Was tun, wenn man unruhig ist ?

 

Von:
Betreff: Was tun wenn man unruhig ist?
Datum: Donnerstag, 30. August 2001 23:52
In einer eMail vom 30.08.01 schreibt Dirk N.:

Liebe Freunde,

was tut ihr, wenn ihr unruhig seid und
die Verbindung zu Jesus nicht mehr so spüren könnt?

 

Lieber Ralf,

zu Deiner Frage möchte auch ich noch - ebenfalls verspätet - ein paar Anmerkungen machen. Aus meiner Erfahrung ist das Folgende eine kleine Skizze einer gute Methode um innerlich zur Ruhe zu kommen und dadurch den Geist wieder frei und für das Wesentliche empfänglich zu machen.Das geht sogar recht schnell, wenn man diese Übung durch häufiges Wiederholen trainiert hat.

Man mache es sich im Liegen recht bequem (ausgestreckt und locker liegend). Man schließt die Augen und beginnt - an den Fußzehen anfangend - und in Gedanken aufwärts schreitend - sich jeden Körperteil in Gedanken gut vorzustellen, seine Form und jeweils begrenzt auf den jeweiligen Körperteil: am rechten Fuß eine Zehe nach der andern (mit dem großen Zeh beginnend); am linken Fuß eine Zehe nach der andern; die rechte, die linke Fußsohle, die Verse rechts, die Verse links, und so Schritt für Schritt immer weiter hinauf am Körper und im Körper; immer von unten nach oben: Leber, Magen, Herz, die rechte, die linke Lunge, etc. etc. die Arme abwechselnd hinunter bis zu den einzelnen Fingern; den Hals und seinen Inhalt, alle Teile des Kopfes bis zum Scheitel (den zuletzt). Dabei spürt man wie sich Nervenspannungen lösen; man spürt das Herz in seinen Bewegungen, etc. Entscheidend ist, dass man immer bemüht ist nur an das jeweilige Organ oder Körperteil zu denken (und an nichts sonst).

Das ist eine Übung, die den gesamten Körper wieder ins rechte Gleichgewicht bringt und er erholt sich dabei sehr gut, kommt zurück in Harmonie und damit wieder zur Leistungsfähigkeit. Wichtig ist aber, dass man von ganz unten (an den Zehen) beginnt und auf dem Weg nach oben möglichst nichts auslässt. Nach einiger Übung benötigt man dafür ein paar Minuten. Da dies aber am Anfang auch für das Bewusstsein anstrengend ist, kann man dabei kurz einschlafen. Durch den Fokus des Bewusstseins, das an den Organen - bildlich gesprochen - entlang gleitet, wird nicht nur der Körper für das Bewusstsein erfahrbar, der Körper verliert dabei auch seine Verspannungen. Es macht förmlich Spaß die Lungen oder das Herz in ihren autonomen Bewegungen zu beobachten.

Vielleicht darf man sagen, dass man die substantiellen Bestandteile des eigene Körpers dabei zu erkennen sucht; erfahrbar macht.

Hat man damit Erfahrung und ist geübt, kann man das jederzeit machen, auch wenn man nur für ein paar Minuten in Ruhe irgendwo sitzen kann. Es muss nicht immer die ganze Übung sein: sie muss aber stets unten beginnen.

Wie sich das Gesagte mit bestimmten Techniken der Meditation vergleichen lässt, weiß ich nicht. Vielleicht ist diese Übung für so machen ein alter Hut; wirksam ist sie aber sehr. Man fühlt sich danach frisch und wieder tatkräftig. Das ist dann wieder die Plattform auf der man mit einem erfrischten Bewusstsein sein möchte.

Herzliche Grüße

 

Von: Hans-Dieter U
Gesendet: Montag, 3. Dezember 2001 13:38
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Chakras und die sieben Geister
Gottes

Lieber Norbert,

ein paar Hinweise auf geistiges Üben (die sieben Viertelstunden und das Sichselbstbeschauen [GEJ.01_224,08] kamen ja schon zur Sprache) und auf den Zusammenhang zwischen den sieben Geistern Gottes und den sieben Chakras. 
Auch der Böhme Schüler Johann Georg Gichtel stellt diese Zusammenhänge dar.

[HiG.03_42.08.19,27] Daher auch übet ihr beständig all die Kräfte des Geistes, so wird er einst in der Fülle der ewigen Lebenskraft dastehen und wird auf seinen Schultern die größten Lasten Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung gar wohl zu tragen imstande sein.

[GEJ.07_019,10] Und also ist das wahre, vollkommene Leben in Gott, im Engel und im Menschen gleichfort ein Kampf der dir nun gezeigten sieben Geister. Aber dieser Kampf ist in Gott wie im Engel kein solcher, als wäre in einem oder dem andern der sieben Geister ein Bestreben, die anderen Geister zu unterdrücken und untätig zu machen, sondern der Kampf geht ewig dahinaus, daß ein Geist den andern gleichfort nach aller seiner Kraft und Macht unterstützt und sonach ein jeder Geist in dem andern vollkommen enthalten ist. Es ist also die Liebe in allen den anderen sechs Geistern und ebenso das Licht oder die Weisheit in der Liebe und in den anderen fünf Geistern und also fort, so daß in jedem einzelnen Geiste auch alle anderen ganz vollauf wirken und stets wirkend gegenwärtig sind und sich fort und fort im schönsten Ebenmaße unterstützen.“
[GEJ.07_020,01] (Raphael:) „Also sollte es auch im Menschen sein; aber es ist leider nicht so. Wohl ist diese Fähigkeit jedem Menschen gegeben, jedoch ohne je völlig ausgebildet und 

durchgeübt (!!!)

zu werden. Nur wenige Menschen gibt es, die alle die sieben Geister in sich zur vollen und gleichen Tätigkeit bringen und dadurch wahrhaft Gott und uns Engeln Gottes gleich werden; aber, wie gesagt, gar viele sind davon abgewandt und kümmern sich wenig darum und erkennen sonach das wahre Geheimnis des Lebens in sich ganz und gar nicht. 
Solche blinden und halbtoten Menschen können dann den ihnen zugrunde liegenden Zweck des Lebens nicht erkennen, weil sie sich nur von einem oder dem andern der sieben Geister leiten und beherrschen lassen.

Das Durchüben der sieben Geister bewirkt aber nichts anderes als ein Aufsteigen der Kundalini (ein verstärktes Fließen geistiger Kräfte von einem der sieben Geister zum anderen), was bei Lorber nicht mit diesem Wortlaut, jedoch inhaltlich enthalten ist.

[Fl.01_012,60] Haltet ferne euren Verstand, aber desto näher euer Herz, so werdet ihr den wahrhaften Sieg des Lebens in euch erkennen und werdet euch aufschwingen können zu dem siebenfachen Lichte, und zum dreifachen Lichte über das siebenfache Licht!

Man muß sich immer der Wechselbeziehung zwischen der Ausbildung bzw. Reinigung der sieben Geister und der Beziehung zum Gottesfunken bewußt bleiben. 
Aus der Verinnerlichung und dem Kontakt zum Gottesfunken holen wir die Kraft zu der Arbeit an den sieben Geistern, jedoch erst wenn sich die sieben in der göttlichen Harmonie befinden, können wir uns mit unserem göttlichen Funken vollends vereinigen. 

[HiG.03_54.02.24,14] Geht nun die Seele nicht in eine gewisse träge Genußsucht über, sondern arbeitet tätigst an ihrer inneren Ausbildung, so belebt sie den Keim des Atma in sich

(diese Bezeichnung für den Gottesfunken findet man sowohl im Yoga, 
z. B. in der Bhagavat Gita, als auch in der Theosophie!! 
Warum wohl gebraucht Jesus in der Neuoffenbarung ausgerechnet dieses alte vorchristliche indische Yoga-Wort "Atma"??), 

und dieser wächst dann schnell, wird endlich in der Seele selbst ausgeboren und nimmt sodann die ganze Seele in sich auf und wird eins mit ihr. Die also veredelte und vergöttlichte Seele wirkt dann auf den Leib zurück, veredelt dessen ätherische Lebensteile und macht sie zu den ihrigen, was dann eine wahre Auferstehung des Fleisches ist.
[HiG.03_54.02.24,15] Ein solcher Leib, der schon bis auf seine allergröbsten Materieteile mit der Seele vollends unsterblich ist, veredelt und vergöttlicht dann aber auch den jeden Menschen von außen her umgebenden Lebensätherkreis, wodurch dieser dann zum intelligenten Leben wird und sich, wie die Fäden einer Spinne, nach allen Richtungen als intellektuell-lebendig fühlend ausdehnt.
[HiG.03_54.02.24,16] Durch diesen Lebenskreis kann dann die Seele sich in die weitesten Fernen hin gewisserart intellektuell ausdehnen und alles fühlen, hören und sogar schauen, was selbst die entferntesten Schöpfungsräume für sie vordem verborgen hielten.

[GEJ.02_226,05] Dagegen jene Seelen, die auf der Welt zu der heilsamen Überzeugung gelangt sind, daß alle Schätze der Erde der Seele nichts nützen, weil sie in den Tod sinken müssen wie der Leib, und sich darum von der alten Narbe Adams so frei als möglich gemacht, aber dafür ihren Geist, das Atma Gottes, in sich gefunden und mit aller der wahren Sorgfalt gepflegt haben –, haben fürs erste wenig mehr eine irgend wie immer geartete Krankheit des Leibes zu bestehen.

Anmerkungen in Klammern von mir.

Liebe Grüße 

Dieter

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