denn man kann fragen, was die Geburt des Herrn mit unserer geistigen Wiedergeburt zu tun hat.

Fragt man aber, weshalb sich der Herr in der Jungfrau Maria auf Erden inkarniert hat, und welche Eigenschaften Maria als Mensch hatte, stößt man auf Hinweise über Maria, die sicherlich für die Geburt des Herrn auch im Herzen der Seele eines jeden von uns (unsere geistige Wiedergeburt) sehr bedeutend sind.

In JJ 006 wird der Besuch von Maria bei ihrer Groß-Tante (Muhme) Elisabeth und die bedeutende Aussprache der beiden Frauen geschildert. Und in Ziff. 25ff heißt es dann: "Elisabeth aber erkannte in diesen Worten (der Maria) die hohe Demut und Bescheidenheit Mariens und sagte zu ihr: 'Ja, du gnadenerfüllte Jungfrau Gottes! Mit solchen Gesinnungen muss man ja auch die höchste Gnade vor Gott finden!. Denn also, wie du sprichst, kann nur die höchst reinste Unschuld sprechen; - und wer darnach lebt, der lebt sicher gerecht vor Gott und aller Welt.' Maria ber sagte: 'Das gerechte Leben ist nicht unser, sondern des Herrn, und ist eine Gnade!
Wer aus sich gerecht zu leben glaubt, der lebt vor Gott sicher am wenigsten gerechtg; wer aber stets seine Schuld vor Gott bekennt, der ist es, der da gerecht lebt vor Gott. Ich aber weiß nicht, wie ich lebe, mein Leben ist pure Gnade des Herrn; daher kann ich auch nichts anderes tun, als Ihn allzeit lieben, loben und preisen aus allen meinen Kräften!' ".

Diese wenigen Worte aus JJ zeigen, von welcher Art die Person war, in der sich der Herr in Jesus inkarnierte, d.h. leiblich gebären ließ.

Ich denke, dass das Worte auch für uns heute Lebenden sind, die hervorragend zeigen, welche Voraussetzungen im Menschen sein sollen; damit sich der Geist des Herrn im 2. Kämmerlein unserer Seelen niederlassen kann, um dann von uns Menschen ausgetragen und geboren zu werden: Das ist dann die geistige Wiedergeburt in uns. Der Geist des Herrn (Pfingstgeist) läßt sich in uns gebären, wie er Sich Selbst damals in Maria als diesirdischer Mensch Selbst gebären ließ. Maria war die für diese Geburt würdige Person.

So kann die Geburt des Herrn aus Maria die Entsprechung für unsere eigene geistige Geburt -unsere geistige Wiedergeburt - sein. Was haltet ihr von dieser Überlegung?

Frage: Warum wird von geistiger Wieder-Geburt und nicht nur von geistiger Geburt gesprochen? Eine Antwort darauf ist sicherlich nicht unwichtig!

Liebe Grüße