Von: "horst"
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Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott ist nicht boese
Datum: Mittwoch, 8. August 2001 20:29
Liebe Myrta, liebe Geistesfreunde!
Kommt das Böse aus Gott? Natürlich nicht!
Wollen wir aber auf diese Frage eine zufriedenstellende Antwort erhalten, so müssten
wir vielleicht die Frage umformulieren, und fragen: Wie und wo ist denn genau
entstanden, was wir Menschen das Böse nennen?
Das erste geschaffene Wesen ist und war Niemand anders, als der Satan selbst
oder die Satana; denn sie war ja als Gegensatz zu IHM geschaffen, oder wenn wir
es bildlich besser verstehen wollen; als Weib GEGEN den Mann.
Während ER, der Schöpfer, als POSITIVES allein in der ganzen geistigen Urwelt
dastand und ewig war, so war die Satana als Ergänzungspol die NEGATIVITÄT, zum
Vergleich des geistigen Ichs, SEINES Selbsts! Als Satana war sie mit einer IHM
gleichen Schöpfermacht ausgerüstet worden, konnte schaffen wie ER, hatte Alles
auch, was IHM allein zustand, nur nicht die Unendlichkeit, d.h. die Eigenschaft,
weder angefangen zu haben, noch aufzuhören; sie war ein *geschaffenes* Wesen,
im Gegensatz zum Schöpfer. So stand sie da, ein grosser Geist, der seiner Macht
sich bewusst IHM das erste Danklied darbrachte, der jedoch, vermöge der zu
grossen Eigenliebe, bald in das ENTGEGENGESETZTE(BÖSE) des Schöpfers eigenen
Ichs überging, nämlich in Stolz und Auflehnung gegen SEINE Macht und SEINE
Gesetze(der Liebe und der Demut). Sobald Satana genug Geister und Welten aus
ihrem Ich ins Dasein gerufen hatte, und durch dieses ewige Schaffen ihre eigene
Macht erkannte, stieg in ihr der Gedanke auf, sich selbst zu oberst
hinauszuschwingen und IHM Seine letzten Attribute, die ER sich Selbst
vorbehalten hatte, als ewiger Gott und Schöpfer zu nehmen.
Nach dem Heraustreten ihres Ichs wagte sie den Kampf mit ihrem Schöpfer, das
eitle Geschöpf mit seinem Urheber, und verlor ihn. Was dort im Anfang als höchstes
Danklied zum Schöpfer aus den Herzen der meisten Geister und auch aus ihrem(der
Satana) aufstieg, wurde verkehrt in die entgegengesetzten Eigenschaften (Gutes
zum Unguten-Böse), Liebe in Lieblosigkeit(Hass), Demut in Übermut(Hochmut),
Unterwürfigkeit und Gehorsam in Stolz und Herrschsucht. So ist aus einer
geistigen *Einheit*(Harmonie) mit und in Gott eine unterschiedliche
*Zweiheit*(Gut gegen Ungut-Böse), Disharmonie geworden. So auch sind dann die
Welten geworden. Im Gegensatz einer freien Geisterwelt - Materie, d.h. gebundene
Geister und obenan steht die IHM einst so lieb gewesene Satana, der höchste
Geist nach IHM, als erster Widersacher und Widerspenstiger, der stets seinem
Grundsatz getreu Gottes Macht nachstellt, und Alles zu vernichten sucht, was ER
geschaffen und bis heute erhalten hat. Das Lied des Dankes(das Gute) hat sich in
ein höllisches Zorn- und Hohngelächter(das Ungute-Böse) umgewandelt, und so
ist auch Satana heutzutage noch; während ER der höchste reinste Geist(das
Gute) ist, ist Satana wie Materie, als Gegensatz (das Ungute-Böse) zum Geiste,
wie gebundener Geist zum freien, Hass zur Liebe und Zornfeuer zum Gnadenlicht.
Herzliche Grüsse
Horst
--- myrta
schrieb: > Lieber Gerd-Fred, > Gott laesst das Boese wohl zu, des freien
Willen > wegen. Er hat aber das > Boese nicht geschaffen. Es entsteht
selber beim > Uebertritt seiner > Gesetze durch die Geschoepfe, wenn wir
aus der > Ordung treten. Der > Gedanke das man sagt Gott hat auch das
Boese > erschaffen betruebt mich > sehr. > Gott ist die reinste Liebe
was kann denn da boese > sein. Aus Gott kommt > das Boese nicht. >
Alles was Gott erschaffen hat ist gut und > vollkommen, da er ja die >
Liebe ist. > Gottes Segen > Myrta > > > >
Hallo liebe Freunde,
nur ein kurzer Einfall zum Bösen,
wenn Gott nichts böses tun könnte und nichts böses in sich hätte, dann wäre
er doch auch nicht vollständig oder?
Ich habe kein Problem damit mir vorzustellen, dass Gott auch in einer Sekunde
die ganze Schöpfung vernichten könnte, nur weil er es wollte, (nichts weil es
"gut" ist) und habe das felsenfeste Vertrauen, dass Gott so etwas nie
tut. Gott kann jederzeit auch böses tun, hat es noch nie getan, tut es nicht
und wird es niemals tun, da er sich völlig dem Gegenpool den er auch in sich trägt
hingegeben hat und damit eine Harmonie in sich erreicht hat die es völlig unmöglich
macht, dass er anders handelt. Aber rein prinzipiell könnte Gott auch Böses
tun. Denn wir Böses tun können, aber Gott nicht, dann wären wir ja "größer"
als Gott und das kann auf keinen Fall stimmen, wir können ja nur als ein Stäupchen
in uns haben, was Gott in der unvermesslichen Fülle ebenfalls besitzt.
Liebe Grüße
Ralf
"Gott kann jederzeit auch böses tun, "
Lieber Ralf,
diesen Gedanken hat dir kein guter Geist eingehaucht ! Wenn ein Mensch sagt oder
auch nur annimmt, daß Gott etwas Böses tun kann, dann gibt dieser Mensch nur
von sich selbst das schlechteste Zeugnis. Er beweist nämlich dadurch, daß er
Gott verkennt, Gott und Seine Ordnung nicht über alles liebt sondern für
fehlerhaft hält im Gegensatz zu seinem Urteilsvermögen (Hochmutsphase!).
Gott allein ist vollkommen und der Maßstab
aller Dinge !
Was Gott tut, ist wohlgetan. Wenn Er Dinge tut, die dir
nicht gefallen, wenn Er Krankheit, Tod und Zerstörung zuläßt, so ist das nur
in unseren kurzsichtigen Augen "böse". Gott allein weiß, was für
unsere geistige Fortbildung nützlich ist.
[HGt.03_067,14] In Mir also ist das Ja wie das
Nein gleich gut; denn im Ja schaffe Ich, und im Nein ordne und leite Ich alles.
[HGt.03_067,15] Aber fürs Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das Nein, und
das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Mir geworden ist, allwo es
dann auch im Nein wird bestehen können.
Wir Menschen müssen eines Tages Rechenschaft
vor Gott ablegen. Doch Gott ist niemandem Rechenschaft schuldig: ER tut, was ER
will und wir haben zu lernen, daß das immer gut ist. Gott schuf alles Leben,
wir Menschen können noch immer keine einzige Zelle lebendig machen, sondern höchstens
verändern und zerstören !
[GEJ.09_022,04] Ich aber bin da Selbst Herr und
Diener, schreibe Mir die rechten Wege Selbst vor, und niemand kann Mich zur
Rechenschaft ziehen und sagen: ,Warum tust du das?‘ Denn Ich Selbst bin aus
und in Mir die Wahrheit, der Weg und das Leben . . .
[GEJ.09_022,05] Denn so die Menschen dieser Erde Kinder Gottes werden wollen, so
müssen sie in allem so vollkommen zu werden trachten, als wie vollkommen da ist
der ewige und heilige Vater im Himmel, der in Sich ist die ewige Wahrheit, die
ewige Liebe und Macht und alles das endlos Gute, Gerechte und Herrliche aus ihr.
(*trachten = die Richtung zu Gott einschlagen mit
aller Liebe, Kraft, Glauben, Vertrauen ... und sich nicht mehr zum Schattenreich
der Welt umblicken und auf Satans Einflüsterungen hören !)
Gott ist das Zentrum von allem, was existiert. Gott ist der Quell allen Lebens -
wie soll von Ihm Tod ausgehen ? Gott ist der Quell aller Liebe - wie soll von
IHM Liebloses ausgehen ? Gott ist Quell allen Lichtes - wie soll von IHM
Schatten ausgehen, Ralf ?!
Nur die Geschöpfe haben eine Schattenseite. Das ist die Seite, die weg von Gott
zeigt. Dieser Schattenseite sollen wir, Seine seinsollenden Kinder, tunlichst
den Rücken zuwenden ! Gott aber richtig zugewandt sein, heißt soviel wie Gott
über alles lieben und Ihn als den guten, heiligen Vater anzusehen, der nur gut
ist und ganz ohne Falsch, wie wir es leider von Menschen kennen.
Gott abgewandt sein, Gottes Anordnungen zu verdächtigen, das ist das Böse für
uns. Wer sich von Gott entfernt, der sägt sich selbst den Ast des Lebens ab und
fügt sich Leid zu. Gott warnt und mahnt immer wieder vor den Folgen unseres
gottwidrigen Tuns. Aber Er sagte auch: Dem Wollenden geschieht kein Unrecht !
Wenn es uns Menschen schlecht in Seiner Welt geht, so sind wir selber schuld.
Wir kennen Seine Gebote der Liebe, doch wir halten uns oft nicht daran. Gott der
Schöpfer und alleinige Herr und Meister hätte das Recht, zu zerstören, doch
Er tut es nicht, da Er uns liebt. Und wenn Er zerstören wollte, dann wäre das
dennoch Gottes gerechte Sache ganz allein.
[BM.01_174,07] Ich setze den Fall, Er hätte
wirklich unter den zahllosen Myriaden Seiner Welten eine gestellt, die da bloß
ein Spiel Seiner Launen sein sollte. Sage, wer wohl könnte Ihn darum zur
Rechenschaft fordern? Und so du dir das getrauen würdest, meinst du wohl, du könntest
dadurch von Ihm eine rechtfertigende Antwort erzwingen? Er ist und bleibt ewig
ganz allein der Herr und tut, was Er will! Dem Er gut sein will, dem ist Er gut;
den Er aber verwerfen will, den kann Er auch verwerfen, – mag es uns recht
oder unrecht dünken.
Gott ist das alleinige Zentrum allen Seins und Herr
über alle Zeiten und Räume.
Stelle Dir Gott als das Zentrum des Universums vor wie eine Sonne. Von diesem
Zentrum gehen Liebe, Licht und Leben aus. Von diesem Zentrum wird die gültige
Ordnung bestimmt. Allein der geistige Abstand vom Lebens- und Liebeszentrum
bestimmt, wie gut oder schlecht ein Geist ist. Aber selbst der vollendetste
Geist kann nie das Zentrum Gottes einnehmen und ist somit immer unvollkommener
und schlechter als Gott Selbst. Andererseits kann auch der gottfernste Satan
nicht fern genug von Gott sein, daß Er außerhalb von Gottes macht wäre und völlig
schlecht und ganz verloren wäre.
Gott allein ist gut !
Gott Selbst als die ewige Liebelichtquelle besitzt
keinen Schatten. So kannst Du, Ralf, Dir vorstellen, daß Gott allein gut ist.
Das Böse dagegen ist das, was in seiner Freiheit sich freiwillig von Gott
abwendet. Es ist aber nicht vor Gott böse, sondern nur zu sich selbst, weil es
sich dadurch schadet. Verstehst Du das ?
Wer von Gott abgewandt im Dunkeln wandelt, der kommt auf die Idee zu fragen,
woher das Böse stammt und schiebt es einfach Gott in die Schuhe. Klar, wenn das
Licht nicht wäre, da gäbe es auch keinen Schatten. Doch darf man nicht Ursache
mit Wirkung verwechseln ! Wir Neuoffenbarungs-Jünger aber stehen auch noch
nicht treu zum Licht Gottes, sondern wenden uns oft noch dem Schatten zu. So
wissen wir einerseits zwar, daß Gott nur die Liebe ist, fragen uns andererseits
aber dennoch hin und wieder, ob Gott nicht auch böse sein kann. Die Diskussion
um das Böse in oder aus Gott ist dumm, dreist und wird immer wieder von
negativen satanischen Kräften initiiert. Das war schon früher so. Lamech, der
sich ebenfalls über das Böse in Gott den Kopf zerbrach, fragte den Herrn in
den Haushaltungen:
".... so möchte ich denn doch erfahren von
Dir, woher denn so ganz eigentlich das Böse des Satans und somit auch das Arge
und Schlimme in uns Menschen kam. Woher die Sünde, woher der Zorn, woher der
Neid, woher die Rache, woher die Herrschsucht, und woher die Hurerei?“
[HGt.03_067,10] Und der Herr erwiderte darauf dem Lamech: „Mein lieber
Lamech, diese deine Frage klingt zwar wie eine großartig weise; aber Ich sage
dir: sie ist sehr menschlich!
Wenn wir uns wieder ganz Gott zuwenden, dann
kommen wir nicht mehr auf solche finsteren Gedanken, dann stehen wir im Licht.
Erkennen wir doch: Wenn Gott nicht die Barmherzigkeit und Liebe wäre, sondern
so mit uns Menschen umgehen würde, wie wir mit unseren menschlichen Gegnern
umgehen würden, wenn wir die Macht dazu hätten, dann würde die Welt nicht
mehr bestehen ! Gott würde alle Sünder ausrotten, die gegen Seine heilige
Ordnung verstoßen. Stattdessen übt Er Nachsicht und läßt Gnade vor Recht
ergehen und tut Selbst alles, um uns zu retten. Doch zum Guten zwingt Er auch
keinen ! So mahnt Er nur wieder:
[HiG.02_42.10.30,21] Wer aber das Leben überkommen
will, der liebe und glaube sanft und geduldig! Und er fordere von Mir nicht wie
von einem schlechten Sachverwalter eine unzeitige Rechenschaft! Denn wahre
Kinder lieben den Vater und hadern nicht mit Ihm! [HiG.02_42.10.30,22] Solches
verstehet wohl! Amen.
Gottes Liebe möge alle Herzen sanft erwärmen
wünscht
Hans