Von Norbert am 15.10.01

Liebe Myrta,

Du schreibst an den Franz bezüglich der Bibel.
Die Bibel ist sehr gut und hat viele, auch mich!, überhaupt erst zum Glauben
an einen liebenden, barmherzigen und nächstenliebenden Gott gebracht.
Deswegen ist sie unentbehrlich als Einstieg für viele. Ohne Bibel kein Norbert bei
Jesus Christus!

Die Vertiefung für wirkliche ernsthafte Gottessuchende und liebhabende
Verehrer, die finden wir, die wir weitergesucht haben, in Lorbers Worten Gottes. Auch
Swedenborg kann da in vielen Details nützlich und wegweisend wirken, wie Gott ja auch
in Lorber ausdrückt. Was ich inzwischen auch selber merken durfte, beim S-Lesen und
durchdenken vieler Aspekte der Offenbarung des Johannes, ausgelegt im
biblisch-religiösen Sinne durch S.

Myrta, die Bibel bleibt wo sie ist!
Einstieg, Angebot und erstes Kennenlernen Gottes und Seines Weges.
Sie hat ihren Platz und dient auch als Kontroll-Instanz zur Überprüfung 
weiterer Worte Gottes, indem der aus ihr trotz allem herausleuchtende
Geist Gottes mit dem Geist anderer Texte verglichen werden kann. Erst
wenn derselbe leuchtende Geist für mich erkennbar wird, oder - wie bei
Lorber - für mich noch heller, leuchtender und intensiver, dann ist für 
mich eine Authentizitätsprobe erfolgreich absolviert. 
Mit anderen Worten, die Echtheitsprobe passiert bei mir nur, was gegenüber
der alten Bibel und ihrem Geist standhalten kann. 

Anfangs war ich so unsicher, daß ich im Großen Evangelium tatsächlich sogar
die alte Luther-Bibel in altdeutscher Schrift neben Lorber liegen hatte, um
ja jede eventuelle Lüge oder Verdrehung aufdecken zu können. Unentbehrlich
also.


Auf ähnliche Art habe ich die gesammelten Sprüche von Lichtgeistern, von
Ramta, von anderen Medien und so weiter geprüft - alle durchgefallen, alle ab in
die Tonne.Geistig gemeint. Haben bei mir in meinem geistigen Bücherregal keinen Platz
mehr!

Alles Liebe und Gute, 
Dein Norbert.

PS Die Bibel ist der große Sammelhafen für die Menschen.
Die Schriften Lorbers sind dagegen nur für herzinnigliche Menschen
geeignet!

______________________________________________________________________
Von: Ralf M
Gesendet: Dienstag, 16. Oktober 2001 06:54
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Bibel

Liebe Geschwister im Herrn,

wiederholt wurde die Bibel als Babykost bezeichnet. Nun ich kenne die 
NO nicht so gut wie die allermeisten hier und weiß auch nicht genau 
was der Herr in der NO über die Bibel sagt aber ich denke wir sollen 
uns vor Überheblichkeit hüten.

Ich denke in der Bibel ist alles drin, was man braucht um Jesus 
anzunehmen und sein Leben danach auszurichten. Die Bibel steckt 
voller Entsprechungen und ich lese weniger die Bibel sondern mehr in 
der NO, weil mir die Bibel zu schwer und nicht weil mir die Bibel zu 
leichte Kost ist.

Wenn wir entsprechend weit sind, dann müßten wir aus der Bibel den 
gleichen Geist heraus lesen können wie aus der NO. Und ich denke 
darum geht es doch hier in unserem Erdenleben, zu erkennen wie Jesus 
ist, Liebe zu ihm zu entwickeln, in Demut die Eigenliebe untertan 
machen lassen der Hauptliebe zu Jesus und der Liebe zum Nächsten und 
dies durch den tätigen Glauben zu festigen. Um das Wissen an sich 
kann es ja nicht gehen, ich habe die Vorstellung, dass die Liebe das 
Entscheidende ist und dass einem Wissen im Jenseits schnell 
vermittelt werden kann.

Und diesen Geist den kann man aus der Bibel heraus lesen. Ich bin 
noch in zwei normalen christlichen Listen und manchmal von den 
Socken, wie manche Christen, den Geist auf den es ankommt, aus ohne 
NO aus der Bibel ziehen können und tätig in ihr Leben umsetzen. Da 
könnte zumindest ich mir eine Scheibe abschneiden. Gleichzeitig habe 
ich aber die Hoffnung, dass wenn ich geistig weiter komme auch ich in 
der Lage sein werde den Geist der in der Bibel steckt herauslesen zu 
können und merke, dass ich mit manchen Bibelstellen gar keine 
Probleme mehr habe, die anderen Christen ohne NO die größten Rätsel 
sind. Ich denke wir können uns ab und an an der Bibel testen, denn 
wenn wir den Geist in der NO richtig aufgenommen haben, dann müßten 
wir in der Lage sein, das auch in der Bibel wiederzufinden, sonst hat 
es uns noch nicht richtig durchdrungen.

Liebe Grüße

Ralf

_____________________________________________________________________

Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Dienstag, 16. Oktober 2001 07:07
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Die suesse himmlische Speise
Lieber Gerd-Fred, lieber Norbert, liebe Myrta,
Jesus hat an der Bibel kein Häkchen verändert, sondern nur in der NO vertieft. Seine Bibel-Worte sind doch nur noch verhüllt. Sie beinhalten Seinen Geist. Alle Gedanken kommen von Ihm, steht in der NO. In all Seinen Worten sind Seine Liebe und Weisheit noch ungetrennt. Solange wir noch nicht geistig wiedergeboren sind, sind göttliche Liebe und göttliche Weisheit in uns noch getrennt. Unser Herzensdenken ist ein Vorläufer zu dem Zustand, in dem wir wieder mit Ihm vereint sind. In Seinen Worten "An Meine Freunde", die Luis in die Liste gestellt hat, wurden wir von Seiner Liebe erfaßt und haben Seine Gegenwart gespürt, so habe ich es jedenfalls aus den Reaktionen erfahren können und im eigenen Herzen gespürt.
Alle unsere Wünsche, insbesondere den unserer geistigen Wiedergeburt, müssen wir einst lassen. Wir müssen vollkommen leer sein, all unsere Seelenbilder müssen gereinigt sein, wenn es sein darf, daß Er in uns mit Seiner Fülle  dauerhaft Wohnung nehmen kann.
Die nachstehende Mail ist nicht zugestellt worden . Ich habe sie jedenfalls nicht als Posteingang erhalten.
Liebe Grüße
Lothar
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Montag, 15. Oktober 2001 19:42
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Die suesse himmlische Speise

In einer eMail vom 15.10.01 15:16:16 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt Norbert-Hoegel@gmx.de:


........, die Bibel bleibt wo sie ist!
Einstieg, Angebot und erstes Kennenlernen Gottes und Seines Weges.
Sie hat ihren Platz und dient auch als Kontroll-Instanz zur Überprüfung
weiterer Worte Gottes, indem der aus ihr trotz allem herausleuchtende
Geist Gottes mit dem Geist anderer Texte verglichen werden kann. Erst
wenn derselbe leuchtende Geist für mich erkennbar wird, oder - wie bei
Lorber - für mich noch heller, leuchtender und intensiver, dann ist für
mich eine Authentizitätsprobe erfolgreich absolviert.
Mit anderen Worten, die Echtheitsprobe passiert bei mir nur, was gegenüber
der alten Bibel und ihrem Geist standhalten kann.

-----------------------------
Liebe Freunde,

das, was Norbert hier sagt, möchte ich durch einen kurzen Hinweis über den Charakter der Bibel unterstützen:

"Die Bibel umfasst mehr als nur dieses Leben allein. Ausgedrückt in Bildern dieser Welt gibt sie an, wie der Gang durch das ganze Leben verläuft, ein Leben, das nicht hier beginnt und auch nicht hier endet.

Alle Stadien im Gang des Lebens durch andere "Welten" finden in der Bibel ihren Ausdruck in Bildern, in Formen, die in ihrem Äußeren eine Kristallisation des Wesentlichen in unserer zeit-räumlichen (diesseitigen) Welt darstellen.

Darum muss man der Bibel auf das Genaueste folgen und jede Geschichte ihrem Wesen nach sehen und begreifen.

Tatsächlich ist es das, was in diesem Leben getan werden kann. (Beispiel die 'Paradiesgeschichte': das kann in diesem Leben ja alles von jedem Menschen getan werden, wenn er es erkennt. Auch die 6 Tage der Schöpfung sind z.B. im Kern der Weg zur "Wiedergeburt" jedes einzelnen Menschen, bei einer solchen Betrachtung sind "Adam" und "Eva" ja doch nur Metaphern.)

Der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen (des Weltlichen und des Geistigen) ist durch das Wort der Bibel unschwer herauszufinden.

"In den alten Geschichten der Überlieferung ist diese Kenntnis des Wortes und diese Zusammenhänge (der geistige oder innere Sinn) denn auch die Grundlage für die Mitteilungen über das Leben (und wie wir mit diesem geschenkten Leben umgehen sollen)."

Das sind nur ein paar aus dem Zusammenhang genommene Textstellen aus "Schöpfung im Wort" von F. Weinrebe, einem großartigen Kenner der gesamten Bibel.

Das Alte Testament kann hinsichtlich des Teils der Thora (5 Bücher Mose) in der hebräischen Fassung (der ursprünglichen Sprache der Bibel des AT) noch immer als original oder unverändert gelten. Das AT (die Thora) steht als Gottes-Offenbarung Wort für Wort, ja Buchstabe für Buchstabe fest; kein Buchstabe ist am falschen Platz. Das hat sehr gewichtige Gründe, denn aus den Strukturen der Worte ergibt sich der geistige Sinn der Mitteilungen: Man bedenke, dass der Herr mit Seinem Wort erschafft.

Das Neue Testament hingegen ist offen; es hat die Freiheit des Wortes, auch in den Übersetzungen in die unterschiedlichsten Sprachen. Die im NT verwendete Sprache (ursprünglich in Griechisch niedergeschrieben) kann sich jedem Menschen öffenen; man ist im Gegensatz zum AT (im Hebräischen) nicht mehr auf die Strukturen des Wortes angewiesen, um den Geist im Wort zu erahnen und zu erkennen. Die Sprache des NT (seine Worte) selbst öffnen sich jedem Gemüt selbständig (eigenständig). Man muss nur bereit sein, dass es in der eigenen Person geschehen darf. Hat nicht Jesus Selbst gesagt, dass Er gekommen sei um die Schrift (das AT) zu erfüllen; dem Inhalt nach zu erfüllen oder auszufüllen.   

Wer sich allerdings am Äußeren der Worte festbeißt, der hat es schwer mit der Bibel.

Liebe Grüße
 

__________________________________________________________________________


Von: myrta
Gesendet: Dienstag, 16. Oktober 2001 07:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Hoert was der himmlische Vater zu sagen hat

Wichtigkeit: Hoch
 

Liebe Freunde,

Hört es Euch selber an was es mit der Bibel für sich hat, und wie vollkommen sie ist:
Und nun lauscht den Worten des heiligen Vaters.

J. Lorber: 'Himmelsgaben' (Div. Themen)  2

Vulgata oder Lutherbibel? {23.02.1843}

   00] Bitte: »O Herr, möchtest Du mir armem Sünder denn nicht kundtun, ob die
Luthersche Bibel richtiger ist als die Vulgata? - Denn siehe, wie ich entdeckt habe, so
gehen die Zahlen der Verse und noch so manches andere nicht zusammen. Darum möchte
ich ganz bestimmt wissen, welches Buch da wohl das richtigere ist? - O du
liebevollster Vater, gebe mir doch solches kund, so es Dein heiliger Wille ist!«
   01] Also schreibe denn! Ich sage dir und euch allen: Weder die Vulgata (Lateinische
Übersetzung der Bibel) noch die Lutherische Übersetzung ist (vollkommen) richtig und
ist die eine wie die andere voll Fehlern. Ja, Ich möchte dir sagen: Die 'Zerstörung
Jerusalems' ist in der einen wie in der andern anzutreffen. Selbst die griechische ist voll
Unordnung und Irrtümern. Darum denn auch in allen den Sekten kein wahrer Glaube und
keine rechte Liebe mehr anzutreffen ist, weil allenthalben der Grund verstört ist!
   02] Diese Verstörung des Grundes aber rührt aus derselben grundeitlen
Herrschquelle, aus welcher die ganz entsetzliche Kirchenversammlung zu Nizäa (vom
Jahre 325) geflossen ist! - Wie gestaltig aber war wohl diese schmähliche Quelle?
   03] Siehe, als Mein Wort durch die Apostel und Jünger schon gar vielseitig
ausgebreitet war, da gab es denn auch bald eine Menge Evangelisten, welche das
niedergeschrieben haben, was sie entweder aus dem Munde der Apostel oder Jünger
selbst vernommen haben oder was ihnen von Augen- und Ohrenzeugen wiedererzählt
worden ist. Solche (Ur-)Aufzeichnungen, entweder in griechischer oder jüdischer
Sprache, wären alle anzunehmen, denn da wirkte der Heilige Geist und war alles
richtig.
   04] Aber weil derlei Aufzeichnungen bald einen guten Handelsartikel zu bilden
anfingen, so erstanden bald in allen Winkeln falsche Evangelisten, schrieben Evangelien
zu Tausenden, ohne daß sie von der eigentlichen Lehre mehr wußten als jetzt die
Chinesen, und behaupteten aber doch, solches aus dem Munde der wundertätigen
Apostel selbst vernommen zu haben, und gaben sogar eidlich vor, daß sie dazu von den
Aposteln selbst aufgefordert worden seien.
   05] Ein gewisser, vorher rechtschaffener Mann, namens Arius, war gar ein
berüchtigter solcher falscher Prophet und Evangelist. Dieser behauptete am Ende sogar,
daß er vom Geiste Gottes dazu aufgefordert worden sei, den Menschen klärlichst
darzutun, daß Christus kein Gott, sondern nur ein ganz gewöhnlicher Prophet war und er
(Arius selbst) es nun auch sei, so gut wie Christus!
 

Gottes Segen und Liebe

Myrta

Von:
Gesendet: Mittwoch, 17. Oktober 2001 12:27
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Das Geheimnis das nicht verstanden wird
In einer eMail vom 17.10.01 06:53:22 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt myrta@telusplanet.net:


Die Bibel hat wohl einen noch guten Kern, und kann manchen erquicken. Mich erwärmt sie einfach nicht so wie Lorber. Die Liebe fehlt, wohl hat sie Weisheit. Ich liebe die Liebe und die Einfachheit.


----------------------------
Liebe Myrta, liebe Freunde,

da unterschiedliche Meinungen über die Qualität der Aussagen der Bibel in unserer Liste hin und her gingen, möchte ich mal versuchen ein wenig Systematik hineinzubringen, denn man sollte bei solchen Wertungen möglichst nicht "die Bibel" sagen, wenn man nur bestimmte Teile im Auge hat.

zum Alten Testament:
-------------------------------
1) die gesamte Thora (die 5 Bücher Mose oder der Pentateuch) gelten unter
Fachleuten noch immer als unverändert in ihrer ursprünglichen Sprache,
dem alten Hebräischen. Das ist ja auch das Buch, auf das sich das
gesamte gläubige Judentum stützt. In den christlichen Bibel-Ausgaben
wird dieser Teil als die "Geschichtsbücher" bezeichnet. Das alles ist die große Offenbarung an Moses (die Offenbarung am Berg Sinai). Kein gläubiger Jude würde diese Bücher je übersetzen wollen, denn man kann das gar nicht, ohne den geistigen Inhalt (den inneren Sinn) zu strangulieren. Der Pentateuch ist aber nicht fehlerhaft, seine Übersetzungen sind mangelhaft. Hier muss man sich die Mühe machen, das Hebräische zu erfassen.

2) Die Thora wird begleitet von einer Reihe von Schriften: Josua, Richter, Ruth, Samuel, Könige, Chronik, Esra, Nehemia, Ester. All das sind Bücher,
welche die Thora ergänzen und es gibt keinen Anlass, sie als verfälscht
anzusehen. Für das Judentum sind sie Vertiefungen und Ausgestaltungen
der 5 Bücher Mose. Auch dieser Teil wird den "Geschichtsbüchern"
zugerechnet. Hier geht auch wirklich um die Geschichte des jüdischen Volkes.

3) Es folgen die "Lehrbücher und Psalmen" bestehend aus dem Buch Hiob,
den Psalmen (den Liedern, die David zugeschrieben werden), die Sprüche
Salomos, die Predigten Salomos und das Hohe Lied Salomos. Das sind
den Pentateuch ergänzende Schriften aber keine Offenbarungen, wie dies
in den Büchern des Mose der Fall ist. Für das traditionelle Judentum sind
das wichtige Bücher, aber eben nur ergänzende Bücher; zur Thora
gehören sie nicht: es sind der Thora nachgelagerte Schriften, die sich
auch für eine Übersetzung in anderes Sprachen eignen. Es sind "Lehrbücher", d.h. Aussagen von Lehrern und Begnadeten oder Inspirierten.

4) Dann kommen in der Reihenfolge die "Prophetenbücher"; die Aussagen
aller Propheten. Hier geht es dann nicht mehr nur um die Ermahnung
des Gottesvolkes, sonders insbesondere um die Vorbereitung und die
Ankündigung des Herrn; der Weg hin zu Jesus. Dieser Teil der Bibel ist
ja auch deshalb für das Christentum so bedeutend und für den gläubigen Juden nicht so wichtig. Auch hier wurde durch Übersetzung aus dem Hebräischen in andere Sprachen kein Missbrauch getrieben; auch sind sie nicht die eigentlichen Offenbarungen, sondern ergänzende Stimmen von Menschen, die vom Herrn inspiriert wurden, bestimmte Mitteilungen zu machen.

5) Abgeschlossen wird das AT dann mit den diversen apokryhischen
Schriften. Diese gehören ja alle nicht zum engeren Kreis der Bücher der Bibel des AT und wir können sie bei unserer allgemeinen Betrachtung weglassen. Wir sollten sie aber auch nicht einbeziehen, wenn es darum gehen sollte, Aussagen der Bibel in Frage zu stellen.

Man sollte immer bedenken, dass das AT, wie wir er kennen, in allen Fällen Übersetzungen sind aus einer Sprache, die noch nicht mal unter den Juden die Umgangssprache war. Das alte Hebräisch ist eine Sprache, die für die Mitteilung des Gotteswortes vom Herrn verfügbar gemacht wurde und das Sprechen (oder Vorlesen) von Mitteilungen der Thora bedurfte stets sehr großer Kenntnis, nur wenige (die im Glauben sehr tief Verwurzelten) können die Thora richtig vortragen (so ist es noch heute). Man sollte also nicht sagen, dass sich hier Fehler eingeschlichen haben; die Fehler macht hier immer der, der nicht gut in das Hebräische des AT einzudringen vermag. Die Fehler liegen beim Menschen, der mit der Bibel umgehen, nicht in den Texten der Bibel des AT. Es ist nicht schon deshalb etwas falsch, weil man es nicht gut versteht.

zum Neuen Testament:
---------------------------------
Bezüglich der vier Evangelien wird wie folgt unterschieden:

1) Die synoptischen Schriften: die Evangelien des Matthäus, Markus, Lukas.
Hier handelt es sich um Aufzeichnungen über Leben und Wort Jesu aus
zweiter Hand; nicht von den Jüngern selbst. Im GEJ durch Lorber sagt uns
der Herr ja selbst einiges dazu. Myrta hat hier zu Recht auf die Aussage
in "Himmelsgaben" (Bekanntgabe vom 23.02.1843) aufmerksam gemacht.
Hier sagt der Herr, dass Mitteilungen nicht korrekt (verfälscht) sind
(vermutlich unabsichtlich). Der Herr hat hier Selbst durch das "Große
Evangelium Johannes" alles richtig gestellt und in großartiger Weise
für uns vertieft und erweitert: das ist ja auch der Kern der Neuoffenbarung
(die der Schreibknecht Lorber aufzeichnen durfte).

2) Das Evangelium Johannes des NT: Hier spricht ein Augenzeuge, hier
informiert ein Jünger des Herrn. Sehr befremdlich ist es zu sehen, dass
unsere Amtskirchen gerade mit diesem "wahren" Evangelium nicht viel
anzufangen wissen (es passt nicht so recht in das Konzept der
"Angestellten" der Kirchen. Ich habe noch nie gehört, dass dieses
Evangelium fehlerbehaftet sei; es ist aber zur Seite gedrängt. Dadurch ist
es aber nicht falsch und niemals leichte Kost.

3) Es folgen all die Briefe des Paulus und der anderen "Ausleger" des
Gotteswortes für bestimmte Gemeinden. Ich vermute, dass auch hier
niemand sagt, diese Briefe seien mit Fehlern behaftet.

4) Den Abschluss des NT bildet dann "Die Offenbarung des Johannes".
Auch hier wird wohl niemand sagen sie sei voller Fehler; man versteht
sie nicht und dadurch wird sie ja andererseits nicht falsch.

Nach meinem Verständnis kann man sagen, dass es im NT Ungereimtheiten in den Evangelien Matthäus, Markus, Lukas gibt. Aber das weiß man auch erst, seit der Herr in der NO gesagt hat, dass das so ist (vgl. die Mitteilung in "Himmelsgaben").

Es ist also äußerst gewagt zu sagen, "die Bibel" sei unzuverlässig, weil verfälscht. Seien wir doch froh, das uns der Herr nun Selbst auf ein paar wenige Schwachstellen in den synoptischen Evangelien aufmerksam gemacht hat. Aber auch all das gilt nur für Teile des NT. Das AT ist davon ohnehin unberührt. Pauschalbewertungen sollte man nicht machen.

Wichtig scheint mir auch der Hinweis zu sein, dass nicht nur in der Neuoffenbarung alles das für uns Wichtige zu finden ist; das ist so im AT, das ist auch so im NT. Im AT (der Thora) ist aber alles noch sehr verdeckt, im NT dann offen dargelegt und in der NO dann mundgerecht gemacht. Ist nicht eher die NO die leichte Kost für uns alle. Man könnte sagen, je mehr die Menschen veräußerlichen, desto weniger sind sie empfänglich für den inneren Sinn des Gotteswortes (Swedenborg sollte hier korrigierend wirken). Das veranlasste den Herrn dann, weil es nicht fruchtete, gegenüber den Menschen unserer Zeit, die Offenlegung des Wortes noch weiter zu führen als dies z.B. im Evangelium des Johannes des NT schon der Fall ist. Weil wir immer unfähiger werden, das Gotteswort zu erfassen, deshalb haben wir es nur als leicht verdaulich in der NO (durch Lorber) erhalten: so erscheint es mir. Die große Gnade besteht wohl gerade darin, dass der Herr Sein stets vollständiges Wort (das schon immer bestand) nun noch mehr verdeutlicht hat (die NO ist mundgerecht für uns, nicht umgekehrt).

Liebe Grüße
GerdFred       

Von: Franz K
Gesendet: Mittwoch, 17. Oktober 2001 21:19
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Die suesse himmlische Speise

Liebe Myrta, (kleiner Heißsporn?)
 
In der Stelle - GS I,44/17 - hat das "Wort" dieselbe Bedeutung wie die Bibel. Man könnte das Wort "Wort" mit dem Wort "Bibel" ersetzen, und es wäre völlig richtig. Ich wollte damit nur andeuten, daß die "Bibel" ein reines Gotteswort ist (dem inneren Sinn nach). Es haben zwar viele an der Rinde genagt, aber keiner hat den Lebenskern verletzt. Wenn es auch Menschen geschrieben haben, so war der Autor der Herr selbst. Und daß es so geschrieben  und mit der Zeit äußerlich so verändert wurde, das weiß der Herr am besten. Es ist Sein Wort, wo die Fülle der göttlichen Macht enthalten ist. Durch dieses Wort ist der Herr auch immer gegenwärtig.
Swedenborg hat uns den Schleier des Wortes etwas öffnen dürfen, weil, wie er sagt, die Kirche am Ende war, und eine neue Kirche, das neue Jerusalem, vom Herrn gegründet wurde. Und immer am Anfang einer neuen Kirche, entfernt der Herr die Schlacken von Seinem Wort und Seiner Lehre. Das war die Aufgabe von Swedenborg und wurde von Lorber fortgesetzt.
 
Deine Stelle von HIGA II, Seite 173: Vulgata oder Lutherbibel  habe ich auch zitiert, die Du bei einem anderem Mail auch anführst, um aufzuzeigen, wie sehr die Bibel von Menschen beschmutzt wurde. Aber Du hast nicht die Verse 15,16 auf Seite 175 angeführt wo es heißt:
"Jedoch  ist in der Form dieser Bücher die Hauptsache aufbewahrt und für den Geist völlig rein. Denn der innere Sinn blieb völlig rein unter was immer für einer Form. Und das aber ist ja auch die Hauptsache. Daher kannst du dich an die eine oder die andere halten, und du kannst nicht irren und kannst darum auch ganz ruhig sein. Denn auf den Buchstaben kommt es nicht an, sondern auf den Geist; dieser ist es ja, der da lebendig macht".
 
Du schreibt auch, daß nur ein "Wiedergeborener" die Bibel verstehen wird können. Ich gebe Dir zum Teil recht, aber ein "Wiedergeborener" wird erkennen, daß er schon mehr versteht, aber in der Tiefe wird er sie nie verstehen können, weil es eben ein GOTTESWORT ist, und bekanntlich ist alles Göttliche unendlich.
 
Ich will Dich nicht zum Bibellesen überreden, sondern ich möchte Dir nur klar machen, daß die Bibel GOTTESWORT ist, wenn sie auch äußerlich so gekreuzigt wurde wie der Herr, aber der Geist im Wort ist der Herr selbst, und bekanntlich ist der Herr am dritten Tage wieder auferstanden.
 
Den Frieden des Herrn wünscht Dir
 
Franz
----- Original Message -----
From: myrtat
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Sent: Sunday, October 14, 2001 8:32 PM
Subject: [Freundeskreis-Lorberliste] Die suesse himmlische Speise

Das Wort/Bibel des Herrn hat auch seine vollen Geltung in den Himmeln und das für alle Ewigkeit. - GS I,44/17
 

Lieber Franz, warum tust Du das Wort Bibel hinzufügen??? Aber um den Kern der Bibel zu verstehen muss man im Geiste Wiedergeboren sein.
Die Bibel wurde von Menschen geschrieben, und kann allein dadurch nicht Lorber gleichgestellt werden. Es ist wohl der Kern noch in Takt geblieben. Lorber ist das direkte Wort Gottes, er war nur der Schreibknecht.
Die Bibel hat so viel Verwirrung, Missverständnis, und viel Blut ist darüber geflossen,  weil es das meist missverstandene Buch ist.  Mir genügt Lorber ganz und gar, da ist alles drin und zwar unverhüllt um in das Reich  Gottes einzugehen. Lorber ist die Direkte reine Sprache vom Herzen des Vaters. Die Bibel ist und bleibt so wie sie ist, verunreinigt. Ich halte mich an die reine  Speise des Himmels, die noch  nicht von Menschenhanden beschmutzt wurde.
In Lorber ist alles enthalten was in der Bibel ist und noch tausendmal mehr, nur verständlicher. Warum nicht von der süssen himmlischen Speise Essen die frisch und nicht versauert wurde von der selbstherrlichen, egoistischen Priesterschaft, die eigentlich oft  die Tore zum Himmel versperrt haben und eigentlich die Lehre von den Himmeln benutzten für Ihre Selbstherrlichkeit.

Was ich hier schreibe hat  der Herr oft erwähnt, das kommt nicht von mir, denn er sieht sehr wohl was die Machenschaften der Menschen sind.

Die Bibel ist wie eine Violine jeder spielt sein Lied das er gerne hören möchte. Weil es ja das verhüllte Wort Gottes ist und die meisten Menschen noch im Fleisch stecken, ist es ein bequemes Werkzeug es so hinzubiegen wie es einem gefällt, das man nicht so leicht mit der unverhüllten Lehre des Herrn durch Lorber möglich ist.

Alles Liebe Gottes Segen und Erleuchtung
Myrta