Schuld und Suehne: Des deutschen Volkes Wunde  (Hans an Freundeskreis-Lorberliste, 2001)

..... Ihr habt mit Euren Beiträgen ein notwendiges Licht zum "Hollywood"- und "Durban"-Thema eingebracht, und so zu einer alten schmutzigen nicht heilenden Wunde der deutschen Seele. Das hat mich inspiriert und das Gute im status quo sehen lassen, das Ihr aber selbst nicht so empfandet und dem Norbert deswegen nicht vermitteln konntet. Ich will versuchen, dies mit Gottes Hilfe darzustellen, um so einen besseren Blickwinkel und eine gesündere Akzeptanz in noch vielen deutschen Gemütern zu bewirken. - Schuldbekenntnis und ein Gutmachenwollen sind nämlich nicht ehrenrührig ! Kehren wir also ruhig vor eigener Tür, die ja tatsächlich nicht ohne Schmutz ist, und zeigen wir nicht mit Fingern auf Fehler anderer, die es auch gibt. Laßt uns auf Jesus schauen, mit dem wir uns doch willentlich wieder verbinden (religio) wollen und zwar nicht nur äußerlich durch die Wassertaufe sondern innerlich durch eine tatkräftige Befolgung Seiner Lehre:

Lieber N. und liebe Freunde alle


Deinen jugendlichen Elan und Deinen feurigen Gerechtigkeitssinn in Ehren ! Aber der allein reicht leider nicht aus für ein gerechtes Vorgehen. Was uns Menschen noch sehr mangelt ist nämlich das Beurteilungsvermögen von Menschen und Sachverhalten. Wir wissen zu wenig um die Hintergründe und alle tieferen Zusammenhänge. So kommt es schnell zu Vorurteilen, Fehlurteilen, Ärger, Verstimmungen, Haß, Wut, Streit, Krieg, Krankheit und Tod. - So machen wir auch leicht einen Fehler, wenn wir Partei ergreifen für ein Land, einen Staat, ein Volk, eine Partei . . .  und auch Patriotismus ist nicht immer gut. Er ist sogar schlecht - und das gilt nicht nur aber ganz besonders in dieser Zeit für den Deutschen, wenn er eine andere Nation verunglimpft, in ein schlechteres Licht stellt, herabwürdigt und sich selber für besser hält. Das ist falscher Stolz, den jeder und jede Nation in Zukunft ablegen muß. Die Werte ändern sich jetzt global und wie nie zuvor. Wenn Deutschland nun als erstes Demut üben muß, ja darf, und aufgrund seines Vermögens auch kann und regelmäßig tut, so ist das ganz in Ordnung und in Gottes Sinn auch nicht ehrenrührig. Betrachten wir es doch einmal von dieser Seite ! Erkennen wir ruhig unseres Volkes Schuld und machen sie gut, so viel es auch irdisch koste. Das schadet weder unserer unsterblichen Seele noch unserem Ansehen weltweit. Was aber schadet, ist Kritik an anderen, ebenso Hochmut und falscher Stolz.

Wer steht denn dann vor Gott besser da ? Hier und im Jenseits ? Glaubt Ihr etwa, daß Gott ein Land bevorzugt ? Auch da gilt: Die letzten werden die ersten sein !  - Wenn wir Sühne tun dürfen, dafür daß unschuldige Kinder, Mädchen, Frauen, Männer gemordet wurden, so ist das ein großer Vorteil für unsere Seele. Sicher haben auch andere gemordet und tun es auch heute grausamst. Doch das entschuldigt doch nicht uns ! Versteht Ihr, worauf ich hinaus will ? - Gott liebt uns ! Deswegen die Möglichkeit zur Sühne. Ergreifen und erdulden wir diesen Rettungsanker !

Schlimmer sind die dran, die mordeten und nicht sühnen können. Wenn wir auch nicht persönlich schuld sind, sondern nur kollektiv, so ist das zusätzlich ein Plus. Denn wir sind alle eine große Familie - hier wie im Jenseits ! Und wir sollen uns gegenseitig helfen. Was ist denn schon dabei in Anbetracht der Kürze des Lebens ? Wem tut denn persönlich etwas weh ? Doch nur jeder sich selbst durch falsche Anschuldigungen und falsche Entschuldigungen. Mir tut dagegen jedes Menschenkind leid, das wegen welcher rassistischer oder religiöser Kriege auch immer umgebracht wurde - und leider noch wird. Ein israelisches Kind schließe ich genauso in mein Herz wie ein palästinensisches oder ein katholisches ebenso wie ein evangelisches, indisches, afrikanisches. Rassen und Religionen machen da keine Unterschiede. Alle sehnen sich nach Liebe. Wir alle haben nur den einen Vater im Himmel. - Doch viele Menschen, vor allem die "großen und mächtigen", sind oft berechnend, egoistisch, rücksichtslos und grausam. So müssen wir nicht sein !


Jesus ließ sich ans Kreuz heften und sagte in Seinem vorbildlichen Leben oft: Mein Reich ist nicht von dieser Welt ! - Auch unser Reich sei nicht von dieser Welt ! Unsere Heimat ist ewig und unverlierbar im Jenseits. Nur: Tun müssen wir etwas dafür. Ertragen wir also die vielen Ärgernisse, Ungerechtigkeiten, Lügen, Leid und Schmerz in diesem überaus kurzem Erdendasein mit christlichem Anstand. Jeden Zwist mit Brüdern und Schwestern privat in der Familie oder allgemein unter den Völkern löschen wir am sichersten nur mit dem guten Geist, den Christus uns schenkte. Dieser Geist besiegt jeden Feind und macht ihn zum Freund eines Tages. Welch ein Siegerpreis ! Also: Vorleben in Demut und Gutes tun ohne Hoffnung auf Dank ! Wohlwollen, Hilfsbereitschaft, Güte, Frieden ausstrahlen und Freude schenken trotz manchen heftig versuchenden Gegenwindes.... das hebt uns geistig auf höhere Stufen. Und darauf kommt es letztendlich an - auf nichts anderes. Einmal höher gekommen, haben wir aber mehr Licht und noch mehr Liebe zum Verschenken.

In so manchem Volk herrscht Wut über die Regierenden, deren Politik, über vermeintliche und tatsächliche Ungerechtigkeiten, Arbeitslosigkeit, hohe Preise und Asylantenflut. Bedenket doch, daß es aus geistiger Sicht ganz anders bewertet wird. Wir als schon "Etwas-Wissende" sollten darüber mal gründlich nachdenken und meditieren, und immer bedenken, daß wir in der sogenannten "Endzeit" stehen. Ein gewaltiger geistiger Umbruch geht vonstatten. Betrachten wir endlich alle Menschen als Geschwister und denken nicht mehr so kleinkariert national oder umgekehrt anti-national. Schließlich kann notfalls jeder von uns auswandern, dahin wohin es ihm am besten gefällt. Die Grenzen fallen und es gibt auch viel Gutes, was man hervorheben sollte als sein wollender Jünger und Nachfolger  Jesu. Alles hat zwei Seiten, eine gute und eine schlechte. Natürlich kann kein Paradies auf Erden geschaffen werden,  schon gar nicht über Nacht, aber der menschliche Geist wird auf Erden eine andere Richtung einschlagen müssen !  Es entstehen langsam aber sicher, weil gottgewollt, völlig andere Wertbegriffe und gesellschaftliche Formen. Den Anfang erleben und gestalten wir mit.

Was können wir jetzt schon in dieser Endzeit tun, wie sollen wir uns verhalten, wenn uns schon das gerechte Beurteilungsvermögen für die Lage im großen und ganzen fehlt ?

Für uns persönlich heißt das: Auf Gottes Wort achten, den Standpunkt Jesu erkunden, Jesus vorangehen lassen und Ihm folgen. Er ist ein vorbildlicher Führer, der im Gegensatz zu den weltlichen Heerführern ( die in der Regel, während die Soldaten in blutigen Schlachten Leib und Leben riskieren, im sicheren Bunker wohnen, um ihr Mückenleben zu schonen ) uns vorangeht.  - Wenn Jesus Selbst sagt, daß Er vorausgeht und wir Ihm folgen sollen, so darf man selbst aber nicht vorpreschen. Sonst gilt: Wer nicht hören will, der muß fühlen (bis er seine Lektion gelernt hat) ! Und so haben wir auch die herrschenden Machtverhältnisse zu akzeptieren. Ganz deutlich für unser Thema hier eine wohl zu beachtende Warnung Gottes aus Lorbers Wortschatz:

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[HiG.03_49.04.06,105] Noch einmal aber warne Ich euch gar ernstlich, daß ihr Mir in dieser Zeit ja nicht weder links noch rechts Parteigänger macht! Denn wer zum Kampfe gerufen wird, der kämpfe dort, wo er gerufen ist, nicht auf eigene Faust etwa gar verräterisch, sondern auf die Faust dessen getreu, der ihn in den Kampf gerufen, - aber wer da siegen solle, und wer da siegen wird, das steht allein in Meiner Hand!
[HiG.03_49.04.06,106] Niemand aus euch sage: Dieser kämpft mit Recht und jener mit Unrecht, also verräterisch an jenem, der nach eurem Urteile das Recht haben soll, sondern eure Sache sei, zu beten für Freund und Feind; was darüber ist, ist Sünde! Denn durch solche Parteigängerei zieht ihr den Hochmut derjenigen Partei, die nach eurem Wunsche siegen solle, in euch und wünschet dann aus diesem Hochmute dem Widerpart den vollen Untergang. - Fraget aber dabei euer Herz, ob die, welche untergehen sollen, nicht ebensogut eure Brüder sind wie jene, denen ihr den Sieg wünscht?


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"Ja - Jesus, geh voran, wir folgen Dir !"

Das sei unser Wahlspruch im großen wie im kleinen. Dazu noch ein familiärer Tipp: Christus sei das Haupt des Mannes, der Mann aber sei das Haupt der Frau. Praktisch bedeutet das, daß wir christlichen Männer mit der gleichen Liebe und Geduld die Frauen als Vorbild führen sollen. So wie Jesus uns liebte, umsorgte und schütze, so sollen wir Männer jetzt unsere Ehefrauen lieben, umsorgen und schützen, ebenso die Kinder. Das ist unsere "Vorrangstellung" (Liebe, Treue) verbunden mit heiligen Pflichten. Was heute an Entgleisungen in den Ehen und Familien passiert, geht stark auf die Konten der Männer und müßte nicht sein, wenn gerade wir Männer christliche Führungsqualitäten besäßen, richtig gepolt und richtig ausgerichtet wären, und so auch in der Familie Christus folgen würden.  Die Frauen wären glücklich, solche Männer zu besitzen, und würden ihre Kräfte voll entfalten und ihren Männern zu deren Glück wiederum zur Verfügung stellen können. - Wir Männer sollen die Liebe und die Treue und die Sanftmut Jesu Christi, die wir in unserer vom Herrn vorgesehenen Führungsposition den Frauen gegenüber geschenkt erhalten, an unsere Frauen weiterschenken. Das ist der Weg ! Ehestreitigkeiten, Ehebrüche und Ehescheidungen wären dann eine Seltenheit. Eine Frau kann nämlich nur das von ihrem Mann aufnehmen und verarbeiten, was er ihr gibt. Wenn der Kopf falsch führt, tut das Herz weh. Mehr möchte ich dazu hier nicht sagen . . .



In der Hoffnung, daß all das Gute, was nicht unbedingt mir schon eigen ist, wohlverstanden wurde, empfehle ich alle

der Weiterführung Gottes . . .


Gottes Segen und Führung wünscht


Hans

 

(wieder obiges Thema, nun noch Krieg im Nahen Osten, an Freundeskreis-Lorberliste am 5.4.02)

 

Lieber M.,

 

tröste dich damit, daß es einen allmächtigen Gott gibt, der sicher eine gute Medizin parat hat für diejenigen, die heute sich für unbesiegbar halten und die Armen und Schwachen mit geringer Mühe unterdrücken. Denke auch an David und Goliath ! Wie es damals war, so wird es wieder kommen. Wenn heute auch die ganze Welt eingeschüchtert von der aufmarschierten Super-Weltmacht nur mit dem Finger auf die Übeltäter zeigen kann in ihrer Ohnmacht, so bleibt das nicht ohne Wirkung. Der Haß, der heute, zu Ostern 2002, wieder den Juden in aller Welt entgegenweht, ist groß und macht allen Juden, ob gut oder böse, das Leben wieder einmal nicht lebenswert. An allen Ecken kann ein arabischer "Terrorist" lauern und einen Anschlag auf ihr Leben planen. So müssen die meisten immer in Angst leben und sich verstecken.  Ich empfinde Mitleid. Kein schönes Schicksal ! Manche Juden aber kämpfen offen und mutig für die Freiheit:  Felicia Langer, eine bekannte jüdische Friedenskämpferin, gab pünktlich zu Ostern unserer Tageszeitung ein langes Interview. Sie nahm kein Blatt  vor ihren Mund und sprach deutlich aus, was heute nahezu die ganze Welt  denkt und offen ausspricht: "Was die Juden in den besetzten Gebieten tun ist der Inbegriff von Gewalt.", "Die Besetzung ist völkerrechtswidrig", "Die Ursache für die Selbstmordattentate ist die schon 35-jährige Besetzung Palästinas", "Amerika spielt die schlimmste Rolle, die man spielen kann.", "Die Amerikaner liefern und bezahlen die Waffen: F16-Kampfflugzeuge, Apache-Hubschrauber, die die Zivilbevölkerung angreifen und töten. Alles was die Juden für den Krieg besitzen ist american paid oder american made.". Außerdem werden in der EU von "jüdischen, völkerrechtswidrigen Siedlungen" Waren ohne Zoll zugunsten Israels gekauft usw.... Felicia Langer kann das frei äußern, sie ist Jüdin. Sie nennt Israel ihre Heimat, Deutschland aber ihr geliebtes Zuhause. So wie sie denken auch andere Juden und können nichts tun, weil sie eine Nummer zu klein sind - wie wir. (Trierischer Volksfreund, Nr. 75, Themen der Zeit, Seite 3)

 

Lieber Michael, halten wir uns an das, was Jakob Lorber und Ralf raten: Keinen Parteigänger machen ! Vertrau auf Gott. Es gibt hier wie da Gute. Ich schrieb davon schon oft. Der Herr läßt das zu, was passiert, um die Böcke von den Schafen zu trennen. Aber eines Tages wendet sich der Spieß. Vielleicht erleben wir das noch im irdischen Gewand.

 

Auch über die alten Wunden Deutschlands schrieb ich schon (s.o.).  Heute füge ich nur hinzu, daß es besser ist, nicht in den Wunden der Vergangenheit zu wühlen. Die Folge sind in der Regel Ärger, Mißmut, Wut und Haß. Gerade das, was Christus nicht will. Also lasst lieber die "Aufklärung" über das, was "wirklich" geschah. Das was wirklich geschah, weiß nämlich nur EINER, der die Geister besser als wir kennt. -- Was aber die Gegenwart betrifft, so laßt uns Liebe säen in die Herzen. Liebt alle Menschen so gut ihr könnt, ob Türk, ob Jud, ob Heid. Sie sind alle unsere Brüder und Schwestern - und oft erstaunlich besser als die, die sich Christen nennen !!! 

 

***

 

Auch ich rufe auf zum Kampf gegen den Terrorismus.  Aber uns Mückenfängern bleibt nichts als zu beten, daß der Herr bald eingreift und hilft. Denn der Antichrist ist zu mächtig für uns.  "Seht die Greueltaten an des Kindlein Hort". Darüber gibt es Prophezeiungen, Weissagungen von Männern und Frauen des 20. Jahrhunderts gemäß Apostelgeschichte 2,17 und Johannes 14,21.. Treten sie ein, dann steht das "Christkind" schon vor der Tür, aber nicht mit Süßigkeiten. Eine sehr fromme, christliche Prophezeiung besagt, daß der mächtige Antichrist vor der Wiederkunft Christi das "einstige Lieblingsvolk Gottes, die Juden, angreifen wird" und daß das in Palästina geschieht.... Doch dann schreitet ER ein, der Messias der Juden, der Heiland der Christen, der Retter der Menschheit ..... 

Beachtenswert ist die Aussage, daß der Antichrist nicht nur den Glauben an Christi Erlösungswerk nehmen will, sondern das Christentum und das Judentum ausrotten will. Der Antichrist ist nicht allein der Feind Christi sondern seit Urzeiten schon Gottes Gegner ! Er will alle Religionen, die an den einen ihm verhassten Gott glauben, ausrotten (Mohammedaner, Christen, Juden). Doch dazu kommt es nicht. Alle werden sich vereinigen und den weit mächtigeren Mahdi, den Messias und den Heiland wiedererkennen.

 

Komme, Herr Jesus Christ!  Komme bald, der DU kommen mußt, und laß einen Liebelichtstrahl in die Herzen fließen. Mögen Feinde zu Freunden werden. Das wünscht Hans.

 

Und Christus ließ uns kürzlich wissen:

 

 Ich komme gewiß ! Ich komme zwar spät, aber auf alle Fälle komme ich rechtzeitig !

 

hans

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Soziale Kämpfe und Verrat als Endzeitkennzeichen 

   {jl.widk.065,04} »Viel Arges werdet ihr noch sehen und werdet davon reden hören. Es wird ein Volk das andere verdammen (z.B. Nazis die Juden etc., d. Hg.) und eine Partei wird der anderen Galgen erbauen(z.B. bei den Nazis im 3. Reich, d. Hg.). Die noch vor kurzem sich als Freunde begrüßten, werden sich gegenseitig verraten (im Wirtschaftsleben, Politik und privat, d. Hg.), der Sohn den Vater und der Vater den Sohn! Fället aber über niemanden ein Urteil, sondern lasset alles Mir allein über, so werdet ihr euch in Meiner FriedensArche befinden, in der euch nichts Arges dieser Zeit wird erreichen können.« 

G. Gutemann