Von:

Gesendet: Freitag, 1. Juni 2001 12:52

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] "Wie entwickle ich meine Liebe"

 

Lieber Lothar,

der Abschnitt "Wie entwickle ich meine Liebe" in Deiner Sammlung "www.Lebensstufen.de" ist nach meinem Verständnis sehr lesenswert, sehr aufschlussreich, sehr tief gehend. Karl Dvorak hat hier Fenster aufgemacht in Bereiche, die man anderweitig nicht leicht in solcher Konzentration dargestellt erhält. 

Beim Lesen kam mir immer wieder der Wunsch nach weiterer oder detaillierterer Angabe durch Karl Dvorak. Ich nehme an, dass Du seine Ausführungen verdichten musstest, damit der Umfang nicht zu groß wurde. 

Da ich zu wenig über Karl Dvorak weiß, stellt sich mir die Frage, ob er vorzugsweise ein Böhme- und Eckehart-"Nachfahre" ist und ob das dann immer mit der NO durch Lorber im guten Einklang ist. Ich bin der Meinung, dass Hildegard, Böhme, Eckehart, Swedenborg und Lorber die tragenden Säulen sind, aber dadurch ist es ein so weites Feld, so dass man auch leicht den Durchblick verlieren kann. Davon aber unabhängig: Diese Ausarbeitung von Dir über das Dvorak-Seminar in Schmelzdorf (1991) ist eine enorme Fundgrube großartigen Offenbarungswissens. 

Herzliche Grüße

        

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Bross [mailto:a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Dienstag, 5. Juni 2001 12:50
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] "Wie entwickle ich meine Liebe"

Lieber ,

auf der Swedenborg-Tagung haben  Annmarie ich eine ältere Teilnehmerin kennen gelernt, die Karl Dvorak sehr gut gekannt hat. Sie kannte bereits seinen Lehrer Armin Schumann. Im Wesentlichen  hat sie das bestätigt, was wir von der noch lebenden Maria Dvorak gehört haben. Karl Dvorak ist in der Hauptsache Lorberianer, hat sich aber auch intensiv mit Emanuel Swedenborg auseinandergesetzt, kannte alle Werke von Eckehart von Hochheim und auch die von Jakob Böhme. Diese Bücher haben wir auch in seiner umfangreichen Büchersammlung bei Maria gesehen, einige  Doppelexemplare, die aus dem Nachlaß von Armin Schumann stammen, hat Annemarie abgekauft. Sie sind besonders wertvoll, weil sie Karl ´s Querverweise auf andere Textstellen enthalten. Karl hat sich mit der Neuoffenbarung über 45 Jahre intensiv befaßt, Armin Schumann ähnlich lange. Diese Teilnehmerin will uns in Kürze weitere Bücher vermachen, die ihre Kinder nicht haben wollen.

Armin Schumann und Karl Dvorak waren ebenfalls übereinstimmend der Meinung, daß Eckehart, Böhme, Swedenborg und Lorber die tragenden Säulen der Neuoffenbarung sind. Eckehart und Böhme waren mehr Vorbereiter und erst nach der Reinigung der Erdlufthüllen durch die Michaele war die Zeit der Großoffenbarung durch Emanuel Swedenborg aus dem Aspekt der Weisheit gekommen. Jakob Lorber ist derjenige, durch den Jesus direkt sprach. Es sind die Werke, die aus dem Aspekt Seiner Liebe geschrieben worden sind und enthalten daher auch sehr viele Stellen über Seinen Geist der Urliebe. Diesen Geist nennt  Karl Dvorak zusammengezogen den Urichgeist. 

Du hast recht, ich habe die Seminar-Vorträge von Karl Dvorak verdichtet. Auf den Kassetten von Karl Dvorak befinden sich viele Meditationen und Wiederholungen, um den Faden wiederaufzunehmen. Die freie Rede ist anders als das schriftliche Wort. Es werden ja auch Zwischenfragen gestellt, die Karl beantwortet hat. Karl Dvorak ist derjenige, der mein Herz am tiefsten berühren konnte. Es wäre schade, wenn seine Vorarbeiten verloren gingen.  

Um Karl´s Beliebtheit hervorzuheben, habe ich daher nach Deinem Mail alle positiven Rückmeldungen angefügt. Aller Lob gilt Jesus in uns allen. Er hat insoweit unsere Herzen geöffnet und uns verbunden.

Diejenigen, die sich von Karl Dvorak berühren lassen, gehören auch in Seinen Himmeln irgendwie zusammen. Aber Jesus hat unendlich viele Häuser und Himmelsvereine. Wir haben uns schon hier auf Erden unter den Lorber-Freunden oder anderen Neuoffenbarungsgruppen finden dürfen. 

Du hast mir die uneingeschränkte Erlaubnis erteilt, Deine Beiträge ungekürzt zu übernehmen, lieber Gerd-Fred. Dafür danke ich Dir. Warnungen über die Endzeit werde ich nicht aufnehmen. Nur die Liebe soll uns ziehen und keine Angst vor dem künftigen Geschehen.  

Mein ganz besonderen Dank gilt Hans (Z.), der nach wie vor den Zugang zu der Homepage www.lebensstufen.de besitzt. Er hat schon wieder einige Texte besser hineingestellt und auch sein "Vergiß-Mein-Nicht" mit Musik untermalt.  

Mit herzlichen Grüßen

Lothar

Von: Hans

Gesendet: Montag, 28. Mai 2001 20:36

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Talente 

 

Liebe Freunde, 

wir haben wirklich Künstler unter uns: 

Joachims Arbeit auf seiner Homepage ist reif für den Buchhandel, so wie Jan es auch schon hat anklingen lassen. Auch ich möchte das mal in Ruhe durchlesen. Sehr viel Weisheit und Wissen:

Etwas für den Geist.  Hochinteressant !!! Joachim, so kannte ich Dich gar nicht. (Nimm mir meine Mail wegen Englisch nicht krumm. War nicht bös gemeint.)  

Auch Lothar ist ein Künstler. Besucht seine Homepage www.lebensstufen.de . Dort lernt man etwas fürs Herz unter "Wie entwickle ich meine Liebe". Mir gefallen die alten und neuen Bilder, u.a. das Dualpaar  und nun auch das brandneue Mosaik, sehr gut. Sie sprechen die Seele an, das Herz, und wecken die Liebe. Dazu viel Wissenswertes. Toll !  

Herzliche Grüße  

Hans 

 

Von: mfg [myrta aus Kanada]

Gesendet: Dienstag, 29. Mai 2001 02:10

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Geistreiche liebliche Homepage

Lieber Lothar & Annemarie,

Ihr habt eine  sehr interessante Homepage lauter Lieblingsthemen, die ich auch selber sehr mag. Für mich seit Ihr schon ein richtiges Engelspaar. Habe schon einiges ausgedruckt, um es in aller Stille zu lesen, das ist eine wirkliche Fundgrube. Mit der Zeit werde ich alles lesen.

God Bless love

Myrta

 

Von: j-herbst@t-online.de

Gesendet: Dienstag, 29. Mai 2001 08:30

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Talente

Auch Lothar ist ein Künstler. Besucht seine Homepage www.lebensstufen.de . Dort lernt man etwas fürs Herz unter "Wie entwickle ich meine Liebe". Mir gefallen die alten und neuen Bilder, u.a. das Dualpaar  und nun auch das brandneue Mosaik, sehr gut. Sie sprechen die Seele an, das Herz, und wecken die Liebe. Dazu viel Wissenswertes. Toll !   

     

     Lothar´s Page mag ich auch. Es klingt eben etwas von Dvoraks alten Zeiten durch.

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  Von: Jan Vreman 
Gesendet: Dienstag, 29. Mai 2001 21:29
An: a.u.l.bross@onlinehome.de
Betreff: Gruss

Beste Lothar,

nur schnell eben ein Gruss; habe deine Site angeklicklt: i.b. 'Wie
entwickle ich meine Liebe'. Wow!..., wie eine shoene Bilder: Einige kenne
ich...und sehe Diese in deine Collectie.
Ich habe dieses (deine) Thema gespeichert, wie Dualseelen.....
Dualseelen, ich habe da etwas mit.....
Wie ein 'Doppelseele' kam einmal zu mir, wenn ich schlafte in der
Sonnewaermte: nicht ich, 'Er' kam zu mir, und ich erkannte Ihm, und
sagte/rief: 'ich kenne dich, ich bin dich'. Wie lange dauerte dies? Einige
Secunden, Minuten?? Noch immer frag ich mich ab: gibt es etwa wie
Doppelseele??

Empfang H. Gr.,

Jan Vreman

PS.:Wie Hans heute bemerkt: du arbeitet wie ein Kunstler.
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Wir haben einen göttlichen Meister: Jesus Christus, Er ist der wahre Künstler !

Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Mittwoch, 6. Juni 2001 16:01
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] selig werden - wie ?

Liebe Freunde,

mir fällt hierzu das Buch "Leben und Lehre Jesu Christi" in www.lebensstufen.de ein. Im 31. und 32. Abschnitt wird etwas über die Bergpredigt gesagt: 

Aus Abschnitt 31 „Leben und Lehre Jesu Christi“

Selig sind, die da geistig arm sind, denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da  Leid  tragen, denn  sie sollen getröstet werden.  Selig  sind  die  Sanftmütigen, denn  sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach         der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden. Selig  sind die Barmherzigen, denn  sie  werden  Barmherzigkeit  erlangen. Selig sind, die reinen  Herzens  sind,  denn  sie  werden  Gott           schauen. Selig  sind  die Friedfertigen, denn sie  werden  Gottes  Kinder  heißen.  Selig   sind,  die  um          der Gerechtigkeit willen  verfolgt  werden,  denn  das  Himmelreich   ist  ihrer.            Selig seid  ihr, wenn  euch  die  Menschen  um  Meinetwillen  schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles wider euch,  so  sie  daran  lügen.  Seid  fröhlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt  werden.  Denn also  haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.  

Wir hören diese Worte und  Jesus  tut  Seinen  heiligen  Mund wieder  auf  und spricht: 

Ihr seid das Salz der Erde, wo nun das Salz dumm wird, womit soll  man salzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. Ihr   seid das Licht der Welt.  Es mag die  Stadt,  die  auf einen   Berg liegt, nicht  verborgen  sein.  Man  zündet auch nicht ein  Licht  an und  setzt  es  unter  einen  Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so  leuchtet es dann allen, die im Hau         se sind. Also laßt euer Licht  leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke  sehen und  euren Vater im  Himmel        preisen.

Ihr sollt nicht wähnen, daß Ich gekommen bin, das Gesetz  oder die  Propheten  aufzulösen.  Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 

Und so spricht Jesus auf dem Berge Garizim, der da in unserem  Herzen  die  innerste Stätte der Gottgegenwart  ist.  Dort  beginnt  Jesus Seine  Bergpredigt  und mit den Seligpreisungen. Alle Engel und  alles,  was  je  geboren  war,  muß  nun schweigen, wenn die Wahrheit des Vaters in deiner Seele spricht. Denn alle Weisheit der Engel und alle Weisheit aller Kreaturen, sind ein reines Nichts vor der grundlosen Weisheit Gottes.

Diese Weisheit hat  gesprochen, daß die Armen selig sind. Nun  gibt es  zweierlei  Arme. Die eine Armut ist eine äußere Armut und diese ist gut und sehr zu loben  am  Menschen, der sie mit Willen auf sich  nimmt, aus Liebe  zum  Herrn  Jesus Christus. Von dieser Armut soll hier nicht gesprochen werden. Indessen gibt es noch eine andere Armut, eine innere Armut, die unter jenen Worten unseres Herrn  Jesus zu verstehen ist, wenn Er sagt, selig sind die Armen im Geiste.

Nun bitte ich dich, ebenso arm zu sein, auf daß du  diese  Rede  verstehst. Wenn  du dieser  Wahrheit  nicht gleichst, so kannst du diese Wahrheit  nicht  verstehen.

Höre  denn,  was  uns der Herr  durch  Eckehart  von  Hochheim  als Schlußwort verkündet (32. Predigt) 

Das ist ein armer Mensch, der nichts will und nichts  weiß und  nichts  hat und darum, so ein Mensch noch einen Willen hat, den  allerliebsten Willen Gottes erfüllen zu wollen, so hat er eine solche Armut nicht in sich, von  der  gesprochen wurde.

So höre denn,  der  Mensch  muß  so  seines  geschaffenen  Willens  ledig  sein  wie  er  es  war,  als er noch nicht war.        Denn ich  sage euch bei der  ewigen Wahrheit, solange ihr den Willen habt, den Willen Gottes  zu   erfüllen  und  das        Verlangen nach der Ewigkeit und nach Gott, solange seid ihr  nicht richtig arm. Denn nur das  ist  ein  armer  Mensch, der         nichts will und  nichts begehrt.  

Daß wir aber so geistig arm werden, dazu helfe uns die  Liebe  zu  Jesus Christus, in der wir dann in aller Demut erkennen, daß Er es  will, der durch uns will. Daß Er es will, der durch uns denkt und weiß und daß Er es ist, der durch uns hat und besitzt.

Erheben wir unsere  Herzen  und erwecken wir unser Gemüt  zu  den  lebendigen Taten, damit wir wahrlich Jünger Christi sind und werden können und damit Jesus Christus endlich  in  uns  wieder  König  sein kann, in unserem Herzen, und daß wir dann wahrlich  die  Armen  im Geiste sind, durch die  unser  Herr  Jesus Christus denkt und will und wirket die Werke Seiner  Liebe. Die  Liebe  und  der  Friede  unseres himmlischen Vaters in Jesus Christus sei mit uns allen.

  32.     Abschnitt

Die Bergpredigt (Fortsetzung) 

Wie befinden uns jetzt  mit  Jesus und Seinen Jüngern am Fuße des Berges Garizim, wo  Jesus  Seine  berühmte  Bergpredigt  hält,  die vom Apostel Matthäus wortgetreu  aufgezeichnet wird. In  späteren  Zeiten  werden  Politiker  und  Gewerkschaftler  diese  meisterhafte Rede  in  ihre  Rhetorik-Lehrbücher   aufnehmen.  Rhetorik  ist  die Kunst der Rede und wahrlich, die Bergpredigt  ist  ein Meisterwerk der Redekunst. Ihr geistiger Inhalt ist jedoch  dem  Weltsinn  völlig  unverständlich und die  Weltgelehrten  nahmen  schon  damals  Anstand an  dieser  Rede, wie auch heute im 20. Jahrhundert.  

Wir aber gehen zurück in die Jesu-Zeit, wir sind dabei und lauschen den Worten des Meisters. Jesus spricht Seine Worte langsam, würdevoll,  aber  mit  unendlicher Tiefenaussage.

Eine kurze Erklärung zur jüdischen Zeitrechnung. Die Tagesstunden wurden bei den Juden ab dem Aufgange der Sonne bis zu deren Untergang  gezählt  und  in zwölf Teile geteilt. Und so waren die Stunden einmal länger und einmal  kürzer. Im Winter  waren  sie  kürzer als   im  Sommer, denn  die  sonnenlichte  Zeit  mußte  immer  in 12 Stunden eingeteilt werden. In diesem Sinne ist  auch  die  Zeitdauer der Bergpredigt zu verstehen. Leider wissen wir  nicht,  in  welcher Jahreszeit  die Bergpedigt gehalten wurde und so  wissen  wir  auch nicht die Dauer der  Bergpredigt  nach  unserer Zeitrechnung. Wenn Jesus durch Lorber 3  Stunden  offenbart, dann heißt dies eigentlich nicht 3 Stunden nach unserem Zeitmaß,  sondern im gewissen Sinne eine Entsprechung. Diesen Entsprechungssinn wollen wir mit ganzer Aufmerksamkeit erfahren.

Nach Swedenborg bedeutet die Zahl 3  das Vollkommene oder alles  zusammen.

Weiter wird mit der Zahl 3  im Gottwort  eine  Beendigung und  von  einem  vollkommenen Werk ausgesagt. Wir sind  vollkommen dabei, weil die Zahl 3 ja dem Vollkommenen entspricht.  Wir lauschen, wir glauben, wir bejahen und  schauen mit den Augen  unserer Seele  Jesus, die Jünger und Garizim.  Ein  strahlender,  wolkenloser Himmel breitet sich  über  das  fruchtbare  Samaria aus. Am Fuße  des  Garizim umringt eine  große  Menschenmenge  Jesus  und  Seine  Jünger. Wir staunen, wir versinken in den  Worten  göttlicher  Liebeweisheit  und wir träumen uns in das Heiligtum  des göttlichen  Sinnes  hinein.  Wir  verweilen bei der ersten Seligpreisung.

Was ist eigentlich Seligkeit ?   Seligkeit  ist  die  himmlische  Freude nach  dem  Tode, vollkommene Einheit mit Gott. Sie ist ein  Zustand wunschlosen  Glückes, strahlende Freude.

Was lehrt uns Jesus noch weiter über die Seligkeit?  Nur einige  wenige  Gedanken mögen uns hier zugeführt werden. Die  Seligkeit  ist   daran  geknüpft,  daß man Gott selber erkenne  und  wisse  und  deshalb für Ihn empfänglich ist. Im  Erleben dieser  Seligkeit wird unser Selbst zum Nichts und  Gott  wird  dadurch  in uns  bewußt, frei von Angst,  Furcht  und  Bangen.  Im  wahren  Frieden und  in  der Ruhe deines Herzens wohnt die Seligkeit und  dein  Geist  ist  voll bewußt  der göttlichen Nähe. Es gibt drei Grade der Seligkeit: 1. Wir sind als  Geschöpf  selig,  2. wir sind  durch die Gottgegenwart  selig, 3. aber die größte  Seligkeit  erleben  wir  erst  durch  die  Einheit  mit  dem himmlischen Vater.             

Unsere zerstreuten Seelen können die Seligkeit nicht  empfinden, da  es die in dich einfließenden Geister behindern. Geister fließen durch  Gedanken ein. Deshalb beherrsche und kontrolliere deine Gedanken, kontrolliere dein Wollen, deine  Liebe  und  deine  Werke,  willst du selig werden.

Den Armen im Geiste gehört das  Himmelreich. Was aber ist ein  armer Mensch?

Ich möchte die Worte von  Meister  Eckehart  wiederholen:  Das  ist  ein  armer Mensch, der nichts will, nichts weiß und nichts  hat.  Wie komme ich zum Ersten? Indem ich meinen geschaffenen  Willen  loswerde.  Solange  ich  aber noch den Willen habe, den Willen Gottes  zu  erfüllen, solange bin ich noch nicht richtig arm. Gottes Wort verändert mein Denken und Wollen. Diese langsame Veränderung  meines Denkens und Wollens ist  gleich  einer  Umwandlung.  In  dieser Umwandlung werde ich meines  geschöpflichen  Willens  völlig  frei und ledig und Gottes heiliges Wollen wird nach  und  nach  langsam in mich eingegossen. Bereits während dieses  Lesens  wird  dein  geschaffener  Wille  entwurzelt,  so  stückchenweise, bis  du  mit  allen Gottwort-Lesern,  endlich  ledig  allen  menschlichen  Wollens,   ein Gottwilliger geworden bist.

So geschieht es auch mit unserem Denken und Wissen. Alle  Gedanken kommen von Gott. Durch die  vielen  Schichten  der  Engel  und  Geister  kommen   die  Gedanken hernieder bis sie endlich in unserer Zustands-sphäre durch die uns umgebenden Geister in unser Gedächtnis eingetragen werden. Wir glauben  nun,  aus uns zu denken, doch ohne daß wir es wissen oder ahnen, fließen uns  alle  Gedanken  aus den Wesenheiten, die um uns herum sich befinden, zu. Wir haben die Freiheit anzunehmen und zu wollen, wer  da durch uns denkt  und in  uns  weiß. Der selig Arme aber weiß damit, daß er selber nichts weiß und so  geschieht  es auch mit unserem Haben,  mit  unseren  Besitz. Der demutsvolle Arme besitzt nichts. Sein Eigentum ist  Gottes  Bez. All unsere Talente,  unsere  Gesundheit wie  unsere  Krankheit, unser Körper wie unsere Seele und unser Geist, ja  selbst  unser  Leben mit Denken und Wollen ist allein Gottes Eigentum. Er, der Herr allein ist der Besitzer von allem. Was wir vorerst  hörten, ist  Glaube. Nur  den selig Armen wird dieser Glaube zur  Gewißheit, denn ihrer ist  das  Himmelreich.

So träumen wir den Worten der Bergpredigt nach  und  wir  können dies nun  mit allen Worten, die Jesus ausspricht, tun. Wir können es gemeinsam tun. Aber hier möchte ich dir noch eine  kleine  Selbstarbeit  überlassen, indem  du  über  diese Worte nachsinnst.

Und so spricht Jesus weiter vom Berge herab zu uns. Mit den  übrigen  markanten Seligpreisungen preist Jesus die  Schar  Seiner  Jünger. Fühlen auch wir uns angesprochen. Wenden wir  diese  Tugendlehren  auch  auf  uns  selbst  an.

Sind wir sanftmütig gegenüber unseren Mitmenschen,  hungern  wir nach der Gerechtigkeit und sind wir barmherzig. Reinigen wir unsere  Herzen  im  Quellwasser des göttlichen Wortes.  

Mit herzlichen Grüßen

Lothar

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Hans 
Gesendet: Mittwoch, 6. Juni 2001 12:48
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] selig werden - wie ?

Liebe Freunde, 

wie Ihr vielleicht merkt, so fällt mir schon lange nichts Gescheites mehr ein. Darüber habe ich mir Gedanken gemacht, woran das liegen könnte. Konnte ich früher Weisheitstexte wie [HiG.02_43.08.25,09] "Das Weib ist kein Weib..." und "der Vater ist kein Vater...." noch locker erklären, so habe ich momentan ein Brett vor dem Kopf und kapiere nichts mehr.   Wer von Euch kann diese Texte erklären ? Ich tröste mich erst einmal mit Jesu Wort in Matthäus, Lorber Erklärung in den Schöpfungsgeheimnissen (s.u.) und Duddes Botschaft Nr. 2465. Doch schon tauchen dann neue Fragen auf:

Matthäus,5,3

Selig sind,  die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.

Was heißt "geistlich arm" ? - Ist das gleichbedeutend mit Duddes Erklärung:

Selig sind die Armen im Geiste . . . . “ Nichterkennen der göttlichen Gabe . . . 4.9.1942 B. D. NR. 2465 

. . . . Und selig, die sich arm fühlen im Geist, die kein Weltwissen ihr eigen nennen, das sie überheblichen Geistes macht . . . . . . . Die Weisheit aus Gott hat Ewigkeitswert, die Weisheit aus Gott beglückt den Menschen unbeschreiblich, und die Weisheit aus Gott gibt Kraft zum Streben nach der Höhe . . . . Das Weltwissen dagegen verblaßt und ist wertlos, d. h., es nützet nur für die Zeit des Erdenwandels und trägt auch nur irdischen Vorteil ein. Geistiges Wissen aber ist für das irdische Leben wenig- Erfolg- eintragend, und doch gibt es der Mensch nicht mehr preis, sowie er es einmal gefunden hat. Und die es abweisen, bezeugen dadurch ihre nur weltliche Einstellung und ihr geringes Verlangen nach der Wahrheit, ansonsten sie es erkennen müßten als ein kostbares Geschenk und sie gleichfalls danach streben würden . . . . 

Heißt "geistlich arm" auch "arm im Geist" und im Endeffekt soviel wie "arm an Weltwissen" ? Dann wäre ja auch ein geringes Allgemeinwissen :-))) wohl kein Nachteil, sondern eher ein Vorteil für die Annahme des Wortes Gottes. 

Ich selbst kann das nachvollziehen. Denn wer von Physik, Chemie und den Naturgesetzen keine Ahnung hat und obendrein weiß, daß er auch sonst sehr dumm ist, der nimmt ja eine Liebeslehre leicht und unkritisch an. Da gibt es keine Kritik von seinem Verstand, der bei Gebildeten sagen würde: Das ist  unmöglich, denn laut Adam Riese und Albert Einstein .... und mit Hinblick auf neueste Forschungen im Bereich der Gentechnik und Atomphysik  .... und ... neuste Ausgrabungen brachten ganz anderes zu Tage ... Historiker wissen auch ganz genau, daß das nicht stimmt ..... usw. usf.... da hagelt es nur Einwände und Kritik über Kritik ! 

Was meint Ihr: Ist Weltwissen ein Nachteile und sogar gefährlich ? Oder will man das (Kirchen-) Volk  für  "dumm" verkaufen und nützliches Wissen vorenthalten, damit es braver und gehorsamer ist ?

Verständlich ist mir : 

Selig . . . nach Lorber: 

[Ste.01_021,14]  Selig ist der Mensch in seinem geistigen Verständnis, so er das Göttlich-Wahre vollends erkennt; und wahrhaft selig ist er, wenn er das Göttlich-Wahre in sein Leben aufnimmt und danach ausschließlich tätig wird! Denn dadurch erst wird er die Wiedergeburt des Geistes überkommen, aus welcher heraus er ewig keinen Tod mehr sehen, fühlen und schmecken wird. 

doch das erklärt nicht "geistlich arm"  bei Matthäus und obige Weisheitstexte von Lorber.

Liebe Grüße 

Hans

p.s. Seligpreisungen

. . . nach Matthäus: 

5,1 Als er aber das Volk sah, ging er auf einen
Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu
ihm.
5,2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und
sprach:
5,3 Selig sind,  die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
5,4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen
getröstet werden.
5,5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden
das Erdreich besitzen.

5,6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach
der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
5,7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden
Barmherzigkeit erlangen.
5,8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn
sie werden Gott schauen.
5,9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie
werden Gottes Kinder heißen.
5,10 Selig sind, die  um der Gerechtigkeit
willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
5,11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen
um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden
allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
5,12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im
Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben
sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen
sind.

 

 








 


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