Von: Rinderer 
Gesendet: Donnerstag, 11. Januar 2001 20:19
An: Lorbergruppe
Betreff: [lorber] Gruß aus Österreich

Sammlung von Texten über Dual-Seelen

PLATONS GASTMAHL

"Mich dünkt", sprach Zeus im Rat der Götter, "ich habe ein Mittel, daß es weiterhin Menschen gibt, aber sie schwächt, damit sie von ihrem wüsten Wesen ablassen. Ich schneide jeden mitten durch."

Sprach’s und schnitt die Menschen, die Mann und Weib in einem Körper waren, so der Länge nach durch, wie man Birnen zum Einlegen durchschneidet. Als nun das ursprüngliche Wesen entzweigeschnitten war, ging jede Hälfte voller Sehnsucht nach ihrem Gegenstück auf die Suche.

Sie umschlangen sich mit den Armen und verflochten sich miteinander im Verlangen zusammenzuwachsen. Sehnsucht und Drang, ein Ganzes zu sein, heißt Eros.

Die eigentliche Botschaft von Genesis 4,25 vermittelt uns Platon, der dem Aristophanes im Gastmahl die folgenden Worte in bezug auf das Wiedererkennen zweier Dualseelen in den Mund legt:

"Wenn nun einer von diesen oder jenen anderen seiner eigenen Hälfte zum ersten Mal begegnet, da werden er und der andere wundersam von Freundschaft, Heimlichkeit und Liebe bewegt, und beide wollen nicht mehr voneinander lassen."

PLATONISCHE LIEBE

"Nennt man diejenige, die sich zu der geliebten Person nicht durch Sinnenreiz hingezogen fühlt, sondern durch die Schönheit der Seele und des Charakters; platonisch heißt sie, weil Plato im "Gastmahl" sie von Pausanias also erklären läßt."

(Geflügelte Worte und Zitatenschatz von Georg Büchmann"

KABBALA

(Jüdische Geheimlehre – ursprünglich mündlich überliefert seit Moses, einige Wissenschafter vermuten seit Adam)

Auszug aus dem Buch DIE KABBALA von Papus. (Fourier Verlag Wiesbaden)

"Der Mensch kommt von Gott und kehrt zu ihm zurück. Doch müssen wir drei Hauptphasen auf diesem Wege unterscheiden:

  1. Den Ausgangspunkt;
  2. Den Endpunkt;
  3. Den Vorgang zwischen Ausgang und Ende.

1. Der Ausgangspunkt. – Die Kabbala lehrt die Emanationstheorie. (Die kabbalistische Ausstrahlungslehre oder Emanationstheorie ist philosophische Energielehre, metaphysische Dynamik, in der die Gottheit oder das Absolute als reines Sein zugleich höchste Energie ‚actus purus‘ ist). Ursprünglich ist der Mensch als reiner Geist aus Gott emaniert. Nach dem Ebenbilde Gottes inbezug auf geistige Kraft und Intelligenz (Chocma und Binah) d. h. als Positives und Negatives geschaffen, ist er auch zugleich männlich und weiblich, Adam-Eva, obwohl er doch ursprünglich e i n e i n z i g e s W e s e n bildet. Infolge des Sündenfalles vollzogen sich die folgenden beiden Erscheinungen:

  1. Die Teilung des einen einheitlichen Wesens in eine Reihe von individuellen androgynen Einzel-Wesen, Adam-Eva.
  2. Die Materialisierung (Bekleidung mit einem materiellen körper) und Zerteilung eines jeden dieser androgynen Wesen in zwei materielle und geschlechtlich getrennte Wesen, in Mann und Weib – das ist der irdische Zustand. Doch ist zu erwähnen, wie es auch das Tarot lehrt, daß jeder Mann und jedes Weib in sich ein Abbild ihrer ursprünglichen Einheitlichkeit bergen. Das Gehirn ist Adam, das Herz ist Eva in jedem von uns.

Es schließt eben die menschliche Natur auf allen Stufen ihrer Existenz die beiden Prinzipien in sich ein, aus deren Verbindung ein Mittelglied hervorgeht, wodurch die Trinität als Resultat, als vollkommenster Ausdruck erzeugt wird.

Der himmlische Adam (Adam Kadmon) und Adam Protoplast sind die Verbindung eines männlichen und weiblichen Prinzips. Dies mußte sein, damit daraus der irdische Mensch entstehen konnte, und diese Unterscheidung findet sowohl hinsichtlich des Körpers als auchder Seele, in ihrer höchsten Reinheit betrachtet, statt; der Zohar sagt:

‚Jede Form, in welcher man nicht ein männliches und ein weibliches Prinzip findet, ist keine obere und vollkommene Form. Der Heilige, gelobt sei er, schlägt seine Wohnung nur an einem Ort auf, wo diese beiden Prinzipien vollkommen vereinigt sind. Nur von hier und durch diese Vereinigung strömt der Segen herab, wie wir aus folgenden Worten ersehen: Er segnete sie und nannte ihren Namen Adam an dem Tag, an welchem er sie schuf, denn selbst der gegebene Name Mensch kann nur einem Mann und einer Frau werden, welche zu einem einzigen Wesen vereinigt sind.‘

Die Seele war ursprünglich so eng mit der höchsten Intelligenz verbunden, daß beide Hälften des menschlichen Wesens, in welchem alle Elemente unserer geistigen Natur zusammengefaßt sind, sich miteinander vereinigt befanden, bevor sie auf diese Welt kamen, um sich selbst zu erkennen und sich von neuem im Schoße der Gottheit zu vereinigen.

Dieser Gedanke ist nirgends so rein ausgedrückt als in folgendem Fragment:

‚Vor ihrer Herabkunft auf die Erde ist jede Seele und jeder Geist aus einem Mann und einer Frau zusammengesetzt, welche zu einem einzigen Wesen vereingt sind. Indem sie zur Erde herabsteigen, trennen sich beide Hälften und beseelen verschiedene Körper. Wenn aber die Zeit der Ehe gekommen ist, vereinigt der Heilige, gelobt sei er, welcher alle Seelen und alle Geister kennt, sie wie zuvor, und alsdann bilden sie wie vorher einen einzigen Körper und eine einzige Seele. Aber das sie verbindende Band entspricht den Werken des Menschen und den Wegen, welche er wandelte.

Wenn der Mensch rein war und fromm handelte, so wird er sich einer Vereinigung erfreuen, welche vollkommen jener gleicht, die seiner Geburt vorausging.‘

 

Scheint hier der Autor nicht von den Androgynen im "Gastmahl" des göttlichen Plato zu sprechen, deren Name in der uralten Tradition der Hebräer bekannt genug ist?!"

LUTHER-Bibel

(In der katholischen Übersetzung fehlen die Worte "Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber.")

"Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.*

*Wörtlich: ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d. h. die zu ihm paßt)....

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch.

Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist."

EMANUEL SWEDENBORG

Großes Universal Lexikon (Lingen Verlag Köln): "Swedenborg, Emanuel, eig. Svedberg, schwe. Naturphilosoph und Theosoph * Stockhom 29. 1. 1688, + London 29. 3. 1772.

Eine relig. Krise führte zu visionären Erlebnissen; wollte das Christentum erneuern, beschäftigte sich mit myst. Naturphilos.; sein Glaube an eine Verbindung mit der ‚Geisterwelt‘ beeinflußte die schwed. Literatur."

(Swedenborg beeinflußte vor allem Goethe und dessen Werke. Von der Kirche wurde Swedenborg als Narr abgetan, da sich seine Schauungen nicht mit den Dogmen deckten.

Von Helen Keller wird berichtet, daß sie die Lektüre der Swedenborg-Bücher als ihr größtes Glück empfand. Wie sein Nachfolger Jakob Lorber kam Swedenborg zur Erkenntnis, daß die Geistige also Innere Kirche, die von Jesus gegründete Kirche ist. Im weiteren, daß Gott nicht aus drei Personen besteht, sondern in Jesus alle drei Wesenheiten enthalten sind. Durch seine Schauungen in Jenseits erfuhr Swedenborg von der geteilten und wieder vereinten Seele.

 

Auszüge aus dem Buch:

DER MENSCH ALS MANN UND WEIB Sexualität und eheliche Liebe in der Schau Emanuel Swedenborg erläutert von Gerhard Gollwitzer (Swedenborg Verlag Zürich)

"Ich habe von Engeln gehört, daß sie wahrnahmen, wie die Wonnen der ehelichen Liebe bei ihnen erhöht und erfüllt werden, wenn sie von keuschen irdischen Ehegatten zu ihnen heraufsteigen. Auf die Frage, ob es sich so auch mit den letzten Freuden verhalte, antworteten sie leise: ‚Wie denn anders? Sind diese nicht jene in ihrer Fülle?‘ Ein Engel sagte: ‚Wir zwei sind Eins, ihr Leben ist in mir, mein Leben ist in ihr. Wir sind zwei Gestalten, aber Eine Seele. Unsere Vereinigung ist wie die der zwei Kammern in der Brust, dem Herzen und der Lunge: sie ist mein Herz, und ich bin ihre Lunge. Und weil wir hier unter Herz die Liebe und unter Lunge die Weisheit verstehen, so ist sie die Liebe meiner Weisheit, und ich bin die Weisheit ihrer Liebe, ihre Liebe umhüllt von außen her meine Weisheit, und meine Weisheit ist von innen her in ihrer Liebe‘. Da ward unsere Umgebung wie mit Gold überzogen, und ich fragte: ‚Woher kommt dies?‘ Er antwortete: ‚Vom flammenden Licht, das wie Gold glänzt und alles bestrahlt und durchdringt, während wir über die eheliche Liebe sprechen. Die Wärme aus unserer Sonne die in ihrem Wesen Liebe ist, entbidet sich dabei und färbt das Licht, das in seinem Wesen Wahrheit ist, mit ihrem Gold, und dies geschieht, weil die eheliche Liebe in ihrem Ursprung das Spiel der Weisheit und der Liebe ist. Von daher stammt auch das Ergötzliche dieses Spiels in der ehelichen Liebe und aus ihr das in unserer Liebe."

"Zuweilen bleiben frühere Verbindungen erhalten, zuweilen werden neue mit Gleichgesinnten geknüpft. Dies geschieht denen, die schon auf Erden eine liebevolle eheliche Verbindung ersehnt und vom Herrn erfleht hatten. Dann wird dem Mann eine für ihn passende Gattin, der Frau ein ebensolcher Gatte gegeben, denn in den Himmel können nur solche aufgenommen werden, die innerlich vereinigt sind oder wie in Eins vereinigt werden können. Dort werden zwei Ehegatten nicht zwei, sondern Ein Engel genannt.

Zwei echte Ehegatten werden durch den Tod des einen nicht wirklich getrennt, weil der Geist des Verstorbenen immerfort mit dem Geist des noch nicht Verstorbenen zusammenlebt bis zum Tod des anderen.

Dann kommen sie wieder ganz zusammen und vereinigen sich wieder völlig und lieben sich noch zärtlicher als vorher, weil sie in der geistigen Welt sind.

Die in wahrhaft ehelicher Liebe leben, fühlen sich schon im irdischen Dasein wie Ein vereinter Mensch oder wie ‚Ein Fleisch‘. Da es heutzutage auf Erden nur wenig wahrhaft eheliche Liebe gibt, und da hier die Ehegatten zudem mit einem so groben körper umhüllt sind, daß das Gefühl dafür, Ein vereinigter Mensch oder Ein Fleisch zu sein, absorbiert wird und abstumpft, endlich da die, welche ihre Ehepartner nur äußerlich und nicht innerlich lieben, nichts davon hören wollen, kann dies leichter als aus dem Munde eines Erdenbewohners aus dem eines Himmelsbewohners bestätigt werden:

Solche, die schon Äonen hindurch mit ihren Ehegatten gelebt haben, versicherten, daß sie sich in dieser Weise, als Ein Mensch, vereingt fühlen, der Mann mit seiner Frau, die Frau mit ihrem Mann, gegenseitig und wechselseitig. Sie wurden Ein Mensch gemäß dem Wachstum der ehelichen Liebe und werden als Ehegatten Zwei, nämlich Ehemann und Ehefrau, genannt, Einer aber, wenn man vom Engel spricht....."

"Da die Verbindungsfähigkeit und –sehnsucht von Mann und Frau inwendig in allem einzelnen des Mannes und allem einzelnen der Frau liegt, bleibt die gegenseitige und wechselseitige Liebe der Geschlechter im Menschen auch nach seinem Tod. Und da auch im anderen Leben der Mann Mann und das Weib Weib ist und bleibt und beiden die Neigung zur Vereinigung eingeboren ist und bleibt, suchen sie auch hier einen ähnlichen Umgang wie auf Erden.

Im Himmel ist die eheliche Liebe nun rein, keusch und heilig, und daher ist die Vereinigung inniger und vollkommener, erfreulicher und beglückender.

In den himmlischen Ehen findet auch Fortpflanzung statt, aber nicht von Kindern, sondern geistige Fortpflanzung, nämlich von Neigungen und Gedanken. Die beiden Ehegatten werden durch die letzten ehelichen Freuden und Genüsse mehr und mehr zur Ehe des Guten und Wahren vereinigt, und Neigungen und Weisheiten sind die Kinder, die daraus hervorgehen. Zudem werden die Gatten infolge des fortwährenden Einfließens neuer Kräfte verjüngt und erleuchtet. Im Greisenalter gestorbene Menschen kehren in den Frühling ihres Lebens und in die Kräfte jenes Alters zurück und bleiben so in Ewigkeit.

Alle wahrhaft ehelichen Ehen werden vom Herrn eingeleitet und geschlossen. Die göttliche Vorsehung geht bis ins Allereinzelste und ist allumfassend in bezug auf die Ehen und in den Ehen. Alles Angenehme des Himmels quillt aus dem Angenehmen der ehelichen Liebe wie erfrischendes Wasseer aus der Quelle. Immerzu wird dafür gesorgt, daß eheliche Paare geboren werden, und sie werden unter der Leitung des Herrn beständig für die Ehe erzogen, ohne daß der Knabe oder das Mädchen davon weiß. Herangewachsen finden sich Jünglin und Mädchen wie durch geheime Führung irgendwo zusammen und erkennen sogleich, wie aus Instinkt, daß sie einander innerlich gleichen. Sie denken, als wenn es ihnen eine innere Stimme sagte: "Dies ist die meinige! Dies ist der meinige!" Und wenn sie in ihren Gemütern einige Zeit damit umgegangen sind, gestehen sie es einander und gehen auf die Ehe zu.

Man sag, dies geschehe schicksalhaft oder durch Instinkt oder Eingebung und meint damit eine geheime Führung, und so ist es auch: der Herr schließt die inneren Ähnlichkeiten auf, sodaß sie einander sehen und erkennen. Doch Er sieht solches auch für irdisch Ehelose, die nach der wahrhaft ehelichen Liebe und einem wahrhaft ehelichen Partner verlangen, vor und sorgt dafür, daß sie in der anderen Welt einen ihnen innerlich ähnlichen Menschen finden. Glückliche Ehen werden für sie vorgesehen, in die sie aber erst, wenn sie im Himmel sind, eintreten.

 

JAKOB LORBER

(1800-1864) Bedeutendster Seher seit biblischen Zeiten. Gebürtig aus der Südsteiermark. Nach seiner Audition im März 1940 verfaßte der schlichte Musiklehrer von mittlerer Schulbildung insgesamt 25 Bände durch das "Innere Wort", die als neue Offenbarung des Gottesgeistes der Menschheit ein klares, vertieftes Wissen um das Woher, Wohin und Warum seines Daseins schenkten. Hauptwerk ist das zehnbändige "Große Evangelium Johannes", das eine die biblischen Evangelien ums Vielfache ergänzende Darstellung der drei Lehrjahre Christi enthält. Damit wurde die aus den Handlungen und Lehrgesprächen von Jesus hervorgegangene Urlehre des Christentums – die durch Zeit und Übersetzungen mannigfaltig verändert und entstellt worden war – aufs neue wiedergeoffenbart. Jakob Lorber empfand sich als "Schreibknecht Gottes" und führte das von ihm vernehmlich gehörte Diktat auf Jesus Christus zurück.

Auszüge:

"In allem liegt der ewige Drang der Vereinigung oder das stete Anziehen des Gleichgesinnten. Ja selbst die scheinbar leblose Materie hat Angleichungsgesetze. Ich als die höchste Liebe bin die Macht, die alles zusammenhält und den Menschen Mir und seinem ergänzenden Geiste näher führt. Und so soll und wird die Geistergemeinschaft werden, welche, weit über dieses kurze Erdenwanderleben hinaus, erst dort vollkommen wird, wo kein fester, materieller Körper die Schwingen der Seele mehr hemmt, sondern jedes Meiner Kinder, vereint mit dem geliebten Ergänzungsgeiste, Meinen Gesetzen gemäß Mir in unendlicher Liebe wieder zurückgibt, was Ich in sie hineingelegt habe."

"Auf einer gewisen Stufe der Entwicklung trennt Gott eines jeden Urgeistes männlich-positiven und weiblich-negativen Wesensteil und schickt sie auf gesonderten Lebenswegen in die Welt, um auf den verschiedenen Stufen des materiellen Naturlebens eine Seele aus dem Gerichte der Materie zu erlösen und durch Demut und Liebe zur Vollendung zu führen.

Eines Tages werden sich nach Gottes Ratschluß in einem bestimmten Zeitpunkt der Reife, sei es im Diesseits oder im Jenseits, diese beiden ursprünglich zusammengehörigen Hälften wiederfinden dürfen, bereichert durch die mit heiliger Engelsliebe erlösten und zur himmlischen Vollkommenheit geläuterten Seelenelemente.

Mit tiefem, aus dem Innersten des Herzens quellendem Empfinden werden sie sich als zusammengehörig erkennen.

Und solch ein auf der Liebe von Geist zu Geist begründeter Bund ist dann, wenn die Gatten in ihrem Fühlen und Streben auch seelisch vollkommen eins geworden sind, wiederum wie im Uranfange eine vollkommenste Ehe der Himmel Gottes."

(Aus KINDHEIT UND JUGEND JESU)

Auszug der Rede an Cyrenius und Tullia:

"Ich bin nicht ein Herr dessen, was der Welt ist; daher seid ihr von Mir aus in allem Weltlichen frei!

Habt ihr euch aber schon beim ersten Anblicke laut dieses lebendigen Gesetzes erkannt und verbunden, da sollet ihr euch nicht mehr trennen, so ihr nicht sündigen wollet vor Mir! Ich halte aber kein weltlich Eheband für gültig, sondern allein das des Herzens; wer dieses bricht, der ist ein wahrhaftiger Ehebrecher vor Mir!

Du, Mein Cyrenius, hast zu dieser Tochter dein Herz gar mächtig gefaßt; daher sollst du es nicht mehr abwenden von ihr!

Und du, Tochter, aber warst beim ersten Anblicke brennend schon in deinem Herzen zum Cyrenius, darum bist du schon sein Weib vor Mir und brauchst nicht erst eines zu werden!

Denn bei Mir gilt nicht äußerer Rat oder Widerrat, sondern allein der Rat eurer Herzen ist bei Mir gültig.

Bleibt sonach diesem für ewig getreu, wollt ihr nicht zu wahrhaftigen Ehebrechern werden vor Mir!...."

(Während der drei Lehrjahre von Jesus wird im Großen Evangelium von mehreren Paaren berichtet, die Jesus zusammen führte und die offensichtlich Duale waren. Vielleicht findet jemand die entsprechenden Texte).

Auszüge aus den Jenseits-Werken:

"Nur Ehen, die allein Mich zum Grunde haben, werden ewig bestehen, weil ihr Grund ein ewiger ist."

"An dem Weibe wird du dich erproben und festen nach und nach für die bleibende Glut der mächtigsten Liebe zu Mir. Denn für jetzt ist die Zeit noch nicht da, in der die Menschen mit Mir auch ohne ein Weib in die vollkommenste Ehe treten können. Und so ist es jetzt noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und also auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir."

"Der Kuß der wahren Liebe ist das Erkennen zweier Seelen, daß sie füreinander geschaffen sind.

Wer will dieses beschreiben?! Dieser Kuß ist aus der Heimat der Engel. Er ist ein schwaches Abbild vom Zusammenschmelzen zweier Seelen drüben. Auf Erden ist er das einzige Symbol der großen Liebe Gottes. Wo die Lippe als Sprachwerkzeug versagt, da leiht ihr die Liebe noch den letzten, den höchsten Ausdruck der Berührung des anderen Wesens, dem es sein ganzes Ich, seine ganze Seele geben möchte. Und so ist es der reine Kuß wahrer Liebe, worin körperliche Mitteilung ihr Ende hat und die geistige ihren Anfang nimmt."

"Du wirst erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch schöner und vollkommener! Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weibe, mit dem du stets weiser und seliger werden wirst."

"Das himmlische Weib, das Ich dir hier geben werde, liebe also wie dich selbst! Sei eins mit ihr, auf daß du mit ihr darstellest einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen Wahren, Himmlischen und Liebtätigkeitsguten. – In diesem Weibe wirst du fühlen die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in dir, und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir völlig eins werdet."

(Habe diese Auszüge früher einmal gesammelt und leider versäumt die Quellenangabe dazu zu schreiben. Möglicherweise stammen alle Texte aus den Jenseitswerken?)

GOTTFRIED MAYERHOFER

Nach Jakob Lorber, dem gottbegnadeten, steirischen Mystiker des 19. Jhdts., war Gottfried Mayerhofer in Triest einer der ersten, die das "Innere Wort" in sich vernahmen und das Gehörte für ihre Mit- und Nachwelt niederschrieben.

In dem Werk PREDIGTEN DES HERRN (Jakob Lorber Verlag) bezieht sich Jesus auf die Hochzeit zu Kana.

Auszüge:

"...Eine Hochzeit ist zwar ein schon oft dagewesener und sich stets wiederholender Akt. Er wird aber, obwohl viel Geistiges in ihm verborgen ist, von den meisten Menschen nur materiell verstanden und begangen.

Wenn es nur eine solche Hochzeit gewesen wäre, so würde man Mich dort nicht gefunden haben....."

"Um bei der Hochzeit zu Kana wieder anzuknüpfen, muß Ich vorausschicken, was eine Hochzeit eigentlich ist, wie sie bei euch gefeiert wird, und wie Ich sie gefeiert haben möchte, damit ihr später die geistige Bedeutung derselben inbezug auf die ganze Menschheit erkennen möget, indem die Verbindung zweier Menschen, in der Entsprechung, auch für die ganze Menschheit ihre tiefe Bedeutung hat.

Eine Hochzeit ist der Abschluß eines vorhergegangenen Übereinkommens zweier Menschen verschiedenen Geschlechts, welche, durch Sympathie angezogen, dem Drang ihrer Seele nachgeben und gesonnen sind, diese einmal angefangene geistige Verbindung während ihrer Lebensdauer nicht mehr aufzugeben, sondern, stets mehr eins miteinander werdend, Freud und Leid gemeinsam zu tragen. So wird, infolge dieser gleichen Gesinnung, durch einen gesetzlichen Akt die Ehe geschlossen, in der die einzelne Individualität eigentlich aufhört, und ein gemeinsames Leben, das Leben der Familie, vorgezogen wird.

Solch ein Akt zweier Seelen, die sich erkannt haben, und ihre dauernde Verbindung sollten nicht nur für dieses kurze Erdenleben, sondern auch für das jenseitige Leben gelten, wo beide durch das Streben nach gleichem Ziele sich stets mehr und mehr vereinigen und am Ende – wie ihr sagt – ‚ein Herz und ein Sinn‘ werden sollen."

 

 

 

 

 

 

Sammlung von Texten über Dual-Seelen

PLATONS GASTMAHL

"Mich dünkt", sprach Zeus im Rat der Götter, "ich habe ein Mittel, daß es weiterhin Menschen gibt, aber sie schwächt, damit sie von ihrem wüsten Wesen ablassen. Ich schneide jeden mitten durch."

Sprach’s und schnitt die Menschen, die Mann und Weib in einem Körper waren, so der Länge nach durch, wie man Birnen zum Einlegen durchschneidet. Als nun das ursprüngliche Wesen entzweigeschnitten war, ging jede Hälfte voller Sehnsucht nach ihrem Gegenstück auf die Suche.

Sie umschlangen sich mit den Armen und verflochten sich miteinander im Verlangen zusammenzuwachsen. Sehnsucht und Drang, ein Ganzes zu sein, heißt Eros.

Die eigentliche Botschaft von Genesis 4,25 vermittelt uns Platon, der dem Aristophanes im Gastmahl die folgenden Worte in bezug auf das Wiedererkennen zweier Dualseelen in den Mund legt:

"Wenn nun einer von diesen oder jenen anderen seiner eigenen Hälfte zum ersten Mal begegnet, da werden er und der andere wundersam von Freundschaft, Heimlichkeit und Liebe bewegt, und beide wollen nicht mehr voneinander lassen."

PLATONISCHE LIEBE

"Nennt man diejenige, die sich zu der geliebten Person nicht durch Sinnenreiz hingezogen fühlt, sondern durch die Schönheit der Seele und des Charakters; platonisch heißt sie, weil Plato im "Gastmahl" sie von Pausanias also erklären läßt."

(Geflügelte Worte und Zitatenschatz von Georg Büchmann"

KABBALA

(Jüdische Geheimlehre – ursprünglich mündlich überliefert seit Moses, einige Wissenschafter vermuten seit Adam)

Auszug aus dem Buch DIE KABBALA von Papus. (Fourier Verlag Wiesbaden)

"Der Mensch kommt von Gott und kehrt zu ihm zurück. Doch müssen wir drei Hauptphasen auf diesem Wege unterscheiden:

  1. Den Ausgangspunkt;
  2. Den Endpunkt;
  3. Den Vorgang zwischen Ausgang und Ende.

1. Der Ausgangspunkt. – Die Kabbala lehrt die Emanationstheorie. (Die kabbalistische Ausstrahlungslehre oder Emanationstheorie ist philosophische Energielehre, metaphysische Dynamik, in der die Gottheit oder das Absolute als reines Sein zugleich höchste Energie ‚actus purus‘ ist). Ursprünglich ist der Mensch als reiner Geist aus Gott emaniert. Nach dem Ebenbilde Gottes inbezug auf geistige Kraft und Intelligenz (Chocma und Binah) d. h. als Positives und Negatives geschaffen, ist er auch zugleich männlich und weiblich, Adam-Eva, obwohl er doch ursprünglich e i n e i n z i g e s W e s e n bildet. Infolge des Sündenfalles vollzogen sich die folgenden beiden Erscheinungen:

  1. Die Teilung des einen einheitlichen Wesens in eine Reihe von individuellen androgynen Einzel-Wesen, Adam-Eva.
  2. Die Materialisierung (Bekleidung mit einem materiellen körper) und Zerteilung eines jeden dieser androgynen Wesen in zwei materielle und geschlechtlich getrennte Wesen, in Mann und Weib – das ist der irdische Zustand. Doch ist zu erwähnen, wie es auch das Tarot lehrt, daß jeder Mann und jedes Weib in sich ein Abbild ihrer ursprünglichen Einheitlichkeit bergen. Das Gehirn ist Adam, das Herz ist Eva in jedem von uns.

Es schließt eben die menschliche Natur auf allen Stufen ihrer Existenz die beiden Prinzipien in sich ein, aus deren Verbindung ein Mittelglied hervorgeht, wodurch die Trinität als Resultat, als vollkommenster Ausdruck erzeugt wird.

Der himmlische Adam (Adam Kadmon) und Adam Protoplast sind die Verbindung eines männlichen und weiblichen Prinzips. Dies mußte sein, damit daraus der irdische Mensch entstehen konnte, und diese Unterscheidung findet sowohl hinsichtlich des Körpers als auchder Seele, in ihrer höchsten Reinheit betrachtet, statt; der Zohar sagt:

‚Jede Form, in welcher man nicht ein männliches und ein weibliches Prinzip findet, ist keine obere und vollkommene Form. Der Heilige, gelobt sei er, schlägt seine Wohnung nur an einem Ort auf, wo diese beiden Prinzipien vollkommen vereinigt sind. Nur von hier und durch diese Vereinigung strömt der Segen herab, wie wir aus folgenden Worten ersehen: Er segnete sie und nannte ihren Namen Adam an dem Tag, an welchem er sie schuf, denn selbst der gegebene Name Mensch kann nur einem Mann und einer Frau werden, welche zu einem einzigen Wesen vereinigt sind.‘

Die Seele war ursprünglich so eng mit der höchsten Intelligenz verbunden, daß beide Hälften des menschlichen Wesens, in welchem alle Elemente unserer geistigen Natur zusammengefaßt sind, sich miteinander vereinigt befanden, bevor sie auf diese Welt kamen, um sich selbst zu erkennen und sich von neuem im Schoße der Gottheit zu vereinigen.

Dieser Gedanke ist nirgends so rein ausgedrückt als in folgendem Fragment:

‚Vor ihrer Herabkunft auf die Erde ist jede Seele und jeder Geist aus einem Mann und einer Frau zusammengesetzt, welche zu einem einzigen Wesen vereingt sind. Indem sie zur Erde herabsteigen, trennen sich beide Hälften und beseelen verschiedene Körper. Wenn aber die Zeit der Ehe gekommen ist, vereinigt der Heilige, gelobt sei er, welcher alle Seelen und alle Geister kennt, sie wie zuvor, und alsdann bilden sie wie vorher einen einzigen Körper und eine einzige Seele. Aber das sie verbindende Band entspricht den Werken des Menschen und den Wegen, welche er wandelte.

Wenn der Mensch rein war und fromm handelte, so wird er sich einer Vereinigung erfreuen, welche vollkommen jener gleicht, die seiner Geburt vorausging.‘

Scheint hier der Autor nicht von den Androgynen im "Gastmahl" des göttlichen Plato zu sprechen, deren Name in der uralten Tradition der Hebräer bekannt genug ist?!"

LUTHER-Bibel

(In der katholischen Übersetzung fehlen die Worte "Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber.")

"Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.*

*Wörtlich: ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d. h. die zu ihm paßt)....

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch.

Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist."

EMANUEL SWEDENBORG

Großes Universal Lexikon (Lingen Verlag Köln): "Swedenborg, Emanuel, eig. Svedberg, schwe. Naturphilosoph und Theosoph * Stockhom 29. 1. 1688, + London 29. 3. 1772.

Eine relig. Krise führte zu visionären Erlebnissen; wollte das Christentum erneuern, beschäftigte sich mit myst. Naturphilos.; sein Glaube an eine Verbindung mit der ‚Geisterwelt‘ beeinflußte die schwed. Literatur."

(Swedenborg beeinflußte vor allem Goethe und dessen Werke. Von der Kirche wurde Swedenborg als Narr abgetan, da sich seine Schauungen nicht mit den Dogmen deckten.

Von Helen Keller wird berichtet, daß sie die Lektüre der Swedenborg-Bücher als ihr größtes Glück empfand. Wie sein Nachfolger Jakob Lorber kam Swedenborg zur Erkenntnis, daß die Geistige also Innere Kirche, die von Jesus gegründete Kirche ist. Im weiteren, daß Gott nicht aus drei Personen besteht, sondern in Jesus alle drei Wesenheiten enthalten sind. Durch seine Schauungen in Jenseits erfuhr Swedenborg von der geteilten und wieder vereinten Seele.

Auszüge aus dem Buch:

DER MENSCH ALS MANN UND WEIB Sexualität und eheliche Liebe in der Schau Emanuel Swedenborg erläutert von Gerhard Gollwitzer (Swedenborg Verlag Zürich)

"Ich habe von Engeln gehört, daß sie wahrnahmen, wie die Wonnen der ehelichen Liebe bei ihnen erhöht und erfüllt werden, wenn sie von keuschen irdischen Ehegatten zu ihnen heraufsteigen. Auf die Frage, ob es sich so auch mit den letzten Freuden verhalte, antworteten sie leise: ‚Wie denn anders? Sind diese nicht jene in ihrer Fülle?‘ Ein Engel sagte: ‚Wir zwei sind Eins, ihr Leben ist in mir, mein Leben ist in ihr. Wir sind zwei Gestalten, aber Eine Seele. Unsere Vereinigung ist wie die der zwei Kammern in der Brust, dem Herzen und der Lunge: sie ist mein Herz, und ich bin ihre Lunge. Und weil wir hier unter Herz die Liebe und unter Lunge die Weisheit verstehen, so ist sie die Liebe meiner Weisheit, und ich bin die Weisheit ihrer Liebe, ihre Liebe umhüllt von außen her meine Weisheit, und meine Weisheit ist von innen her in ihrer Liebe‘. Da ward unsere Umgebung wie mit Gold überzogen, und ich fragte: ‚Woher kommt dies?‘ Er antwortete: ‚Vom flammenden Licht, das wie Gold glänzt und alles bestrahlt und durchdringt, während wir über die eheliche Liebe sprechen. Die Wärme aus unserer Sonne die in ihrem Wesen Liebe ist, entbidet sich dabei und färbt das Licht, das in seinem Wesen Wahrheit ist, mit ihrem Gold, und dies geschieht, weil die eheliche Liebe in ihrem Ursprung das Spiel der Weisheit und der Liebe ist. Von daher stammt auch das Ergötzliche dieses Spiels in der ehelichen Liebe und aus ihr das in unserer Liebe."

"Zuweilen bleiben frühere Verbindungen erhalten, zuweilen werden neue mit Gleichgesinnten geknüpft. Dies geschieht denen, die schon auf Erden eine liebevolle eheliche Verbindung ersehnt und vom Herrn erfleht hatten. Dann wird dem Mann eine für ihn passende Gattin, der Frau ein ebensolcher Gatte gegeben, denn in den Himmel können nur solche aufgenommen werden, die innerlich vereinigt sind oder wie in Eins vereinigt werden können. Dort werden zwei Ehegatten nicht zwei, sondern Ein Engel genannt.

Zwei echte Ehegatten werden durch den Tod des einen nicht wirklich getrennt, weil der Geist des Verstorbenen immerfort mit dem Geist des noch nicht Verstorbenen zusammenlebt bis zum Tod des anderen.

Dann kommen sie wieder ganz zusammen und vereinigen sich wieder völlig und lieben sich noch zärtlicher als vorher, weil sie in der geistigen Welt sind.

Die in wahrhaft ehelicher Liebe leben, fühlen sich schon im irdischen Dasein wie Ein vereinter Mensch oder wie ‚Ein Fleisch‘. Da es heutzutage auf Erden nur wenig wahrhaft eheliche Liebe gibt, und da hier die Ehegatten zudem mit einem so groben körper umhüllt sind, daß das Gefühl dafür, Ein vereinigter Mensch oder Ein Fleisch zu sein, absorbiert wird und abstumpft, endlich da die, welche ihre Ehepartner nur äußerlich und nicht innerlich lieben, nichts davon hören wollen, kann dies leichter als aus dem Munde eines Erdenbewohners aus dem eines Himmelsbewohners bestätigt werden:

Solche, die schon Äonen hindurch mit ihren Ehegatten gelebt haben, versicherten, daß sie sich in dieser Weise, als Ein Mensch, vereingt fühlen, der Mann mit seiner Frau, die Frau mit ihrem Mann, gegenseitig und wechselseitig. Sie wurden Ein Mensch gemäß dem Wachstum der ehelichen Liebe und werden als Ehegatten Zwei, nämlich Ehemann und Ehefrau, genannt, Einer aber, wenn man vom Engel spricht....."

"Da die Verbindungsfähigkeit und –sehnsucht von Mann und Frau inwendig in allem einzelnen des Mannes und allem einzelnen der Frau liegt, bleibt die gegenseitige und wechselseitige Liebe der Geschlechter im Menschen auch nach seinem Tod. Und da auch im anderen Leben der Mann Mann und das Weib Weib ist und bleibt und beiden die Neigung zur Vereinigung eingeboren ist und bleibt, suchen sie auch hier einen ähnlichen Umgang wie auf Erden.

Im Himmel ist die eheliche Liebe nun rein, keusch und heilig, und daher ist die Vereinigung inniger und vollkommener, erfreulicher und beglückender.

In den himmlischen Ehen findet auch Fortpflanzung statt, aber nicht von Kindern, sondern geistige Fortpflanzung, nämlich von Neigungen und Gedanken. Die beiden Ehegatten werden durch die letzten ehelichen Freuden und Genüsse mehr und mehr zur Ehe des Guten und Wahren vereinigt, und Neigungen und Weisheiten sind die Kinder, die daraus hervorgehen. Zudem werden die Gatten infolge des fortwährenden Einfließens neuer Kräfte verjüngt und erleuchtet. Im Greisenalter gestorbene Menschen kehren in den Frühling ihres Lebens und in die Kräfte jenes Alters zurück und bleiben so in Ewigkeit.

Alle wahrhaft ehelichen Ehen werden vom Herrn eingeleitet und geschlossen. Die göttliche Vorsehung geht bis ins Allereinzelste und ist allumfassend in bezug auf die Ehen und in den Ehen. Alles Angenehme des Himmels quillt aus dem Angenehmen der ehelichen Liebe wie erfrischendes Wasseer aus der Quelle. Immerzu wird dafür gesorgt, daß eheliche Paare geboren werden, und sie werden unter der Leitung des Herrn beständig für die Ehe erzogen, ohne daß der Knabe oder das Mädchen davon weiß. Herangewachsen finden sich Jünglin und Mädchen wie durch geheime Führung irgendwo zusammen und erkennen sogleich, wie aus Instinkt, daß sie einander innerlich gleichen. Sie denken, als wenn es ihnen eine innere Stimme sagte: "Dies ist die meinige! Dies ist der meinige!" Und wenn sie in ihren Gemütern einige Zeit damit umgegangen sind, gestehen sie es einander und gehen auf die Ehe zu.

Man sag, dies geschehe schicksalhaft oder durch Instinkt oder Eingebung und meint damit eine geheime Führung, und so ist es auch: der Herr schließt die inneren Ähnlichkeiten auf, sodaß sie einander sehen und erkennen. Doch Er sieht solches auch für irdisch Ehelose, die nach der wahrhaft ehelichen Liebe und einem wahrhaft ehelichen Partner verlangen, vor und sorgt dafür, daß sie in der anderen Welt einen ihnen innerlich ähnlichen Menschen finden. Glückliche Ehen werden für sie vorgesehen, in die sie aber erst, wenn sie im Himmel sind, eintreten.

 

JAKOB LORBER

(1800-1864) Bedeutendster Seher seit biblischen Zeiten. Gebürtig aus der Südsteiermark. Nach seiner Audition im März 1940 verfaßte der schlichte Musiklehrer von mittlerer Schulbildung insgesamt 25 Bände durch das "Innere Wort", die als neue Offenbarung des Gottesgeistes der Menschheit ein klares, vertieftes Wissen um das Woher, Wohin und Warum seines Daseins schenkten. Hauptwerk ist das zehnbändige "Große Evangelium Johannes", das eine die biblischen Evangelien ums Vielfache ergänzende Darstellung der drei Lehrjahre Christi enthält. Damit wurde die aus den Handlungen und Lehrgesprächen von Jesus hervorgegangene Urlehre des Christentums – die durch Zeit und Übersetzungen mannigfaltig verändert und entstellt worden war – aufs neue wiedergeoffenbart. Jakob Lorber empfand sich als "Schreibknecht Gottes" und führte das von ihm vernehmlich gehörte Diktat auf Jesus Christus zurück.

Auszüge:

"In allem liegt der ewige Drang der Vereinigung oder das stete Anziehen des Gleichgesinnten. Ja selbst die scheinbar leblose Materie hat Angleichungsgesetze. Ich als die höchste Liebe bin die Macht, die alles zusammenhält und den Menschen Mir und seinem ergänzenden Geiste näher führt. Und so soll und wird die Geistergemeinschaft werden, welche, weit über dieses kurze Erdenwanderleben hinaus, erst dort vollkommen wird, wo kein fester, materieller Körper die Schwingen der Seele mehr hemmt, sondern jedes Meiner Kinder, vereint mit dem geliebten Ergänzungsgeiste, Meinen Gesetzen gemäß Mir in unendlicher Liebe wieder zurückgibt, was Ich in sie hineingelegt habe."

"Auf einer gewisen Stufe der Entwicklung trennt Gott eines jeden Urgeistes männlich-positiven und weiblich-negativen Wesensteil und schickt sie auf gesonderten Lebenswegen in die Welt, um auf den verschiedenen Stufen des materiellen Naturlebens eine Seele aus dem Gerichte der Materie zu erlösen und durch Demut und Liebe zur Vollendung zu führen.

Eines Tages werden sich nach Gottes Ratschluß in einem bestimmten Zeitpunkt der Reife, sei es im Diesseits oder im Jenseits, diese beiden ursprünglich zusammengehörigen Hälften wiederfinden dürfen, bereichert durch die mit heiliger Engelsliebe erlösten und zur himmlischen Vollkommenheit geläuterten Seelenelemente.

Mit tiefem, aus dem Innersten des Herzens quellendem Empfinden werden sie sich als zusammengehörig erkennen.

Und solch ein auf der Liebe von Geist zu Geist begründeter Bund ist dann, wenn die Gatten in ihrem Fühlen und Streben auch seelisch vollkommen eins geworden sind, wiederum wie im Uranfange eine vollkommenste Ehe der Himmel Gottes."

(Aus KINDHEIT UND JUGEND JESU)

Auszug der Rede an Cyrenius und Tullia:

"Ich bin nicht ein Herr dessen, was der Welt ist; daher seid ihr von Mir aus in allem Weltlichen frei!

Habt ihr euch aber schon beim ersten Anblicke laut dieses lebendigen Gesetzes erkannt und verbunden, da sollet ihr euch nicht mehr trennen, so ihr nicht sündigen wollet vor Mir! Ich halte aber kein weltlich Eheband für gültig, sondern allein das des Herzens; wer dieses bricht, der ist ein wahrhaftiger Ehebrecher vor Mir!

Du, Mein Cyrenius, hast zu dieser Tochter dein Herz gar mächtig gefaßt; daher sollst du es nicht mehr abwenden von ihr!

Und du, Tochter, aber warst beim ersten Anblicke brennend schon in deinem Herzen zum Cyrenius, darum bist du schon sein Weib vor Mir und brauchst nicht erst eines zu werden!

Denn bei Mir gilt nicht äußerer Rat oder Widerrat, sondern allein der Rat eurer Herzen ist bei Mir gültig.

Bleibt sonach diesem für ewig getreu, wollt ihr nicht zu wahrhaftigen Ehebrechern werden vor Mir!...."

(Während der drei Lehrjahre von Jesus wird im Großen Evangelium von mehreren Paaren berichtet, die Jesus zusammen führte und die offensichtlich Duale waren. Vielleicht findet jemand die entsprechenden Texte).

Auszüge aus den Jenseits-Werken:

"Nur Ehen, die allein Mich zum Grunde haben, werden ewig bestehen, weil ihr Grund ein ewiger ist."

"An dem Weibe wird du dich erproben und festen nach und nach für die bleibende Glut der mächtigsten Liebe zu Mir. Denn für jetzt ist die Zeit noch nicht da, in der die Menschen mit Mir auch ohne ein Weib in die vollkommenste Ehe treten können. Und so ist es jetzt noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und also auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir."

"Der Kuß der wahren Liebe ist das Erkennen zweier Seelen, daß sie füreinander geschaffen sind.

Wer will dieses beschreiben?! Dieser Kuß ist aus der Heimat der Engel. Er ist ein schwaches Abbild vom Zusammenschmelzen zweier Seelen drüben. Auf Erden ist er das einzige Symbol der großen Liebe Gottes. Wo die Lippe als Sprachwerkzeug versagt, da leiht ihr die Liebe noch den letzten, den höchsten Ausdruck der Berührung des anderen Wesens, dem es sein ganzes Ich, seine ganze Seele geben möchte. Und so ist es der reine Kuß wahrer Liebe, worin körperliche Mitteilung ihr Ende hat und die geistige ihren Anfang nimmt."

"Du wirst erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch schöner und vollkommener! Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weibe, mit dem du stets weiser und seliger werden wirst."

"Das himmlische Weib, das Ich dir hier geben werde, liebe also wie dich selbst! Sei eins mit ihr, auf daß du mit ihr darstellest einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen Wahren, Himmlischen und Liebtätigkeitsguten. – In diesem Weibe wirst du fühlen die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in dir, und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir völlig eins werdet."

(Habe diese Auszüge früher einmal gesammelt und leider versäumt die Quellenangabe dazu zu schreiben. Möglicherweise stammen alle Texte aus den Jenseitswerken?)

GOTTFRIED MAYERHOFER

Nach Jakob Lorber, dem gottbegnadeten, steirischen Mystiker des 19. Jhdts., war Gottfried Mayerhofer in Triest einer der ersten, die das "Innere Wort" in sich vernahmen und das Gehörte für ihre Mit- und Nachwelt niederschrieben.

In dem Werk PREDIGTEN DES HERRN (Jakob Lorber Verlag) bezieht sich Jesus auf die Hochzeit zu Kana.

Auszüge:

"...Eine Hochzeit ist zwar ein schon oft dagewesener und sich stets wiederholender Akt. Er wird aber, obwohl viel Geistiges in ihm verborgen ist, von den meisten Menschen nur materiell verstanden und begangen.

Wenn es nur eine solche Hochzeit gewesen wäre, so würde man Mich dort nicht gefunden haben....."

"Um bei der Hochzeit zu Kana wieder anzuknüpfen, muß Ich vorausschicken, was eine Hochzeit eigentlich ist, wie sie bei euch gefeiert wird, und wie Ich sie gefeiert haben möchte, damit ihr später die geistige Bedeutung derselben inbezug auf die ganze Menschheit erkennen möget, indem die Verbindung zweier Menschen, in der Entsprechung, auch für die ganze Menschheit ihre tiefe Bedeutung hat.

Eine Hochzeit ist der Abschluß eines vorhergegangenen Übereinkommens zweier Menschen verschiedenen Geschlechts, welche, durch Sympathie angezogen, dem Drang ihrer Seele nachgeben und gesonnen sind, diese einmal angefangene geistige Verbindung während ihrer Lebensdauer nicht mehr aufzugeben, sondern, stets mehr eins miteinander werdend, Freud und Leid gemeinsam zu tragen. So wird, infolge dieser gleichen Gesinnung, durch einen gesetzlichen Akt die Ehe geschlossen, in der die einzelne Individualität eigentlich aufhört, und ein gemeinsames Leben, das Leben der Familie, vorgezogen wird.

Solch ein Akt zweier Seelen, die sich erkannt haben, und ihre dauernde Verbindung sollten nicht nur für dieses kurze Erdenleben, sondern auch für das jenseitige Leben gelten, wo beide durch das Streben nach gleichem Ziele sich stets mehr und mehr vereinigen und am Ende – wie ihr sagt – ‚ein Herz und ein Sinn‘ werden sollen."

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Von: MfG [myrta
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 07:06
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !

Wichtigkeit: Hoch
Dear Lorberfriends,

Mein Neubannungs- Beitrag, den ich für die Bertha Dudde -Liste schrieb, wurde von mir versehentlich in diese Liste gesendet. Nach dem ich den Fehler bemerkte, habe ich den Artikel im Freundeskreis-Lorberkiste  sofort ausgelöscht. Da können schon mal Fehler unterlaufen, wenn man mehreren Gruppen angehört, nicht wahr? Ich bitte den Hans daher um Entschuldigung.

Hans schrieb:
So wie Gott in sich aus zwei Wesen besteht, so wird auch der vollendete Mensch aus zwei Wesen bestehen, die unzertrennbar zusammengehören und doch zwei sind: Mann und Frau. Da wären wir wieder beim Dual. Ob aber ein Mensch seinen Dualpartner erst im Himmel von Gott erhält oder schon immer einen hat, bloß getrennt wurde von ihm, das ist eine Frage, die mir mein Verstand nicht lösen kann, und die auch bei Lorber nicht eindeutig beantwortet wird. Wir sprachen schon oft darüber. Für beide Annahmen gibt es Hinweise. Doch scheint es nicht wichtig für uns zu sein, dies schon vor der Zeit zu erfahren. Aber reizvoll ist der Gedanke schon.

Die Liebe und nur die Liebe allein, kann Gott erkennen nicht der kalte Verstand. So auch nur die Liebe allein kann das Dual erkennen nie der Verstand. Der Verstand ist nimmer fähig das Dual zuerkennen nur das Herz. Der Verstand zweifelt immer, darum können wir Gott nur mit dem Herzen wahrnehmen. Wenn wir im Geiste, zumindest halb, wiedergeboren sind, ist unser Herz so weit geläutert, das unser Herz das wahre Dual  auch erkennt. Und dadurch bald ein vollkommener Mensch wird, vorher ist das nur schwer möglich.
 

Zu diesem Thema kann ich nur sagen, daß wir am Anfang- als Gott uns erschuf - wir vollkommen waren wie Gott, das Männliche und Weibliche in uns vereinigt.. Durch den Abfall, erstarrten die abgefallenen Geister in der Materie. Und für die Erlösung muessen sich diese Seelenpartikel durch das Mineralreich Planzenreich und Tierreich wieder sammeln.
Als die ersten Seelenpartikel soweit gereift waren oder sich gesammelt hatten für einen vollkommenen Menschen mit dem hinzugefügten Gottesfunken, entstand ein vollkommener Mensch, der Adam.

  (Aus Lebensblaetter I, von 1891) ( No. 58 Wegweiser ins New Salems Licht Teil II, F)
New Salems Verlag Bietigheim (Wuerttbg)

Wäre Adams Seele so geläutert gewesen, wie Gott die Seele geläutert haben will, so hätte er nicht fallen können, und eine Eva wäre niemals geschaffen worden. Durch seinen mit Gott vereinten Willen hätte er die Lebenskeime hinzustellen können, wie Gott es tut.
Gott wäre ihm dann Alles in Allem geblieben, und er von Gott stets empfangend und weiter gestaltend. Das genügte ihm aber auf die Dauer nicht, er wollte auch geben wie Gott, und ein anderes Wesen sollte es empfangen und ausgebären! Dieser Wunsch fing an, ihn zu beherrschen. Gott gab ihm, da Er sah, dass er von Ihm abgefallen, nach seinem Verlangen, damit er erkannte, wieviel er nun verloren hatte. Als Gott sich deshalb von ihm zurückzog, sagte er, dass er aus sich nicht erschaffen konnte, und er betrübte sich, dass er durch die Schlange in sich, die Eigenliebe, so tief gefallen war und aus einem Gottmenschen mit der ausstrahlenden Gotteskraft ein Tiermensch geworden war. Gott stellte deshalb das, was nun von dem Manne beherrscht und gedemütigt werden sollte, seine Eigenliebe, ihm als unzertrennliche Gefährtin an die Seite und band sie unter seinen Willen, weil die Eigenliebe nur durch Demütigung getilgt werden kann. Er schuf deshalb die Eigenliebe in der Fleischesform des Weibes. Diese hatte nun einen schweren Stand, sie ist der Sündenbock, um dessentwillen Adam fiel, noch ehe sie in die sichtbare Erscheinlichkeit getreten war. "Da sie aber vieles zu tragen bestimmt war, so gab Ich ihr ein Gemüt , weich und schmiegsam und stark im Dulden und Ertragen, auch formte Ich sie aus zarterem Stoff, dass sie schwächer sei als der Mann dem Körper nach. Dem Manne aber legte Ich die Liebe für das Schwache und Zarte, und dem Weibe die Liebe und das Starke und Rauhe in das Herz. So ist der Mann zwar Herr des Weibes, denn sie gehört zu ihm und ist ein Teil von seiner Seele, ausgeschieden von ihm für die Zeit der Läuterung und eingekleidet in einen eigenen Fleischleib, aber dennoch ihr zugetan. Und wenn ein Weib auch mehrere Männer gehabt hat auf Erden, weil sie sich wieder verheiratet hat aus mancherlei Gründen, so kann sie doch nur einen Mann wahrhaftig lieben, und zwar den, zu dessen Seele sie gehört, und dessen Seele sie einst ergänzen und vervollständigen muss; sie wird auch von keinem anderen Manne verstanden. Ich kann ihr daher auch keine selbständige Stellung geben in Meiner Schöpfung, so sehr die Frauen auch darnach trachten, ohne den Mann durch die Welt zu kommen. Den Lebensunterhalt können sie sich wohl zur Not erwerben, aber die Löse der Seele nimmer, denn die Eigenliebe kann nur durch Demütigung ausgetilgt werden.
Wenn sie aber den Mann, unter dessen Willen sie sich beugen soll, meidet, weil sie sich unter ihn nicht demütigen will, so bleibt die Seele ungeläutert, denn die Eigenliebe beherrscht sie, nicht der, nicht der Mann, dem sie untertan sein soll! Sonach ist denn alles eitel, wonach sie streben, denn wenn sie es erreicht haben, ohne den Mann sich eine Existenz zu gründen, was Ich oft zulasse zu ihrer Belehrung, so sind sie dennoch unbefriedigt. Denn wahrhaft befriedigt fühlt sich ein Weib nicht, wenn sie sich selber genügt, sondern nur, wenn sie einem Manne genügt; und wenn der "Zeitgeist", wie ihr es nennt, gegen Meine göttliche Ordnung sich auflehnt, wie gerade jetzt in der Frauen- Emanzipation, so ist auch Meine Antwort darauf nicht in weiter Ferne, sondern ihr könnet sie schon jetzt recht deutlich lesen. Suchet eine Frau, die in der göttlichen Ordnung lebt, und wenn ihr eine solche gefunden habt, so habt ihr auch eine körperlich gesunde und meist anmutige Frau gefunden!" Aber kaum eine von den Frauen und Mädchen ist noch gesund, da sie abweichen von der  göttlichen Ordnung. Die den rechten Weg gefunden haben, soll der Mann mit Sanftmut behandeln, die trotzigen, mit denen er nichts ausrichten kann, soll er Gott fürbittend ans Herz legen! "Ich habe mir Geisseln gedungen, das sind die Frauenaerzte, sie schiessen jetzt wie Pilze aus der Erde und verstehen es gar wohl, mit ihnen fertig zu werden. Ihrem Manne wollen sie sich nicht beugen, so muessen sie sich  dem Frauenarzte beugen und ihm gehorchen; aber dieser gezwungene Gehorsam bringt ihnen keinen Gewinn, sondern je mehr sie dem Ärzte gehorchen, desto elender wird es mit ihnen."

Hinzuzufügen wäre hier noch, dass ich als Frau das alles akzeptieren kann, sofern  der bestimmte Mann auch von Gott erleuchtet ist, und mindesten halb im Geiste wiedergeboren ist.
Andernfalls läuft eine Frau  Gefahr, mit  einem noch blinden Mann  in die Grube zu fallen und das bringt eine Frau auch nicht weiter, nicht wahr???

Something to think  about dear Friends.

Dear Greetings
Myrta

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Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 23:39
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
Liebe Myrta,
 
in seinem Büchlein "Mahfroh" erzählt Karl Dvorak ein Märchen vom geteilten Menschen. Auf Seite 82 zitiert er einen österreichischen Mystiker mit folgenden Worten: "Es wird aber eine Zeit kommen, da Ich den Strahl sammeln werde im Weibe, um die erloschene Sonne im Mann zu erleuchten!"
Diese Zeilen sind mir bei Deinem Zitat aus den Lebensblättern aus 1891 eingfallen. Diese Stelle gibt eine klare Antwort zu unseren  Fragen über Duale. Jesus hat gerade einer Frau in unserer Gruppe die Antwort finden lassen.
Ich habe Deine Mail an mehreren Stellen in die www.lebensstufen.de deponiert (Gott liebt uns, Dualseelen, Wie erwecke ich meine Liebe- am Schluß)
 
Mit herzlichem Gruß
Lothar
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Von: MfG 
Gesendet: Donnerstag, 9. August 2001 05:18
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !

Wichtigkeit: Hoch
Lieber Lothar!

Auch ich habe in Lorber irgendwo gelesen: Daß eine Zeit kommen wird, wenn der Herr den Strahl sammeln wird im Weibe, um die erloschene Sonne im Mann zu erleuchten.
Die Lebensblätter aus dem Jahre 1891  geben eine klare Antwort über Duale, wie Du sagst. Es waren Sammlungen von Lorber Mayerhofer etc. Ich habe dieses Büchlein schon lange Zeit. Habe die Worte  immer als Wahrheit empfunden.
Gestern, lieber Lothar, habe ich mal nachgeschaut, was die Hildegard von Bingen darüber schreibt. Sie sagt, dass jede Frau aus einem Mann entstanden ist. Das bestätigt dann doch auch wieder, dass etwas mit Adam geschah, also auch mit allen Männern geschah. Von jedem Mann wurde eine Frau ausgeschieden, wie Eva aus  dem Adam, dass bestätigt sich hier wieder. Eines Tages - hier auf Erden, oder im Jenseits-  werden die zwei getrennten Teile wieder zusammen geführt, nicht wahr?

Ich wünsche Annemarie  und Dir einen recht schönen Urlaub, und  fuer Euch des Herrn Schutz und Liebe. 

 

 

Von: Hans 
Gesendet: Mittwoch, 22. August 2001 11:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Jeder Geist hat seinen Preis !

Psalm
 
46,2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke und eine Hilfe in den allen Nöten . . .
 
 

 
Liebe Freunde,
 
wenn jemand von Euch nach meine letzten Beiträgen über die himmlische Ehe Sehnsucht nach seinem Dual verspürt, so muß ich einen dicken Wermutstropfen hinzufügen, der aber zu beachten ist:

 
Sein geistiges Band zu finden, sein Dual, das heißt die vorbestimmte Ergänzung, bedarf nicht nur eines Wunsches. Es bedarf der göttlichen Erlaubnis nach ewigen Gesetzen und kommt zustande ohne Zutun des Menschen. Das muß verdient sein und bedeutet dann die reinste Form der geistigen Verbindung zwischen diesseitigen oder jenseitigen oder auch zwischen noch getrennten Seelen.
 
Immer bergen Wünsche und Sehnsüchte große Gefahren für uns Menschen, solange sie unvollkommen und selbstsüchtig sind. Denn unsere Gedanken und Gefühle sind mächtige Wesen.
 
Deshalb noch etwas zur Kraft unserer Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte. Mancher wünscht sich Jesus zu sehen, mancher will sein Dual haben, ein anderer erhofft Genesung von Krankheiten mittels Geistwesen. Zwecks Geistheilung suchen die einen Hilfe bei Jenseitigen, bei besonderen Medien oder an besonderen Orten. Andere wollen sogar selbst Krankenheilung durch z.B. Handauflegung oder "Wunder" vollbringen in der Meinung, das sei Nächstenliebe und er sei schließlich reif genug, da er die Neuoffenbarungen kennt und vor allem Jesus über alles liebt. Doch ein Fünkchen Hochmut oder Eigennutz und es klappt nicht. Zumindest nicht bei den positiv orientierten, die sich unter Gottes Ordnung stellten. Sie werden vor solchen ihrer Seele schädlichen Experimenten geschützt.  - Geistiges Heilen und andere geistige Wirkungen sind nämlich nicht immer gottgewollt. Dennoch können geistige Kräfte auch gegen Gottes Ordnung wirken. Nicht nur im Materiellen. Nicht nur auf Erden. Auch im Jenseits. Dann jedoch werden sie von negativen Wesen bewirkt und haben nur scheinbar gute Wirkungen, wenn überhaupt. Ein geistig Heilender, ob Magnetiseur oder Strahler, der nach Durchführung solcher Behandlung am Patienten oder an sich selbst statt einer Mehrung der Kräfte eine Abnahme feststellt, muß den Schluß daraus ableiten, daß er auf einer ungesunden Basis steht und sollte für alle Zukunft davon lassen. - Um aber als Patient festzustellen, ob man es mit einem von Gott geführten Heiler zu tun hat, genügt die Feststellung, ob der betreffende Heiler diese geistige Heiltätigkeit zu einem irdischen Beruf erhoben hat. Jedes Medium, das aus irdischen, materiellen oder eigennützigen Gründen operiert, hat mit Sicherheit Gottes Segen nicht.
 
 
Ich habe mit Bedacht obigen Psalm gewählt, weil es eine große Gefahr bedeutet, Jenseitige zu rufen, ohne sich vorher mit Gottes Liebe und seinem Schutzgeist kurzgeschlossen zu haben.  Ich will damit sagen, daß sich kein Mensch dazu verleiten lassen sollte, jemals selbst ohne ganz klare Berufung eine Verbindung zu wünschen oder gar zu fordern. Augenblicklich scharen sich in diesem Falle eine Menge von mehr oder weniger guten Geistwesen um ihn. Selbst bei Anrufung eines bestimmten Wesens steht nie fest, ob dieses überhaupt die Möglichkeit hat, sich bemerkbar zu machen. 
 
Nun werden viele von Euch sagen: "Wir hüten uns, Geister zu rufen, die wir nicht sehen können und dann nicht mehr loswerden." - Doch die meisten von uns haben schon oft Geister gerufen und sind auch mehr oder weniger besessen. So sagt Lorber:
 
[Er.01_059,13] Die meisten Krankheiten rühren bei den Menschen von ihrer höllischen Einwohnerschaft her, der sie selbst den Weg in ihr Fleisch bahnten.
 
Man denke nur an die vielen Süchte unserer Zeit, an Tabak, Alkohol, Spiel und Sex . . . .
 
[HiG.01_41.01.30,01] . . . es gibt Besessene gerade in dieser Zeit so viele, daß dieser beklagenswerte Zustand der Menschen in allem Ernste „normal“ geworden ist.
 
[HiG.01_41.01.30,12] Und es ist solches Besessensein darob nun so normal geworden, daß es die Menschen gar nicht mehr merken, welch scheußlichen Mutwillen die bösen Gäste mit ihnen treiben. . .  
 
[HiG.01_41.01.30,13] Denn da sind Tanz, Hurerei, Groll, Schelten, Fluchen, Rauben, Stehlen, Lügen, Stolz, Hochmut, Prahlerei, Ehrabschneidung, Neid, Geiz, Hoffahrt, Fraß, Völlerei, Spott und Hohn gegen alles Mich betreffende, Pracht, Mode, Luxus und dergleichen Eigentümlichkeiten nichts als vollkommene, untrügliche Zeichen des allerintensivsten Besessenseins.
 
(Auf welcher geistigen Entwicklungsstufe sich unsere Gesellschaft heute befindet, wird ein weiterer Beitrag zu "Ehe und Moral" in einem anderen Email beleuchten.)
 
 
Gerufen werden die geistigen Mächte nicht mit lauten Worten, sondern ganz wirksam und erstaunlich rasch mit unseren Gedanken. Denn Gedanken sind stärker als alle Naturkräfte. Vor allem, wenn sie belebt werden von unserem Wollen, unserer Liebe ! Sie werden von Jenseitigen gelesen und ein Ruf nach ihnen, verbunden mit der Absicht, sich ihrer Hilfe ob in guter oder böser Absicht zu bedienen, findet schneller Gehör, als sich ein irdischer Mensch vorstellen kann. Aber eben auch ohne Ruf ziehen die Gedanken eines Menschen die Wesen an, die mit diesen harmonieren. Gute Gedanken gute Wesen, schlechte Gedanken schlechte Wesen. Zahllose Geistwesen im Jenseits wissen weniger als wir Lorberfreunde über Gottes Ordnung, sehr viele glauben nicht an Gott, sehr viele sind Gottesgegner, Antichristen. Diese nisten sich in Gehirn und Körper der passenden Menschen ein und schonen nicht deren Nervenkräfte und Organe. - Gute und höherentwickelte Geistwesen dagegen beachten Gottes Ordnung und zwingen sich uns nicht auf. Sie helfen aber äußerst wirksam jedem, der in guter uneigennütziger Absicht sie ruft. Doch sollte die Anrufung seines Schutzgeistes vor Kontaktaufnahme mit geistigen Kräften erfolgen. Sind diese einmal eingedrungen, ist es auch dem Schutzgeist nicht leicht möglich ohne Gottes Hilfe, den Eindringling gegen dessen Willen hinauszubefördern, was obendrein mit weisem Liebernst erfolgen muß.  
 
So wie es gute und weniger gute Menschen gibt, so gibt es auch Geistwesen in allen Graden geistiger und seelischer Entwicklungsstufe. Darunter viele, die noch sehr an der Materie haften,  sich in der Welt noch betätigen wollen, evt. sogar blutig rächen wollen, und nur eine Möglichkeit suchen, eine bereite zugängliche Seele leiten und lenken zu können. Schlimme Besessenheit kann die Folge sein mit Begehung von Verbrechen und Einweisung in Gefängnis oder eine psychiatrische Anstalt. So wie es auch auf Erden die verschiedensten Beziehungen zwischen Menschen gibt, genauso gibt es alle Variationen von Verbindungen eines Geistwesens mit einem irdischen Menschen. Von vollkommener Unwissenheit bis hin zum klarsten Wissen, von vollkommener Sympathie bis hin zu größter Ablehnung. Von Harmonie bis hin zum Kampf auf Leben und Tod. - Erst wenn der endlich vollkommene Mensch wiedergeboren sein Dual vom Herrn erhalten und sich mit diesem vereint hat, erst dann ist eine "Besessenheit" nicht mehr möglich und alle Macht der Hölle kann so einem Engel nichts mehr anhaben !
 
 
Heere von zumeist niedrigen Seelen verstorbener Männer und Frauen, die nicht an Gott glauben und nur die Welt vermissen, dort noch etwas erledigen oder kontrollieren wollen, suchen eine ihnen zugängliche Seele. Sie sind sofort zur Stelle, wenn eine inkarnierte Seele sich ihren Wünschen öffnet. Der Eintritt wird stark erleichtert, wenn der Mensch diesen Kontakt sucht oder sogar fordert.  So ziehen Haß- und Rachegedanken niemals Gottes Engel sondern ebenfalls nur haßerfüllte und rachsüchtige Seelen an, Gewinn- und Habsucht zieht ebenfalls gewinn- und habsüchtige Seelen an, sexsüchtige Wesen vergreifen sich am eigenen sowie am anderen Geschlecht und wollen so ihre oft perversen Wünsche erfüllen bis hin zum scheinbaren Geschlechtswechsel usw. usf...  Einmal die Zügel in der Hand, versuchen die Geister ihre Leidenschaften auszuleben ohne Rücksicht auf ihre Opfer und lassen ihre Opfer nicht mehr los. Manchmal erkennen die Menschen ihre böse Einwohnerschaft. Wehren sich die besessenen Menschen, so kommt es zum Kampf, der in Schizophrenie und Nervenanstalt enden kann. Die meisten Menschen aber merken gar nicht, daß sie eine verhängnisvolle Verbindung eingegangen sind, weil sie an so etwas auch gar nicht glauben und sich wohlfühlen mit ihren Süchten. So werden viele auch zum Handlanger des Antichristen, zu seinen ahnungslosen Helfern und Helfershelfern auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens.
 
In sehr vielen Fällen kommt es auch nicht zur Besessenheit. Manchmal ist ein Geistwesen überhaupt nicht in der Lage, die Wünsche seines irdischen Rufers zu befriedigen, oft erschwert die Menschenseele eine Kooperation. Dann ist das Geistwesen darüber erbost und sucht entsprechend seiner geistigen Reife der Lage gerecht zu werden. - Der eine hinterläßt dann Trauer und Depression bei dem Menschen, der andere strahlt Schmerzen auf Kopf und andere Organe aus, ein dritter holt Hilfe bei Naturgeistern und bedient sich physikalischer Kräfte, womit er Störungen in Leitungen und Geräten bewirkt, die in der Umgebung des Opfers sind. Sicher habt Ihr von solchen Spukphänomenen gehört.
 
 
Jedes Geistwesen weiß, daß der irdische Mensch seine Identität nicht feststellen kann, und viele geben sich daher mit irgendeinem Namen aus, ohne die geringste Anstrengung zu unternehmen, den bittenden  und suchenden Menschen auf ihre wahre vergangene irdische Existenz hinzuweisen. Nicht jeder, der sich für Christus ausgibt, ist es auch gewesen ! Solange sie nur Gutes wirken, ist ihnen diese Anmaßung erlaubt, sie haben aber sehr viel gut zu machen, wenn sie unter edlem Vorwand Böses im Schilde führen ! Dazu gehören z.B. alle diejenigen Geistwesen, die ihre Schäflein nachts aus dem Bett holen, sie zwingen zu schreiben, wann es ihnen beliebt und das unter Vorspiegelung ihrer hohen Herkunft und göttlichen Auftrages. - Ein hochentwickeltes Wesen ist so was auf keinen Fall, weil ein guter Geist die ewigen Gesetze kennt und beachtet. Lorber dagegen bestimmte z.B. selbst, wann und wieviel er schreiben wollte. Er war eins der wenigen von Gott berufenen Schreibmedien. Weniger reife Wesen kennen sich da jedenfalls nicht aus und können dem Menschen erheblichen Schaden zufügen, sogar wenn sie es gut meinen. 
 
Wenn wir also bedenken, daß gut und böse im Jenseits ebenso existieren wie auf Erden, dann kann man ermessen, wie verheerend die Folgen einer geistigen Verbindung mit solchen Wesenheiten sein kann und wie schwierig es sein mag, sie wieder loszuwerden. Denn einmal Eintritt in einen Menschen gefunden, weil dieser sich einmal öffnete, kann sie selbst ein Schutzgeist nicht mehr leicht austreiben. Man denke an die vielen verderblichen Süchte und Angewohnheiten.
 
Meine Erkenntnis daraus ist, daß wir uns immer auf Gott ausrichten und uns stets mit positiven gottgefälligen Gedanken umgeben sollten. Denn wir werden bei bösen oder eigennützigen Gedanken erstens nicht Gottes Schutz erhalten und zweitens nur böse Rotten anziehen. Diese aber sind uns dann immer im Vorteil.
 
 
Sind wir aber so, wie Jesus uns immer wieder bittet zu sein, nämlich wohlwollend und uneigennützig handelnd, dann genügt ein  kleiner Blick zu IHM und die ganze Hölle auf uns losgelassen wird zurückgeschmettert !
 
 
Laßt uns immer das Gute, das wir erhalten, weitergeben, weiterschenken - laßt uns weiterhelfen !
 
 
Gottes Frieden und Segen wünscht
 
 
Hans
 
 
 
----- Original Message -----
From:
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Friday, March 12, 2004 11:32 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Re: <eheliche Liebe> auf der natürlichern Eb ...

 

In einer eMail vom 12.03.04 19:04:05 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt maier_ralf@gmx.de:


 

Entweder können ein Mann und eine Frau eine Einheit werden, oder sie sind seit Adams Schlaf dazu bestimmt eine Einheit zu werden.
 



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Lieber Ralf,

hierauf will ich dir gerne meine subjektive Wahrheit (meine höchst persönliche Glaubensüberzeugung) nennen. Jeder mag das anders für sich sehen: aber dir ist ja bekannt was "subjektive Wahrheit" ist: es ist die tiefen Überzeugung (= Glaube) im eigenen Gemüt.

Ich gehe für mich davon aus, dass es nur eine bestimmte Frau für mich gibt, das rührt von da her, dass wir als Mensch geteilt wurden (die Geschichte von Adam und Eva ist die Parabel hierfür).

Ich will dir auch meine Begründung nennen, die mich subjektiv so sicher macht. In meiner ePost von gestern habe ich es versucht zu skizzieren. Ich nenne es hier noch mal:

1. Die Genesis-Geschichte sagt uns:
Die Frau "entspricht" dem Mann: Es ist die eine Frau,  die aus den einen Adam genommen wird. Es ist seine Frau, es ist seine Hälfte, die in eine eigene (separate) Person transferiert wird. Und er ist demzufolge auch ihr Mann: kein anderer.  
Fazit für mich (subjektiv): Der Mann oder die Frau haben ihre höchst persönlichen Hälften, die abgetrennt sind um eigenständig (als Hälften) ihre eigene Lebensprobe als eigenständige Seelen (Mann bzw. Frau) zu meistern. Sie können und dürfen sich wieder finden, hier schon oder später: sie muss als Frau in ihrer Liebe gereift sein, er muss als Mann in seiner Weisheit gereift sein. Erst wenn sie einen Grad erreicht haben, der gut und hoch genug ist, sollen sie gemeinsam den Weg weitergehen: erst dann sollen sie in Ehe sein. Die Ehen vor diesem Zustand (mit der fehlenden Reife) sind in vielen Fällen kaum mehr als Fortpflanzungs-Kooperationen mit viel oder wenig Zuneigung zueinander. Das soll keine Schelte sein, sondern nur zeigen, dass ich sehr Hohes von der "ehelichen Liebe" halte.  

Du siehst: meine Prämisse ist,: sie sollen sich erst mal selbst (als Hälften) auf einen ausreichenden Liebe- bzw.. Weisheitsstand bringen. Erst ab da sind sie wirklich ehefähig. (Myrta sagte, der Mann soll zur Hälfte wiedergeboren sein, das zeigt es an, wobei allerdings niemand weiß, was ein "halbe Wiedergeburt" sein könnte).

2. "Die Haushaltung Gottes" sagt uns in HGt.01-007:
"Die Eva ist das zweite Ich des Adam". Das ist inhaltlich die gleiche Aussage wie unter Ziffer 1. (siehe oben). Die NO bestätigt uns, was die Genesis-Geschite des AT auch sagt. Es ist deshalb immer hier die Zusatzfrage zu stellen: wurde das AT (die Thora) korrekt in die anderen Sprachen übersetzt? Beziehe ich das mit ein, was ich durch F. Weinreb (dem großen Thora-Kenner) erfahren konnte, dann ist es genau auf der Linie, wie es in der NO durch in HGt.01-007 zum Ausdruck kommt. Weinreb sagt es aber mit seinen eigenen Worten: aber inhaltlich nicht abweichend. Darüber könnte ich dir viel sagen, führt aber hier zu weit.

3. "Die eheliche Liebe" durch Swedenborg sagt:
Der Gesprächspartner aus der Periode des Goldenen Zeitalters teilt mit (siehe meine ePost von vorgestern): "Sie ist mein Herz (= Liebe) und ich bin ihre Lunge (= Weisheit". Das sagt uns sehr deutlich, dass sie alleine (getrennt)  nicht lebensfähig wären. Sie ist nicht irgendein Herz, sondern das gemeinsame Herz, das ihn (ihren Mann) lebensfähig macht. Und weiter: er (der Mann) ist nicht irgendeine Lunge, sondern die gemeinsame Lunge, die auch sie lebensfähig macht. Hier wird nicht von Organtransplantation gesprochen, sondern davon, dass diese Organe (besser Liebe und Weisheit) ursprünglich in dem einen, dem ungeteilten Menschen (Adam Kadmon) beisammen waren. Sie (dieses bestimmte Paar: jedes Paar) wurde aufgeteilt, weil der ursprünglich erschaffene Mensch (= Adam Kadmon), der an die Stelle des Luzifer getreten war, Gefahr lief, eigenliebend zu werden: deshalb hat Gott den einen, den Vollmenschen geteilt (so steht es sehr klar in HGt.01-007) : sie gehören von Anfang an zusammen und sollen sich nach einer Reifung wieder finden, in eine Ehe kommen dürfen, der eine soll die Hälfte des vormalig einen ganzen sein. Da kann nicht eine Frau einem anderen Mann zugeordnet werden. Sie waren ursprünglich "ein Fleisch" (als der Adam Kadmon) und sie sollen wieder ein Vollmensch werden, der aber dann erschaffener Engel genannt wird.

Bedenke bitte- und das wird leider oft übersehen: Der ursprüngliche Mensch (Adam-Kadmon) wurde aus Gnade des Herrn im Paradies geteilt in Adam und Eva (GHt.01-007). Zu diesem Zzeitpunkt (in diesem Zustand) hat der Fall er Fall (das Vergehen von Adam und Eva) noch nicht stattgefunden. Sie sollten als zwei Körper (selisch vereint) den einen Menschen im Paradies bilden. Dann sind sie vertrieben worden und seitdem erst gehen sie getrennte Wege. Ab hier suchen sie sich und dürden sich finden, wenn sie beide eigenständig (inder Welt) und reif füreinander gewoden sind. Wir müssen den Paradiszustand und Außer-Paradieszustand immer sauber trennen: das wird aber fast immer vernachlässigt.

Fazit: alle drei Textstellen (Genesis, "Haushaltung Gottes" (Lorber) und "eheliche Liebe" (Swedenborg)) sagen unabhänig von einander: der Mensch, der geteilt ist, ist ein gefallener Mensch, der in seinen Hälften auf Erden den jeweils eigenen Weg über die Erde geht (da können sie auch schon heiraten), und dabei darf er seine Hälfte wiederfinden. Im Goldenen Zeitalter war das noch meist der Fall, dann in den folgenden Zeitaltern der Erde wurde es immer schwieriger (schlechter, dunkler) auf Erden, so schlecht, dass sich Mann und Frau als wirklich zu einander gehörig nicht mehr erkennen. Den Menschen fehlt heute in aller Regel die Ein-sicht (die Wahrnehmung) für dieses Wiederfinden- oder Erkennen-Können. Sie habn ja auch keijne Ahnung mehr, was Entsprechungen sind: der Fall hinein in die Materie und ihre feste Hülle wird immer stärker, intensiver. In dermateriellen Dunkelheit erkennen sie sich nicht.  Ich gehe davon aus, dass dann, wenn zwei Menschen (Mann und Frau) ihre seelische Wiedergeburt schon erreicht haben, dann erkenne sie sich als die verlorenen  unsprüngliche Hälften des einen (des bestimmten Menschen) und sie werden niemals einen anderen Menchen heiraten wollen. Es ist ein Wieder-erkennen aund kein Sie-Er-könnte-passen-Prozess.

Lieber Ralf, das ist mein Glaube (=innere aber subjektive  Gewissheit) hierzu. Du magst das ganz anders sehen und jeder in anderen Variationen auch. Die drei genannten Textsellen geben mir die hohe subjektive Gewissheit und meine eigene Lebenserfahrung findet sich in dem schon sehr bestätigt.  Das ist aber mein persönliches Erleben, das nicht für Listen bestimmt sein soll, weil es mir zu bedeutend ist, um es an die Wäscheleine zu hängen.

Lieber Ralf, wenn ich nun weiterschreiben würde, dann würde ich mich nur wiederholen. Wichtig ist mir: es ist Wahrheit, aber diese kann immer nur eine subjektive Wahrheit sein: es ist also eigene, persönliche, innere Gewissheit. Eine Gwissheit wie von der Art, die mir sagt: Jesus ist Jehovah, der sich auf Erden inkarniert hat und der in Ewigkeit der EINE ist, Der war, Der ist, Der sein wird in Ewigkeit. Auf dieser subjektiven Gewissheits-Höhe ist für mich auch das, was sich auf Dual-Partnerschaft und ihre nicht vorhandene Austauschbarkeit der verlustig gegangen Hälfte bezieht (es geht im eine Wieder-erkennen-können). Dem vormals ungeteilten Menschen wurde eine Hälfte entfernt (HGt.01-007 nennt den Grund) und es gibt keine andere Hälte mit der er eine himmlische Ehe führen würde, weil es nicht geht. Ein Mensch bestehend aus Liebe und Weisheit wurde getrennt, indem ihm die Liebe (die er in sich hatte) herausgenommen und einer ganz bestimmten (einmaligen, unverwechselbaren) weiblichen Person gegeben wurde. Das kann man als einen Schutz aunsehen, denn der ungeteilte Mensch (Adam Kadmon) lief Gefahr, dass er eigenliebig (narzisstisch: verliebt in die eigene Person) geworden wäre. Es ist die bestimmte Hälfte (nur diese, keine andere Hälfte)  die den bestimmten und individuellen Vollmenschen ausmacht (so wurde er erschaffen; Beispiel Adam Kadmon) und diese Hälfte kann nicht durch eine andere Hälfte, die ähnlich ist, getauscht (ersetzt) werden, wenn es wieder der Vollmensch, dann aber als erschaffener (gewordener) Engel werden soll.

Der Mensch kommt als Unikat, wird geteilt und soll dann als gereifte Teile  wieder das Unikat werden: aber durch die Prüfungen außerhalb des Paradieses erhöht oder besser gesagt: gereift soll er zurückkommen in die Himmel bei Gott:m als vereinigte Seelen von einem unikaten Mann mit seiner unikaten Frau in einem Engelwesen.


Auf englisch kann man es sehr griffig sagen: that's it in my case and believe.

Herzlich


P. S.: Die Sehnsucht hin zu Jesus ist davon ganz unabhängig. Ich bin mir sicher, dass ich für mein "Dual" noch nicht wirklich reif bin (ich habe so manche Indizien dafür), deshalb habe ich mir längst angewöhnt zu beten, dass Jesus mal meine Ehe mit ihr (nur mit ihr) stiften möge, wenn ER mich und sie für würdig dafür hält. Ich habe hier keine eigenen Wünsche mehr. Es möge sein wie bei "Bischof Martin" (Kapitel 202): Ich vertraue IHM und ER allein möge es richten.  Sein Wille geschehe, nicht meiner. Allerdings glaube ich, dass ER uns zur rechten Zeit zusammenführen wird. ER kennt also mein geheimes diesbezügliches Sehnen und das ihre ja auch, denn sie und ich gedben uns IHM ganz anheim. Wenn ER es anders sehen sollte, dann ist es auch recht, denn ER weiß, was wirklich richtig für sie und mich sein wird (in alle Ewigkeiten hinein). Auf dieser Erde wünsche ich allerdings schon lange nichts mehr in dieser Hinsicht. Ich vertraue mich IHM an, und das ist ein wunderschönes Gefühl. Immer wenn ich an sie denke, dann denke ich gleichzeitig an IHM und dabei tritt ER in der Vordergrund, denn ER wird es so machen wie es sein soll. No problem!