Von: Dirk
Gesendet: Sonntag, 22. Juli 2001
00:09
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff:
[Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses
Liebe Freunde,
vor etlichen Monaten gab es eine kleine Debatte,
die zum Thema hatte, woher das Böse stammt. Ich war damals der Ansicht, das
nicht Satan das Böse erschaffen haben könnte, sondern das alles, was ist, von
Gott gekommen sein müßte.
Mit dieser Meinung bin ich allerdings auf einen
großen Widerstand gestoßen und mit einigen Textauszügen wurde mir meine Ansicht
auch eigentlich widerlegt und ich habe das, allerdings mit Zweifeln im Herzen,
hingenommen.
Nun möchte ich diese Diskussion nicht wieder
aufleben lassen, allerdings habe ich im GEJ Bd 2 Kp. 228 ff Textstellen
gewisserart wiedergefunden, die mich in meiner damaligen Ansicht bestärken. Da
ich leider die CD nicht habe, werde ich hier nur Ausschnitte aus diesem Kapitel
niederlegen, der interessierte Leser möge bitte selbst die Einzelheiten
nachlesen.
228 Kraft und
Widerstand
4 Sehet, alles was da ist, besteht und
irgendein Dasein hat, kann nicht anders bestehen, als durch einen gewissen,
beständigen Kampf.
5 Ein jedes Dasein, das
göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze, als
verneinende und bejahende, die sich stets also entgegenstehen wie Kälte und
Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und
leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß
und Liebe, böse und gut, falsch und wahr, und
Lüge und Wahrheit.
6 Keine Kraft kann
etwas bewirken, wenn ihr nicht eine Gegenkraft
entgegensteht.
229 Vom Wesen
Satans
1.....warum ein Sein ohne Gegensein so gut
wie kein Sein wäre...
2 Dieses Verhältnis muß darum in allem, was
da ist, im rechtem Maße vorhanden sein, ansonst es so gut wie garnicht da
wäre.
3 Und so muß denn auch
das vollkommenste Dasein Gottes in sich selbst in jeder Hinsicht auch die
ausgebildetsten Gegensätze fassen, ohne das eben auch so gut wie gar kein Wesen
wäre. ......
4 Wollte nun Gott aus sich selbst heraus
Ihm ähnliche freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie ja auch mit eben den
streitenden Gegensätze versehen, die Er in sich selbst
seit aller Ewigkeit her in den natürlich besten und reinst abgewogensten
Verhältnissen besaß und besitzen mußte, ansonst Er sicher nie
wirkend dagewesen wäre. ......
und so weiter, bitte alle Zusammenhänge selbst
nachlesen.
Aus diesen Erläuterungen geht nun für mich relativ
eindeutig hervor, das auch das Böse natürlicherweise von Gott gegeben wurde.
Satan hat für sich dann die Verhältnisse eben nicht ausgewogen in den
bestmöglichen Verhältnissen herausgebildet, wie wir das alle tun sollen, sondern
sich einer besonderen Fähigkeit im Übermaße zu eigen gemacht.
Er ist also nicht Schöpfer des Bösen sondern nur
gewisserart Annehmer und nicht Ausräumer desselben und hat sich die "bösen"
Verhältnisse als Hauptgrund seiner selbst
gewählt.
Leider habe ich diese Zusammenhänge damals nicht
gefunden, möchte sie aber nun hier noch einmal darstellen, damit die
Fehlannahme, Satan könnte in irgendeiner Sache Schöpfer sein und Gott
hätte nichts böses in sich, ausgeräumt werden kann. Natürlich heißt dies nicht,
das Gott in sich böse wäre. Diese Annahme wäre hier nicht herauszulesen und
liegt auch nicht in meiner Absicht dies so darzustellen. Allerdings sollte man
anerkennen, das Gott in sich das Böse genauso faßt wie das Gute auch, ansonsten
könnte er nach seiner eigenen Aussage überhaubt nicht schöpferisch hätte tätig
werden können. Nur hat Gott in sich alles seit Ewigkeiten in der
besten und sozusagen "gutesten" Ordnung. Diese gilt es zu erringen, trotz allem
Bösem, was auf der Welt und auch in uns seinen Platz hat und haben muß,
ansonsten wir nicht fähig wären, gottähnlich werden zu können. Wir müssen das
böse in uns so besiegen, wie Gott es seit Ewigkeiten in sich gewisserart besiegt
hat.
Es grüßt euch
Dirk
_______________________________________________________________________________________
Von: myrta
Gesendet: Sonntag, 22. Juli 2001 17:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses
Dear Dirk,
Meine Erkenntnis und wie ich es sehe, kommt nicht das
Böses von Gott. Was von Gott kommt sind alle Kräfte, die zwar einen Gegenpol
haben müssen wie Yin and Yang, für die Erhaltung der Kräfte.
In Gott sind diese Kräfte in der grössten Harmonie,
Balance und Ordnung, darum nehmen die Gegenkraefte nie überhand.
Der freie Wille gibt uns die Fähigkeit
aus der Ordnung herauszutreten. Sünde das Böse schlechthin ist eine
nicht mehr in Balance oder Harmonie stehender Zustand, welcher man auch als böser
Zustand, oder in der Art als böse bezeichnen kann.
Von Gott kann daher das Böse nicht kommen weil alles
im besten Verhältnis bei Ihm alle Zeit ist.
Das Böse damit es wirken kann im Bösen, muss ja zuerst
aus der Ordnung heraustreten, um Böse zu sein, muss man ja irgend etwas
tun, um aus der Ordnung und Harmonie und Balance herauszutreten. Was bei
Gott ja nie der Fall ist.
Gott gab jedoch seinen geschaffenen Kindern den
Freien Willen, in seiner Ordnung und Liebe zu bleiben, oder aus der Ordnung
herauszutreten. Und manchmal mit Schmerzen wieder die Ordnung und Liebe des
Herrn finden und annehmen.
Um unabhängige wahre Geschöpfe zu schaffen, die
keine Maschinen Qualitäten haben, sondern frei sind und auch die
Gelegenheit haben aus der Ordnung herauszutreten, und die frei entscheiden können
um in der Liebe des Herrn, und seiner Ordnung freiwillig zu bleiben oder in
die Unordnung zugehen wo keine Harmonie, keine Liebe ist, sondern das Böse
was ja auch der Tod ist, und materielle Welt.
Die Ausgeburt des Bösen wurde nie von Gott erzeugt
sondern nur von seinen Geschöpfen die den freien Willen von Gott
bekamen, aus der Ordnung und Liebe des Herrn traten, und böses tun und böse
werden.
Zusammengefasst: Gott ist die Kraft mit der grössten
Harmonie, Gott ist die Liebe seine Auswirkungen ist die Liebe. Er gab seinen
Geschöpfen den freien Willen, mit dem Missbrauch des freien Willen der Kräfte,
wurde das Böse geschaffen, und somit die materielle Welt.
Wer aus der Ordnung heraustritt begibt sich
freiwillig in das Gericht und richtet sich selbst.
Greetings from across the Ocean
Myrta
________________________________________________________________________________________.
Von: Ralf
Gesendet: Montag, 23. Juli 2001 16:33
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Lieber Dirk,
die Herkunft des Bösen ist eine interessante Frage.
Ich glaube letztliche kommt alles von Gott. Doch was innerhalb Gottes
in der vollkommensten Ausgewogenheit ist, das kann außerhalb Gottes
in der vollkommensten Widerordnung zu Gott und zu allem Leben stehen.
Es ist ja auch so, daß nichts wirklich verschwindet, sondern alles
nur erlöst wird. Es gibt ja kein "Böses" als Stoff, der
auschgeschieden und "vernichtet" wird. Selbst ein Engel muß die Hölle
kennen und auch ein Swedenborg hat eine Portion Hölle in sich nur ist
die eben richtig "eingefaßt".
Nun will ich noch ohne Kommentar eine Textstelle aus der Haushaltung
Gottes, die mich zum Nachdenken gebracht hat:
[HGt.03_067,08] Als Du aber wolltest Engel, Himmel und Welten und
Menschen erschaffen, da bedurftest Du keines Stoffes, sondern Dein
allmächtiger Wille, verbunden mit Deinen allerweisesten, heilig-
erhabensten Ideen und Gedanken, war allein allzeit und wird ewig sein
der Grund Deiner ganzen unendlichen Schöpfung.
[HGt.03_067,09] Da ich mir aber doch unmöglich denken kann, daß in
Dir je eine arge Idee oder gar irgendein nur dem Anscheine nach böser
Gedanke stattgefunden hat, so möchte ich denn doch erfahren von Dir,
woher denn so ganz eigentlich das Böse des Satans und somit auch das
Arge und Schlimme in uns Menschen kam. Woher die Sünde, woher der
Zorn, woher der Neid, woher die Rache, woher die Herrschsucht, und
woher die Hurerei?"
[HGt.03_067,10] Und der Herr erwiderte darauf dem Lamech: „Mein
lieber Lamech, diese deine Frage klingt zwar wie eine großartig
weise; aber Ich sage dir: sie ist sehr menschlich!
[HGt.03_067,11] Ich will dir aber dennoch eine Antwort darauf geben
und lösen deine Frage, obschon du heimlich meintest, Mir eine Frage
dadurch zu geben, mit deren Beantwortung es Mir Selbst ein wenig
bedenklich gehen möchte, und so höre denn:
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.
[HGt.03_067,13] Aber im Angesichtsbündel der Geschöpfe ist nur eines
als gut zu betrachten und zu stellen, das heißt: der Verhältnisteil
der Bejahung allein nur ist als gut zu betrachten und zu stellen,
unter dem das Geschöpf bestehen kann neben Mir und in Mir, und das
ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir, – der
auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil aber als böse im
Anbetrachte des Geschöpfes, weil es im selben neben Mir und in Mir
nicht als existierbar gedacht werden kann.
[HGt.03_067,14] In Mir also ist das Ja wie das Nein gleich gut; denn
im Ja schaffe Ich, und im Nein ordne und leite Ich alles.
[HGt.03_067,15] Aber fürs Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das
Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Mir
geworden ist, allwo es dann auch im Nein wird bestehen können.
[HGt.03_067,16] Sonach gibt es für Mich keinen Satan und keine
Hölle, – wohl aber im Anbetrachte seiner selbst und der Menschen
dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung Meiner Kinder handelt.
[HGt.03_067,17] Es gibt noch zahllose andere Welten, auf denen man
den Satan nicht kennt und somit auch das Nein nicht, sondern allein
nur das Ja in seinen Verhältnissen.
[HGt.03_067,18] Siehe, so stehen die Dinge! Die Erde ist eine
Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und
blinden Lärm; aber Ich schaue das mit anderen Augen als du, ein
Mensch dieser Erde.
[HGt.03_067,19] Verstehst du solches? – Rede, wieviel davon du
verstehst! Amen."
Ich hoffe das bringt Dich auf der Suche nach der Herkunft des Bösen
weiter.
Liebe Grüße
Ralf
____________________________________________________________________
Von: myrta
Gesendet: Dienstag, 24. Juli 2001 02:13
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Wichtigkeit: Hoch
Dear Ralf, nicht alles kommt von Gott,
nur das Gute und Liebe kommt von Ihm, und den freien Willen.
Hier ein schöner Auszug von unserm geistes
Freund Hans Gott gesandt, aus dem Lorberwerk. Denn eine innere Stimme sagt mir
auch das Gott nie Böses erschaffen hat sondern nur Gutes, er
ist doch die Liebe, nicht wahr??? Er kann nie das Böse geschaffen haben.
EV 2,228 03] Sage Ich: » ... 05] Ein
jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze,
als verneinende und bejahende, die sich einander stets also entgegenstehen wie
Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß,
schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und
Liebe, ...
(Das sagt noch lange nicht aus, das Gott das Böse erschaffen hat.
Satan mag das gerne dem Herrn in die Schuhe schieben, das Gott ja
auch das Böse erschaffen hat. Myrta)
07] Da aber Gott allein Schöpfer aller Dinge
ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß alles,
was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und vollkommen
sein konnte.
08] Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und
gut, wie Er es Selbst ist. Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des
in sie gehauchten Willens, demzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten.
Und um sie den Gebrauch dieser Gaben zu lehren, gab Er mit dem freiesten
Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten
oder auch nicht beachten konnten.
... 12] Du (Satan
wird zur Rede gestellt!) hast mich nun
fangen wollen. Denn du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott
auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf
Gottes bist. Aber wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und
kenne schon zu gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch
ernstlich: behalte
deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie
auf meinen Fang gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette
gewinnen!
Hans schreibt:
"Ausgang des Bösen" - dieser Begriff, den Dudde in einer Kundgabe
so zitiert, kommt bei Lorber wirklich nirgends vor, ist also aus einem
anderen Werk. Da Lutz dabei erwähnt wird, könnte dieser evt. der
"Knecht" sein, der falsch das Wort Gottes bei Lorber interpretierte.
Oder ?
Und nun zu Hans:
Dr. Walter Lutz Werke kenne ich sehr gut, er hat nie gelehrt das Lorber
lehrte das Gott das Böse erschaffen hat. Die Interpretation und Grundfragen
von Lutz liebe ich sehr, es ist eine wunderschöne Zusammenstellung des
Lorberwerks, mit viel Herz und Liebe. Spricht ganz zu meiner Seele.
Good Bye my dear Friends, my Darling
Gabriel is comming @ 7 o'clock, and he needs my attention.
Myrta
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Von: Dirk
Gesendet: Dienstag, 24. Juli 2001 20:56
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Liebe Myrta,
ich glaube zu ahnen, das wir uns hier in einem gedanklichen Kreis bewegen,
der über unsere Begriffe hinaus reicht und so für uns nur teilweise verständlich
ist.
Für mein Verständnis, und so ist es ja auch in den Schriften erwähnt, war
das Böse wie das Gute von Ewigkeiten in Gott vorhanden und bei Ihm natürlich in
den ausgewogensten Verhältnissen, also ist er die Liebe selbst.
Satan hat das Böse nicht erschaffen, aber auch in ihm wie in allen Geschöpfen,
die nach dem Maß Gottes existieren/geschaffen wurden, stehen das Gute/Böse,
die Liebe/Haß usw. notwendigerweise sozusagen zur freien Auswahl
zwischen den jeweiligen Polen gewisserart bereit.
Satan hat somit das Böse nicht erschaffen, das ja notwendigerweise da war,
sondern er hat es sich erwählt, indem er die Beste aller Ordnungen, die göttliche
Ausgewogenheit in allen Punkten, verließ.
Dies macht Gott ja nicht zu einem bösen Gott, dies soll auch nicht
impliziert sein, den Er ist ja die Liebe selbst, wie wir alle wissen.
Außer Ihm gibt es nichts, wir haben die Wahl, uns für das Gute zu
entscheiden und das Böse ist dann nicht weg, aber indem wir uns in der göttlichen
Ordnung bewegen, bewegen wir uns auch in der besten aller Ordnungen, und da
siegt dann immer das Gute über das Böse, so wie die Liebe über den Haß.
Noch ein Gedanke könnte hilfreich sein: Wie hätte das Gute jemals
existieren können ohne das Böse ? Wie die Liebe ohne Haß ? Wie Weiß
ohne Schwarz ? Wie könnte Gott die Liebe sein, wenn es die notwendige
Gegenkraft, den Haß nicht in ihm gäbe ( natürlich als besiegte Kraft ! ),
auf der die Liebe gewisserart ihren Stand hat ?
Und die Mail von Ralf ist auch ein guter Hinweis, das in den Himmeln das
Verständnis für derlei Dinge ein überaus tieferes sein muß, dort stellt
sich diese Frage natürlich nicht:
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es
durchaus nichts
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.
Ich denke, das unser hierseitiges Verständnis zu gering ist, um den
Schaffensprozeß Gottes auch nur in Ansätzen zu begreifen, und welche
notwendigen Kräfte darin wirken. Lt. obigem Zitat gibt es ja auch für Gott
selbst Böses durchaus nicht, nur wir könnten das wohl nicht begreifen, und
da kommen eben solche Gegenüberstellungen wie Gut/Böse, um uns wenigstens
ein klein wenig Verständnis für diese Dinge zu geben.
Also, warten wir ab, es wird die Zeit kommen, da werden wir dies alles zu
unserem besten Verständnis in uns wahrnehmen.
Es grüßt Dich
Dirk N.
________________________________________________________
Von:
Gesendet: Donnerstag, 26. Juli 2001 19:13
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Herkunft des Bösen,
Betreffzeile
In einer eMail vom 26.07.01
15:58:09 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
maier_ralf@gmx.de:
Die Diskussion um die Herkunft des Bösen ist gar nicht richtig in Gang
gekommen. Interessieren sich so wenige für Dirks Frage? Also ich
bleibe bei meiner Position, dass das Böse in Gott war und einfach eine
Urkraft ist und bei Gott im völligen Gleichgewicht und damit nicht
böse. Da uns Menschen, die entsprechende Gegenkraft fehlt ist eben bei
uns die Negation böse und zwar so lange bis wir völlig Meister der
Bejahung geworden sind. So verstehe ich jedenfalls im Augenblick die
Textstelle aus der Haushaltung.
Liebe Grüße
Ralf
-----------------------------------
Lieber Ralf,
da alles in und aus Gott ist, wo soll denn sonst das von Gott Abweichende
(Böse) hergekommen sein: es war ebenfalls gottgewollt nach meinem
Verständnis. Der Ausspruch "Gott ist alles in allem" bringt das zum
Ausdruck.
Würde man das nicht so sehen, dann wäre ja das Böse etwas neben und außerhalb
von Gott, das Er nicht unter Seiner Weisheit und Zulassung hätte (außerhalb
Seiner Kontrolle). Gott ist die Liebe, aber lässt auch das Gegenteil davon
zu: aus erzieherischen Gründen.
Vielleicht darf man sagen, dass das Böse gottgewollt ist, denn mit der
Möglichkeit des Bösen in der Schöpfung verfolgt doch Gott ein Ziel: ein
Reif-werden durch die Spannung durch einen Gegenpol. Dass Gott nicht wollte,
dass das tatsächlich auch eintritt (der Fall Luzifers mit Gefolge), wird man
wohl annehmen dürfen.
Die Wesen, d.h. die von Ihm erschaffenen aber noch nicht gefallenen Wesen,
sollen alle freie und selbstbestimmte Wesen sein. Daraus ergibt sich dann,
dass sie von Ihm abweichen können und auch dürfen.
Mit dem eigenmächtigen
Weggehen von Gott kam das Böse in die Welt. Es kam das Böse in die Welt,
aber
"nur" in den Wesen durch deren Falschverhalten.
Davor - so scheint mir - war das Böse durchaus von Gott schon als Möglichkeit
angelegt, denn Freiheit bedeutet Entscheidungsfreiheit und sich eben auch
gegen Gott entscheiden können. Böse sein können und dürfen ist eine
zugelassene Art und Weise (Verhalten) der geschaffenen Wesen. Alle
Möglichkeiten, die gedacht werden können, sind nicht von uns selbst,
sondern
stammen aus dem Ideen- und Gedankenvorrat Gottes.
So könnte man sagen, dass das Böse eine potentielle Möglichkeit ist, die
zur
Realität werden kann, wenn ein Wesen seine Willensfreiheit gegen die gesetzte
Ordnung Gottes verwendet: erst dadurch wird das Böse konkret,
oder anders:
das Böse entsteht (wird konkret) durch willentliche
Falschanwendung der Freiheit durch die Wesen selbst (siehe
Adam/Eva-Geschichte der Genesis). Das Böse wäre dann ein absichtliches
Zuwiderhandeln; und dieses Zuwiderhandeln ist zugelassen. Weil es zugelassen
ist, ist das Böse potentiell vorhanden und von Gott Selbst gedacht oder
erlaubt, aber nicht gewollt: zugelassen jedoch.
Wenn man "potentielle Möglichkeit" einerseits und
"eingetretene Realität"
anderseits unterscheidet, wird einsichtig, dass auch das Böse zu all dem
gehört, was aus Gott ist. Ich stelle mir das so vor. Mit der Frage
"Weshalb
ist das Böse in der Welt?" ist die Frage "Warum haben die Menschen
Willensfreiheit?" sehr eng verbunden und verwoben.
Herzliche Grüße
____________________________________________________________________________________
Von: Hans
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 00:26
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Liebe Lorberfreunde,
wer vollkommen gut ist, kann
nichts Böses schaffen. Heißt es doch: "Gott
allein ist gut und heilig". Von
IHM kam und kommt nichts Böses. Gott kann nichts Böses
schaffen ! ER kennt zwar das Böse als das Seiner
Heiligen Ordnung Widerstrebende, doch schuf ER es nie. Gott schuf aber in
Seiner Güte Luzifer und alle Geister vollkommen frei. Luzifer war nie
dazu bestimmt, böse zu werden. Dieser Luzifer entschied sich frei
und unabhängig von höherem Zwang gegen seinen Schöpfer. Diese freie
Entscheidung Luzifers war der Ausgang des Bösen. - Ihr wollt doch nicht
sagen, daß Gott sich darüber gefreut hat ?! Daß ER das Böse gewollt
oder gar geschaffen hat ? Wenn Gott nun dennoch "böse"
Kinder hat, so vernichtet ER sie aber nicht, sondern sucht sie zu retten,
wie Ihr wißt. Da aber außerhalb Gottes gar nichts existieren kann, so ist
auch das Böse in IHM. Aber nicht, weil Er das Böse geschaffen
hat. Sondern weil ER freie Wesen schuf, von denen einige sich
gegen Gottes Ordnung wendeten, was "böse" genannt wird. Gott
Selbst aber gehorcht Seiner eigenen Ordnung am besten und ist somit auch
durch und durch nur gut - kann es gar nicht anders sein. Und Er kann auch
nur Gutes und Vollkommenes schaffen. Nur was dann in seiner
vollkommenen Freiheit sich frei gegen diese heilige Ordnung stellt, das ist
"böse". Das Böse ist schädlich, aber nicht für Gott, sondern
nur sich selbst und allen, die das Böse lieben. Für Gott sind das
arme Kinder, die sich verirrt haben. Wer der verlorene Sohn ist, über
dessen Heimkehr sich der Herr am meisten freut, wißt Ihr: Es ist Luzifer.
Der Böse schadet sich selbst, weil er sich vom Leben und der Liebe Gottes,
seines Heiligen Vaters, abwendet.
Hierzu erklärte Jesus:
[GEJ.05_070,02 . . . Du wirst
daraus etwa doch bei deiner geübten Denkkraft wahrzunehmen anfangen, daß
sich alles – wie: Wahrheit und Lüge
und dergleichen Gegensätze mehr – dem höchsten und besten Gottwesen
nicht in die Schuhe schieben läßt!
[GEJ.05_070,03] Oder kannst du das annehmen, daß Gott, als die höchste,
tiefste Wahrheit Selbst, dem Menschen einen lügenhaften Sinn ins Herz
gelegt hat, auf daß er dann sündige wider die Ordnung Gottes und unflätig
würde in allen seinen Reden und Handlungen? Oh, das sei ferne! Gott schuf
den Menschen geistig nach Seinem Ebenmaße, also rein, wahrhaft und gut.
Den bösen Sinn gegen Gott und die Mitmenschen, ja gerade auch die Absicht
Gott als Ursprung des Bösen zu verdächtigen, legt uns Menschen
immer wieder Satanas Geist ins Herz, um unsere Sympathie zu
gewinnen. Satana benutzt dieses spitzfindige Argument immer wieder, um sich
zu rechtfertigen. So daß wir alles Böse und alle Schuld Gott zuschieben
und die Notwendigkeit Satanas noch loben !
Wie können wir den heiligen Vater verdächtigen, Ausgang des Bösen zu sein
! Nur weil Er uns wie Satana auch alle Freiheiten schenkte, damit wir
echte Kinder und keine Marionetten werden ? Immerhin gab es ein Heer
von Geistern, die nicht so wie wir vom rechten Weg abkamen, und um die Güte
und Heiligkeit Gottes besser Bescheid wissen. Diese gehen nicht in
Satans Falle.
Gott schenkt uns zum besseren Verständnis noch ein Gleichnis:
[HGt.03_025,03] Mit liebeflammendem Herzen dankte der
Lamech für diese erhabene Gnade und brachte dann folgenden Fragesatz zum
lauten Vorscheine, der also lautete:
[HGt.03_025,04] „Liebevollster, heiliger, unaussprechlich guter Vater, Du
hast doch die Satana aus Dir und nicht aus irgendwo anders her geschaffen!
Wie ist es nun aber dennoch möglich, daß dieses aus Dir geschaffene Wesen
gar so entsetzlich böse ist, da in Dir doch alles von Ewigkeit her überaus
gut sein mußte, weil Du Selbst also endlos gut bist und daher aus Dir ja
auch unmöglich etwas Arges hervorgehen kann?
[HGt.03_025,05] Da aber die aus Dir geschaffene Satana im Ernste also überaus
arg ist, so weiß ich mir in diesem Punkte durchaus nicht zu helfen und zu
raten. Ich meine so bei mir und empfinde es auch ganz klar; wenn ich da ins
reine kommen könnte, da hätte ich aber dann auch alles, was mir not tut
zur völligen Beruhigung meines Geistes!“
[HGt.03_025,06] Auf diese sehr triftige Entäußerung Lamechs erwiderte der
Herr, sagend nämlich: „Wenn du es menschlichermaßen nimmst, dann muß
dir das freilich den verworrensten Knoten geben; kannst du es aber
reingeistigerweise betrachten, so wird sich alsbald alle Verworrenheit gänzlich
verlieren, und du wirst da in eine Löse der Dinge schauen, die dir ums
Zahllosfache klarer sein wird, als da ist der Sonne Licht am reinsten,
hellsten Vollmittage!
[HGt.03_025,07] Solches jedoch ist schwer mit dir verständlichen Worten zu
geben, da es ist in der tiefsten Tiefe aller Meiner unendlichen göttlichen
Weisheit.
[HGt.03_025,08] Aber Ich will dir durch ein Gleichnis die Sache erhellen! Je
mehr du im Verfolge der Zeit dieses Gleichnis betrachten wirst, desto tiefer
wirst du in den Geist der Wahrheit in dieser endlos tiefen Geheimnissache
eindringen; und so höre denn:
[HGt.03_025,09] Ein überaus weiser und liebeguter Mann hat den Plan in sich
gefaßt, sich ein Weib zu nehmen und mit ihm zu zeugen Kinder, die ihm
gleichen sollen in allem und sollen jegliches nach seiner Art Besitz nehmen
von den unermeßlichen Schätzen und Reichtümern, die er in endloser Fülle
besitzt!
[HGt.03_025,10] Das wäre sicher ein recht guter Plan; aber wie ausführbar,
wenn in der ganzen großen Gegend kein weibliches Wesen existiert?!
[HGt.03_025,11] Was tut aber der überaus weise Mann? – Er bedenkt sich
nicht lange, sondern spricht zu sich:
[HGt.03_025,12] ,Was will ich suchen in diesem meinem endlosen Reviere, das
nicht zu finden ist?! Ich habe ja in mir, was ich brauche; ich habe Liebe,
ich habe alle Weisheit und habe die Macht aus den zweien!
[HGt.03_025,13] Daher will ich sehen, ob ich nicht aus mir selbst mir ein
Weib schaffen kann, das mir in allem völlig entsprechen soll! Habe ich doch
schon andere Dinge als nun völlig daseiend aus mir gerufen; da wird mir
solches doch auch gelingen?!
[HGt.03_025,14] Und so denn will ich eine mir völlig ähnliche Idee fassen
und sie stellen in meinen festesten Willen, und es soll sich bald zeigen, ob
ich not habe, weiterhin zu suchen das, was nicht ist, noch sein kann irgend
außer mir!‘
[HGt.03_025,15] Gedacht, getan, und das herrliche Werk steht vor dem Manne!
Mit endlos großem Wohlgefallen betrachtet es der mächtig weiseste
Werkmeister.
[HGt.03_025,16] Aber das Werk ist nur eine wie tote Maschine noch seines
Willens, bewegt sich nicht anders als allein nur nach dem Willen des
Werkmeisters und spricht nur, was der Werkmeister in dasselbe hineindenkt
und dann vom Werke gesprochen haben will.
[HGt.03_025,17] Da aber bedenkt sich des Meisters Weisheit und
spricht: ,Das Werk ist da; aber es ist in ihm nichts anderes als ich selbst!
Belasse ich es so, da wird es mir wenig fruchten; gebe ich dem Werke aber
ein eigenes, freies, selbständiges Leben, da muß ich es mir dann aber
auch gefallen lassen, wenn es sich von mir wenden wird, und tun nach
seinem eigenen freien Willen.
[HGt.03_025,18] Doch ich bin ja da über alles mächtig. Wird es mir über
die vorgezeichneten Schranken treten, da werde ich ihm schon zu begegnen
wissen; denn es bleibt ja doch ewig mein Werk!‘
[HGt.03_025,19] Also spricht der weiseste Mann bei sich, und also
tut er auch.
[HGt.03_025,20] Das Werk ist frei und bewegt sich und spricht bald anders,
als es der Mann haben will; und das ist ein großer Triumph des
Werkmeisters, daß da sein Werk eine freie Tätigkeit überaus lebhaft zu äußern
anfängt, ohne jedoch aus der Willenssphäre des Meisters je treten zu können.
[HGt.03_025,21] Der Mann aber will noch mehr, nämlich die vollste
Willensfreiheit des Werkes; und dazu ist persönliche Erziehung und dann
alle mögliche Selbsterfahrung fürs Werk nötig.
[HGt.03_025,22] Diese Erziehung aber dauert jetzt noch fort, während die
erschaffende Zeugung nebenbei als ein Hauptteil solch großer Erziehung
anzusehen ist. Und der Mann ist nun, wie allzeit, auf dem Punkte, gar helle
zu schauen die endliche sicherste Vollendung seines Werkes! –
[HGt.03_025,23] Siehe, das ist ein gar großes Gleichnis; denn es liegt der
Anfang und das Ende völlig in ihm! Dieses beachte in dir, und dir wird es
heller und heller werden in deinen Tiefen! – Nun aber ziehen wir wieder
weiter! Amen.“
mfg hans
___________________________________________________________________________
Von: Joachim
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 01:57
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Liebe und Böses - eine kleine
Zusammenfassung und ein Kommentar im Organischen
Die Entstehung des Bösen
Da die Entstehung des Bösen, als eine Entfaltung
der Polaritäten Gut und Böse, sehr mit dem 2er Thema verwandt ist, hier eine
kleine Betrachtung zum Thema mit Skizzen:
Zunächst ein paar Zitate:
EV 2,228 03] Sage Ich: » ... 05] Ein
jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich lauter Gegensätze,
als verneinende und bejahende, die sich einander stets also entgegenstehen wie Kälte
und Wärme, Finsternis und Licht, hart und sanft, bitter und süß, schwer und
leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, ...
07] Da aber Gott allein Schöpfer aller
Dinge ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß
alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und
vollkommen sein konnte. 08]
Alle Geister gingen von Ihm aus so rein und gut, wie Er es Selbst ist. Aber Er
gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten Willens, demzufolge
sie alles tun konnten, was sie wollten. Und um sie den Gebrauch dieser Gaben zu
lehren, gab Er mit dem freiesten Willen auch durch Ihn Selbst geheiligte
Gesetze, die sie entweder beachten oder auch nicht beachten konnten.
... 12] Du (Satan
wird zur Rede gestellt!) hast mich nun
fangen wollen. Denn du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott
auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf
Gottes bist. Aber wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und
kenne schon zu gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch
ernstlich: behalte deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie auf meinen
Fang gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette gewinnen!
[HGt.03_067,08] Als Du aber wolltest Engel,
Himmel und Welten und Menschen erschaffen, da bedurftest Du keines Stoffes,
sondern Dein allmächtiger Wille, verbunden mit Deinen allerweisesten,
heilig-erhabensten Ideen und Gedanken, war allein allzeit und wird ewig sein der
Grund Deiner ganzen unendlichen Schöpfung. [HGt.03_067,09] Da ich mir aber doch
unmöglich denken kann, daß in Dir je eine arge Idee oder gar irgendein nur dem
Anscheine nach böser Gedanke stattgefunden hat, so möchte ich denn doch
erfahren von Dir, woher denn so ganz eigentlich das Böse des Satans und somit
auch das Arge und Schlimme in uns Menschen kam. Woher die Sünde, woher der
Zorn, woher der Neid, woher die Rache, woher die Herrschsucht, und woher die
Hurerei?"
[HGt.03_067,10] Und der Herr erwiderte
darauf dem Lamech: „Mein lieber Lamech, diese deine Frage klingt zwar wie eine
großartig weise; aber Ich sage dir: sie ist sehr menschlich! [HGt.03_067,11]
Ich will dir aber dennoch eine Antwort darauf geben und lösen deine Frage,
obschon du heimlich meintest, Mir eine Frage dadurch zu geben, mit deren
Beantwortung es Mir Selbst ein wenig bedenklich gehen möchte, und so höre
denn: [HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts Böses,
sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und dieser ist in der Hölle
wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut. [HGt.03_067,13] Aber im
Angesichtsbündel der Geschöpfe ist nur eines als gut zu betrachten und zu
stellen, das heißt: der Verhältnisteil der Bejahung allein nur ist als gut zu
betrachten und zu stellen, unter dem das Geschöpf bestehen kann neben Mir und
in Mir, und das ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir, – der
auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil aber als böse im
Anbetrachte des Geschöpfes, weil es im selben neben Mir und in Mir nicht als
existierbar gedacht werden kann.
[HGt.03_067,14] In Mir also ist das Ja wie
das Nein gleich gut; denn im Ja schaffe Ich, und im Nein ordne und leite Ich
alles. [HGt.03_067,15] Aber fürs Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das
Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Mir geworden ist,
allwo es dann auch im Nein wird bestehen können. [HGt.03_067,16] Sonach gibt es
für Mich keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetrachte seiner
selbst und der Menschen dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung Meiner
Kinder handelt. [HGt.03_067,17] Es gibt noch zahllose andere Welten, auf denen
man den Satan nicht kennt und somit auch das Nein nicht, sondern allein nur das
Ja in seinen Verhältnissen.
[HGt.03_067,18] Siehe, so stehen die Dinge!
Die Erde ist eine Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei
und blinden Lärm; aber Ich schaue das mit anderen Augen als du, ein Mensch
dieser Erde. [HGt.03_067,19] Verstehst du solches? – Rede, wieviel davon du
verstehst! Amen."
[GEJ.04_158,03] Und Ich sagte zu allen:
„Habt ihr doch gelesen von den Kindern der Schlange und tut bei dieser
Geschichte gar so lichtlos seiend! Seht, auf dieser Erde gibt es giftige
Mineralien, giftige Pflanzen und ebenso auch bekannte giftige Tiere! Die
giftigen Minerale sind ganz giftig, die giftigen Pflanzen zum größten Teile
und die giftigen Tiere in bezug auf ihr ganzes Wesen zum mindesten Teile. Ihr
habt aber auch gehört, wie die Seelen der Menschen rein von dieser Erde ein
Konglomerat aus den Mineral-,
Pflanzen- und Tierseelen sind. Das ist eine Sache, die Ich vor euch schon zu öfteren
Malen erklärt habe, nur habe Ich da mehr allgemein als speziell geredet und
hatte auch bis nun keine besonderen Ausnahmen gezeigt; das aber ist ein solch
besonderer Ausnahmefall, und Ich will euch alle mit ihm näher vertraut machen.
[GEJ.04_158,04] Ihr kennet die gerechte und
wahre Ordnung Gottes, kennet aber auch die Exzentrizitäten derselben; ihr könnet
sie denken, fühlen und empfinden! Was aber ihr könnet, das gleiche kann auch
Gott; Er kennt Seine ewige Ordnung sicher am besten und hellsten, kennt aber
dahinzu auch alle die möglichen und verschiedenartigsten Aus- und Übertretungen
dieser Ordnung, muß sie also auch denken und tiefst zu fühlen imstande sein.
[GEJ.04_158,05] Ja, Gott muß in die frei
und selbständig werden sollenden und frei wollenden Geschöpfe, besonders in
die Engel und dieser Erde Menschen, wie ihr wisset, sogar den Reiz zur
Widerordnung legen, auf daß sich daraus für die Benannten eine wahre, freitätige
Sichselbstbestimmung vollkommen bewahrheite. Aus dem aber geht doch etwa klar
hervor, daß Gott die möglichste Widerordnung ebenso bekannt sein muß wie die
gute, wahre und lebendige Ordnung.
[GEJ.04_158,06] Die Gedanken und die Gefühle
der Widerordnung in Gott sowohl als im Menschen unter den ordnungsmäßigen
Gedanken und Gefühlen sind entsprechend den Giftmineralien, Giftpflanzen und
Gifttieren. Weil sie aber auch Gottesgedanken und Gottesgefühle sind, so können
sie nicht vergehen, sondern bleiben auch in der feuerzüngigen
Intelligenzurgestaltung, können als verwandt sich in der negativen Sphäre
ergreifen und eine eigene Wesenreihe bilden.
[GEJ.04_158,07] Aus diesem Urborne entstand
eigentlich zumeist die ganze materielle und gerichtete Schöpfung. Da aber diese
berufen ist, den Geistgeschöpfen nicht nur als ein prüfend Lebensgift zu
dienen, sondern bei gerechtem Gebrauch auch als ein heilsamer Lebensbalsam, so
ist auch eine Ordnung dahin getroffen, daß die gar zu ordnungswidrigen
Ursubstantialgedanken sich von den viel weniger ordnungswidrigen scheiden und
eine schon bemerkte giftige Wesenreihe in allen drei Reichen der sichtbaren, äußeren,
materiellsten Natur der Dinge ausmachen.
[GEJ.04_158,08] Zuerst stehen die Gifte in
der gröbsten Materie der Minerale, dann kommen sie, schon etwas gemildert, im
dafür geeigneten Pflanzenreiche vor, und schon bis auf eine Kleinigkeit
gemildert machen sie sich in gewissen Tieren unterster Gattung dem bessern, also
positiven äußern Leben gefährlich und können sogar unter gewissen Umständen
auch das innere, ganz positive, wahre Leben, wenn auch nicht verderben, so doch
sehr verletzen.
[GEJ.04_158,09] Nun, dieser Giftwesen
Seelenspezifikalpotenzen samt ihrer Intelligenzfähigkeit ergreifen sich am
Ende, und es wird aus ihnen am Ende auch eine Gestalt, aber stets nur eine
weibliche, gebildet, die aber dann ganz natürlich auch nicht ohne eine noch
ganz besonders giftige Beigabe dasteht. Diese Seelen kommen endlich auch auf den
Weg des Fleisches durch den irgendwo verübten Akt der bekannten Zeugung durch
den Beischlaf.“
Verstehen kann man das am Leichtesten am Beispiel
eines Wesens, daß aus einem Samen wächst. Wie Raphael ja im Großen Evangelium
erklärt, entsteht alles in der Schöpfung aus Samen, sogar der große
materielle Schöpfungsmensch und daher ist eben ja Gott auch Mensch ( Jesus ),
der wie ein Same oder wie das ewige Wort den Kosmos geschaffen hat, wir können
also alle Schöpfung getrost als Schöpfung aus einem Samen betrachten, die Göttlichen
des größten Kosmos genauso wie die kleinste des Furunkeltierchens.
Das Zitat Raphaels
" (9) Siehe, da taucht Reingeistiges
sogar in der organischen Materie auf und zeigt dem geweckten und scharfsinnigen
Beobachter, daß es eben nur als Reingeistiges ein wahres Etwas ist, und daß
das, was des Außenmenschen Sinne als ein Etwas ansehen und betrachten,
eigentlich gar nichts ist, sondern daß nur das, was im Samenkorne verborgen
ruht, ein wirkliches Etwas ist, weil es ein Reingeistiges ist. Dieses ruht im
deinem Auge kaum sichtbaren kleinsten Hülschen, das in dem vom ganzen
Samenkorne umschlossenen Keimhülschen vorhanden ist. Dieses in dem angezeigten
Hülschen eingeschlossene Reingeistige ist ein mit Liebe, Licht und Willenskraft
erfüllter Gedanke oder eine Idee in ihrer vollen Isoliertheit von den zahllos
vielen anderen in sich und für sich ebenso abgemarkten und abgesondert
abgeschlossenen Gedanken und Ideen. Dieser also für sich abgesonderte Geist im
Keimhülschen, im Besitze seiner klaren Intelligenz und im Bewußtsein seiner
Kraft, die er eigentlich selbst ist, wird leicht inne, wenn der Same als sein
von ihm erbautes materielles Wohnhaus in jener Lage und Stellung sich befindet,
in der der reine Geist seine Tätigkeit beginnen kann. Wenn der Same in die
feuchte Erde gelegt wird und die äußere substantiell-materielle Umkleidung
sich erweicht, weil ihre seelisch-substantiellen Teile mit den äußeren sie
umgebenden ähnlichen Teilen in der Feuchte des Erdreichs zu korrespondieren
anfangen, so fängt der reine Geist gleich an , von seiner Intelligenz und
seiner Willensmacht den rechten Gebrauch zu machen. Er erkennt genauest die ihm
entsprechenden Teilchen in der Erde, im Wasser, in der Luft und im Lichte und in
der Wärme aus der Sonne, zieht sie an sich und schafft aus ihnen in seiner
Ordnung das, was seinem Wesen entspricht, und so siehst du dann eine Pflanze aus
dem Boden der Erde emporwachsen mit der ihr stets gleichen Eigentümlichkeit.
...
Und was ich dir jetzt von den Pflanzen
gesagt habe, das gilt in geringerem Maße auch von allen Mineralien und in einem
höheren Maße von allen Tieren und endlich auch vorzüglich vom Menschen. Uranfänglich
aber gilt dasselbe von der Bildung aller Weltkörper, aller Hülsengloben und
des gesamten Großen Weltenmenschen, den euch der Herr Selbst hinreichend klar
beschrieben und gezeigt hat." [ 2
Großes Evangelium Johannis Band 7 Kap. 74.3 ff Die Entstehung aller Weltkörper
in der Art der DNA ]
Dieses Zitat erst als Teil der Neuoffenbarung Jesu
durch Jakob Lorber ermöglicht ein wirkliches Verständnis der Gottheit Jesu;
wie es aus wissenschaftlicher Art verstanden werden kann, wie folgt: Zunächst
wird ein Licht auf das Wesen von Körper Seele und Geist geworfen. ( siehe
Anhang 3 ). Dann aber geht aus dem vorhergehenden Vers eindeutig hervor, daß es
sich hier um eine Beschreibung der DNA handelt, als dem "abgesonderten
Geist im Keimhülschen" ( siehe Anhang 3 Die Textstelle kommentiert ). Es
besagt die Textstelle also, daß das Universum ( Der Große Weltenmensch siehe
Erklärung unten ) als Mensch gleichwie jede andere organische Lebensform aus
einer DNA entstanden ist.
( Aus Die Dann und 1. Kapitel des
Johannesevangeliums von mir, kommt wieder aufs Internet )
Bei der Betrachtung ( wem die Natur nicht reicht,
der kann ein Biologiebuch nehmen ) des Wachstums fallen folgende Dinge auf: Wo
kommen die Krankheiten her. Sicher gibt es Krankheiten, die im Samen liegen (
Erdkrankheiten ), dann hätten wir einen kranken Gott, was sicher nicht der Fall
ist. Vielmehr aber entstehen Krankheiten im Laufe des äußeren Lebens durch äußere
Einflüsse etc. Also ein Schnupfen, ist er die Schuld des Samens??? Tiefe
Philosophie sagt sicher. Klar hätte der Same die Schöpfung nicht angefangen, hätte
es keinen Schnupfen gegeben. Also letztendlich ist Gott immer an allem Schuld (
Das ist theologisch richtige, da er ja alle Schuld auf sich nahm und somit
folgerichtig an allem Schuld war ), andererseits ist der Schnupfen bei der Schöpfung
nicht beabsichtigt gewesen und er liegt auch nicht im Samen enthalten, so wie
das Design der Nase oder der Magen und die Leber geplante Teile. Die Krankheit
ist also vom Samen verursacht und doch nicht gewollt. Sie kommt gewissermaßen
von außen und ist ein Kampf der Idee des Samens und der Gesundheit gegen eine
Störung. ... Erster Fall:
Andererseits sind Dinge im Samen vorgesehen wie
„weiße Blutkörperchen“, die in Sicht des Schöpfers gut sind, aber in
Sicht der Bakterien natürlich Killer sind. Desgleichen sind im oben
beschriebenen Zitat die Polaritäten erwähnt, z.B. hart und weich ist im Samen
schon enthalten, allerdings das hart ist sehr wenig. Ist aber später im Gelenk
das hart allein in der Leber ist das eine Leberverhärtung und somit eine
Krankheit. Abstrakt ist also jedes Kranksein ein Fall aus den Polaritäten, aber
das was gestört wird kam natürlich vom Schöpfer. Oder Satan ist der Schnitter
und wenn der die Hecken schneidet, werden sie schön, schneidet er aber am
Stumpf, ist das Leben zu Ende.
In welche Krankheiten aber
speziell unsere Schöpfung gefallen ist, und wie sich das alles gestaltet ist
eben bei Lorber sehr gut beschrieben, am ausführlichsten und schönsten aber
beschreiben es die Veden ( oder vielleicht in den Texten, die bereits am hübschesten
bebildert sind / Ich will das noch einmal zusammenfassen ).
____________________________________________________________________________
Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Freitag, 27. Juli 2001 16:05
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Cc: lorber liste
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Lieber
Hans,
wir
freuen uns, daß Du wieder - hoffentlich wohlbehalten und gut erholt - aus dem
Urlaub zurückgekehrt bist.
Ich
habe mittlerweile einen Vortrag von Arnulf Kreuch in www.lebensstufen.de
gestellt (Lorber-Freunde) und werde sie um die Beiträge zur
"Homosexualität" und über "Gutes und Böses" ergänzen.
Die Autoren bitte ich schon jetzt um ihr Einverständnis zur Übernahme.
Letztere Beiträge übernehme ich insbesondere deswegen, weil
"Ingo" Arnulf angegriffen hat und sich immer noch über nicht
verstandene Passagen über "Gutes und Böses" aufhält. Ich
kenne seinen Beitrag nicht, da ich kein Mitglied seiner Liste bin. Arnulf erzählte
hiervon aber am Telefon.
Die
sehr guten Listen-Beiträge werde ich neben dem Vortrag von Arnulf setzen.
Gerd-Fred
hatte angeregt, Ingo nicht links liegen zu lassen. Ich hatte Ingo
deswegen auf den Vortrag von Arnulf aufmerksam gemacht, ohne bedacht zu haben,
daß Arnulf für Ingo noch ein rotes Tuch ist. Vielleicht hilft es ihm,
wenn er nunmehr die Beiträge über das Gute und Böse liest.
Hierzu
noch einige Gedanken zur Ergänzung nach meinem Verständnis:
Myrta
hat gute Gedanken geäußert. Sie stellt sie auf die Stufe, die wir vor dem
Fall hatten und die wir wieder erklimmen sollen.
Die
übrigen Beiträge, insbesondere der von Dir , treffen auch den Kern.
Mir
fällt hierzu ein, daß der Vater alle Macht dem Sohn übertragen hat. Auf uns
bezogen heißt dies, daß diese Macht unser Wachbewußtsein innehat. Dieses
Wachbewußtsein ist der Sohn. Unser Geburtsgeist ist hier der Vater, der uns
mit seinem göttlichen Potential dient. Mit Hilfe dieses göttlichen
Potentials konnte ein Kant oder ein Nietzsche wachsen, sie haben daraus geschöpft,
weil unser Geburtsgeist Diener unseres Wachbewußtseins sein kann. Die göttlichen
Fehlleistungen hat nicht der Geburtsgeist, sonden unser Wachbewußtsein zu
verantworten. Unser Geburtsgeist zeichnet alles auf und hält es uns beim Übertritt
in das jenseitige Leben vor (Buch des Lebens).
Der
Geburtsgeist war Gestalter unserer Seele. Mißbildungen hat er z.B. ebenfalls
nicht zu verantworten, sondern der Sohn, nach dessen Vorgaben er gestaltet
hat. Wenn sich der Sohn dem Bösen hingibt, so kommen also Mißbildungen
zutage.
Bis
zur Zeit von Jesus als irdischer Mensch war der "Vater" im
Geburtsgeist als positiver Pol enthalten. Mit Jesus wurde in uns ein neues Bläschen
gestaltet, in dem der Vater nunmehr als "Urichgeist" wohnt.
Dieser "Urichgeist" ist nicht mehr neutral, sondern göttlich
autark. Wir können diesen Geist nicht mehr mißbrauchen, sondern allenfalls
durch die "Eingeburt" erwecken.
Lieber
Franz, in diesen Gedanken unterscheidest Du Dich von Karl Dvorak. Ich vermisse
sie in Deiner Arbeit über den Weg zur geistigen Wiedergeburt, die ich bisher
aber nur passagenweise überflogen habe. Insoweit werden wir uns wohl künftig
noch austauschen.
Lieber
Joachim (Herbst), Annemarie und ich sind Anfang Oktober in Lüneburg bei
Arnulf. Vielleicht kannst Du auch dorthin kommen, Du wohnst ja nicht weit
davon entfernt. Dann könnten wir uns über verschiedene Dinge austauschen.
Mit
herzlichem Gruß, an alle,
Lothar
______________________________________________________________________________
Von: Franz Kreuzwegerer
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 21:20
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
Lieber Hans
die Stelle in der HHGT I,Kap.9 ist meines
Erachtens nicht buchstäblich zu verstehen. In Gott gibt es nicht die
Eigenschaften Zorn oder andere negative Eigenschaften, denn der Herr ist die
Liebe selbst. Wenn von Gott gesprochen wird, Er sei zornig, und
dergleichen dann bedeutet es, daß Er aus Liebe und Barmherzigkeit handelt.
Dazu nur zwei Stellen aus den HG von Swedenborg und eine aus Lorber:
HG 245
Daß: "Er sprach zur Schlange, verflucht bist du vor allem Tier und vor
allem Wild des Feldes" bedeutet, daß das Sinnliche sich vom
Himmlischen abgewandt und dem Leiblichen sich zugewandt und so sich verdammt
oder sich verflucht habe, kann genugsam erhellen aus dem inneren Sinn des
Wortes; Jehovah oder Gott der Herr verflucht niemand, Er zürnt niemanden,
Er führt niemand in Versuchung, Er straft niemand. Geschweige denn, daß Er
verfluchte; sondern die teuflische Rotte tut solches; aus der Quelle der
Barmherzigkeit, des Friedens und der Güte kann solches niemals kommen. Wenn
aber hier und sonst hin und wieder im Worte gesagt wird, daß Jehovah Gott
nicht nur das Angesicht abwende, zürne, strafe, versuche, sondern auch töte,
ja verfluche, so geschieht dies darum, daß man glauben möge, der Herr
regiere und ordne alles und jedes im Weltall, auch selbst das Böse, die
Strafen, die Versuchungen; und damit, wenn man diese allgemeinste
Vorstellung einmal angenommen hat, man alsdann auch lerne, wie Er regiert
und ordnet, und daß Er das Böse der Strafe und das Böse der Versuchungen
zum Guten wende; die Ordnung des Lehrens und Lernens im Wort geht vom
Allgemeinsten aus; daher der Buchstabensinn von solchem Allgemeinsten voll
ist.
HG 6997
"Da entbrannte der Zorn Jehovahs wider Mose" bedeutet Milde.
Dies erhellt aus der Bedeutung des Zorns Jehovahs, sofern er nicht Zorn,
sondern das Gegenteil von Zorn, also Barmherzigkeit, hier Milde ist. Daß
Jehovah keinen Zorn hat, wird daraus klar, daß Er die Liebe selbst, das
Gute selbst, die Barmherzigkeit selbst ist, und der Zorn das Gegenteil, und
auch eine Schwachheit ist, was bei Gott nicht zutreffen kann. Wenn daher im
Wort Jehovah oder dem Herrn Zorn beigelegt wird, so werden die Engel keinen
Zorn inne, sondern entweder Barmherzigkeit oder die Entfernung der Bösen
aus dem Himmel. Hier die Milde, weil es gesagt wird zu Mose, durch den der
Herr, da Er in der Welt war, in Anse-hung des göttlich Wahren vorgebildet
wird.
Daß dem Jehovah oder dem Herrn im Wort Zorn zugeschrieben wird, hat den
Grund, weil es die allgemeinste Wahrheit ist, daß alles von Gott kommt,
also sowohl Böses als Gutes. Aber diese allgemeinste Wahrheit, die für
Kinder, Knaben, Einfältige bestimmt ist, muß nachmals erläutert werden, nämlich
daß das Böse vom Menschen komme, und daß es nur scheine, als ob von Gott,
und daß so gesagt ist, damit man lerne Gott fürchten, um nicht durch das Böse,
das man tut, zugrunde zu gehen, und hernach Ihn zu lieben; denn die Furcht
muß der Liebe vorausgehen, auf daß in der Liebe eine heilige Furcht sei;
denn wenn der Liebe Furcht eingeflößt wird, so wird sie heilig durch das
Heilige der Liebe, und dann ist keine Furcht vor dem Herrn da, daß er zürnen
und strafen werde, sondern nur, daß man dem Guten selbst entgegenhandle,
weil dies Gewissenspein verursachen würde.
Außerdem wurden die Juden und Israeliten zur Beobachtung der Satzungen und
Gebote in der äußeren Form durch Strafen angehalten, und daher glaubten
sie, daß der Herr zürne und strafe, während doch sie selbst es waren, die
durch Abgöttereien sich solches zuzogen, und sich vom Himmel trennten.
Daß unter dem Zorn Milde und Barmherzigkeit verstanden wird, kommt daher,
weil alle Bestrafungen der Bösen aus Barmherzigkeit gegen die Guten
geschehen, damit diese von den Bösen nicht beschädigt werden möchten,
aber der Herr legt ihnen keine Strafen auf, sondern sie sich selber; denn Böses
und Strafen sind im anderen Leben verbunden. Hauptsächlich ziehen sich die
Bösen Strafen zu, wenn der Herr Barmherzigkeit an den Guten tut; denn
alsdann nimmt ihr Böses zu und daher auch die Strafen; daher kommt es, daß
statt des Zorns Jehovahs unter dem die Bestrafungen der Bösen verstanden
werden, von den Engeln die Barmherzigkeit verstanden wird.
Hieraus kann man die Beschaffenheit des Wortes im Buchstabensinn erkennen,
wie auch die Beschaffenheit des göttlich Wahren in seinem Allgemeinsten, daß
es nämlich den Scheinbarkeiten gemäß ist; und zwar aus dem Grund, weil
der Mensch von solcher Art ist, daß er das, was er sieht und aus einem
Sinnlichen begreift, glaubt, und was er nicht sieht, und aus seinem
Sinnlichen nicht begreift, nicht glaubt, somit nicht annimmt. Daher kommt
es, daß das Wort im Buchstabensinn dem gemäß ist, was erscheint; aber
dennoch birgt es in seinem inwendigeren Schoß die echten Wahrheiten, und im
inwendigsten Schoß das göttlich Wahre selbst, das unmittelbar vom Herrn
ausgeht, somit auch das göttlich Gute, d.h. den Herrn selbst.
Und eine Stelle aus Lorber JE IV,141/1-3
Der Herr: So ihr leset von einem Zorne Gottes, da sollet ihr darunter
verstehen den ewig stets gleichen und festen Ernst Seines Willens; und
dieser Ernst des Willens in Gott ist aber ja eben der innerste Kern der
allerreinsten und allermächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und
alle Werke in ihr wie die Küchlein aus dem Ei hervorgegangen sind, und
diese kann doch ewig niemanden gram werden. Oder meint aus euch wohl jemand,
daß Gott gleich wie ein dummer Mensch zürnen könne?
Wer mehr über solche Stellen lesen möchte und
die „Himmlischen Geheimnisse" und „Erklärte Offenbarung" von
Swedenborg hat und die gesamten Lorberwerke dem seien folgende Stellen
angeboten: HG 588, 592, 5798, 10431; EKO 929, 1241
Lorber: JE VI,239/1-10, HHGT II,231/20-36, HIGA III,S.141/2-4: Die Fürsten
und der Herr
Das Thema "ob in Gott Böses
sei?", möchte ich auch kurz streifen:
Meines Erachtens hat der Herr das vollste Wissen über das Böse, aber das Böse
nicht in irgendeiner lebendigen Kraft, die Er zurückhalten müßte. Sondern
das Böse wurde bei der Entscheidung der geistigen Geschöpfen ins Leben
gerufen, die sich von der Verbindung mit Gott loslösten.
Der Beginn war, weil die geschaffenen Wesen das Gewordensein nicht demütig
annehmen konnten. - In gekürzter Form JE I,1/13-20: Im Geschöpf mußten
sich zwei Gefühle begegnen: 1. das Gefühl der göttlichen Ebenmäßigkeit
und 2. das Gefühl des zeitgemäßen Werden durch den Urwillen des Schöpfers.
Das Hoheitsgefühl streitet gewaltig gegen solch eine Erniedrigung und will
das zweite Gefühl erdrücken. Durch solchen Kampf aber entsteht dann Groll
und am Ende Haß gegen den Urgrund alles Seins und aus dem gegen das niedere
Demuts- oder Abhän- gigkeitsgefühl.
Der Mensch wird durch die „Erbsünde"
(das Vererbte von den Eltern, JE IV,108/1-9; HG 313) hineingeboren. Die Erbsünde
ist die Selbst- und Weltliebe. Aus diesem kommt das Böse und Falsche.
Damit nicht irgend jemand denken möchte, der Herr hätte dies irgendwie
verhindern können, und weil Er es nicht verhindert hat, so wäre Er
zumindest teilschuldig - eine Stelle aus HG 8227:
Aber die Ägypter flohen ihm entgegen", 2Mo.14/27, bedeutet, daß sie
sich selbst in ihr Falsches aus dem Bösen versenkten.
Dies erhellt aus der Bedeutung von „dem Meere entgegenfliehen",
insofern es soviel ist als sich selbst in das Falsche aus dem Bösen
versenken, das durch die Wasser des Meeres bezeichnet wird: HG 8226. Es verhält
sich damit in folgender Weise:
Wer die inneren Ursachen nicht kennt, muß notwendig glauben, daß das Böse,
das den Bösen widerfährt, nämlich Strafen, Verwüstungen, Verdammnisse
und endlich das Hinabwerfen in die Hölle, von dem Göttlichen ausgehe; so
hat es den vollen Anschein, denn dergleichen geschieht infolge der Gegenwart
des Göttlichen: HG 8137, 8138, 8188. Aber dennoch kommt nichts dergleichen
aus dem Göttlichen über sie, sondern von ihnen selbst. Das Göttliche und
die Gegenwart desselben hat einzig und allein den Schutz und die Erlösung
der Guten zum Zweck. Wenn das Göttliche bei diesen gegenwärtig ist und sie
gegen die Bösen schützt, dann entbrennen die Bösen noch mehr gegen sie
und gegen das Göttliche Selbst, denn gegen dieses hegen sie den größten
Haß; denn wer Haß hat gegen das Gute, hat einen großen Haß gegen das Göttliche.
Deshalb brechen sie hervor, und in dem Maße als sie hervorbrechen, stürzen
sie sich zufolge des Ordnungsgesetzes in Strafen, Verwüstungen und
Verdammnis und endlich in die Hölle.
Hieraus kann man erkennen, daß das Göttliche, d.h., der Herr nichts als
Gutes tut und niemanden Böses, und daß vielmehr die Bösen selbst sich in
solches stürzen. - Das ist es, was dadurch bezeichnet wird, daß die Ägypter
dem Meere entgegenflohen, d.h., daß sie sich selbst in Falsches aus dem Bösen
versenkten.
Was diese Sache anbetrifft, so soll noch etwas Weiteres darüber gesagt
werden: Man glaubt, das Böse komme aus dem Göttlichen auch deshalb, weil
das Göttliche es zuläßt und nicht entfernt, und wer etwas zuläßt und
nicht wegschafft, wenn er kann, der hat den Anschein, als ob er das wolle,
und somit der Urheber desselben sei. Allein das Göttliche läßt das Böse
zu, weil es dasselbe nicht verhindern und auch nicht entfernen kann, denn
das Göttliche will nichts als das Gute. Wenn es daher das Böse, nämlich
Strafen, Verwüstungen, Verfolgungen, Versuchungen und dergleichen
verhindern und wegschaffen würde, dann würde es das Böse wollen, denn
dann könnten jene nicht gebessert werden, und dann würde das Böse einen
solchen Zuwachs nehmen, daß es endlich über das Gute herrschen würde.
Es verhält sich damit wie mit einem König, welcher die Schuldigen
freispricht; ein solcher ist Schuld an dem später von ihnen in seinem
Reiche verübten Bösen, und auch Schuld, daß andere dadurch frech werden,
wie auch, daß der Böse sich bestärkt in seinem Bösen. Deswegen darf ein
gerechter und guter König, wenn er es auch kann, dennoch die Strafen nicht
erlassen, denn sonst tut er nicht Gutes, sondern Böses.
Man merke also, daß alle Strafen, wie auch die Versuchungen im anderen
Leben das Gute zum Zweck haben.
Es gäbe noch viel mehr Stellen aus den beiden
Offenbarungsquellen, aber ich denke für ein Mail ist dies die Grenze des
erlaubten.
Mit brüderlichen Gruß
Franz Kreuzwegerer
_______________________________________________________________________________________
Von:
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 08:21
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
In einer eMail vom 07.08.01
23:55:57 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
Hans:
Somit geschieht immer, was der Vater als die Ewige und Allmächtige Liebe
anordnet. Gottes Weisheit stellte die Mittel zur Verfügung, Seine
Allmacht
vollendete das Werk. Aber Gottes Zorn, der uranfänglich Gott umgab laut
Lorber, wurde zwar niedergeschlagen in die materielle Schöpfung. Doch
darüber waltet Gottes Liebe:
-----------------------
Lieber Franz (K.),
wenn man all die Aspekte im Zusammenhang sieht, die Du und Hans (Z.)
vorgetragen haben, kann es doch nur so sein, wie Hans (siehe oben) sagt.
Alles, aber auch alles, was ist, ist aus Gott. Wenn man dann solche Fragen
aus dieser allgemeinen Sicht betrachtet, dann ist das Böse von Gott ja ein
"Mittel zum Zweck" und wer hat dann dieses "Mittel zum
Zweck" gemacht
(erschaffen)?
Es ist ja verständlich, dass sich in uns etwas Wesentliches sträubt, wenn
man
hört, dass das Böse auch von Gott sei: wo sonst soll es denn herkommen als
eine potentielle Möglichkeit (doch nur aus Gott). Dass sich wegen der
Willensfreiheit des Menschen dieses Böse dann konkret als ein böses
Verhalten
im Menschen äußern kann, ist die von Gott gewollte Zulassung des Bösen
(es
ist eine zulässige Maßnahme zur Erlangung der Freiheit). Wenn die Wesen
"Freiheit einüben" sollen, dann dürfen sie in ihrer Freiheit von
der
gesetzten Ordnung auch abweichen: dieses Abweichen ist das Böse im
Menschen,
das von Gott zugelassen ist, und mit Folgen belegt ist (die der Mensch als
Strafe spürt). Sind die 10 Gebote nicht genau so zu verstehen. Diese 10
Gebote gelten noch immer, obwohl es seit und durch Jesus nun auch die beiden
zusätzlichen Gebote der Liebe gibt, die sogar - Jesus sagt es - die 10
"alten" Gebote mit umfassen. Man sollte sich nicht die
"Filetstücke" aus den
12 Geboten heraussuchen wollen.
Man sollte nach meiner Meinung mal über die Willensfreiheit von uns
Menschen
eine Aussprache führen, dann sieht man die Frage bezüglich des Bösen mal
von
einer anderen Seite: nicht nur von der, dass Gott ausschließlich ein nur
liebender Gott sei.
Wenn wir in diesem Zusammenhang von Gott reden, meinen wir doch eher den
Begriff "Gottheit", der Zusätzliches umfasst, nicht ausschließlich
die Liebe
in Gott (den Aspekt des Vaters). Wir "wünschen" uns, dass Gott für
uns ein
liebender Vater-Gott sei - das ist ER ja auch aus großer Gnade und
Barmherzigkeit zu uns - wir sollten aber deshalb das Böse nicht in eine von
Gott unabhängige "Denkfigur" - den Luzifer - hineinpacken: böse
sind wir
nicht aus Luzifer sondern aus uns selbst.
Wie wäre es, wenn wir bei solchen Betrachtungen über das "Böse"
zwischen
a) dem möglichen Bösen (die Zulassung des Bösen)
und
b) dem tatsächlichen Bösen (das böse Verhalten)
unterscheiden.
Gott der Vater - der die erschaffenen Wesen aus Liebe heraus
"erziehen" und
in der Freiheit seiner Wesen fortbilden will - lässt das Böse zu (ermöglicht
es) und was als böse zu gelten hat, bestimmt (definiert) ausschließlich
ER.
Wir, die geschaffenen Wesen, können uns entscheiden: wir können das Gute
oder
das Böse wollen und auch tun (unser Verhalten). Gott selbst tut nicht das
Böse; ER lässt es zu, dass es im Menschen geschehen kann; die im Bösen
Tätigen sind nur die erschaffenen Wesen.
Wegen dieser Situation ist doch Gott nach wie vor der liebende Gott und
nicht
ein Gott, der Böses schafft (tut). Das wäre tatsächlich widersinnig.
Herzliche Grüße
___________________________________________________________________
Lieber ,
Du hast den Nagel mit wenigen eigenen
Worten auf den Kopf getroffen und auch mich richtig verstanden.
Vielen Dank und
Herzliche Grüße !
Hans
In einer eMail vom 07.08.01
23:55:57 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
Hans
Somit geschieht immer, was der Vater als die Ewige und Allmächtige
Liebe
anordnet. Gottes Weisheit stellte die Mittel zur Verfügung, Seine
Allmacht
vollendete das Werk. Aber Gottes Zorn, der uranfänglich Gott umgab laut
Lorber, wurde zwar niedergeschlagen in die materielle Schöpfung. Doch
darüber waltet Gottes Liebe:
-----------------------
-
Lieber Franz (K
.),
wenn man all die Aspekte im Zusammenhang sieht, die Du und Hans (Zesewitz)
vorgetragen haben, kann es doch nur so sein, wie Hans (siehe oben) sagt.
Alles, aber auch alles, was ist, ist aus Gott. Wenn man dann solche Fragen
aus dieser allgemeinen Sicht betrachtet, dann ist das Böse von Gott ja
ein
"Mittel zum Zweck" und wer hat dann dieses "Mittel zum
Zweck" gemacht
(erschaffen)?
Es ist ja verständlich, dass sich in uns etwas Wesentliches sträubt,
wenn man
hört, dass das Böse auch von Gott sei: wo sonst soll es denn herkommen
als
eine potentielle Möglichkeit (doch nur aus Gott).
Dass sich wegen der
Willensfreiheit des Menschen dieses Böse dann konkret als ein böses
Verhalten
im Menschen äußern kann, ist die von Gott gewollte Zulassung des Bösen
(es
ist eine zulässige Maßnahme zur Erlangung der Freiheit). Wenn die Wesen
"Freiheit einüben" sollen, dann dürfen sie in ihrer Freiheit
von der
gesetzten Ordnung auch abweichen: dieses Abweichen ist das Böse im
Menschen,
das von Gott zugelassen ist, und mit Folgen belegt ist (die der Mensch als
Strafe spürt). Sind die 10
Gebote nicht genau so zu verstehen. Diese 10
Gebote gelten noch immer, obwohl es seit und durch Jesus nun auch die
beiden
zusätzlichen Gebote der Liebe gibt, die sogar - Jesus sagt es - die 10
"alten" Gebote mit umfassen. Man sollte sich nicht die
"Filetstücke" aus den
12 Geboten heraussuchen wollen.
Man sollte nach meiner Meinung mal über die Willensfreiheit von uns
Menschen
eine Aussprache führen, dann sieht man die Frage bezüglich des Bösen
mal von
einer anderen Seite: nicht nur von der, dass Gott ausschließlich ein nur
liebender Gott sei.
Wenn wir in diesem Zusammenhang von Gott reden, meinen wir doch eher den
Begriff "Gottheit", der Zusätzliches umfasst, nicht ausschließlich
die Liebe
in Gott (den Aspekt des Vaters). Wir "wünschen" uns, dass Gott
für uns ein
liebender Vater-Gott sei - das ist ER ja auch aus großer Gnade und
Barmherzigkeit zu uns - wir sollten aber deshalb das Böse nicht in eine
von
Gott unabhängige "Denkfigur" - den Luzifer - hineinpacken: böse
sind wir
nicht aus Luzifer sondern aus uns selbst.
Wie wäre es, wenn wir bei solchen Betrachtungen über das "Böse"
zwischen
a) dem möglichen Bösen (die
Zulassung des Bösen)
und
b) dem tatsächlichen Bösen (das böse Verhalten)
unterscheiden.
Gott der Vater - der die erschaffenen Wesen aus Liebe heraus
"erziehen" und
in der Freiheit seiner Wesen fortbilden will - lässt das Böse zu (ermöglicht
es) und was als böse zu gelten hat,
bestimmt (definiert) ausschließlich ER.
Wir, die geschaffenen Wesen, können uns entscheiden: wir können das Gute
oder
das Böse wollen und auch tun (unser Verhalten). Gott
selbst tut nicht das
Böse; ER lässt es zu, dass
es im Menschen geschehen kann; die im Bösen
Tätigen sind nur die erschaffenen Wesen.
Wegen dieser Situation ist doch Gott
nach wie vor der liebende Gott und nicht
ein Gott, der Böses schafft (tut). Das wäre tatsächlich widersinnig.
Herzliche Grüße
___________________________________________________________________
Von: myrta
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 15:21
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott ist nicht boese
Wichtigkeit: Hoch
Lieber ,
Gott laesst das Boese wohl zu, des
freien Willen wegen. Er hat aber das Boese nicht geschaffen. Es entsteht
selber beim Uebertritt seiner Gesetze durch die Geschoepfe, wenn wir aus der
Ordung treten. Der Gedanke das man sagt Gott hat auch das Boese erschaffen
betruebt mich sehr.
Gott ist die reinste Liebe was kann
denn da boese sein. Aus Gott kommt das Boese nicht.
Alles was Gott erschaffen hat ist gut
und vollkommen, da er ja die Liebe ist.
Gottes Segen
Myrta
_______________________________________________________
Lieber und Hans
Ich möchte zunächst das voll bejahen, was
Myrta (Danke Myrta) Dir, Gerd-Fred, geantwortet hat.
Ich möchte jetzt nur mein Verständnis zum
Zorn Gottes in betreff der Schöpfung bringen, ohne Stellenangaben von
Lorber oder Swedenborg. (Was gegen meine Weise ist)
Man darf die Lorber-Werke nicht in allen
Aussagen buchstäblich auffassen. So auch ganz konkret die zitierten
Stellen aus der HHGT. Der Herr hat auch in Lorber in Gleichnissen
gesprochen und in Vorbildungen gehandelt. Genau zu erklären was bis in
den Buchstaben Wahrheit ist, und was nur geistigen und himmlischen Sinn
beinhaltet, kann ich nicht sagen. Der Zorn Gottes, den es in Gott überhaupt nicht
gibt, der anscheinend in die materielle Schöpfung gebannt wurde, besagt
nichts anderes als:
Wer verursachte nach Lorber die materielle Schöpfung?
die Geistwesen, die sich nicht dem Willen Gottes unterordnen wollten.
Durch den freien Willen trennten sie sich von Gottes Leben = Liebe. Somit
wären sie für ewig verloren gewesen. Die Geistwesen zerfielen in ihre
einzelne Seelensubstanzen und es wäre keine Möglichkeit mehr für die
Gefallenen gewesen, sich wieder zu sammeln und zu "bereuen". Da
aber der Herr die Barmherzigkeit ist, hat Er eine Möglichkeit geschaffen,
nämlich die Materie (=Gefängnis = Heilanstalt, genannt Gottes Zorn). Über
die Materie führt der Herr die einzelnen Seelensubstanzen bis hin
zur Naturseele zusammen, die, wenn sie eingezeugt wird, dann Menschenseele
heißt. Jetzt hat der Mensch von neuem die Möglichkeit sich für Gott
oder gegen Gott zu entscheiden.
Somit ist der Gottes Zorn nur die
sichtbare Liebe Gottes, die aber für den Menschen als Zwang empfunden
wird, weil der durch die Materie Gesetzen unterworfen ist, aus denen er sich
nicht so leicht entwinden kann.
Die Engel in den Himmels verstehen auch, wenn
der Mensch in der Bibel von Gottes Zorn liest, nur die Barmherzigkeit
Gottes, weil der Herr, Welcher Gott ist, nur reine und nur reinste Liebe
ist.
Den Frieden des Herrn
Franz
_________________________________________________________________
Lieber Franz,
Das hast Du wunderbar erklaert herzlichen Dank. Der Gedanke das von
Gott boeses kommt, stoesst in meinem Innern auf grossen Wiederstand.
Hans hatte es in einer vorhergehenden Email auch schoen erklaert,
aber jetzt scheint er davon wieder abgekommen zu sein, warum?
Ich glaube das Verstandesdenken bringt die Menschen auf Abwege.
Manches kann man halt nur mit dem Herzen verstehen, nicht wahr?
Moeg der Herr unsere Herzen oeffnen das wir es wirklich richtig
verstehen.
Der himmlische Vater ist unendlich Lieb, darum ist es unmoeglich, dass
da nur ein Funken boeses von Ihm kommt.
God Bless
Myrta
____________________________________________________________________________________
Liebe
Freunde
Ich
verfolge die Diskussion nun schon einige Zeit mit einigem Interesse, aber es
wird emotional vehement diskutiert aber ich denke manchmal die Frage ist so
ähnlich wie:
Ist
Gott heiß oder kalt oder
Ist
Gott oben oder unten oder
Ist
Gott Mann oder Frau oder
Ist
Gott aktiv oder passiv oder
Ist
Gott erbauend oder zerstörend oder oder oder
All
diese Fragen haben das merkwürdige, daß bei Gott irgendwie alles ist, auf
einer abstrakteren Ebene sogar Sein und Nichtsein und dann sind gut und böse
reichlich subjektive Begriffe ? also heftige Debatte wozu ???
J.
Herbst
______________________________________________________________________________________
Von: horst
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 20:29
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott ist nicht boese
Liebe Myrta, liebe Geistesfreunde!
Kommt das Böse aus Gott? Natürlich nicht!
Wollen wir aber auf diese Frage eine
zufriedenstellende Antwort erhalten, so müssten wir
vielleicht die Frage umformulieren, und fragen: Wie
und wo ist denn genau entstanden, was wir Menschen das
Böse nennen?
Das erste geschaffene Wesen ist und war Niemand
anders, als der Satan selbst oder die Satana; denn sie
war ja als Gegensatz zu IHM geschaffen, oder wenn wir
es bildlich besser verstehen wollen; als Weib GEGEN
den Mann.
Während ER, der Schöpfer, als POSITIVES allein in der
ganzen geistigen Urwelt dastand und ewig war, so war
die Satana als Ergänzungspol die NEGATIVITÄT, zum
Vergleich des geistigen Ichs, SEINES Selbsts!
Als Satana war sie mit einer IHM gleichen
Schöpfermacht ausgerüstet worden, konnte schaffen wie
ER, hatte Alles auch, was IHM allein zustand, nur
nicht die Unendlichkeit, d.h. die Eigenschaft, weder
angefangen zu haben, noch aufzuhören; sie war ein
*geschaffenes* Wesen, im Gegensatz zum Schöpfer.
So stand sie da, ein grosser Geist, der seiner Macht
sich bewusst IHM das erste Danklied darbrachte, der
jedoch, vermöge der zu grossen Eigenliebe, bald in das
ENTGEGENGESETZTE(BÖSE) des Schöpfers eigenen Ichs
überging, nämlich in Stolz und Auflehnung gegen SEINE
Macht und SEINE Gesetze(der Liebe und der Demut).
Sobald Satana genug Geister und Welten aus ihrem Ich
ins Dasein gerufen hatte, und durch dieses ewige
Schaffen ihre eigene Macht erkannte, stieg in ihr der
Gedanke auf, sich selbst zu oberst hinauszuschwingen
und IHM Seine letzten Attribute, die ER sich Selbst
vorbehalten hatte, als ewiger Gott und Schöpfer zu
nehmen.
Nach dem Heraustreten ihres Ichs wagte sie den Kampf
mit ihrem Schöpfer, das eitle Geschöpf mit seinem
Urheber, und verlor ihn.
Was dort im Anfang als höchstes Danklied zum Schöpfer
aus den Herzen der meisten Geister und auch aus
ihrem(der Satana) aufstieg, wurde verkehrt in die
entgegengesetzten Eigenschaften (Gutes zum
Unguten-Böse), Liebe in Lieblosigkeit(Hass), Demut in
Übermut(Hochmut), Unterwürfigkeit und Gehorsam in
Stolz und Herrschsucht.
So ist aus einer geistigen *Einheit*(Harmonie) mit und
in Gott eine unterschiedliche *Zweiheit*(Gut gegen
Ungut-Böse), Disharmonie geworden. So auch sind dann
die Welten geworden. Im Gegensatz einer freien
Geisterwelt - Materie, d.h. gebundene Geister und
obenan steht die IHM einst so lieb gewesene Satana,
der höchste Geist nach IHM, als erster Widersacher und
Widerspenstiger, der stets seinem Grundsatz getreu
Gottes Macht nachstellt, und Alles zu vernichten
sucht, was ER geschaffen und bis heute erhalten hat.
Das Lied des Dankes(das Gute) hat sich in ein
höllisches Zorn- und Hohngelächter(das Ungute-Böse)
umgewandelt, und so ist auch Satana heutzutage noch;
während ER der höchste reinste Geist(das Gute) ist,
ist Satana wie Materie, als Gegensatz (das
Ungute-Böse) zum Geiste, wie gebundener Geist zum
freien, Hass zur Liebe und Zornfeuer zum Gnadenlicht.
Herzliche Grüsse
Horst
______________________________________________________________________________________
Von:
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 20:52
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Gott liebt uns !
In einer eMail vom 08.08.01
18:19:11 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt
myrta:
Lieber Franz,
Das hast Du wunderbar erklaert herzlichen Dank. Der Gedanke das von
Gott boeses kommt, stoesst in meinem Innern auf grossen Wiederstand
-----------------
Liebe Myrta und lieber Franz,
Deutsch scheint wirklich eine schwere Sprache zu sein!!
1. Natürlich ist Gott in Seinem eigenem Verhalten nicht böse: das wäre
ja
Blasphemie, wenn man das sagen würde.
2. Man kann sich aber vorstellen, dass Gott das Böse zugelassen hat.
Dafür gibt es gute Gründe und wir erfahren darüber viel
in der NO.
3. Und da das Böse existiert und weil aus Gott alles ist, was überhaupt
denkbar ist, dann hat Gott auch die Möglichkeit des Böse-seins
geschaffen. Kann man denn nicht zwischen der Möglichkeit
und
dem eigentliche Tun (Ausführen des Bösen) unterscheiden?
Das ist doch keine höhere Mathematik, sondern einfaches Denken.
Ich möchte aber das Thema nicht noch mal vertiefen; in meiner letzen M@il
habe ich versucht, das so einfach wie möglich zu sagen: nochmal
zusammengefasst:
a) Gott schuf die Möglichkeit für das Böse-sein-können der
Wesen.
b) Die Wesen selbst entscheiden sich aufgrund ihrer Freiheit die
Möglichkeit des Bösen Verhaltens zu nutzen: es selbst zu
tun.
Durch diese Unterscheidung kommt doch überhaupt nicht zum Ausdruck,
dass Gott
Selbst böse ist.
Hans hat mit seinen Angaben von Textstellen der NO das doch auch unterlegt.
Herzliche Grüße
______________________________________________________________________________________
Von: myrta
Gesendet: Donnerstag, 9. August 2001 04:03
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Liebe und Böses
Wichtigkeit: Hoch
Lies doch noch einmal bitte, lieber Gerd-Fred
diese Auszüge. Satana möchte gerne dem Herrn die Schuld in die Schuhe
schieben das er auch das Böse erschaffen hat. Deine Erklärung verstehe
ich, und wiederum verstehe ich sie nicht, was Du schreibst. Als
Erdenbürger gibt es doch Dinge die man nicht so leicht begreifen kann.
Was ist Deine Meinung? Bitte habe Geduld mit uns, wir meinen es bestimmt
nicht böse, lieber Geistesfreund. Meine Antworten kommen mehr vom Gefühl
weniger von der Logik.
EV 2,228 03]
07] Da aber Gott allein Schöpfer aller Dinge
ist und es außer Ihm keinen Gott irgendwo gibt, so ist auch klar, daß
alles, was aus Seiner Hand hervorging, unmöglich anders als nur gut und
vollkommen sein konnte.
08] Alle
Geister gingen von Ihm aus so rein und gut, wie Er es Selbst ist.
Aber Er gab den Geistern die vollste Freiheit des in sie gehauchten
Willens, demzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten. Und um sie den
Gebrauch dieser Gaben zu lehren, gab Er mit dem freiesten Willen auch
durch Ihn Selbst geheiligte Gesetze, die sie entweder beachten oder auch
nicht beachten konnten.
... 12] Du (Satan
wird zur Rede gestellt!) hast mich nun
fangen wollen. Denn du meintest, ich werde
genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du
als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. Aber
wo du hindenkst, bin ich schon um eine Ewigkeit voraus und kenne schon zu
gut alle deine kniffliche Weisheit! Daher rate ich dir auch ernstlich:
behalte deine künftigen, noch allfälligen Fragen, so sie auf meinen Fang
gezielt sein sollten, denn mit mir wirst du ewig keine Wette gewinnen!
Das sind die Worte des himmlischen Vaters.
Gottes Segen und Liebe
Myrta
______________________________________________________________________________________
Von: Dirk N.
Gesendet: Mittwoch, 8. August 2001 23:35
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Gott liebt uns !
Liebe Freunde,
mit Interesse verfolge ich eure Diskussion um Gut und Böse. Viele
Gedanken sind dort angesprochen worden. Mit vielen Worten soll die
eine oder andere Sicht als richtig dargestellt sein. Ich erlaube mir,
als gleichsam "Urheber" dieser "Frage" noch einmal
die Worte Gottes
zu diesem Thema in die Liste zu stellen :
1)
[HGt.03_067,12] In Meinem
Angesichtsbündel gibt es durchaus nichts
Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.
2)
GEJ Bd 2
228
Kraft und Widerstand
4 Sehet, alles was da ist,
besteht und irgendein Dasein hat, kann nicht anders bestehen, als
durch einen gewissen, beständigen Kampf.
5 Ein jedes Dasein, das
göttliche nicht ausgenommen, hat
in sich lauter Gegensätze, als verneinende und bejahende, die sich
stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht,
hart und sanft, bitter und süß, schwer und leicht, eng und
weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß
und Liebe, böse
und gut, falsch
und wahr, und Lüge und Wahrheit.
6
Keine Kraft kann
etwas bewirken, wenn ihr nicht eine
Gegenkraft entgegensteht.
229
Vom Wesen Satans
1.....warum ein Sein ohne
Gegensein so gut wie kein Sein wäre...
2 Dieses Verhältnis muß
darum in allem, was da ist, im rechtem Maße vorhanden sein, ansonst
es so gut wie garnicht da wäre.
3 Und so muß denn auch
das vollkommenste Dasein Gottes in sich selbst in jeder Hinsicht
auch die ausgebildetsten Gegensätze
fassen, ohne das eben auch so gut wie gar kein Wesen wäre. ......
4 Wollte nun Gott
aus sich selbst heraus Ihm ähnliche freie Wesen erschaffen, so mußte
Er sie ja auch mit eben den streitenden Gegensätze versehen, die
Er in sich selbst seit aller Ewigkeit her in den natürlich besten
und reinst abgewogensten Verhältnissen besaß und
besitzen mußte, ansonst Er sicher nie wirkend dagewesen wäre.
..
Hier steht es nun eindeutig, wie die Sache
zu sehen ist, da Gott selbst uns
die Sache erklärt.
Es kann das eine nicht sein ohne das andere.
Auch in Gott selbst
nicht.
Der wohl wichtigste Satz lautet :
6
Keine Kraft kann
etwas bewirken, wenn ihr nicht eine
Gegenkraft entgegensteht
Und GerdFred hat es meiner Ansicht nach auch
sehr schön erklärt, indem er erläuterte, das das
Tun, nicht der "Besitz" von etwas das Böse (
oder etwas anderes ) ausmachen kann.
So wie wir niemandem, der ein Messer
besitzt, als Böse bezeichnen können.
Und jeder von uns hat doch irgendwo ein
Messer, aber niemand würde auf die Idee kommen, das wir alle darum böse
sind, nur weil ein Messer auch zum Morden gebraucht werden kann. Es
kommt also auch hier auf das Tun an.
Lieber Franz, liebe Myrta, es ehrt euch in
gewisser Weise, das ihr Gott nicht das Böse zuordnen wollt, und bezogen
auf das Tun habt ihr
sicher recht, er tut nichts
Böses.
Das ist der angesprochene gewisse
Unterschied. Denn wie wir alle wissen, liegt bei Gott alles zBsp auch in
der Handlung nach seinem Wort, nicht im puren Lesen. Also auch hier gilt
:
Das Tun bestimmt
die Dinge.
Und ihr solltet nach seinen
Worten bedenken , das er ohne den Gegensatz der Liebe in sich auch
nichts liebes tun könnte, da eben das eine ohne das andere da nicht
sein kann, also die Liebe/das Gute in Gott auch nicht da wäre, wenn der
Haß/das Böse nicht gewisserart als latent vorhanden in ihm wäre ( Mit
latent meine ich, das es in Gott die Basis/Grundlage bildet, auf der die
Liebe aufgebaut wirkend tätig
ist ). So abschreckend diese Vorstellung für euch auch
sein mag :
Dies gewisserart ist ein göttliches
Gesetz !!!!!! :
6
Keine Kraft kann
etwas bewirken, wenn ihr nicht eine
Gegenkraft entgegensteht
Es gibt kein Weiß ohne Schwarz, Heiß ohne
Kalt, Liebe ohne Haß, Gut ohne Böse. Ohne diese in ihm vorhanden Kräfte
könnte Gott nicht das sein, was er ist :
Der Schöpfer aller
Dinge.
Die Geschöpfe können
nicht ( ohne Gott ) schaffen !!!!
Denn dann wären sie selber
schaffende Götter !!!!!
Satan hat das Böse nicht
erschaffen, er hat es sich erwählt !!!! (für seine "Tätigkeit")
Satan kann nicht ohne Gott schaffen, sonst hätte
er sich doch bestimmt eine eigene Ewigkeit geschaffen, ohne den von
ihm "gehaßten" Gott. So schlau wäre er doch wohl, wenn
er tatsächlich etwas schaffen könnte ? Aber er kann es nicht,
und darin besteht seine
Ohnmacht.
Gott sei Dank.
Ich hoffe inbrünstig, das dieser Knoten
baldigst gelöst sein möge und wünsche euch dafür viel Segen von
oben, denn es ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, zu erkennen, das außerhalb
Gottes nichts sein kann. Es gibt in Gott ja nicht nur die Liebe als den
Vater, sondern auch die Weisheit als den Sohn = Jesus.
Möge euch Jesus = Weisheit beistehen.
Und heißt es nicht auch durch Jesus :
"Niemand kommt zum Vater denn durch mich" ? Hier liegt doch
auf der Hand, das die Weisheit der Führer
zur Liebe sein muß, so wie wir durch das Lorber-Werk =
Weisheit = Jesus gegeben durch den Vater/die Liebe ( zum Besten
der Menschen ) hin zur Liebe geführt werden.
Und ich gebe es offen zu :
Wenn die Lorber-Bücher nicht gewesen wären,
hätte ich mich nicht mit Gott beschäftigt; erst die dort innegelegte
Weisheit hat mich dazu gebracht, die Liebe war das nicht (
von meiner Seite wohlgemerkt ! ). Erst die Worte der Weisheit haben mich
die Liebe erkennen gelernt.
Denn wer kann wohl etwas lieben, von dem er
nicht weiß, wie oder was oder das es ist ?
Wäre nur jemand gekommen und hätte gesagt
: Gott liebt dich, da hätte ich damals wohl zu ihm gesagt : "Spinn
weiter".
Nur die Weisheit hat mich angespornt, auch
weiter zu suchen und siehe da :
Am Ende steht da die
Liebe als Ziel aller Dinge !
Aber wie Myrta und Franz auch ausgeführt
haben, wird wohl nur die Liebe selbst die Liebe auch erkennen können .
Es grüßt euch
Dirk N.
P.S.:
Myrta und Franz : Bitte nehmt das schon oben angeführt Zitat
gewisserart als Trost, das Gott die Dinge eben anders als wir aus
seiner göttlichen Sphäre heraus betrachtet, wir neigen ja dazu,
alles immer sehr menschlich zu betrachten, ( ich nicht ausgenommen ).
Also würde aus göttlicher Sicht auch gelten:
[HGt.03_067,12] In Meinem Angesichtsbündel
gibt es durchaus nichts
Böses, sondern nur
Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und
dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören
gleich gut.