Von: Dirk 
Gesendet: Sonntag, 22. Juli 2001 00:09
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses
Liebe Freunde,
 
vor etlichen Monaten gab es eine kleine Debatte, die zum Thema hatte, woher das Böse stammt. Ich war damals der Ansicht, das nicht Satan das Böse erschaffen haben könnte, sondern das alles, was ist, von Gott gekommen sein müßte.
Mit dieser Meinung bin ich allerdings auf einen großen Widerstand gestoßen und mit einigen Textauszügen wurde mir meine Ansicht auch eigentlich widerlegt und ich habe das, allerdings mit Zweifeln im Herzen, hingenommen.
Nun möchte ich diese Diskussion nicht wieder aufleben lassen, allerdings habe ich im GEJ Bd 2 Kp. 228 ff Textstellen gewisserart wiedergefunden, die mich in meiner damaligen Ansicht bestärken. Da ich leider die CD nicht habe, werde ich hier nur Ausschnitte aus diesem Kapitel niederlegen, der interessierte Leser möge bitte selbst die Einzelheiten nachlesen.
 
228    Kraft und Widerstand
 
 
4 Sehet, alles was da ist, besteht und irgendein Dasein hat, kann nicht anders bestehen, als durch einen gewissen, beständigen Kampf.
5 Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze, als verneinende und bejahende, die sich stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, böse und gut, falsch und wahr, und Lüge und Wahrheit.
6 Keine Kraft kann etwas bewirken, wenn ihr nicht eine Gegenkraft entgegensteht.  
 
229     Vom Wesen Satans
 
 
1.....warum ein Sein ohne Gegensein so gut wie kein Sein wäre...
2 Dieses Verhältnis muß darum in allem, was da ist, im rechtem Maße vorhanden sein, ansonst es so gut wie garnicht da wäre.
3 Und so muß denn auch das vollkommenste Dasein Gottes in sich selbst in jeder Hinsicht auch die ausgebildetsten Gegensätze fassen, ohne das eben auch so gut wie gar kein Wesen wäre. ......
4 Wollte nun Gott aus sich selbst heraus Ihm ähnliche freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie ja auch mit eben den streitenden Gegensätze versehen, die Er in sich selbst seit aller Ewigkeit her in den natürlich besten und reinst abgewogensten Verhältnissen besaß und besitzen mußte, ansonst Er sicher nie wirkend dagewesen wäre. ......
 
 
und so weiter, bitte alle Zusammenhänge selbst nachlesen. 
 
Aus diesen Erläuterungen geht nun für mich relativ eindeutig hervor, das auch das Böse natürlicherweise von Gott gegeben wurde. Satan hat für sich dann die Verhältnisse eben nicht ausgewogen in den bestmöglichen Verhältnissen herausgebildet, wie wir das alle tun sollen, sondern sich einer besonderen Fähigkeit im Übermaße zu eigen gemacht.
Er ist also nicht Schöpfer des Bösen sondern nur gewisserart Annehmer und nicht Ausräumer desselben und hat sich die "bösen" Verhältnisse als Hauptgrund seiner selbst gewählt.   
 
Leider habe ich diese Zusammenhänge damals nicht gefunden, möchte sie aber nun hier noch einmal darstellen, damit die Fehlannahme, Satan könnte in irgendeiner Sache Schöpfer sein und Gott hätte nichts böses in sich, ausgeräumt werden kann. Natürlich heißt dies nicht, das Gott in sich böse wäre. Diese Annahme wäre hier nicht herauszulesen und liegt auch nicht in meiner Absicht dies so darzustellen. Allerdings sollte man anerkennen, das Gott in sich das Böse genauso faßt wie das Gute auch, ansonsten könnte er nach seiner eigenen Aussage überhaubt nicht schöpferisch hätte tätig werden können. Nur hat Gott in sich alles seit Ewigkeiten in der besten und sozusagen "gutesten" Ordnung. Diese gilt es zu erringen, trotz allem Bösem, was auf der Welt und auch in uns seinen Platz hat und haben muß, ansonsten wir nicht fähig wären, gottähnlich werden zu können. Wir müssen das böse in uns so besiegen, wie Gott es seit Ewigkeiten in sich gewisserart besiegt hat.
 
Es grüßt euch
 
Dirk 

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Von: myrta
Gesendet: Sonntag, 22. Juli 2001 17:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses
Dear Dirk,

Meine Erkenntnis und wie ich es sehe, kommt nicht das Böses von Gott. Was von Gott kommt sind alle Kräfte, die zwar einen Gegenpol haben müssen wie Yin and Yang, für die Erhaltung der Kräfte.

In Gott sind diese Kräfte in der grössten Harmonie, Balance und Ordnung, darum nehmen die Gegenkraefte nie überhand.

Der freie Wille gibt uns die Fähigkeit aus der Ordnung herauszutreten. Sünde das Böse schlechthin  ist eine nicht mehr in Balance oder Harmonie stehender Zustand, welcher man auch als böser Zustand, oder in der Art als böse bezeichnen kann.

Von Gott kann daher das Böse nicht kommen weil alles im besten Verhältnis  bei Ihm alle Zeit ist.
Das Böse damit es wirken kann im Bösen, muss ja zuerst aus der Ordnung heraustreten, um Böse zu sein, muss  man ja irgend etwas tun, um aus der Ordnung und Harmonie und Balance herauszutreten. Was bei Gott ja nie der Fall ist.

Gott gab jedoch seinen geschaffenen Kindern den Freien Willen, in seiner Ordnung und Liebe zu bleiben, oder aus der Ordnung herauszutreten. Und manchmal mit Schmerzen wieder die Ordnung und Liebe des Herrn finden und annehmen.

Um unabhängige wahre Geschöpfe zu schaffen, die keine Maschinen Qualitäten haben, sondern frei sind und  auch die Gelegenheit haben aus der Ordnung herauszutreten, und die frei entscheiden können um in der Liebe des Herrn, und seiner Ordnung freiwillig zu bleiben oder in die Unordnung zugehen wo keine Harmonie, keine Liebe ist, sondern das Böse was ja auch der Tod ist, und materielle Welt.
Die Ausgeburt des Bösen wurde nie von Gott erzeugt sondern nur von seinen Geschöpfen die  den freien Willen von Gott bekamen, aus der Ordnung und Liebe des Herrn traten, und böses tun und böse werden.

Zusammengefasst: Gott ist die Kraft mit der grössten Harmonie, Gott ist die Liebe seine Auswirkungen ist die Liebe. Er gab seinen Geschöpfen den freien Willen, mit dem Missbrauch des freien Willen der Kräfte, wurde das Böse geschaffen, und somit die materielle Welt.
Wer aus der Ordnung heraustritt begibt sich freiwillig in das Gericht und richtet sich selbst.

Greetings from across the Ocean
Myrta
 

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 Von: Ralf 
Gesendet: Montag, 23. Juli 2001 16:33
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses

Lieber Dirk,

die Herkunft des Bösen ist eine interessante Frage.

Ich glaube letztliche kommt alles von Gott. Doch was innerhalb Gottes 
in der vollkommensten Ausgewogenheit ist, das kann außerhalb Gottes 
in der vollkommensten Widerordnung zu Gott und zu allem Leben stehen. 
Es ist ja auch so, daß nichts wirklich verschwindet, sondern alles 
nur erlöst wird. Es gibt ja kein "Böses" als Stoff, der 
auschgeschieden und "vernichtet" wird. Selbst ein Engel muß die Hölle 
kennen und auch ein Swedenborg hat eine Portion Hölle in sich nur ist 
die eben richtig "eingefaßt".

Nun will ich noch ohne Kommentar eine Textstelle aus der Haushaltung 
Gottes, die mich zum Nachdenken gebracht hat:

[HGt.03_067,08] Als Du aber wolltest Engel, Himmel und Welten und 
Menschen erschaffen, da bedurftest Du keines Stoffes, sondern Dein 
allmächtiger Wille, verbunden mit Deinen allerweisesten, heilig-
erhabensten Ideen und Gedanken, war allein allzeit und wird ewig sein 
der Grund Deiner ganzen unendlichen Schöpfung.
[HGt.03_067,09] Da ich mir aber doch unmöglich denken kann, daß in 
Dir je eine arge Idee oder gar irgendein nur dem Anscheine nach böser 
Gedanke stattgefunden hat, so möchte ich denn doch erfahren von Dir, 
woher denn so ganz eigentlich das Böse des Satans und somit auch das 
Arge und Schlimme in uns Menschen kam. Woher die Sünde, woher der 
Zorn, woher der Neid, woher die Rache, woher die Herrschsucht, und 
woher die Hurerei?"
[HGt.03_067,10] Und der Herr erwiderte darauf dem Lamech: „Mein 
lieber Lamech, diese deine Frage klingt zwar wie eine großartig 
weise; aber Ich sage dir: sie ist sehr menschlich!
[HGt.03_067,11] Ich will dir aber dennoch eine Antwort darauf geben 
und lösen deine Frage, obschon du heimlich meintest, Mir eine Frage 
dadurch zu geben, mit deren Beantwortung es Mir Selbst ein wenig 
bedenklich gehen möchte, und so höre denn:
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts 
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und 
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören 
gleich gut.
[HGt.03_067,13] Aber im Angesichtsbündel der Geschöpfe ist nur eines 
als gut zu betrachten und zu stellen, das heißt: der Verhältnisteil 
der Bejahung allein nur ist als gut zu betrachten und zu stellen, 
unter dem das Geschöpf bestehen kann neben Mir und in Mir, und das 
ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir, – der 
auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil aber als böse im 
Anbetrachte des Geschöpfes, weil es im selben neben Mir und in Mir 
nicht als existierbar gedacht werden kann.
[HGt.03_067,14] In Mir also ist das Ja wie das Nein gleich gut; denn 
im Ja schaffe Ich, und im Nein ordne und leite Ich alles.
[HGt.03_067,15] Aber fürs Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das 
Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Mir 
geworden ist, allwo es dann auch im Nein wird bestehen können.
[HGt.03_067,16] Sonach gibt es für Mich keinen Satan und keine 
Hölle, – wohl aber im Anbetrachte seiner selbst und der Menschen 
dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung Meiner Kinder handelt.
[HGt.03_067,17] Es gibt noch zahllose andere Welten, auf denen man 
den Satan nicht kennt und somit auch das Nein nicht, sondern allein 
nur das Ja in seinen Verhältnissen.
[HGt.03_067,18] Siehe, so stehen die Dinge! Die Erde ist eine 
Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und 
blinden Lärm; aber Ich schaue das mit anderen Augen als du, ein 
Mensch dieser Erde.
[HGt.03_067,19] Verstehst du solches? – Rede, wieviel davon du 
verstehst! Amen." 


Ich hoffe das bringt Dich auf der Suche nach der Herkunft des Bösen 
weiter.

Liebe Grüße

Ralf


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Von: myrta

Gesendet: Dienstag, 24. Juli 2001 02:13
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses

Wichtigkeit: Hoch
 

Dear  Ralf, nicht alles kommt von Gott, nur das Gute und Liebe kommt von Ihm, und den freien Willen.

Hier ein schöner Auszug von unserm geistes Freund Hans Gott gesandt, aus dem Lorberwerk. Denn eine innere Stimme sagt mir auch das Gott nie Böses erschaffen hat sondern nur Gutes, er ist doch die Liebe, nicht wahr??? Er kann nie das Böse geschaffen haben.

EV 2,228  03] Sage Ich: » ... 05] Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze, als verneinende und bejahende, die sich einander stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, ...

(Das sagt noch lange nicht aus, das Gott das Böse erschaffen hat. Satan mag das gerne dem Herrn in die Schuhe schieben, das Gott ja auch das Böse erschaffen hat. Myrta)

07] Da aber Gott allein Schöpfer aller Dinge ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und vollkommen sein konnte.
08] Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und gut, wie Er es Selbst ist. Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten Willens, demzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten. Und um sie den Gebrauch dieser Gaben zu lehren, gab Er mit dem freiesten Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten oder auch nicht beachten konnten.
...   12] Du (Satan wird zur Rede gestellt!)  hast mich nun fangen wollen. Denn du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. Aber wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und kenne schon zu gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch ernstlich: behalte
deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie auf meinen Fang gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette gewinnen!

Hans schreibt:
"Ausgang des Bösen" - dieser Begriff, den Dudde in einer Kundgabe so zitiert, kommt bei Lorber wirklich  nirgends vor, ist also aus einem anderen Werk. Da Lutz dabei erwähnt wird, könnte dieser evt. der "Knecht" sein, der falsch das Wort Gottes bei Lorber interpretierte. Oder ?

Und nun zu Hans: Dr. Walter Lutz  Werke kenne ich sehr gut, er hat nie gelehrt das Lorber lehrte das Gott das Böse erschaffen hat. Die Interpretation und Grundfragen von Lutz liebe ich sehr, es ist eine wunderschöne Zusammenstellung des Lorberwerks, mit viel Herz und Liebe. Spricht ganz zu meiner Seele.

Good Bye my  dear Friends, my Darling Gabriel  is comming @ 7 o'clock, and he needs my attention.
Myrta
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Von: Dirk
Gesendet: Dienstag, 24. Juli 2001 20:56
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Liebe Myrta,
 
ich glaube zu ahnen, das wir uns hier in einem gedanklichen Kreis bewegen, der über unsere Begriffe hinaus reicht und so für uns nur teilweise verständlich ist.
Für mein Verständnis, und so ist es ja auch in den Schriften erwähnt, war das Böse wie das Gute von Ewigkeiten in Gott vorhanden und bei Ihm natürlich in den ausgewogensten Verhältnissen, also ist er die Liebe selbst. Satan hat das Böse nicht erschaffen, aber auch in ihm wie in allen Geschöpfen, die nach dem Maß Gottes existieren/geschaffen wurden, stehen das Gute/Böse, die Liebe/Haß usw. notwendigerweise sozusagen zur freien Auswahl zwischen den jeweiligen Polen gewisserart bereit.
Satan hat somit das Böse nicht erschaffen, das ja notwendigerweise da war, sondern er hat es sich erwählt, indem er die Beste aller Ordnungen, die göttliche Ausgewogenheit in allen Punkten, verließ.
 
Dies macht Gott ja nicht zu einem bösen Gott, dies soll auch nicht impliziert sein, den Er ist ja die Liebe selbst, wie wir alle wissen.
 
Außer Ihm gibt es nichts, wir haben die Wahl, uns für das Gute zu entscheiden und das Böse ist dann nicht weg, aber indem wir uns in der göttlichen Ordnung bewegen, bewegen wir uns auch in der besten aller Ordnungen, und da siegt dann immer das Gute über das Böse, so wie die Liebe über den Haß. Noch ein Gedanke könnte hilfreich sein: Wie hätte das Gute jemals existieren können ohne das Böse ? Wie die Liebe ohne Haß ? Wie Weiß ohne Schwarz ? Wie könnte Gott die Liebe sein, wenn es die notwendige Gegenkraft, den Haß nicht in ihm gäbe ( natürlich als besiegte Kraft ! ), auf der die Liebe gewisserart ihren Stand hat ?
Und die Mail von Ralf ist auch ein guter Hinweis, das in den Himmeln das Verständnis für derlei Dinge ein überaus tieferes sein muß, dort stellt sich diese Frage natürlich nicht:
 
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.
 
Ich denke, das unser hierseitiges Verständnis zu gering ist, um den Schaffensprozeß Gottes auch nur in Ansätzen zu begreifen, und welche notwendigen Kräfte darin wirken. Lt. obigem Zitat gibt es ja auch für Gott selbst Böses durchaus nicht, nur wir könnten das wohl nicht begreifen, und da kommen eben solche Gegenüberstellungen wie Gut/Böse, um uns wenigstens ein klein wenig Verständnis für diese Dinge zu geben.
 
Also, warten wir ab, es wird die Zeit kommen, da werden wir dies alles zu unserem besten Verständnis in uns wahrnehmen.
 
 
Es grüßt Dich
 
Dirk N. 
 
 

________________________________________________________

Von:

Gesendet: Donnerstag, 26. Juli 2001 19:13
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Herkunft des Bösen, Betreffzeile
In einer eMail vom 26.07.01 15:58:09 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
maier_ralf@gmx.de:


Die Diskussion um die Herkunft des Bösen ist gar nicht richtig in Gang
gekommen. Interessieren sich so wenige für Dirks Frage? Also ich
bleibe bei meiner Position, dass das Böse in Gott war und einfach eine
Urkraft ist und bei Gott im völligen Gleichgewicht und damit nicht
böse. Da uns Menschen, die entsprechende Gegenkraft fehlt ist eben bei
uns die Negation böse und zwar so lange bis wir völlig Meister der
Bejahung geworden sind. So verstehe ich jedenfalls im Augenblick die
Textstelle aus der Haushaltung.

Liebe Grüße

Ralf

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Lieber Ralf,

da alles in und aus Gott ist, wo soll denn sonst das von Gott Abweichende
(Böse) hergekommen sein: es war ebenfalls gottgewollt nach meinem
Verständnis. Der Ausspruch "Gott ist alles in allem" bringt das zum Ausdruck.

Würde man das nicht so sehen, dann wäre ja das Böse etwas neben und außerhalb
von Gott, das Er nicht unter Seiner Weisheit und Zulassung hätte
(außerhalb
Seiner Kontrolle). Gott ist die Liebe, aber lässt auch das Gegenteil davon
zu: aus erzieherischen Gründen.

Vielleicht darf man sagen, dass das Böse gottgewollt ist, denn mit der
Möglichkeit des Bösen in der Schöpfung verfolgt doch Gott ein Ziel: ein
Reif-werden durch die Spannung durch einen Gegenpol. Dass Gott nicht wollte,
dass das tatsächlich auch eintritt (der Fall Luzifers mit Gefolge), wird man
wohl annehmen dürfen.

Die Wesen, d.h. die von Ihm erschaffenen aber noch nicht gefallenen Wesen,
sollen alle freie und selbstbestimmte Wesen sein. Daraus ergibt sich dann,
dass sie von Ihm abweichen können und auch dürfen. Mit dem eigenmächtigen
Weggehen von Gott kam das Böse in die Welt.
Es kam das Böse in die Welt, aber
"nur" in den Wesen durch deren Falschverhalten.

Davor - so scheint mir - war das Böse durchaus von Gott schon als Möglichkeit
angelegt, denn Freiheit bedeutet Entscheidungsfreiheit und sich eben auch
gegen Gott entscheiden können. Böse sein können und dürfen ist eine
zugelassene Art und Weise (Verhalten) der geschaffenen Wesen. Alle
Möglichkeiten, die gedacht werden können, sind  nicht von uns selbst, sondern
stammen aus dem Ideen- und Gedankenvorrat Gottes.

So könnte man sagen, dass das Böse eine potentielle Möglichkeit ist, die zur
Realität werden kann, wenn ein Wesen seine Willensfreiheit gegen die gesetzte
Ordnung Gottes verwendet: erst dadurch wird das Böse konkret,
oder anders: das Böse entsteht (wird konkret) durch willentliche
Falschanwendung der Freiheit durch die Wesen selbst
(siehe
Adam/Eva-Geschichte der Genesis). Das Böse wäre dann ein absichtliches
Zuwiderhandeln; und dieses Zuwiderhandeln ist zugelassen. Weil es zugelassen
ist, ist das Böse potentiell vorhanden und von Gott Selbst gedacht oder
erlaubt, aber nicht gewollt: zugelassen jedoch.

Wenn man "potentielle Möglichkeit" einerseits und "eingetretene Realität"
anderseits unterscheidet, wird einsichtig, dass auch das Böse zu all dem
gehört, was aus Gott ist. Ich stelle mir das so vor. Mit der Frage "Weshalb
ist das Böse in der Welt?" ist die Frage "Warum haben die Menschen
Willensfreiheit?" sehr eng verbunden und verwoben.  

Herzliche Grüße
 

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Von: Hans
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 00:26
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Liebe Lorberfreunde,
 
wer vollkommen gut ist, kann nichts Böses schaffen. Heißt es doch: "Gott allein ist gut und heilig". Von IHM kam und kommt nichts Böses. Gott kann nichts Böses schaffen !  ER kennt zwar das Böse als das Seiner Heiligen Ordnung Widerstrebende, doch schuf ER es nie. Gott schuf aber in Seiner Güte Luzifer und alle Geister vollkommen frei. Luzifer war nie dazu bestimmt, böse zu werden. Dieser Luzifer entschied sich frei und unabhängig von höherem Zwang gegen seinen Schöpfer. Diese freie Entscheidung Luzifers war der Ausgang des Bösen. - Ihr wollt doch nicht sagen, daß Gott sich darüber gefreut hat ?! Daß ER das Böse gewollt oder gar geschaffen hat ?  Wenn Gott nun  dennoch "böse" Kinder hat, so vernichtet ER sie aber nicht, sondern sucht sie zu retten, wie Ihr wißt. Da aber außerhalb Gottes gar nichts existieren kann, so ist auch das Böse in IHM. Aber nicht, weil Er das Böse geschaffen hat. Sondern weil ER freie Wesen schuf, von denen einige sich gegen Gottes Ordnung wendeten, was "böse" genannt wird. Gott Selbst aber gehorcht Seiner eigenen Ordnung am besten und ist somit auch durch und durch nur gut - kann es gar nicht anders sein. Und Er kann auch nur Gutes und Vollkommenes schaffen. Nur was dann in seiner vollkommenen Freiheit sich frei gegen diese heilige Ordnung stellt, das ist "böse". Das Böse ist schädlich, aber nicht für Gott, sondern nur sich selbst und allen, die das Böse lieben. Für Gott sind das arme Kinder, die sich verirrt haben. Wer der verlorene Sohn ist, über dessen Heimkehr sich der Herr am meisten freut, wißt Ihr: Es ist Luzifer. Der Böse schadet sich selbst, weil er sich vom Leben und der Liebe Gottes, seines Heiligen Vaters, abwendet.
 
 
Hierzu erklärte Jesus:
 
[GEJ.05_070,02 . . . Du wirst daraus etwa doch bei deiner geübten Denkkraft wahrzunehmen anfangen, daß sich alles – wie: Wahrheit und Lüge und dergleichen Gegensätze mehr – dem höchsten und besten Gottwesen nicht in die Schuhe schieben läßt!

[GEJ.05_070,03] Oder kannst du das annehmen, daß Gott, als die höchste, tiefste Wahrheit Selbst, dem Menschen einen lügenhaften Sinn ins Herz gelegt hat, auf daß er dann sündige wider die Ordnung Gottes und unflätig würde in allen seinen Reden und Handlungen? Oh, das sei ferne! Gott schuf den Menschen geistig nach Seinem Ebenmaße, also rein, wahrhaft und gut.
 
Den bösen Sinn gegen Gott und die Mitmenschen, ja gerade auch die Absicht Gott als Ursprung des Bösen zu verdächtigen,  legt  uns Menschen immer wieder Satanas Geist ins Herz, um unsere Sympathie zu gewinnen. Satana benutzt dieses spitzfindige Argument immer wieder, um sich zu rechtfertigen. So daß wir alles Böse und alle Schuld Gott zuschieben und die Notwendigkeit Satanas noch loben !
 
Wie können wir den heiligen Vater verdächtigen, Ausgang des Bösen zu sein ! Nur weil Er uns wie Satana auch alle Freiheiten schenkte, damit wir echte Kinder und keine Marionetten werden ? Immerhin gab es ein Heer von Geistern, die nicht so wie wir vom rechten Weg abkamen, und um die Güte und Heiligkeit Gottes besser Bescheid wissen. Diese gehen nicht in Satans Falle.
 
 
Gott schenkt uns zum besseren Verständnis noch ein Gleichnis:
 
 
[HGt.03_025,03] Mit liebeflammendem Herzen dankte der Lamech für diese erhabene Gnade und brachte dann folgenden Fragesatz zum lauten Vorscheine, der also lautete:
[HGt.03_025,04] „Liebevollster, heiliger, unaussprechlich guter Vater, Du hast doch die Satana aus Dir und nicht aus irgendwo anders her geschaffen! Wie ist es nun aber dennoch möglich, daß dieses aus Dir geschaffene Wesen gar so entsetzlich böse ist, da in Dir doch alles von Ewigkeit her überaus gut sein mußte, weil Du Selbst also endlos gut bist und daher aus Dir ja auch unmöglich etwas Arges hervorgehen kann?
[HGt.03_025,05] Da aber die aus Dir geschaffene Satana im Ernste also überaus arg ist, so weiß ich mir in diesem Punkte durchaus nicht zu helfen und zu raten. Ich meine so bei mir und empfinde es auch ganz klar; wenn ich da ins reine kommen könnte, da hätte ich aber dann auch alles, was mir not tut zur völligen Beruhigung meines Geistes!“
[HGt.03_025,06] Auf diese sehr triftige Entäußerung Lamechs erwiderte der Herr, sagend nämlich: „Wenn du es menschlichermaßen nimmst, dann muß dir das freilich den verworrensten Knoten geben; kannst du es aber reingeistigerweise betrachten, so wird sich alsbald alle Verworrenheit gänzlich verlieren, und du wirst da in eine Löse der Dinge schauen, die dir ums Zahllosfache klarer sein wird, als da ist der Sonne Licht am reinsten, hellsten Vollmittage!
[HGt.03_025,07] Solches jedoch ist schwer mit dir verständlichen Worten zu geben, da es ist in der tiefsten Tiefe aller Meiner unendlichen göttlichen Weisheit.
[HGt.03_025,08] Aber Ich will dir durch ein Gleichnis die Sache erhellen! Je mehr du im Verfolge der Zeit dieses Gleichnis betrachten wirst, desto tiefer wirst du in den Geist der Wahrheit in dieser endlos tiefen Geheimnissache eindringen; und so höre denn:
[HGt.03_025,09] Ein überaus weiser und liebeguter Mann hat den Plan in sich gefaßt, sich ein Weib zu nehmen und mit ihm zu zeugen Kinder, die ihm gleichen sollen in allem und sollen jegliches nach seiner Art Besitz nehmen von den unermeßlichen Schätzen und Reichtümern, die er in endloser Fülle besitzt!
[HGt.03_025,10] Das wäre sicher ein recht guter Plan; aber wie ausführbar, wenn in der ganzen großen Gegend kein weibliches Wesen existiert?!
[HGt.03_025,11] Was tut aber der überaus weise Mann? – Er bedenkt sich nicht lange, sondern spricht zu sich:
[HGt.03_025,12] ,Was will ich suchen in diesem meinem endlosen Reviere, das nicht zu finden ist?! Ich habe ja in mir, was ich brauche; ich habe Liebe, ich habe alle Weisheit und habe die Macht aus den zweien!
[HGt.03_025,13] Daher will ich sehen, ob ich nicht aus mir selbst mir ein Weib schaffen kann, das mir in allem völlig entsprechen soll! Habe ich doch schon andere Dinge als nun völlig daseiend aus mir gerufen; da wird mir solches doch auch gelingen?!
[HGt.03_025,14] Und so denn will ich eine mir völlig ähnliche Idee fassen und sie stellen in meinen festesten Willen, und es soll sich bald zeigen, ob ich not habe, weiterhin zu suchen das, was nicht ist, noch sein kann irgend außer mir!‘
[HGt.03_025,15] Gedacht, getan, und das herrliche Werk steht vor dem Manne! Mit endlos großem Wohlgefallen betrachtet es der mächtig weiseste Werkmeister.
[HGt.03_025,16] Aber das Werk ist nur eine wie tote Maschine noch seines Willens, bewegt sich nicht anders als allein nur nach dem Willen des Werkmeisters und spricht nur, was der Werkmeister in dasselbe hineindenkt und dann vom Werke gesprochen haben will.
[HGt.03_025,17] Da aber bedenkt sich des Meisters Weisheit und spricht: ,Das Werk ist da; aber es ist in ihm nichts anderes als ich selbst! Belasse ich es so, da wird es mir wenig fruchten; gebe ich dem Werke aber ein eigenes, freies, selbständiges Leben, da muß ich es mir dann aber auch gefallen lassen, wenn es sich von mir wenden wird, und tun nach seinem eigenen freien Willen.
[HGt.03_025,18] Doch ich bin ja da über alles mächtig. Wird es mir über die vorgezeichneten Schranken treten, da werde ich ihm schon zu begegnen wissen; denn es bleibt ja doch ewig mein Werk!‘
[HGt.03_025,19] Also spricht der weiseste Mann bei sich, und also tut er auch.
[HGt.03_025,20] Das Werk ist frei und bewegt sich und spricht bald anders, als es der Mann haben will; und das ist ein großer Triumph des Werkmeisters, daß da sein Werk eine freie Tätigkeit überaus lebhaft zu äußern anfängt, ohne jedoch aus der Willenssphäre des Meisters je treten zu können.
[HGt.03_025,21] Der Mann aber will noch mehr, nämlich die vollste Willensfreiheit des Werkes; und dazu ist persönliche Erziehung und dann alle mögliche Selbsterfahrung fürs Werk nötig.
[HGt.03_025,22] Diese Erziehung aber dauert jetzt noch fort, während die erschaffende Zeugung nebenbei als ein Hauptteil solch großer Erziehung anzusehen ist. Und der Mann ist nun, wie allzeit, auf dem Punkte, gar helle zu schauen die endliche sicherste Vollendung seines Werkes! –
[HGt.03_025,23] Siehe, das ist ein gar großes Gleichnis; denn es liegt der Anfang und das Ende völlig in ihm! Dieses beachte in dir, und dir wird es heller und heller werden in deinen Tiefen! – Nun aber ziehen wir wieder weiter! Amen.“
 
 
 
mfg hans
 
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Von: Joachim
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 01:57
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses - eine kleine Zusammenfassung und ein Kommentar im Organischen

Die Entstehung des Bösen

Da die Entstehung des Bösen, als eine Entfaltung der Polaritäten Gut und Böse, sehr mit dem 2er Thema verwandt ist, hier eine kleine Betrachtung zum Thema mit Skizzen:

Zunächst ein paar Zitate:

EV 2,228  03] Sage Ich: » ... 05] Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze, als verneinende und bejahende, die sich einander stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, ...

07] Da aber Gott allein Schöpfer aller Dinge ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und vollkommen sein konnte. 08] Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und gut, wie Er es Selbst ist. Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten Willens, demzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten. Und um sie den Gebrauch dieser Gaben zu lehren, gab Er mit dem freiesten Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten oder auch nicht beachten konnten. ...   12] Du (Satan wird zur Rede gestellt!)  hast mich nun fangen wollen. Denn du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. Aber wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und kenne schon zu gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch ernstlich: behalte deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie auf meinen Fang gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette gewinnen!

[HGt.03_067,08] Als Du aber wolltest Engel, Himmel und Welten und Menschen erschaffen, da bedurftest Du keines Stoffes, sondern Dein allmächtiger Wille, verbunden mit Deinen allerweisesten, heilig-erhabensten Ideen und Gedanken, war allein allzeit und wird ewig sein der Grund Deiner ganzen unendlichen Schöpfung. [HGt.03_067,09] Da ich mir aber doch unmöglich denken kann, daß in Dir je eine arge Idee oder gar irgendein nur dem Anscheine nach böser Gedanke stattgefunden hat, so möchte ich denn doch erfahren von Dir, woher denn so ganz eigentlich das Böse des Satans und somit auch das Arge und Schlimme in uns Menschen kam. Woher die Sünde, woher der Zorn, woher der Neid, woher die Rache, woher die Herrschsucht, und woher die Hurerei?"

[HGt.03_067,10] Und der Herr erwiderte darauf dem Lamech: „Mein lieber Lamech, diese deine Frage klingt zwar wie eine großartig weise; aber Ich sage dir: sie ist sehr menschlich! [HGt.03_067,11] Ich will dir aber dennoch eine Antwort darauf geben und lösen deine Frage, obschon du heimlich meintest, Mir eine Frage dadurch zu geben, mit deren Beantwortung es Mir Selbst ein wenig bedenklich gehen möchte, und so höre denn: [HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut. [HGt.03_067,13] Aber im Angesichtsbündel der Geschöpfe ist nur eines als gut zu betrachten und zu stellen, das heißt: der Verhältnisteil der Bejahung allein nur ist als gut zu betrachten und zu stellen, unter dem das Geschöpf bestehen kann neben Mir und in Mir, und das ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir, – der auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil aber als böse im Anbetrachte des Geschöpfes, weil es im selben neben Mir und in Mir nicht als existierbar gedacht werden kann.

[HGt.03_067,14] In Mir also ist das Ja wie das Nein gleich gut; denn im Ja schaffe Ich, und im Nein ordne und leite Ich alles. [HGt.03_067,15] Aber fürs Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Mir geworden ist, allwo es dann auch im Nein wird bestehen können. [HGt.03_067,16] Sonach gibt es für Mich keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetrachte seiner selbst und der Menschen dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung Meiner Kinder handelt. [HGt.03_067,17] Es gibt noch zahllose andere Welten, auf denen man den Satan nicht kennt und somit auch das Nein nicht, sondern allein nur das Ja in seinen Verhältnissen.

[HGt.03_067,18] Siehe, so stehen die Dinge! Die Erde ist eine Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und blinden Lärm; aber Ich schaue das mit anderen Augen als du, ein Mensch dieser Erde. [HGt.03_067,19] Verstehst du solches? – Rede, wieviel davon du verstehst! Amen."

[GEJ.04_158,03] Und Ich sagte zu allen: „Habt ihr doch gelesen von den Kindern der Schlange und tut bei dieser Geschichte gar so lichtlos seiend! Seht, auf dieser Erde gibt es giftige Mineralien, giftige Pflanzen und ebenso auch bekannte giftige Tiere! Die giftigen Minerale sind ganz giftig, die giftigen Pflanzen zum größten Teile und die giftigen Tiere in bezug auf ihr ganzes Wesen zum mindesten Teile. Ihr habt aber auch gehört, wie die Seelen der Menschen rein von dieser Erde ein Konglomerat  aus den Mineral-, Pflanzen- und Tierseelen sind. Das ist eine Sache, die Ich vor euch schon zu öfteren Malen erklärt habe, nur habe Ich da mehr allgemein als speziell geredet und hatte auch bis nun keine besonderen Ausnahmen gezeigt; das aber ist ein solch besonderer Ausnahmefall, und Ich will euch alle mit ihm näher vertraut machen.

[GEJ.04_158,04] Ihr kennet die gerechte und wahre Ordnung Gottes, kennet aber auch die Exzentrizitäten derselben; ihr könnet sie denken, fühlen und empfinden! Was aber ihr könnet, das gleiche kann auch Gott; Er kennt Seine ewige Ordnung sicher am besten und hellsten, kennt aber dahinzu auch alle die möglichen und verschiedenartigsten Aus- und Übertretungen dieser Ordnung, muß sie also auch denken und tiefst zu fühlen imstande sein.

[GEJ.04_158,05] Ja, Gott muß in die frei und selbständig werden sollenden und frei wollenden Geschöpfe, besonders in die Engel und dieser Erde Menschen, wie ihr wisset, sogar den Reiz zur Widerordnung legen, auf daß sich daraus für die Benannten eine wahre, freitätige Sichselbstbestimmung vollkommen bewahrheite. Aus dem aber geht doch etwa klar hervor, daß Gott die möglichste Widerordnung ebenso bekannt sein muß wie die gute, wahre und lebendige Ordnung.

[GEJ.04_158,06] Die Gedanken und die Gefühle der Widerordnung in Gott sowohl als im Menschen unter den ordnungsmäßigen Gedanken und Gefühlen sind entsprechend den Giftmineralien, Giftpflanzen und Gifttieren. Weil sie aber auch Gottesgedanken und Gottesgefühle sind, so können sie nicht vergehen, sondern bleiben auch in der feuerzüngigen Intelligenzurgestaltung, können als verwandt sich in der negativen Sphäre ergreifen und eine eigene Wesenreihe bilden.

[GEJ.04_158,07] Aus diesem Urborne entstand eigentlich zumeist die ganze materielle und gerichtete Schöpfung. Da aber diese berufen ist, den Geistgeschöpfen nicht nur als ein prüfend Lebensgift zu dienen, sondern bei gerechtem Gebrauch auch als ein heilsamer Lebensbalsam, so ist auch eine Ordnung dahin getroffen, daß die gar zu ordnungswidrigen Ursubstantialgedanken sich von den viel weniger ordnungswidrigen scheiden und eine schon bemerkte giftige Wesenreihe in allen drei Reichen der sichtbaren, äußeren, materiellsten Natur der Dinge ausmachen.

[GEJ.04_158,08] Zuerst stehen die Gifte in der gröbsten Materie der Minerale, dann kommen sie, schon etwas gemildert, im dafür geeigneten Pflanzenreiche vor, und schon bis auf eine Kleinigkeit gemildert machen sie sich in gewissen Tieren unterster Gattung dem bessern, also positiven äußern Leben gefährlich und können sogar unter gewissen Umständen auch das innere, ganz positive, wahre Leben, wenn auch nicht verderben, so doch sehr verletzen.

[GEJ.04_158,09] Nun, dieser Giftwesen Seelenspezifikalpotenzen samt ihrer Intelligenzfähigkeit ergreifen sich am Ende, und es wird aus ihnen am Ende auch eine Gestalt, aber stets nur eine weibliche, gebildet, die aber dann ganz natürlich auch nicht ohne eine noch ganz besonders giftige Beigabe dasteht. Diese Seelen kommen endlich auch auf den Weg des Fleisches durch den irgendwo verübten Akt der bekannten Zeugung durch den Beischlaf.“

Verstehen kann man das am Leichtesten am Beispiel eines Wesens, daß aus einem Samen wächst. Wie Raphael ja im Großen Evangelium erklärt, entsteht alles in der Schöpfung aus Samen, sogar der große materielle Schöpfungsmensch und daher ist eben ja Gott auch Mensch ( Jesus ), der wie ein Same oder wie das ewige Wort den Kosmos geschaffen hat, wir können also alle Schöpfung getrost als Schöpfung aus einem Samen betrachten, die Göttlichen des größten Kosmos genauso wie die kleinste des Furunkeltierchens.

Das Zitat Raphaels

" (9) Siehe, da taucht Reingeistiges sogar in der organischen Materie auf und zeigt dem geweckten und scharfsinnigen Beobachter, daß es eben nur als Reingeistiges ein wahres Etwas ist, und daß das, was des Außenmenschen Sinne als ein Etwas ansehen und betrachten, eigentlich gar nichts ist, sondern daß nur das, was im Samenkorne verborgen ruht, ein wirkliches Etwas ist, weil es ein Reingeistiges ist. Dieses ruht im deinem Auge kaum sichtbaren kleinsten Hülschen, das in dem vom ganzen Samenkorne umschlossenen Keimhülschen vorhanden ist. Dieses in dem angezeigten Hülschen eingeschlossene Reingeistige ist ein mit Liebe, Licht und Willenskraft erfüllter Gedanke oder eine Idee in ihrer vollen Isoliertheit von den zahllos vielen anderen in sich und für sich ebenso abgemarkten und abgesondert abgeschlossenen Gedanken und Ideen. Dieser also für sich abgesonderte Geist im Keimhülschen, im Besitze seiner klaren Intelligenz und im Bewußtsein seiner Kraft, die er eigentlich selbst ist, wird leicht inne, wenn der Same als sein von ihm erbautes materielles Wohnhaus in jener Lage und Stellung sich befindet, in der der reine Geist seine Tätigkeit beginnen kann. Wenn der Same in die feuchte Erde gelegt wird und die äußere substantiell-materielle Umkleidung sich erweicht, weil ihre seelisch-substantiellen Teile mit den äußeren sie umgebenden ähnlichen Teilen in der Feuchte des Erdreichs zu korrespondieren anfangen, so fängt der reine Geist gleich an , von seiner Intelligenz und seiner Willensmacht den rechten Gebrauch zu machen. Er erkennt genauest die ihm entsprechenden Teilchen in der Erde, im Wasser, in der Luft und im Lichte und in der Wärme aus der Sonne, zieht sie an sich und schafft aus ihnen in seiner Ordnung das, was seinem Wesen entspricht, und so siehst du dann eine Pflanze aus dem Boden der Erde emporwachsen mit der ihr stets gleichen Eigentümlichkeit. ...

Und was ich dir jetzt von den Pflanzen gesagt habe, das gilt in geringerem Maße auch von allen Mineralien und in einem höheren Maße von allen Tieren und endlich auch vorzüglich vom Menschen. Uranfänglich aber gilt dasselbe von der Bildung aller Weltkörper, aller Hülsengloben und des gesamten Großen Weltenmenschen, den euch der Herr Selbst hinreichend klar beschrieben und gezeigt hat." [ 2 Großes Evangelium Johannis Band 7 Kap. 74.3 ff Die Entstehung aller Weltkörper in der Art der DNA ] 

Dieses Zitat erst als Teil der Neuoffenbarung Jesu durch Jakob Lorber ermöglicht ein wirkliches Verständnis der Gottheit Jesu; wie es aus wissenschaftlicher Art verstanden werden kann, wie folgt: Zunächst wird ein Licht auf das Wesen von Körper Seele und Geist geworfen. ( siehe Anhang 3 ). Dann aber geht aus dem vorhergehenden Vers eindeutig hervor, daß es sich hier um eine Beschreibung der DNA handelt, als dem "abgesonderten Geist im Keimhülschen" ( siehe Anhang 3 Die Textstelle kommentiert ). Es besagt die Textstelle also, daß das Universum ( Der Große Weltenmensch siehe Erklärung unten ) als Mensch gleichwie jede andere organische Lebensform aus einer DNA entstanden ist.

( Aus Die Dann und 1. Kapitel des Johannesevangeliums von mir, kommt wieder aufs Internet )

Bei der Betrachtung ( wem die Natur nicht reicht, der kann ein Biologiebuch nehmen ) des Wachstums fallen folgende Dinge auf: Wo kommen die Krankheiten her. Sicher gibt es Krankheiten, die im Samen liegen ( Erdkrankheiten ), dann hätten wir einen kranken Gott, was sicher nicht der Fall ist. Vielmehr aber entstehen Krankheiten im Laufe des äußeren Lebens durch äußere Einflüsse etc. Also ein Schnupfen, ist er die Schuld des Samens??? Tiefe Philosophie sagt sicher. Klar hätte der Same die Schöpfung nicht angefangen, hätte es keinen Schnupfen gegeben. Also letztendlich ist Gott immer an allem Schuld ( Das ist theologisch richtige, da er ja alle Schuld auf sich nahm und somit folgerichtig an allem Schuld war ), andererseits ist der Schnupfen bei der Schöpfung nicht beabsichtigt gewesen und er liegt auch nicht im Samen enthalten, so wie das Design der Nase oder der Magen und die Leber geplante Teile. Die Krankheit ist also vom Samen verursacht und doch nicht gewollt. Sie kommt gewissermaßen von außen und ist ein Kampf der Idee des Samens und der Gesundheit gegen eine Störung. ... Erster Fall:

Andererseits sind Dinge im Samen vorgesehen wie „weiße Blutkörperchen“, die in Sicht des Schöpfers gut sind, aber in Sicht der Bakterien natürlich Killer sind. Desgleichen sind im oben beschriebenen Zitat die Polaritäten erwähnt, z.B. hart und weich ist im Samen schon enthalten, allerdings das hart ist sehr wenig. Ist aber später im Gelenk das hart allein in der Leber ist das eine Leberverhärtung und somit eine Krankheit. Abstrakt ist also jedes Kranksein ein Fall aus den Polaritäten, aber das was gestört wird kam natürlich vom Schöpfer. Oder Satan ist der Schnitter und wenn der die Hecken schneidet, werden sie schön, schneidet er aber am Stumpf, ist das Leben zu Ende.

In welche Krankheiten aber speziell unsere Schöpfung gefallen ist, und wie sich das alles gestaltet ist eben bei Lorber sehr gut beschrieben, am ausführlichsten und schönsten aber beschreiben es die Veden ( oder vielleicht in den Texten, die bereits am hübschesten bebildert sind / Ich will das noch einmal zusammenfassen ).

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Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 16:05
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Cc: lorber liste
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses

Lieber Hans,
 
wir freuen uns, daß Du wieder - hoffentlich wohlbehalten und gut erholt - aus dem Urlaub zurückgekehrt bist.
Ich habe mittlerweile einen Vortrag von Arnulf Kreuch in www.lebensstufen.de gestellt (Lorber-Freunde) und werde sie um die Beiträge zur "Homosexualität" und über "Gutes und Böses" ergänzen. Die Autoren bitte ich schon jetzt um ihr Einverständnis zur Übernahme. Letztere Beiträge  übernehme ich insbesondere deswegen, weil "Ingo" Arnulf angegriffen hat und sich immer noch über nicht verstandene Passagen über "Gutes und Böses"  aufhält. Ich kenne seinen Beitrag nicht, da ich kein Mitglied seiner Liste bin. Arnulf erzählte hiervon aber am Telefon.
Die sehr guten Listen-Beiträge werde ich neben dem Vortrag von Arnulf setzen.
Gerd-Fred hatte angeregt, Ingo nicht links liegen zu lassen. Ich hatte Ingo deswegen auf den Vortrag von Arnulf aufmerksam gemacht, ohne bedacht zu haben, daß Arnulf für Ingo noch ein rotes Tuch ist.  Vielleicht hilft es ihm, wenn er nunmehr die Beiträge über das Gute und Böse liest.
 
Hierzu noch einige Gedanken zur Ergänzung nach meinem Verständnis:
Myrta hat gute Gedanken geäußert. Sie stellt sie auf die Stufe, die wir vor dem Fall hatten und die wir wieder erklimmen sollen.
Die übrigen Beiträge, insbesondere der von Dir , treffen auch den Kern.
Mir fällt hierzu ein, daß der Vater alle Macht dem Sohn übertragen hat. Auf uns bezogen heißt dies, daß diese Macht unser Wachbewußtsein innehat. Dieses Wachbewußtsein ist der Sohn. Unser Geburtsgeist ist hier der Vater, der uns mit seinem göttlichen Potential dient. Mit Hilfe dieses göttlichen Potentials konnte ein Kant oder ein Nietzsche wachsen, sie haben daraus geschöpft, weil unser Geburtsgeist Diener unseres Wachbewußtseins sein kann. Die göttlichen Fehlleistungen hat nicht der Geburtsgeist, sonden unser Wachbewußtsein zu verantworten. Unser Geburtsgeist zeichnet alles auf und hält es uns beim Übertritt in das jenseitige Leben vor (Buch des Lebens).
Der Geburtsgeist war Gestalter unserer Seele. Mißbildungen hat er z.B. ebenfalls nicht zu verantworten, sondern der Sohn, nach dessen Vorgaben er gestaltet hat. Wenn sich der Sohn dem Bösen hingibt, so kommen also Mißbildungen zutage.
Bis zur Zeit von Jesus als irdischer Mensch war der "Vater" im Geburtsgeist als positiver Pol enthalten. Mit Jesus wurde in uns ein neues Bläschen gestaltet, in dem der Vater nunmehr als "Urichgeist"  wohnt. Dieser "Urichgeist" ist nicht mehr neutral, sondern göttlich autark. Wir können diesen Geist nicht mehr mißbrauchen, sondern allenfalls durch die "Eingeburt" erwecken.
 
Lieber Franz, in diesen Gedanken unterscheidest Du Dich von Karl Dvorak. Ich vermisse sie in Deiner Arbeit über den Weg zur geistigen Wiedergeburt, die ich bisher aber nur passagenweise überflogen habe. Insoweit werden wir uns wohl künftig noch austauschen.
 
Lieber Joachim (Herbst), Annemarie und ich sind Anfang Oktober in Lüneburg bei Arnulf. Vielleicht kannst Du auch dorthin kommen, Du wohnst ja nicht weit davon entfernt. Dann könnten wir uns über verschiedene Dinge austauschen.
 
Mit herzlichem Gruß, an alle,
Lothar
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Von: Franz Kreuzwegerer
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 21:20
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !

Lieber Hans
 
die Stelle in der HHGT I,Kap.9 ist meines Erachtens nicht buchstäblich zu verstehen. In Gott gibt es nicht die Eigenschaften Zorn oder andere negative Eigenschaften, denn der Herr ist die Liebe selbst.  Wenn von Gott gesprochen wird, Er sei zornig, und dergleichen dann bedeutet es, daß Er aus Liebe und Barmherzigkeit handelt. Dazu nur zwei Stellen aus den HG von Swedenborg und eine aus Lorber:
HG 245
Daß: "Er sprach zur Schlange, verflucht bist du vor allem Tier und vor allem Wild des Feldes" bedeutet, daß das Sinnliche sich vom Himmlischen abgewandt und dem Leiblichen sich zugewandt und so sich verdammt oder sich verflucht habe, kann genugsam erhellen aus dem inneren Sinn des Wortes; Jehovah oder Gott der Herr verflucht niemand, Er zürnt niemanden, Er führt niemand in Versuchung, Er straft niemand. Geschweige denn, daß Er verfluchte; sondern die teuflische Rotte tut solches; aus der Quelle der Barmherzigkeit, des Friedens und der Güte kann solches niemals kommen. Wenn aber hier und sonst hin und wieder im Worte gesagt wird, daß Jehovah Gott nicht nur das Angesicht abwende, zürne, strafe, versuche, sondern auch töte, ja verfluche, so geschieht dies darum, daß man glauben möge, der Herr regiere und ordne alles und jedes im Weltall, auch selbst das Böse, die Strafen, die Versuchungen; und damit, wenn man diese allgemeinste Vorstellung einmal angenommen hat, man alsdann auch lerne, wie Er regiert und ordnet, und daß Er das Böse der Strafe und das Böse der Versuchungen zum Guten wende; die Ordnung des Lehrens und Lernens im Wort geht vom Allgemeinsten aus; daher der Buchstabensinn von solchem Allgemeinsten voll ist.
HG 6997
"Da entbrannte der Zorn Jehovahs wider Mose" bedeutet Milde.
Dies erhellt aus der Bedeutung des Zorns Jehovahs, sofern er nicht Zorn, sondern das Gegenteil von Zorn, also Barmherzigkeit, hier Milde ist. Daß Jehovah keinen Zorn hat, wird daraus klar, daß Er die Liebe selbst, das Gute selbst, die Barmherzigkeit selbst ist, und der Zorn das Gegenteil, und auch eine Schwachheit ist, was bei Gott nicht zutreffen kann. Wenn daher im Wort Jehovah oder dem Herrn Zorn beigelegt wird, so werden die Engel keinen Zorn inne, sondern entweder Barmherzigkeit oder die Entfernung der Bösen aus dem Himmel. Hier die Milde, weil es gesagt wird zu Mose, durch den der Herr, da Er in der Welt war, in Anse-hung des göttlich Wahren vorgebildet wird.
Daß dem Jehovah oder dem Herrn im Wort Zorn zugeschrieben wird, hat den Grund, weil es die allgemeinste Wahrheit ist, daß alles von Gott kommt, also sowohl Böses als Gutes. Aber diese allgemeinste Wahrheit, die für Kinder, Knaben, Einfältige bestimmt ist, muß nachmals erläutert werden, nämlich daß das Böse vom Menschen komme, und daß es nur scheine, als ob von Gott, und daß so gesagt ist, damit man lerne Gott fürchten, um nicht durch das Böse, das man tut, zugrunde zu gehen, und hernach Ihn zu lieben; denn die Furcht muß der Liebe vorausgehen, auf daß in der Liebe eine heilige Furcht sei; denn wenn der Liebe Furcht eingeflößt wird, so wird sie heilig durch das Heilige der Liebe, und dann ist keine Furcht vor dem Herrn da, daß er zürnen und strafen werde, sondern nur, daß man dem Guten selbst entgegenhandle, weil dies Gewissenspein verursachen würde.
Außerdem wurden die Juden und Israeliten zur Beobachtung der Satzungen und Gebote in der äußeren Form durch Strafen angehalten, und daher glaubten sie, daß der Herr zürne und strafe, während doch sie selbst es waren, die durch Abgöttereien sich solches zuzogen, und sich vom Himmel trennten.
Daß unter dem Zorn Milde und Barmherzigkeit verstanden wird, kommt daher, weil alle Bestrafungen der Bösen aus Barmherzigkeit gegen die Guten geschehen, damit diese von den Bösen nicht beschädigt werden möchten, aber der Herr legt ihnen keine Strafen auf, sondern sie sich selber; denn Böses und Strafen sind im anderen Leben verbunden. Hauptsächlich ziehen sich die Bösen Strafen zu, wenn der Herr Barmherzigkeit an den Guten tut; denn alsdann nimmt ihr Böses zu und daher auch die Strafen; daher kommt es, daß statt des Zorns Jehovahs unter dem die Bestrafungen der Bösen verstanden werden, von den Engeln die Barmherzigkeit verstanden wird.
Hieraus kann man die Beschaffenheit des Wortes im Buchstabensinn erkennen, wie auch die Beschaffenheit des göttlich Wahren in seinem Allgemeinsten, daß es nämlich den Scheinbarkeiten gemäß ist; und zwar aus dem Grund, weil der Mensch von solcher Art ist, daß er das, was er sieht und aus einem Sinnlichen begreift, glaubt, und was er nicht sieht, und aus seinem Sinnlichen nicht begreift, nicht glaubt, somit nicht annimmt. Daher kommt es, daß das Wort im Buchstabensinn dem gemäß ist, was erscheint; aber dennoch birgt es in seinem inwendigeren Schoß die echten Wahrheiten, und im inwendigsten Schoß das göttlich Wahre selbst, das unmittelbar vom Herrn ausgeht, somit auch das göttlich Gute, d.h. den Herrn selbst.
Und eine Stelle aus Lorber JE IV,141/1-3
Der Herr: So ihr leset von einem Zorne Gottes, da sollet ihr darunter verstehen den ewig stets gleichen und festen Ernst Seines Willens; und dieser Ernst des Willens in Gott ist aber ja eben der innerste Kern der allerreinsten und allermächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und alle Werke in ihr wie die Küchlein aus dem Ei hervorgegangen sind, und diese kann doch ewig niemanden gram werden. Oder meint aus euch wohl jemand, daß Gott gleich wie ein dummer Mensch zürnen könne?
Wer mehr über solche Stellen lesen möchte und die „Himmlischen Geheimnisse" und „Erklärte Offenbarung" von Swedenborg hat und die gesamten Lorberwerke dem seien folgende Stellen angeboten: HG 588, 592, 5798, 10431;  EKO 929, 1241
Lorber: JE VI,239/1-10, HHGT II,231/20-36,  HIGA III,S.141/2-4: Die Fürsten und der Herr
Das Thema "ob in Gott Böses sei?", möchte ich auch kurz streifen:
Meines Erachtens hat der Herr das vollste Wissen über das Böse, aber das Böse nicht in irgendeiner lebendigen Kraft, die Er zurückhalten müßte. Sondern das Böse wurde bei der Entscheidung der geistigen Geschöpfen ins Leben gerufen, die sich von der Verbindung mit Gott loslösten.
Der Beginn war, weil die geschaffenen Wesen das Gewordensein nicht demütig annehmen konnten. - In gekürzter Form JE I,1/13-20: Im Geschöpf mußten sich zwei Gefühle begegnen: 1. das Gefühl der göttlichen Ebenmäßigkeit und 2. das Gefühl des zeitgemäßen Werden durch den Urwillen des Schöpfers. Das Hoheitsgefühl streitet gewaltig gegen solch eine Erniedrigung und will das zweite Gefühl erdrücken. Durch solchen Kampf aber entsteht dann Groll und am Ende Haß gegen den Urgrund alles Seins und aus dem gegen das niedere Demuts- oder Abhän- gigkeitsgefühl.
Der Mensch wird durch die „Erbsünde" (das Vererbte von den Eltern, JE IV,108/1-9; HG 313) hineingeboren. Die Erbsünde ist die Selbst- und Weltliebe. Aus diesem kommt das Böse und Falsche.
Damit nicht irgend jemand denken möchte, der Herr hätte dies irgendwie verhindern können, und weil Er es nicht verhindert hat, so wäre Er zumindest teilschuldig - eine Stelle aus HG 8227:
Aber die Ägypter flohen ihm entgegen", 2Mo.14/27, bedeutet, daß sie sich selbst in ihr Falsches aus dem Bösen versenkten.
Dies erhellt aus der Bedeutung von „dem Meere entgegenfliehen", insofern es soviel ist als sich selbst in das Falsche aus dem Bösen versenken, das durch die Wasser des Meeres bezeichnet wird: HG 8226. Es verhält sich damit in folgender Weise:
Wer die inneren Ursachen nicht kennt, muß notwendig glauben, daß das Böse, das den Bösen widerfährt, nämlich Strafen, Verwüstungen, Verdammnisse und endlich das Hinabwerfen in die Hölle, von dem Göttlichen ausgehe; so hat es den vollen Anschein, denn dergleichen geschieht infolge der Gegenwart des Göttlichen: HG 8137, 8138, 8188. Aber dennoch kommt nichts dergleichen aus dem Göttlichen über sie, sondern von ihnen selbst. Das Göttliche und die Gegenwart desselben hat einzig und allein den Schutz und die Erlösung der Guten zum Zweck. Wenn das Göttliche bei diesen gegenwärtig ist und sie gegen die Bösen schützt, dann entbrennen die Bösen noch mehr gegen sie und gegen das Göttliche Selbst, denn gegen dieses hegen sie den größten Haß; denn wer Haß hat gegen das Gute, hat einen großen Haß gegen das Göttliche. Deshalb brechen sie hervor, und in dem Maße als sie hervorbrechen, stürzen sie sich zufolge des Ordnungsgesetzes in Strafen, Verwüstungen und Verdammnis und endlich in die Hölle.
Hieraus kann man erkennen, daß das Göttliche, d.h., der Herr nichts als Gutes tut und niemanden Böses, und daß vielmehr die Bösen selbst sich in solches stürzen. - Das ist es, was dadurch bezeichnet wird, daß die Ägypter dem Meere entgegenflohen, d.h., daß sie sich selbst in Falsches aus dem Bösen versenkten.
Was diese Sache anbetrifft, so soll noch etwas Weiteres darüber gesagt werden: Man glaubt, das Böse komme aus dem Göttlichen auch deshalb, weil das Göttliche es zuläßt und nicht entfernt, und wer etwas zuläßt und nicht wegschafft, wenn er kann, der hat den Anschein, als ob er das wolle, und somit der Urheber desselben sei. Allein das Göttliche läßt das Böse zu, weil es dasselbe nicht verhindern und auch nicht entfernen kann, denn das Göttliche will nichts als das Gute. Wenn es daher das Böse, nämlich Strafen, Verwüstungen, Verfolgungen, Versuchungen und dergleichen verhindern und wegschaffen würde, dann würde es das Böse wollen, denn dann könnten jene nicht gebessert werden, und dann würde das Böse einen solchen Zuwachs nehmen, daß es endlich über das Gute herrschen würde.
Es verhält sich damit wie mit einem König, welcher die Schuldigen freispricht; ein solcher ist Schuld an dem später von ihnen in seinem Reiche verübten Bösen, und auch Schuld, daß andere dadurch frech werden, wie auch, daß der Böse sich bestärkt in seinem Bösen. Deswegen darf ein gerechter und guter König, wenn er es auch kann, dennoch die Strafen nicht erlassen, denn sonst tut er nicht Gutes, sondern Böses.
Man merke also, daß alle Strafen, wie auch die Versuchungen im anderen Leben das Gute zum Zweck haben.
 
Es gäbe noch viel mehr Stellen aus den beiden Offenbarungsquellen, aber ich denke für ein Mail ist dies die Grenze des erlaubten.
 
Mit brüderlichen Gruß
Franz Kreuzwegerer

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Von:
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 08:21
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
In einer eMail vom 07.08.01 23:55:57 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
Hans:

Somit geschieht immer, was der Vater als die Ewige und Allmächtige Liebe
anordnet.  Gottes Weisheit stellte die Mittel zur Verfügung, Seine Allmacht
vollendete das Werk. Aber Gottes Zorn, der uranfänglich Gott umgab laut
Lorber, wurde zwar niedergeschlagen in die materielle Schöpfung. Doch
darüber waltet Gottes Liebe:

-----------------------


Lieber Franz (K
.),

wenn man all die Aspekte im Zusammenhang sieht, die Du und Hans (Z
.
)
vorgetragen haben, kann es doch nur so sein, wie Hans (siehe oben) sagt.
Alles, aber auch alles, was ist, ist aus Gott. Wenn man dann solche Fragen
aus dieser allgemeinen Sicht betrachtet, dann ist das Böse von Gott ja ein
"Mittel zum Zweck" und wer hat dann dieses "Mittel zum Zweck" gemacht
(erschaffen)?

Es ist ja verständlich, dass sich in uns etwas Wesentliches sträubt, wenn man
hört, dass das Böse auch von Gott sei: wo sonst soll es denn herkommen als
eine potentielle Möglichkeit (doch nur aus Gott). Dass sich wegen der
Willensfreiheit des Menschen dieses Böse dann konkret als ein böses Verhalten
im Menschen äußern kann, ist die von Gott gewollte Zulassung des Bösen (es
ist eine zulässige Maßnahme zur Erlangung der Freiheit). Wenn die Wesen
"Freiheit einüben" sollen, dann dürfen sie in ihrer Freiheit von der
gesetzten Ordnung auch abweichen: dieses Abweichen ist das Böse im Menschen,
das von Gott zugelassen ist, und mit Folgen belegt ist (die der Mensch als
Strafe spürt). Sind die 10 Gebote nicht genau so zu verstehen. Diese 10
Gebote gelten noch immer, obwohl es seit und durch Jesus nun auch die beiden
zusätzlichen Gebote der Liebe gibt, die sogar - Jesus sagt es - die 10
"alten" Gebote mit umfassen. Man sollte sich nicht die "Filetstücke" aus den
12 Geboten heraussuchen wollen.

Man sollte nach meiner Meinung mal über die Willensfreiheit von uns Menschen
eine Aussprache führen, dann sieht man die Frage bezüglich des Bösen mal von
einer anderen Seite: nicht nur von der, dass Gott ausschließlich ein nur
liebender Gott sei.

Wenn wir in diesem Zusammenhang von Gott reden, meinen wir doch eher den
Begriff "Gottheit", der Zusätzliches umfasst, nicht ausschließlich die Liebe
in Gott (den Aspekt des Vaters). Wir "wünschen" uns, dass Gott für uns ein
liebender Vater-Gott sei - das ist ER ja auch aus großer Gnade und
Barmherzigkeit zu uns - wir sollten aber deshalb das Böse nicht in eine von
Gott unabhängige "Denkfigur" - den Luzifer - hineinpacken: böse sind wir
nicht aus Luzifer sondern aus uns selbst.

Wie wäre es, wenn wir bei solchen Betrachtungen über das "Böse" zwischen

a) dem möglichen Bösen (die Zulassung des Bösen)
und
b) dem tatsächlichen Bösen (das böse Verhalten)

unterscheiden.

Gott der Vater - der die erschaffenen Wesen aus Liebe heraus "erziehen" und
in der Freiheit seiner Wesen fortbilden will - lässt das Böse zu (ermöglicht
es) und was als böse zu gelten hat, bestimmt (definiert) ausschließlich ER.
Wir, die geschaffenen Wesen, können uns entscheiden: wir können das Gute oder
das Böse wollen und auch tun (unser Verhalten). Gott selbst tut nicht das
Böse; ER lässt es zu, dass es im Menschen geschehen kann; die im Bösen
Tätigen sind nur die erschaffenen Wesen.

Wegen dieser Situation ist doch Gott nach wie vor der liebende Gott und nicht
ein Gott, der Böses schafft (tut). Das wäre tatsächlich widersinnig.

Herzliche Grüße


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Lieber ,
 
Du hast den Nagel mit wenigen eigenen Worten auf den Kopf getroffen und auch mich richtig verstanden.
 
Vielen Dank  und
Herzliche Grüße !
 
Hans
 

In einer eMail vom 07.08.01 23:55:57 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
Hans

Somit geschieht immer, was der Vater als die Ewige und Allmächtige Liebe
anordnet.  Gottes Weisheit stellte die Mittel zur Verfügung, Seine Allmacht
vollendete das Werk. Aber Gottes Zorn, der uranfänglich Gott umgab laut
Lorber, wurde zwar niedergeschlagen in die materielle Schöpfung. Doch
darüber waltet Gottes Liebe:

-----------------------
-


Lieber Franz (K
.),

wenn man all die Aspekte im Zusammenhang sieht, die Du und Hans (Zesewitz)
vorgetragen haben, kann es doch nur so sein, wie Hans (siehe oben) sagt.
Alles, aber auch alles, was ist, ist aus Gott. Wenn man dann solche Fragen
aus dieser allgemeinen Sicht betrachtet, dann ist das Böse von Gott ja ein
"Mittel zum Zweck" und wer hat dann dieses "Mittel zum Zweck" gemacht
(erschaffen)?

Es ist ja verständlich, dass sich in uns etwas Wesentliches sträubt, wenn man
hört, dass das Böse auch von Gott sei: wo sonst soll es denn herkommen als
eine potentielle Möglichkeit (doch nur aus Gott). Dass sich wegen der
Willensfreiheit des Menschen dieses Böse dann konkret als ein böses Verhalten
im Menschen äußern kann, ist die von Gott gewollte Zulassung des Bösen (es
ist eine zulässige Maßnahme zur Erlangung der Freiheit). Wenn die Wesen
"Freiheit einüben" sollen, dann dürfen sie in ihrer Freiheit von der
gesetzten Ordnung auch abweichen: dieses Abweichen ist das Böse im Menschen,
das von Gott zugelassen ist, und mit Folgen belegt ist (die der Mensch als
Strafe spürt).
Sind die 10 Gebote nicht genau so zu verstehen. Diese 10
Gebote gelten noch immer, obwohl es seit und durch Jesus nun auch die beiden
zusätzlichen Gebote der Liebe gibt, die sogar - Jesus sagt es - die 10
"alten" Gebote mit umfassen. Man sollte sich nicht die "Filetstücke" aus den
12 Geboten heraussuchen wollen.

Man sollte nach meiner Meinung mal über die Willensfreiheit von uns Menschen
eine Aussprache führen, dann sieht man die Frage bezüglich des Bösen mal von
einer anderen Seite: nicht nur von der, dass Gott ausschließlich ein nur
liebender Gott sei.

Wenn wir in diesem Zusammenhang von Gott reden, meinen wir doch eher den
Begriff "Gottheit", der Zusätzliches umfasst, nicht ausschließlich die Liebe
in Gott (den Aspekt des Vaters). Wir "wünschen" uns, dass Gott für uns ein
liebender Vater-Gott sei - das ist ER ja auch aus großer Gnade und
Barmherzigkeit zu uns - wir sollten aber deshalb das Böse nicht in eine von
Gott unabhängige "Denkfigur" - den Luzifer - hineinpacken: böse sind wir
nicht aus Luzifer sondern aus uns selbst.

Wie wäre es, wenn wir bei solchen Betrachtungen über das "Böse" zwischen

a) dem möglichen Bösen (die Zulassung des Bösen)
und
b) dem tatsächlichen Bösen (das böse Verhalten)


unterscheiden.

Gott der Vater - der die erschaffenen Wesen aus Liebe heraus "erziehen" und
in der Freiheit seiner Wesen fortbilden will - lässt das Böse zu (ermöglicht
es) und was als böse zu gelten hat, bestimmt (definiert) ausschließlich ER.
Wir, die geschaffenen Wesen, können uns entscheiden: wir können das Gute oder
das Böse wollen und auch tun (unser Verhalten). Gott selbst tut nicht das
Böse; ER lässt es z
u
, dass es im Menschen geschehen kann; die im Bösen
Tätigen sind nur die erschaffenen Wesen.

Wegen dieser Situation ist doch Gott nach wie vor der liebende Gott und nicht
ein Gott, der Böses schafft (tut). Das wäre tatsächlich widersinnig.


Herzliche Grüße

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Von: myrta 
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 15:21
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott ist nicht boese

Wichtigkeit: Hoch
Lieber ,
Gott laesst das Boese wohl zu, des freien Willen wegen. Er hat aber das Boese nicht geschaffen. Es entsteht selber beim Uebertritt seiner Gesetze durch die Geschoepfe, wenn wir aus der Ordung treten. Der Gedanke das man sagt Gott hat auch das Boese erschaffen betruebt mich sehr.
Gott ist die reinste Liebe was kann denn da boese sein. Aus Gott kommt das Boese nicht.
Alles was Gott erschaffen hat ist gut und vollkommen, da er  ja die Liebe ist.
Gottes Segen
Myrta

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Lieber  und Hans
 
Ich möchte zunächst das voll bejahen, was Myrta (Danke Myrta) Dir, Gerd-Fred, geantwortet hat.
Ich möchte jetzt nur mein Verständnis zum Zorn Gottes in betreff der Schöpfung bringen, ohne Stellenangaben von Lorber oder Swedenborg. (Was gegen meine Weise ist)
Man darf die Lorber-Werke nicht in allen Aussagen buchstäblich auffassen. So auch ganz konkret die zitierten Stellen aus der HHGT. Der Herr hat auch in Lorber in Gleichnissen gesprochen und in Vorbildungen gehandelt. Genau zu erklären was bis in den Buchstaben Wahrheit ist, und was nur geistigen und himmlischen Sinn beinhaltet, kann ich nicht sagen. Der Zorn Gottes, den es in Gott überhaupt nicht gibt, der anscheinend in die materielle Schöpfung gebannt wurde, besagt nichts anderes als:
Wer verursachte nach Lorber die materielle Schöpfung? die Geistwesen, die sich nicht dem Willen Gottes unterordnen wollten. Durch den freien Willen trennten sie sich von Gottes Leben = Liebe. Somit wären sie für ewig verloren gewesen. Die Geistwesen zerfielen in ihre einzelne Seelensubstanzen und es wäre keine Möglichkeit mehr für die Gefallenen gewesen, sich wieder zu sammeln und zu "bereuen". Da aber der Herr die Barmherzigkeit ist, hat Er eine Möglichkeit geschaffen, nämlich die Materie (=Gefängnis = Heilanstalt, genannt Gottes Zorn). Über die Materie führt der Herr die einzelnen Seelensubstanzen bis hin zur Naturseele zusammen, die, wenn sie eingezeugt wird, dann Menschenseele heißt. Jetzt hat der Mensch von neuem die Möglichkeit sich für Gott oder gegen Gott zu entscheiden. 
Somit ist der Gottes Zorn nur die sichtbare Liebe Gottes, die aber für den Menschen als Zwang empfunden wird, weil der durch die Materie Gesetzen unterworfen ist, aus denen er sich nicht so leicht entwinden kann.
Die Engel in den Himmels verstehen auch, wenn der Mensch in der Bibel von Gottes Zorn liest, nur die Barmherzigkeit Gottes, weil der Herr, Welcher Gott ist, nur reine und nur reinste Liebe ist.
 
Den Frieden des Herrn
Franz
 
 
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Lieber Franz,

Das hast Du wunderbar erklaert herzlichen Dank. Der Gedanke das von

Gott boeses kommt, stoesst in meinem Innern auf grossen Wiederstand.

Hans hatte es in einer vorhergehenden Email auch schoen erklaert,

aber jetzt scheint er davon wieder abgekommen zu sein, warum?

Ich glaube das Verstandesdenken bringt die Menschen auf Abwege.

Manches kann man halt nur mit dem Herzen verstehen, nicht wahr?

Moeg der Herr unsere Herzen oeffnen das wir es wirklich richtig

verstehen.

Der himmlische Vater ist unendlich Lieb, darum ist es unmoeglich, dass

da nur ein Funken boeses von Ihm kommt.

God Bless

Myrta

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Liebe Freunde

 

Ich verfolge die Diskussion nun schon einige Zeit mit einigem Interesse, aber es wird emotional vehement diskutiert aber ich denke manchmal die Frage ist so ähnlich wie:

 

Ist Gott heiß oder kalt oder

Ist Gott oben oder unten oder

Ist Gott Mann oder Frau oder

Ist Gott aktiv oder passiv oder

Ist Gott erbauend oder zerstörend oder oder oder

 

All diese Fragen haben das merkwürdige, daß bei Gott irgendwie alles ist, auf einer abstrakteren Ebene sogar Sein und Nichtsein und dann sind gut und böse reichlich subjektive Begriffe ? also heftige Debatte wozu ???

 

J. Herbst

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 Von: horst 
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 20:29
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott ist nicht boese

Liebe Myrta, liebe Geistesfreunde!

Kommt das Böse aus Gott? Natürlich nicht!

Wollen wir aber auf diese Frage eine
zufriedenstellende Antwort erhalten, so müssten wir
vielleicht die Frage umformulieren, und fragen: Wie
und wo ist denn genau entstanden, was wir Menschen das
Böse nennen?
Das erste geschaffene Wesen ist und war Niemand
anders, als der Satan selbst oder die Satana; denn sie
war ja als Gegensatz zu IHM geschaffen, oder wenn wir
es bildlich besser verstehen wollen; als Weib GEGEN
den Mann.
Während ER, der Schöpfer, als POSITIVES allein in der
ganzen geistigen Urwelt dastand und ewig war, so war
die Satana als Ergänzungspol die NEGATIVITÄT, zum
Vergleich des geistigen Ichs, SEINES Selbsts!
Als Satana war sie mit einer IHM gleichen
Schöpfermacht ausgerüstet worden, konnte schaffen wie
ER, hatte Alles auch, was IHM allein zustand, nur
nicht die Unendlichkeit, d.h. die Eigenschaft, weder
angefangen zu haben, noch aufzuhören; sie war ein 
*geschaffenes* Wesen, im Gegensatz zum Schöpfer.
So stand sie da, ein grosser Geist, der seiner Macht
sich bewusst IHM das erste Danklied darbrachte, der
jedoch, vermöge der zu grossen Eigenliebe, bald in das
ENTGEGENGESETZTE(BÖSE) des Schöpfers eigenen Ichs
überging, nämlich in Stolz und Auflehnung gegen SEINE
Macht und SEINE Gesetze(der Liebe und der Demut).
Sobald Satana genug Geister und Welten aus ihrem Ich
ins Dasein gerufen hatte, und durch dieses ewige
Schaffen ihre eigene Macht erkannte, stieg in ihr der
Gedanke auf, sich selbst zu oberst hinauszuschwingen
und IHM Seine letzten Attribute, die ER sich Selbst 
vorbehalten hatte, als ewiger Gott und Schöpfer zu
nehmen.
Nach dem Heraustreten ihres Ichs wagte sie den Kampf
mit ihrem Schöpfer, das eitle Geschöpf mit seinem
Urheber, und verlor ihn.
Was dort im Anfang als höchstes Danklied zum Schöpfer
aus den Herzen der meisten Geister und auch aus
ihrem(der Satana) aufstieg, wurde verkehrt in die
entgegengesetzten Eigenschaften (Gutes zum
Unguten-Böse), Liebe in Lieblosigkeit(Hass), Demut in 
Übermut(Hochmut), Unterwürfigkeit und Gehorsam in
Stolz und Herrschsucht.
So ist aus einer geistigen *Einheit*(Harmonie) mit und
in Gott eine unterschiedliche *Zweiheit*(Gut gegen
Ungut-Böse), Disharmonie geworden. So auch sind dann
die Welten geworden. Im Gegensatz einer freien
Geisterwelt - Materie, d.h. gebundene Geister und
obenan steht die IHM einst so lieb gewesene Satana,
der höchste Geist nach IHM, als erster Widersacher und
Widerspenstiger, der stets seinem Grundsatz getreu 
Gottes Macht nachstellt, und Alles zu vernichten
sucht, was ER geschaffen und bis heute erhalten hat.
Das Lied des Dankes(das Gute) hat sich in ein
höllisches Zorn- und Hohngelächter(das Ungute-Böse)
umgewandelt, und so ist auch Satana heutzutage noch;
während ER der höchste reinste Geist(das Gute) ist,
ist Satana wie Materie, als Gegensatz (das
Ungute-Böse) zum Geiste, wie gebundener Geist zum
freien, Hass zur Liebe und Zornfeuer zum Gnadenlicht.


Herzliche Grüsse

Horst


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Von:

Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 20:52
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Gott liebt uns !
In einer eMail vom 08.08.01 18:19:11 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
myrta:


Lieber Franz,
Das hast Du wunderbar erklaert herzlichen Dank. Der Gedanke das von
Gott boeses kommt, stoesst in meinem Innern auf grossen Wiederstand


-----------------
Liebe Myrta und lieber Franz,

Deutsch scheint wirklich eine schwere Sprache zu sein!!

1. Natürlich ist Gott in Seinem eigenem Verhalten nicht böse: das wäre ja
   Blasphemie, wenn man das sagen würde.

2. Man kann sich aber vorstellen, dass Gott das Böse zugelassen hat.
   Dafür gibt es gute Gründe und wir erfahren darüber viel in der NO.

3. Und da das Böse existiert und weil aus Gott alles ist, was überhaupt
  denkbar ist, dann hat Gott auch die Möglichkeit des Böse-seins
  geschaffen.
Kann man denn nicht zwischen der Möglichkeit und
  dem eigentliche Tun (Ausführen des Bösen) unterscheiden?     

Das ist doch keine höhere Mathematik, sondern einfaches Denken.

Ich möchte aber das Thema nicht noch mal vertiefen; in meiner letzen M@il
habe ich versucht, das so einfach wie möglich zu sagen: nochmal
zusammengefasst:

a) Gott schuf die Möglichkeit für das Böse-sein-können der Wesen.

b) Die Wesen selbst entscheiden sich aufgrund ihrer Freiheit die
   Möglichkeit des Bösen Verhaltens zu nutzen: es selbst zu tun.  

Durch diese Unterscheidung kommt doch überhaupt nicht zum Ausdruck, dass Gott
Selbst böse ist.

Hans hat mit seinen Angaben von Textstellen der NO das doch auch unterlegt.

Herzliche Grüße


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Von: myrta
Gesendet: Donnerstag, 9. August 2001 04:03
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses

Wichtigkeit: Hoch

Lies doch noch einmal bitte, lieber Gerd-Fred diese Auszüge. Satana möchte gerne dem Herrn die Schuld in die Schuhe schieben das er auch das Böse erschaffen hat. Deine Erklärung verstehe ich, und  wiederum verstehe ich sie nicht, was Du schreibst. Als Erdenbürger gibt es doch Dinge die man nicht so leicht begreifen kann. Was ist Deine Meinung? Bitte habe Geduld mit uns, wir meinen es bestimmt nicht böse, lieber Geistesfreund. Meine Antworten kommen mehr vom Gefühl weniger von der Logik.


EV 2,228  03]

07] Da aber Gott allein Schöpfer aller Dinge ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und vollkommen sein konnte.
08] Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und gut, wie Er es Selbst ist. Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten Willens, demzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten. Und um sie den Gebrauch dieser Gaben zu lehren, gab Er mit dem freiesten Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten oder auch nicht beachten konnten.
...   12] Du (Satan wird zur Rede gestellt!)  hast mich nun fangen wollen. Denn du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. Aber wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und kenne schon zu gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch ernstlich: behalte deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie auf meinen Fang gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette gewinnen!
Das sind die Worte des himmlischen Vaters.

Gottes Segen und Liebe
Myrta

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Von: Dirk N.
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 23:35
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Gott liebt uns !
Liebe Freunde,
 
mit Interesse verfolge ich eure Diskussion um Gut und Böse. Viele Gedanken sind dort angesprochen worden. Mit vielen Worten soll die eine oder andere Sicht als richtig dargestellt sein. Ich erlaube mir, als gleichsam "Urheber" dieser "Frage" noch einmal
 
die Worte Gottes
 
zu diesem Thema in die Liste zu stellen :
 
1)
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.
 
2)
GEJ Bd 2
 
228    Kraft und Widerstand
 
 
4 Sehet, alles was da ist, besteht und irgendein Dasein hat, kann nicht anders bestehen, als durch einen gewissen, beständigen Kampf.
5 Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze, als verneinende und bejahende, die sich stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, böse und gut, falsch und wahr, und Lüge und Wahrheit.
6 Keine Kraft kann etwas bewirken, wenn ihr nicht eine Gegenkraft entgegensteht.  
 
 
229     Vom Wesen Satans
 
 
1.....warum ein Sein ohne Gegensein so gut wie kein Sein wäre...
2 Dieses Verhältnis muß darum in allem, was da ist, im rechtem Maße vorhanden sein, ansonst es so gut wie garnicht da wäre.
3 Und so muß denn auch das vollkommenste Dasein Gottes in sich selbst in jeder Hinsicht auch die ausgebildetsten Gegensätze fassen, ohne das eben auch so gut wie gar kein Wesen wäre. ......
4 Wollte nun Gott aus sich selbst heraus Ihm ähnliche freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie ja auch mit eben den streitenden Gegensätze versehen, die Er in sich selbst seit aller Ewigkeit her in den natürlich besten und reinst abgewogensten Verhältnissen besaß und besitzen mußte, ansonst Er sicher nie wirkend dagewesen wäre. ..
 
Hier steht es nun eindeutig, wie die Sache zu sehen ist, da Gott selbst uns die Sache erklärt.
 
Es kann das eine nicht sein ohne das andere.
 
Auch in Gott selbst nicht.
 
Der wohl wichtigste Satz lautet :
 
6 Keine Kraft kann etwas bewirken, wenn ihr nicht eine Gegenkraft entgegensteht
 
Und GerdFred hat es meiner Ansicht nach auch sehr schön erklärt, indem er erläuterte, das das Tun, nicht der "Besitz" von etwas das Böse ( oder etwas anderes ) ausmachen kann.
 
So wie wir niemandem, der ein Messer besitzt, als Böse bezeichnen können.
 
Und jeder von uns hat doch irgendwo ein Messer, aber niemand würde auf die Idee kommen, das wir alle darum böse sind, nur weil ein Messer auch zum Morden gebraucht werden kann. Es kommt also auch hier auf das Tun an.
 
Lieber Franz, liebe Myrta, es ehrt euch in gewisser Weise, das ihr Gott nicht das Böse zuordnen wollt, und bezogen auf das Tun habt ihr sicher recht, er tut nichts Böses.
 
Das ist der angesprochene gewisse Unterschied. Denn wie wir alle wissen, liegt bei Gott alles zBsp auch in der Handlung nach seinem Wort, nicht im puren Lesen. Also auch hier gilt :
 
Das Tun bestimmt die Dinge.
 
Und ihr solltet nach seinen Worten bedenken , das er ohne den Gegensatz der Liebe in sich auch nichts liebes tun könnte, da eben das eine ohne das andere da nicht sein kann, also die Liebe/das Gute in Gott auch nicht da wäre, wenn der Haß/das Böse nicht gewisserart als latent vorhanden in ihm wäre ( Mit latent meine ich, das es in Gott die Basis/Grundlage bildet, auf der die Liebe aufgebaut wirkend tätig ist ).  So abschreckend diese Vorstellung für euch auch sein mag :
 
Dies gewisserart ist ein göttliches Gesetz !!!!!! :      
 
6 Keine Kraft kann etwas bewirken, wenn ihr nicht eine Gegenkraft entgegensteht
 
 
Es gibt kein Weiß ohne Schwarz, Heiß ohne Kalt, Liebe ohne Haß, Gut ohne Böse. Ohne diese in ihm vorhanden Kräfte könnte Gott nicht das sein, was er ist :
 
Der Schöpfer aller Dinge.
 
 
Die Geschöpfe können nicht ( ohne Gott ) schaffen !!!! 
 
Denn dann wären sie selber schaffende Götter !!!!!
 
Satan hat das Böse nicht erschaffen, er hat es sich erwählt !!!!  (für seine "Tätigkeit")
 
Satan kann nicht ohne Gott schaffen, sonst hätte er sich doch bestimmt eine eigene Ewigkeit geschaffen, ohne den von ihm "gehaßten" Gott. So schlau wäre er doch wohl, wenn er tatsächlich etwas schaffen könnte ? Aber er kann es nicht, und darin besteht seine
Ohnmacht.
 
 
Gott sei Dank. 
 
 
Ich hoffe inbrünstig, das dieser Knoten baldigst gelöst sein möge und wünsche euch dafür viel Segen von oben, denn es ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, zu erkennen, das außerhalb Gottes nichts sein kann. Es gibt in Gott ja nicht nur die Liebe als den Vater, sondern auch die Weisheit als den Sohn = Jesus.
 
Möge euch Jesus = Weisheit beistehen.
 
Und heißt es nicht auch durch Jesus : "Niemand kommt zum Vater denn durch mich" ? Hier liegt doch auf der Hand, das die Weisheit der Führer zur Liebe sein muß, so wie wir durch das Lorber-Werk = Weisheit = Jesus gegeben durch den Vater/die Liebe  ( zum Besten der Menschen ) hin zur Liebe geführt werden. 
 
Und ich gebe es offen zu :
 
Wenn die Lorber-Bücher nicht gewesen wären, hätte ich mich nicht mit Gott beschäftigt; erst die dort innegelegte Weisheit hat mich dazu gebracht, die Liebe war das nicht ( von meiner Seite wohlgemerkt ! ). Erst die Worte der Weisheit haben mich die Liebe erkennen gelernt.
 
Denn wer kann wohl etwas lieben, von dem er nicht weiß, wie oder was oder das es ist ?
 
Wäre nur jemand gekommen und hätte gesagt : Gott liebt dich, da hätte ich damals wohl zu ihm gesagt : "Spinn weiter".
 
Nur die Weisheit hat mich angespornt, auch weiter zu suchen und siehe da :
 
Am Ende steht da die Liebe als Ziel aller Dinge !
 
Aber wie Myrta und Franz auch ausgeführt haben, wird wohl nur die Liebe selbst die Liebe auch erkennen können .
 
Es grüßt euch 
 
 
Dirk N. 
 
P.S.:
Myrta und Franz : Bitte nehmt das schon oben angeführt Zitat gewisserart als Trost, das Gott die Dinge eben anders als wir aus seiner göttlichen Sphäre heraus betrachtet, wir neigen ja dazu, alles immer sehr menschlich zu betrachten, ( ich nicht ausgenommen ). Also würde aus göttlicher Sicht auch gelten:
 
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts
Böses
, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.