Liebe Mich,
bleib Mir treu, hab große Freude an Meinen alten und neuen Worten, suche
Mich in der Liebe deines Herzens zu Mir, halte Meine leichten Gebote,
fliehe die arge, arge Welt, komm zu Mir in dir, in deinem Herzen komme zu
Mir, da Ich deiner harre für und für – so will Ich dich umfangen, wie
ein allerzärtlichster Bräutigam umfanget eine allerinnigst geliebte
Braut, und will dich zum ewigen Leben an Meine Vaterbrust drücken also,
als hätte Ich in der weiten Unendlichkeit niemanden als nur dich, Mein
liebes Töchterchen!
Komme, o komme doch
recht bald zu Mir – zu deinem so überaus guten, heiligsten,
liebevollsten Vater!
Denke dir ja nicht, daß es etwa doch recht schwer sein sollte, Mich zu
finden und zu Mir zu kommen! – Siehe, so du irgend gehest, da führe Ich
dich an Meiner Hand! So du schläfst, da halte Ich getreue Wache an deinem
Bette! So du issest, da segne Ich dir jeden Löffel voll Speise, die du zu
deinem Munde führest!
Und wenn du möchtest
der weltlichen Dinge gedenken, da freilich auch wäre Ich hinter dir wie
trauernd. Und wann du möchtest zeigen ein eigensinniges Herz und möchtest
dich erheben über jemand andern – siehe, da freilich wäre Ich auch
hinter dir wie weinend.
Sonst aber bin Ich
ja immer bei dir!
Siehe nun du, Mein
liebes Töchterchen, wie leicht ist es, zu Dem zu kommen und Den zu
finden, der dir mit aller Seiner Liebe stets überaus gegenwärtig ist!
– So du an Mich denkest, siehe, da rede Ich, dein lieber Vater, mit Dir!
– Wann du betest in der Andacht deines Herzens zu Mir, siehe, da sage
Ich allzeit ganz sanft und leise zu dir:
„Mein liebes Töchterchen!
Ich, dein guter, lieber Vater, bin auch ein gar sehr heiliger Vater! Jesus
Jehova ist Mein Name! – Baue, baue, Mein liebes Töchterchen, auf diesen
Namen! Denn Er ist über alles mächtig und heilig, überheilig! In diesem
Namen wirst du das ewige Leben finden!“
Solches, o Mein Töchterchen,
ist wohl gewiß und wahr! – Daher darfst du nicht mehr fragen: „Aber
wann wird denn der gute, heilige Vater zu mir kommen und Sich anmelden bei
mir?“ – Denn Ich bin schon lange fest bei dir und lasse dich nicht aus
Meinen Augen und Händen!
So dir aber diese
Worte schwer zu glauben vorkommen sollten, da sammle dich nur einmal oder,
noch besser, mehrere Male in der Liebe zu Mir! Habe aber dabei wohl acht
auf alle Gedanken in dieser Andachtszeit! – Siehe, alle diese Gedanken
werden Meine an dein Herzlein sanft, leise und stille gerichteten Worte
sein!
Ein leiser Hauch um
deine Stirne und Augen und ein ganz leichtes fiebriges Wehen durch die
Brust wird dir ein sicheres Zeichen sein, daß Ich, dein guter, lieber,
heiliger Vater, dich segnend stärke und also doch ganz sicher bei dir
bin.
Und somit segne Ich
dich auch jetzt durch dieses wertvollste Angebinde. – Bleibe Mir treu,
bleibe Mir im Herzen treu, bleibe Mir, deinem lieben, guten, heiligen
Vater in aller Deiner Liebe treu!
Solches ist
der heilige Wunsch deines lieben, guten, heiligen Vaters.
Amen.