
Lieber Hans,
zu dem von Dir vorgestellten Bild eine Beurteilung, die auf die
Beziehung von Mann und Frau am Sabbat bezogen ist, denn am Vor-Sabbat, d.h. am
Abend vor dem Sabbat, (nach altem jüdischen Brauch) sind Mann und Frau in Liebe
(auch körperlich) miteinander verbunden.
a) Die beiden brennenden
Kerzen: Sie können Man und Frau darstellen, die ihr materielles und separates
Sein in ein gemeinsames geistiges Sein (durch die Flamme) umwandeln.
b)
Das Anzünden der beiden Kerzen durch die Frau des Hauses: Das Weibliche ist die
Formgebung in dieser Welt. Dieses in der Form Existierende veranlasst selbst
seine Rückführung in das geistige Sein: dadurch dass es (das Existierende = die
Frau) die Flamme zur Umwandung ins geistige Sein anzündet und so veranlasst.
c) Die zweite Seele in Menschen: Im Verständnis der jüdischen Mystik hat
der Mensch zuerst eine Seele aus dem Natürlichen (von unten her kommend) und bei
seinem Fortschreiten zum Geistigen hin, kann der Mensch dazu die Seele von oben
- aus dem Geistigen - erhalten. Da der Sabbat der 7. Tag ist (im Jüdischen), ist
das der Tag, an dem der Herr Selbst ruht, aber der Mensch seine eigene
Vervollkommnung anstreben soll. (Wir leben alle im 7. Tag.) An dem Tag (dem 7.),
in dem der Mensch im Diesseits lebt, soll er bemüht sein, diese Seele von oben
zu erhalten. (Ist hier eine Analogie zum Pfingstgeist?).
Durch Lorber
und Swedenborg wissen wir, dass der alte jüdische Glaube eine "Vorbildung" war;
eine bildhafte oder symbolische Darstellung der Glaubensinhalte. "War" (=
Vergangenheit) deshalb, weil wir nun das Neue Testament und sogar dazu noch die
Neuoffenbarung besitzen. Der jüdische Glaube ist rückblickend die Vorstufe und
Vorbereitung gewesen.
Lieber Haus, Du hast gefragt, womit das von Dir
gezeigte Bild zusammenhängen kann. Das hier war mein Antwortversuch; wie ist
denn Dein eigener: passt er mit meinem Antwortversuch zusammen?
Eine
nicht auf das Thema bezogene Anmerkung: Wir alle halten uns sicherlich über die
aktuellen Weltereignisse informiert. Wichtiger ist aber - nach meiner Meinung -,
dass wir uns wie bisher über geistige Anliegen weiter unterhalten. Ich bin
evangelisch erzogen worden und erinnere mich immer noch sehr gerne an das Lied
von Luther, "Ein feste Burg ist unser Gott, ...", hier kommt unerschütterliches
Gottvertrauen zum Ausdruck. Obwohl sich so viel verändert, soll und kann man in
Denken und Handeln weitermachen wie bisher. Nochmal kurz zu Noah: Er hat im
Wissen um die schlimmen Zeiten 120 Jahre an seiner Arche, seinem Kasten gebaut.
Die Zahl 120 kann heißen: 12 (= vollständig und rund) und das alles potenziert
mit 10.
Einen herzlichen Gruß
Von: j-herbst
Gesendet: Montag, 17. September 2001 13:18
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Sabbat - was ist das ?
Noch ein paar Bilder zu den 2 Leuchtern:
- Cherubim und Separim
- Die 2 Zeugen des Herrn die Leuchter vor seinem Thron.
Warum die Frau: Purista, die Hüterin des Herdfeuers.
Die 2. Seele kommt wohl daher, daß der Himmel sich an diesem Tag dem
Menschen besonders nähert ... oder so ähnlich.