In drastischen
Bildern weist Christus uns immer und immer wieder auf die Notwendigkeit
strengster Selbsterziehung hin.
Keine niederen Wünsche und
Triebe dürfen wir in uns dulden, denn sie verdunkeln das Licht Gottes in uns.
Wendet sich unser Blick, unsere Sicht, unser Denken niederen Dingen und den Fleischeslüsten zu, dann will der Herr von uns, dass wir das Niedere dadurch überwinden, dass wir uns radikal davon ab- und dem Göttlichen zuwenden.
Ist unser Handeln
nach der Lehre Christi falsch, dann
will der Herr, dass wir uns umstellen und richtig
handeln.
Er will, dass
wir aus uns herausreissen, was nicht wesentlich zu uns gehört, bevor das
Niedere unser ganzes Wesen vergiftet und verfinstert!
Alles, was der Reinheit und inneren Einheit unseres Wesens und seinem lebendigen Einssein mit dem himmlischen Vater entgegensteht, muss losgelassen und aufgegeben werden.
Das ist ein erster Hinweis auf das spätere Wort: "Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes"; dem, der so handelt, fallen alle anderen Dinge, deren er zum Leben bedarf, von selbst zu.
Kein Opfer niederer und nichtiger Dinge kann zu gross sein, wenn es gilt, das Höchste zu erringen.
Alle Hindernisse auf
dem Wege zur Höhe, alles
Haften und Gieren, alle Eitelkeiten, Schwächen und Fehler, müssen beseitigt
werden.
Nicht durch erbitterte
Gegenwehr, sondern durch Loslassen, Abwendung und bewusste Hinwendung zur
positiven Gegenkraft, durch Bejahung und Betätigung des Guten.
Lasst uns alles
Ungute, Gierhafte, die so verwerfliche Fleischeslust und Lichtlose schon im Keim
dadurch ersticken, dass wir "dem Übel nicht widerstehen",
sondern es durch Bejahung des Guten in uns überwinden.
Auf diese Weise bringen wir
das Niedere in uns zum Absterben, so dass die "Hölle in uns" keine
Macht mehr über uns hat.
Nur auf den Einen,
Gott, gerichtet, dann wird " dein
ganzer Körper licht sein".
Und wenn wir fallen,
selbst der Beste fällt oft, dann sollen wir nicht jammern und verzagen, dass
wir irrten, sondern sollen wieder aufstehen und mit neuem Mut versuchen, dem
Ideal unserer selbst näherzukommen und ihm immer ähnlicher zu werden.
Die Hindernisse auf
unserem Wege sind nicht dazu da, dass wir uns darüber aufhalten oder sie gar
ignorieren, sondern dass wir sie siegbejahend überwinden.
Nicht nur die Konfessionen lehren, aber auch so mancher Lorberianer, von was weiss ich angehaucht, vertreten die Meinung: "Es kommt nicht so sehr auf das an, was wir tun, und Gottes Willen können wir schon gar nicht tun, sondern es kommt an auf den Glauben an Christum, den Herrn".
Christus aber fordert genau das Gegenteil: Er will nicht Maulchristen, sondern Tatchristen; nicht Hirnchristen, sondern Herzchristen; nicht Worte, sondern Taten; nicht Anhänger, sondern Mitstreiter; nicht schwächliche Nachbeter, sondern mutige Vorkämpfer; nicht Sünden-Sklaven, sondern durchchristete, durchgottete Vollmenschen!
Auch wer Christus laut als seinen Erlöser bekennt, ist noch lange kein Erbe des Himmelreiches, sondern laut des himmlischen Vaters erst der, der Christus in sich sucht und findet und Seine Lehre lebt oder sich doch allerernstlichst darum bemüht sie zu befolgen, denn Wert hat nur, was zur Tat wird.
Nur "wer die Wahrheit tut, kommt in das Licht", sagt Christus, und ein andermal: nur "wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder!"
Bei allem Denken und Tun
sollen wir uns in der Stille prüfen, ob wir damit vor dem Christus in uns
bestehen können.
Nur wenn der
Christus in uns Ja! dazu sagt, handeln wir
recht.
Nur wenn wir unsere Gesinnung erneuert, unser Bewusstsein verwandelt, unser Herz mit einem neuen Geiste erfüllt haben und das, was wir als recht, wahr und notwendig im Lichte des himmlischen Vaters "erkannten" leben und tun, werden wir Miterben Christi.
Wenn unser Wille ganz eins geworden ist mit dem Willen Gottes in uns, dann bedarf es keinen Anrufs "Herr! Herr!", keiner Rechtfertigung vor Gott, weil der Christus in uns unser Fürsprecher, Helfer und Erlöser ist.
Herzlichen Gruss
Volker
Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Donnerstag, 13. Dezember 2001 22:18
An: Lorber- Freunde
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Selbsterziehung
Lieber Volker,
ich darf mich auf die zitierten Abschnitte
unter Deiner Mail "Unreines Haus" beziehen .
Von einer Selbsterziehung ist auch in den östlichen Lehren die Rede.
Mit herzlichem Gruß
Lothar
Mail von Norbert vom 14.12.01
Lieber Lothar, (liebe Myrta, auch Dich möchte ich ganz besonders hiermit
ansprechen,)
habe gerade Dein ausführliches Standpunkt-Beziehen gelesen. Inhaltlich bin ich voll Deiner Meinung!!!
Mir scheint dennoch hier, aber auch bei anderen Geschwistern, ein
Mißverständnis vorzuliegen und schleichend weitergetragen zu werden, nun schon durch viele
Mails.
Jeder Christ, ob Lorberianer, Kirchenchrist oder sonstwie Christ, wie ich es
vorher war, weiß genau, daß der Glaube allein an Jesus Christus genügt!!! Denn (um das
zu klären):
Aus diesem Glauben-Können!!!, das bekanntlich gar nicht von uns selber
kommt, sondern uns von Ihm, von unserem Jesus Christus, geschenkt wird, erwächst von
selber, nämlich auch aus Ihm, nicht aus uns!!!, auch das Tätigsein in Jesus Christus, allein
schon aus Dankbarkeit und Freude über die bewußt gewordene Gnade und Barmherzigkeit
heraus.
Weil aber Jesus das schon vorausblickend in uns jeweils erschaut hat, hat Er
uns erst dieses GLAUBEN-KÖNNEN geschenkt. (Dies ist ein ganz besonderer
GNADEN-AKT!!!)
Hätte Jesus uns das zu früh geschenkt, also Seine Gnade mit der Gießkanne
verplempert, dann würden wir zwar glauben, aber ohne besondere innere Haltung. Die wäre,
logisch, voll "für die Katz"; also: alle Mühe Jesu umsonst, auf die Felsen ausgesät.
Nochmal zu meinem provokanten "Glauben allein genügt", wie es mein großes
Vorbild Martin Luther auch predigte, damals, und wie folgt verstand:
Aus eben diesem Glauben heraus, den wir erst haben können, wenn wir "so weit
sind", erwächst geradezu von selber das auch Tun-Wollen in uns aus diesem Glauben
heraus.
Luther bekannte eins, als er völlig resignierend in seiner
Amtskirchenmönchszelle sich selbst betrachtete, daß er es einfach nicht aus sich heraus schafft,
schaffen kann, seinem Gott gegenüber ganz ohne Sünden und ganz perfekt also zu sein. Er ist
darüber fast zusammengebrochen. Luther schildert, daß ein anderer befreundeter Mönch
ihn daraufhin belehrte, daß auch das Tun-Können, das Ausführen des Guten und das Lassen des Bösen - nur aus Gott heraus möglich ist.
Gott nimmt aber unseren ernsthaften und vor uns selber heilig gemeinten
Vorsatz - schon für das Tun durch unsere Hände selbst!
(Das ist ein wesentlicher Kernpunkt Gottes!)
Und durch den Vater im Himmel allein wird dann auch das Gute daraus und das
Lassen des Bösen, allein aus des Vaters Kraft nämlich! (Die Er uns dann nach
und nach mehr werdend, je nach unserem "Reifegrad", beginnend mit "homöopathischen"
Dosen, zuteilt. Zuteilt deswegen, damit wir mit Seinen Gaben, Seiner Kraft, keinen
Unfug anstellen und dadurch Seinen Heiligen Namen "beschmutzen" würden.
[Lothar, ich bitte wegen des Gehaltes dessen um Deine Stellungnahme, ist mir
wichtig! (Aber nur, wenn Du Nerv und Zeit hast, ohne jede Hetze, kann auch irgendwann
nach Weihenachten sein, klar doch!)]
Im Umkehrschluß erwächst uns aber auch daraus die Erkenntnis, daß alle die
Wunderheiler, Geistheiler, sonstige Trallala-Zauber benutzenden
Geschäftstreibende, ihre Kraft nicht aus Jesus Christus haben können. (Wem das nicht klar sein sollte, der spreche
mich dazu an, damit ich das ausführlicher ein für alle Male aus dem Weg
räumen kann!)
Achtung dabei bitte!
Die ganz raffinierten Geschäftemacher kleistern ihre Heilerbude mit
Jesus-Bildern und brennenden Kerzen und Weihrauch und noch mehr Hokuspokus voll, und!!!: sie
verlangen gar kein Geld oder sonstwas! Sie bitten einen nur in wörtlicher Rede oder
dezent mit einem Sparschweinchen neben der Ausgangstür um "vom Herzen her angemessene
Bedenkung"! - Lacht nicht, so Typen gibt es. Die machen mit am meisten
Reibach mit dieser Methodik. Das Nachbarzimmer dieser Heilerbude ist dann übrigens mit
rituellen Dingen anderer Religionen oder mit der Verehrung von Odin und anderen germanischen
Geschichtsgestalten bedacht. Selbstverständlich nicht für den jeweils gerade
einbestellten Hilfesuchenden zugänglich, ist doch wohl klar!
Dein Bruder in Jesu Christi Geist
Norbert.
Von: _ralf_
Gesendet: Freitag, 14. Dezember 2001 13:04
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Selbsterziehung
Lieber Norbert,
Du schreibst:
"Jeder Christ, ob Lorberianer, Kirchenchrist oder sonstwie Christ,
wie ich es vorher war, weiß genau, daß der Glaube allein an Jesus
Christus genügt!!!"
Nun dann bin ich eben ein Christ der das nicht weiß. Ich denke der
Glaube allein reicht eben nicht aus. Letzendlich geht es um die Liebe.
Nur mit dieser ist das Endziel die vollständige Gemeinschaft mit Jesu
zu erreichen. Jeder der nur glaubt muß noch die Schranke zwischen
Glaube und Liebe überspringen. Nicht umsonst fragt Jesus den Petrus
dreimal: "Petrus liebst Du mich?". Was für ein gewaltiger Unterschied
ist zwischen dem Glaubens und dem Liebelicht. (Siehe Geistige Sonne).
Das alles Gnade ist, da stimme ich mit Dir überein. Aber wir müssen
daran arbeiten uns der Gnade Gottes zu öffnen. Es kommt nicht auf die
Taten an, denn Gott bedarf unserer Taten nicht, aber auf unsere Liebe.
Je mehr wir Feuer werden, je mehr wir Licht werden, desto mehr Gnade
kann Jesus über uns ausgießen.
Deshalb finde ich Volkers Vorschlag sich regelmäßig zu prüfen wo
unsere Liebe hin für die Wiedergeburt essentiell. Wobei Jesus das Werk
der Erlösung an uns vollbringt, wir aber müssen es WOLLEN! Nur wenn
unsere Liebe und unsere Sehnsucht in die richtige Richtung geht, dann
kann Jesus uns verändern. Deshalb sind auch die 7/4 Stunden so
wichtig.
Liebe Grüße
Ralf
P.S. Ich glaube wirklich nicht, dass Luther da so viel weiter hilft.
Ich glaube Luther führt ein Stück weit in die falsche Richtung mit
seinem "allein der Glaube". Und das steht meines Wissen explizit in
der NO drin.
Von: ralf
Gesendet: Freitag, 14. Dezember 2001 15:27
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: Selbsterziehung
Lieber Norbert,
zuerst einmal muß ich sagen, dass mir bei Deiner mail das Herz
aufgeht, auch wenn ich anderer Meinung bin.
Muß wirklich der Glaube vor der Liebe kommen? Was ist mit den
Menschen, die Jesus gar nicht kannten, in seine Nähe gelangten und
sich sofort zu ihm hingezogen fühlen.
Gut aus dem Glauben kann Liebe entstehen, aus der Liebe Sehnsucht, aus
der Sehnsucht aber der Wunsch zu Erkennen, näher an IHN heranzukommen.
Aber der Glaube garantiert die Liebe noch nicht. Ich denke unsere
Sehnsucht soll immer stärker werden, damit wir immer mehr Gott
erkennen wollen. Und wenn wir Gott erkennen wir unsere Liebe reiner
und damit glühender.
Erinnere Dich an die Stelle in der Geistigen Sonne, wo die Kinder mit
dem ersten Gebot Gott suchen lernen sollen. Und wie war der Schlüssel
zum Erflog? Den Glauben nicht verlieren, die Liebe stark werden
lassen, daraus entwickelt sich Sehnsucht und zum Schluß der Wunsch dem
Objekt der Sehnsucht nahe sein zu wollen, sich überzeugen zu wollen.
Also was ist daran falsch, sich über das Wort (und damit die
Empfehlungen und Gebote) sich Gott näheren zu wollen? Es muß doch ein
innerer Sinn dahinter stecken und den erfährt man nur durch Tun.
Zuerst vom Glauben zur Liebe kommen, und schließlich von der Liebe zu
den Geboten zur Liebe über die Gebote hinaus. Also allein den Herrn
lieben. Die Liebe ist unser Leben, also hat man doch die Pflicht zu
überrpüfen wohin die Liebe geht. Das ist keine Selbsterlösung wie in
den fernöstlichen Lehren, es bleibt alles Gnade. Aber den Schritt zu
machen alles ist Gnade, ich brauche nur glauben, ist auch verkehrt.
Aber Tun aus Liebe, eine erzwungene Liebe ist nichts wert. Du
schreibst bei allem Zwang hast Du Dich nur ein paar Minuten bringen
können die 7/4 Stunden zu praktiztieren. Ja warum gibst Du auf
Norbert? Mache doch so lange wie Du Liebe in Dir verspürst. Einfach
jeden Tag, dann wird mit der Zeit die Liebe schon größer werden und
die Widerstände werden geringer.
Du schreibst vom Frieden des Herrn, den Du gefunden hast. Lieber
Norbert, ich weiß ja nicht wie viel friedlicher Du geworden bist, aber
wenn ich mir anschaue was Du mit Ingo machst, dann frage ich mich ob
so wirklich den rechten Frieden im Herrn in Dir hast. Wenn wir den nur
hätten, dann könnten wir leicht in der Welt bestehen und unseren
Nächsten so viel mehr Gutes tun.
Herzlichst
Ralf
* * * * * * *
Von: DieterU
Gesendet: Samstag, 15. Dezember 2001 09:05
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Re. Selbstverwirklichung
Liebe Geistesfreunde,
Soll man nun selbst etwas tun auf dem geistigen Weg oder alles Gott überlassen.
Dazu einen kleinen Text von Swedenborg auf den ich vor einiger Zeit gestoßen bin:
„Der Mensch soll sich selbst von seinem Bösen reinigen und nicht erwarten, dass der Herr es für ihn tut. Ein Knecht, dessen Gesicht und Kleider mit Ruß und Kot besudelt sind, wird ja doch auch nicht mit der Forderung an seinen Herrn herantreten: „Herr, wasche mich!“ Würde dieser ihm nicht antworten: „Du törichter Knecht, wie kommst du mir vor? Weißt du nicht, wo Wasser, Seife und Handtuch sind? Hast du nicht Hände und Kraft in ihnen? Wasche dich nur selbst!“
Und Gott der Herr würde sagen: „Ich habe dir die Mittel zur Reinigung gegeben, und auch dein Wollen und Vermögen stammt von mir. Mache also Gebrauch von diesen meinen Geschenken und Gaben, als ob sie von dir selber stammten, so wirst du rein werden!“
Der Herr lehrt selbst im ganzen 23. Kapitel des Matthäus, dass der äußere Mensch gereinigt werden muß und zwar durch den inneren.“
(Swedenborg, die wahre christliche Religion Bd. 2, Abschnitt 331/d)
Über die Wiedergeburt äußerten sie (die Engel) sich so:
Der Mensch kann sich daher umbilden und wiedergebären wie von sich, wenn er dabei nur im Herzen anerkennt, dass es vom Herrn geschieht. Wer immer Buße tut und an den Herrn glaubt, wird umgebildet und wiedergeboren. Beides soll der Mensch wie von sich aus tun...
Mit einem Wort: Tut es von euch selbst und glaubt dabei, dass es vom Herrn geschieht. Auf diese Weise tut ihr es wie von euch. (WCR, Bd. 3, 621i)
Diese Stellen zeigen, dass man zwischen den Aussagen Volkers und der Maria, wie in GerdFreds Mail zitiert, keinen Widerspruch konstruieren muß.
Man soll hart an sich arbeiten, jedoch im Bewusstsein, dass dies letztlich der Herr tut und jedes positive Resultat dem Herrn zuschreiben.
Raphaels Aussagen über das Durchüben der sieben Geister drücken dasselbe aus.
Liebe Grüße
Dieter
Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Samstag, 15. Dezember 2001 08:42
An: Lorber- Freunde
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Selbstverwirklichung
Liebe
Freundinnen, liebe Freunde,
Einige
unter uns sind es leid, daß das Thema Sexualität, eheliche Liebe immer wieder
aufgegriffen wird. Diese Freunde bitte ich, meinen Nachtrag nicht zu lesen.
Diesen Nachtrag werde ich unter „Reine Liebe kommt vom Herzen“, Listenbeiträge
zur Sexualität,ehelichen Liebe in www.lebenstufen.de
setzen. In der Folge werde ich mich mit
GerdFreds Fragen zur Weihnachtsgeschichte befassen.
Nachtrag:
Liebe Myrta, in dieser Herzensliebe stehen wir erst in der geschwisterlichen Liebe, die uns vereint. Die eheliche Liebe ist tiefergehend. Hier befinden wir uns in höhere Schwingungsfelder. Hiervon spreche ich, Hans, Gerd-Fred u.a., die hiervon bereits etwas gespürt haben. Das Leben unseres himmlischen Vaters ist allumfassend und doch sehr differenziert. Wenn wir uns im allumfassenden Leben befinden, dann können wir uns mit unseres Geschwistern verbinden, die der östlichen Lehre anhängen. Ihr Ziel ist es, in den Zustand des Nirwana einzugehen, mit dem Allgeist zu verschmelzen. Solange Du mit Volker in dieser geschwisterlichen Liebe verharrst, wird Dir der Segen der ehelichen, himmlischen Liebe nicht, noch nicht, zuteil werden. Denn dann ist Euer Ziel erst die seelische Wiedergeburt, die jeder von Euch im Alleingang erreichen kann.
Du hast Dich mit Desiree auf eine Textstelle aus der Haushaltung Gottes bezogen. Die darin stehenden Belehrungen des himmlischen Vaters sind an ein Paar gerichtet, das Seinen Segen noch nicht empfangen hat, also noch in der alten Schöpfung steht, in einem niedrigeren Schwingungsfeld. Hier sind Seine Gebote wirksam. Sie müssen in uns aufgenommen und zu unserer Lebensliebe geworden sein. Erst dann können wir doch seinen Segen für die himmlische, eheliche Liebe erfahren. Dieser Segen ist für mich mit der angestrebten Eingeburt vergleichbar. Bei dieser Eingeburt tauchen wir erstmals in Seinen Liebegeist ein. Sein Liebegeist kann dann aber noch nicht dauerhaft in uns verweilen, weil unsere Einwohnerschaft es noch nicht zuläßt. Hier will Volker es im Alleingang schaffen, diese Einwohnerschaft hinauszubefördern. Norbert u.a. sind insoweit mit mir der Meinung, daß Volker der östlichen Lehre anhängt. Denn nach der östlichen Lehre hat sich jeder Mensch selbstzuerziehen (selbstzuverwirklichen), um in den Zustand des Nirwana einzugehen.
Weiteres später. Ich wollte diese Gedanken nur festhalten, sie werden mir in der Regel in den Morgenstunden geschenkt.
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Liebe Grüße
Lothar