Von: Hans 
Gesendet: Samstag, 6. Oktober 2001 18:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Die Kindschaft
Liebe Freunde,
 
nach einer Woche Offline-Zeit bin ich positiv überrascht über die zahlreichen Emails in unserer Freundeskreis-Liste und die schönen Bilder. Ganz besonders freue ich mich über die Neuzugänge und heiße alle herzlich willkommen bei der gemeinsamen Arbeit. Jeder wird Nutzen daraus ziehen und viel für seine Geschwister tun können. So kann ich allen dankbarst versichern, daß auch ich in den Lorberlisten in den letzten zwei Jahren eine Menge lernte im Umgang mit doch mehr oder weniger gleichgesinnten Menschen, viele eigene Fehler entdecken durfte und zahlreiche geistige Perlen in unseren Diskussionen fand, auch wenn es nicht immer harmonisch zuging. Denn so wie ein Mensch sich geistig weiterentwickeln sollte, so entwickelt sich auch eine Lorberliste nur nach und nach immer weiter. Das ist wie der Aufbau eines großen Palastes. Stein für Stein werden aufeinandergeschichtet, nicht immer paßt alles gleich, doch mit Geduld und Demut entsteht ein immer prächtigeres Gebäude, das - so Gott es wohlgefällt - im "Neuen Jerusalem" wiederzufinden sein wird.
 
Bedenket auch, was Jesus verheißen hat:"Wenn zwei, drei oder mehr in Meinem Namen sich versammeln, so bin Ich mitten unter ihnen !". Er Selbst wird uns also leiten und beschützen.
 
Eine gute, etwas zurückliegende Frage, hat mich beschäftigt, die für uns alle nicht unbedeutend sein dürfte. Wie wir wissen, kann die Gotteskindschaft nur auf unserer Erde erreicht werden, wo auch Christus durchs Fleisch ging. -  Die Frage lautete:
 
"Nun habe ich noch eine wichtige Frage: Wenn ein Mensch auf dieser Erde es nicht schafft, mit dieser Inkarnation ein Kind Gottes zu werden, und muss auf einem andern Planeten  inkarnieren, verliert er dann die Kindschaft Gottes wieder?"
 
Ich antwortete darauf, daß man nicht verlieren kann, was man nicht hat. Mit anderen Worten: Wer auf Erden als Mensch geboren wird zwecks Erreichung der Gotteskindschaft, der besitzt noch nicht die Gotteskindschaft, sondern sollte sich darum bemühen. Ihm werden viele Hilfen dazu geboten, die er in diesem Leben annehmen aber auch ablehnen kann. Besonders das gottergebene "Kreuztragen", Krankheit, Leid und allerlei Versuchungen gehören dazu. - Wer also letztendlich dieses Ziel verfehlt, hatte nie die Gotteskindschaft, errang sie auch nicht und verläßt unseren Erdenplan bei seinem Tod ohne die Gotteskindschaft.
 
Was sagt Jesus zu denen, die Gottes Wort des eigenen Wohllebens willen verachten oder gar verspotten ? Was geschieht mit denen, die ihr eigenes "Ich" vergöttern und nur auf die Verwirklichung all ihrer Wünsche achten. Was geschieht mit diesen Antichristen ("Wer nicht für Mich ist, der ist gegen Mich !" )?
 
Jesus spricht:
 
[GEJ.06_151,04] Was liegt uns an all den Weltmenschen?! Die Gelegenheit ist ihnen gegeben, auch in die Reihen der Kinder Gottes zu treten. Wollen sie das ernstlich, so sollen sie daran nicht irgend behindert werden, – und wollen sie es nicht, so sollen sie tun, was sie wollen, und ihr habt euch um sie dann auch nicht weiter zu kümmern!
[GEJ.06_151,05] Siehe, also steht die Sache! Denn Ich bin nicht gekommen, um etwa die Welt von ihren alten Gerichtsfesseln zu erlösen, sondern nur, um Meine Kinder von der Welt und ihrem Gerichte frei zu machen. Und was und wie Ich es nun tue, also werdet es auch ihr und eure Nachfolger in der Folge tun.
[GEJ.06_151,06] Was auf dieser Erde in und nach Meiner Ordnung zu lösen ist, das löset auch ihr, und was ihr also lösen werdet, das wird auch sofort bei Mir im Himmel gelöst sein; was aber nicht zu lösen ist, das lasset gebunden, oder so jemand eure Lösung nicht achtet, so lasset ihn in seinen Fesseln und bindet ihn, damit ihr dann Ruhe habt vor dem Gebundenen, – und wahrlich sage Ich es euch, der wird auch vor Mir im Himmel gebunden sein und gar langehin ein Sklave seines finsteren Weltwillens verbleiben! – Sehet, also stehen die Sachen!“
 
 
Nebenbei habe ich eine Frage zu diesem herrlichen Auftrag "... Was zu lösen ist ... das löste auch ihr!"
 
Können oder sollen auch wir Lorberfreunde das tun, nämlich zu erlösen helfen, indem wir den einen oder anderen Bruder oder Schwester auf den rechten Weg zu Jesus hinweisen ? Den Menschen von Gottes Liebe erzählen, wenn sie dieses Thema ansprechen oder wenn es sich ergibt ? - Oder ist das nur Auserwählten und Pastoren der Amtskirchen erlaubt ? Von Missionieren rede ich hier nicht !  Denn ich weiß, daß auch Buddhisten sogar in das Neue Jerusalem, also den höchsten Liebehimmel unseres Herrn Jesus, aufgenommen werden (z.B. Chanchah im Jenseitswerk "Bischof Martin"). Sie wurde vorher nicht "missioniert". Sie war einfach gut ! Auch weiß ich, daß Mohammedaner ebenso wie Juden an den gleichen Gott glauben, der im Alten Testament der Christen spricht, und dies auch wissen ! Sogar Mosis 10 Gebote sind bei allen diesen drei doch sehr verfeindeten Religionsgemeinschaften vorhanden. Im Koran kommt sogar Jesus vor und die Jungfrau Maria. Der Fehler aller Kirchen und Religionen aber besteht in sturer hochmütiger Besserwisserei und Rechthaberei ihrer falschen Auslegungen, die letztendlich in Mord und Totschlag enden, wie die Geschichte beweist. Luzifer impfte es ihnen ein, nicht das Gemeinsame zu suchen, sondern das Trennende.  
 
Meine Meinung wäre, daß sich Gott über jeden willigen Arbeiter in Seinem Weinberg freut, s.a.[GEJ.08_125,14ff].  Sagte Er doch:
 
[GEJ.07_166,05] Sagte Ich: „... Sehet, die Ernte ist groß, das Feld mit reifer Frucht erstreckt sich über die ganze Erde hin; aber es gibt immer noch wenige Arbeiter! ..... (Luk.10,2)
[GEJ.05_128,05] Und siehe, solcher gibt es nun noch wenige; außer euch gibt es keine irgend mehr, außer den Mohren, die hier waren und sich für ihren Stamm das nötige Licht geholt haben und in ihrem Lande auch damit gut wirken werden! Darum sollet ihr wenigen von nun an eure Hände nicht in den Schoß legen, sondern arbeiten ohne Rast und Ruhe, auf daß sich stets mehre die Zahl der Schnitter auf dem großen Lebensacker Meiner Saat! – Das ist es, was Ich dir damit habe sagen wollen, als Ich zuvor sprach von Meinem Acker, von der reifen Frucht und von der dafür zu kleinen Anzahl der Schnitter.
 
Auch wir haben Licht in Fülle erhalten, besonders durch die Neuoffenbarungen. Dieses geistige Brot aber gilt es nächstenliebig weiterzugeben, auf daß dafür offene Menschen, die geistig hungrig sind, ebenfalls die Gotteskindschaft schnell und leicht erreichen. Jesus sagte das nicht nur zu seinen 12 Stamm-Jüngern, sondern zu zuweilen hunderten von Jüngern, die Ihm streckenweise hier und da folgten, um Sein Licht, Seine Lehre also, aufzunehmen. So wie wir. Wir sollen zwar Perlen nicht vor die Säue werfen (die wir rasch erkennen), aber wir sollen auch unser Licht nicht unter den Scheffel stellen oder gar Schätze des Himmels geizig verbergen vor geistig armen Geschwistern. Letzteren sollen wir das Brot des Himmels, das wir reichlich und umsonst erhalten haben und das nie zur Neige geht, nicht vorenthalten.  
 
[GEJ.01_030,10] Die meisten Jünger verstanden diese Lehre wohl und fingen sogleich an, Mein Wort von der Liebe zu Gott und von der Liebe zum Nächsten den Samaritern zu verkünden, und daß Ich wahrhaft Christus sei.
 
* * *
 
Treffen wir auf Leute, die Gottes Wort ablehnen, so sollen wir den Staub sogleich von den Füßen schütteln und uns nichts daraus machend schnell weiterziehen.  Was passiert denn nun mit den Menschen, die nicht Gottes Wort annehmen wollen:
 
Sie erreichen auf dieser Erde die Gotteskindschaft eben nicht und werden vom Tode auch nicht erlöst, verbleiben also in astralen Welten, Monden, Erden oder Sonnen. Dort können sie weitergebildet werden unter erheblich schwierigeren Umständen als hier auf Erden. Sie können auch eine neue Inkarnation auf Erden eines Tages, wenn sie einsichtiger wurden, wieder anstreben. Doch sie müssen oft Ewigkeiten in den Sternenwelten wartend zahlreiche Inkarnationskreisläufe durchmachen und so zahllose Tode erfahren bis Gottes Gnade sie zu einer neuen Gotteskindschaftsprüfung auf unserer Erde zuläßt. So schnell geht es eben nicht, wenn man einmal schon versagt hat. - Andere Seelen von "oben", also ursprünglich schon aus Sternenwelten, geben nach einem Mißerfolg meist sogar ganz auf, die Gotteskindschaft jemals zu erwerben. Wieder andere erreichen bestenfalls einen unteren Weisheitshimmel, wo sie dann glücklich sind und für ewig bleiben wollen. Doch das Neue Jerusalem, den obersten Liebehimmel, wo man seligst Arm in Arm mit dem Heiland und Erlöser gehen kann, den sehen sie nie.
 
 [GEJ.06_151,02] Sagte Ich: „Ja, Mein Freund, um derjenigen Menschen willen, die nicht daran glauben und das, was sie von Meiner Lehre irgend hören, des weltlichen Gewinnes wegen noch verfälschen werden, wird die Lebenslehre von Mir auch nicht gegeben; denn für solcher Menschen Seelen mögliche und weitere Ausbildung habe Ich noch gar endlos viele und große Schulhäuser in der ganzen Unendlichkeit.
[GEJ.06_151,03] Nur für Meine wahren Kinder auf dieser Erde gebe Ich diese Lehre, und diese sind auch in der wahren Erlösung vom ewigen Tode einbegriffen. Diese aber werden diese Lehre auch stets rein erhalten und werden sich nie in die Macht des Weltbetruges fügen, sondern sie werden diamantenfest an der ewigen Lebenswahrheit festhalten.

 
 
Ihr Lieben, wir sind doch solche Kinder, denen Er Seine Lehre schenkte ! Er gab uns Sein Wort, weil wir es ersehnten. Es liegt nun vor uns. Wollen wir es also lieben, achten, als heilige Lebenswahrheit festhalten und gern befolgen. Schließlich erwartet ER uns mit weit geöffneten Armen und Millionen liebreichster Engel in Seiner Heiligen Stadt.
 
ER, der da ist der Schöpfer aller Menschen, der da ist der Heiland Jesus und der Erlöser der Christen, der da auch ist der immer noch erwartete Messias der Juden bzw. der ersehnte wahre Mahdi der Mohammedaner oder der allmächtige Lama der Chinesen usw. ......
 
Dieses unseres geliebten Herrn Jesus Segen und Führung wünscht
 
Hans
 
 
[GEJ.08_125,16] Und Ich sagte: „So bleibet, und werdet zu guten und tätigen Arbeitern in Meinem Weinberge!“
 
Von:
Gesendet: Dienstag, 9. Oktober 2001 12:03
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] über "Gotteskindschaft"
Liebe Freunde,

in seiner e-mail vom 6.10. fuehrte Hans aus, dass die Gotteskindschaft nur auf unserer Erde erreicht werden kann. So koennen wir es aus der
Neuoffenbarung erfahren; unsere Erde ist das Schulhaus hierfür. Ob es aber bei einem Nicht-Erreichen der Gotteskindschaft nach einem nur einmaligen Hiersein auf der Erde zwangslaeufig dazu kommt, dass Seelen erneut auf Planten inkarniern muessen, scheint nicht der Fall zu sein, sondern die Ausnahme zu sein. Ein erneutes Inkarnieren (irgendwo im materiellen Schoepfungsraum auf einem Weltkoerper)  ist die Ausnahme oder ein Umweg; vgl. GEJ 06.061.

Wenn die Entwicklung nach dem leiblichen Tod im Jenseits nicht befriedigend weitergehen kann, dann kann dieser Fall der Re-Inkarnation geboten sein. Der Herr sagt dazu in GEJ 06.061,04: ".... Ist eine solche (Demuetigung der Menschenseele im Jenseits) bis zu einem gewissen Grade erfolgt, ueber den es dann wegen Mangel an hoeherer Befaehigungen nicht weitergehen kann, so kann solch eine Seele dann in eine bloss geschoepfliche Beseligung auf irgendeinem andern Weltkoerper (das ist außerhalb der geistigen Welt), das heisst in dessen Geistiges, übergehen oder aber auch, so sie es will (freier Wille), nochmal ins Fleisch der Menschen dieser Erde treten, ..."

Da von uns geistige Wiedergeburt und Gotterkindschaft oft nicht unterschieden werden, kann man fragen, ob man als ein "Kind Gottes" auch schon "wiedergeboren" ist.

Robert Blum und Bischof Martin waren sicherlich schon "Kinder Gottes", aber "Widergeborene" wurden sie erst durch ihre Weiterentwicklung in der jenseitigen oder geistigen Welt. Die Wiedergeburt erfolgt beim Uebertritt in den Liebehimmel. Das geschieht in den Offenbarungen ueber die Entwicklungswege von Robert und Martin im Jenseits jeweils erst am Ende der Mitteilungen über sie. Ihre Wiedergeburt ist die Erhebung in den Zustand eines Engels (eines erschaffenen Engels). Einen solchen Zustand haben sie erst ganz zu Ende der Mitteilungen, die wir ueber sie erfahren durften. Erst in diesem wuerdigen Zustand - nicht davor -  werden sie vom Herrn mit der von Ihm für sie ausgewählten und ebenfalls würdig gewordenen Partnerin verheiratet, denn ein Engel ist ein "vollstaendiger Mensch", er ist Mann und Frau in einem Menschen (die Dualdiskussion).

Seht ihr das auch so, dass man "Wiedergeburt" und "Gotteskindschaft" nicht gleichsetzen soll?

Liebe Gruesse

Von: Winfried.D
Gesendet: Dienstag, 9. Oktober 2001 21:41
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] über "Gotteskindschaft"


Gotteskindschaft und geistige Wiedergeburt sollte man nicht gleichsetzen. Das sehe ich auch so wie du, Gerd-Fred. Unter den sogenannten evangelikalen Christen geht die Begriffsinflation noch weiter. Dort bezeichnet man sich selbst oder andere oft als wiedergeborenen Christ und meint damit, dass man das Sühneopfer Jesu Christi für sich in Anspruch genommen hat. Für diese Leute ist die Wiedergeburt dann meistens auch mit der Gotteskindschaft identisch. Wer Lorber nicht hat, hat nur das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus im Evangelium, wo Nikodemus die Wiedergeburt zunächst körperlich missversteht.