Sammlung von Texten über Dual-Seelen
PLATONS GASTMAHL
"Mich dünkt", sprach Zeus im Rat der Götter, "ich habe ein Mittel, daß es weiterhin Menschen gibt, aber sie schwächt, damit sie von ihrem wüsten Wesen ablassen. Ich schneide jeden mitten durch."
Sprach’s und schnitt die Menschen, die Mann und Weib in einem Körper waren, so der Länge nach durch, wie man Birnen zum Einlegen durchschneidet. Als nun das ursprüngliche Wesen entzweigeschnitten war, ging jede Hälfte voller Sehnsucht nach ihrem Gegenstück auf die Suche.
Sie umschlangen sich mit den Armen und verflochten sich miteinander im Verlangen zusammenzuwachsen. Sehnsucht und Drang, ein Ganzes zu sein, heißt Eros.
Die eigentliche Botschaft von Genesis 4,25 vermittelt uns Platon, der dem Aristophanes im Gastmahl die folgenden Worte in bezug auf das Wiedererkennen zweier Dualseelen in den Mund legt:
"Wenn nun einer von diesen oder jenen anderen seiner eigenen Hälfte zum ersten Mal begegnet, da werden er und der andere wundersam von Freundschaft, Heimlichkeit und Liebe bewegt, und beide wollen nicht mehr voneinander lassen."
PLATONISCHE LIEBE
"Nennt man diejenige, die sich zu der geliebten Person nicht durch Sinnenreiz hingezogen fühlt, sondern durch die Schönheit der Seele und des Charakters; platonisch heißt sie, weil Plato im "Gastmahl" sie von Pausanias also erklären läßt."
(Geflügelte Worte und Zitatenschatz von Georg Büchmann"
KABBALA
(Jüdische Geheimlehre – ursprünglich mündlich überliefert seit Moses, einige Wissenschafter vermuten seit Adam)
Auszug aus dem Buch DIE KABBALA von Papus. (Fourier Verlag Wiesbaden)
"Der Mensch kommt von Gott und kehrt zu ihm zurück. Doch müssen wir drei Hauptphasen auf diesem Wege unterscheiden:
1. Der Ausgangspunkt. – Die Kabbala lehrt die Emanationstheorie. (Die kabbalistische Ausstrahlungslehre oder Emanationstheorie ist philosophische Energielehre, metaphysische Dynamik, in der die Gottheit oder das Absolute als reines Sein zugleich höchste Energie ‚actus purus‘ ist). Ursprünglich ist der Mensch als reiner Geist aus Gott emaniert. Nach dem Ebenbilde Gottes inbezug auf geistige Kraft und Intelligenz (Chocma und Binah) d. h. als Positives und Negatives geschaffen, ist er auch zugleich männlich und weiblich, Adam-Eva, obwohl er doch ursprünglich e i n e i n z i g e s W e s e n bildet. Infolge des Sündenfalles vollzogen sich die folgenden beiden Erscheinungen:
Es schließt eben die menschliche Natur auf allen Stufen ihrer Existenz die beiden Prinzipien in sich ein, aus deren Verbindung ein Mittelglied hervorgeht, wodurch die Trinität als Resultat, als vollkommenster Ausdruck erzeugt wird.
Der himmlische Adam (Adam Kadmon) und Adam Protoplast sind die Verbindung eines männlichen und weiblichen Prinzips. Dies mußte sein, damit daraus der irdische Mensch entstehen konnte, und diese Unterscheidung findet sowohl hinsichtlich des Körpers als auchder Seele, in ihrer höchsten Reinheit betrachtet, statt; der Zohar sagt:
‚Jede Form, in welcher man nicht ein männliches und ein weibliches Prinzip findet, ist keine obere und vollkommene Form. Der Heilige, gelobt sei er, schlägt seine Wohnung nur an einem Ort auf, wo diese beiden Prinzipien vollkommen vereinigt sind. Nur von hier und durch diese Vereinigung strömt der Segen herab, wie wir aus folgenden Worten ersehen: Er segnete sie und nannte ihren Namen Adam an dem Tag, an welchem er sie schuf, denn selbst der gegebene Name Mensch kann nur einem Mann und einer Frau werden, welche zu einem einzigen Wesen vereinigt sind.‘
Die Seele war ursprünglich so eng mit der höchsten Intelligenz verbunden, daß beide Hälften des menschlichen Wesens, in welchem alle Elemente unserer geistigen Natur zusammengefaßt sind, sich miteinander vereinigt befanden, bevor sie auf diese Welt kamen, um sich selbst zu erkennen und sich von neuem im Schoße der Gottheit zu vereinigen.
Dieser Gedanke ist nirgends so rein ausgedrückt als in folgendem Fragment:
‚Vor ihrer Herabkunft auf die Erde ist jede Seele und jeder Geist aus einem Mann und einer Frau zusammengesetzt, welche zu einem einzigen Wesen vereingt sind. Indem sie zur Erde herabsteigen, trennen sich beide Hälften und beseelen verschiedene Körper. Wenn aber die Zeit der Ehe gekommen ist, vereinigt der Heilige, gelobt sei er, welcher alle Seelen und alle Geister kennt, sie wie zuvor, und alsdann bilden sie wie vorher einen einzigen Körper und eine einzige Seele. Aber das sie verbindende Band entspricht den Werken des Menschen und den Wegen, welche er wandelte.
Wenn der Mensch rein war und fromm handelte, so wird er sich einer Vereinigung erfreuen, welche vollkommen jener gleicht, die seiner Geburt vorausging.‘
Scheint hier der Autor nicht von den Androgynen im "Gastmahl" des göttlichen Plato zu sprechen, deren Name in der uralten Tradition der Hebräer bekannt genug ist?!"
LUTHER-Bibel
(In der katholischen Übersetzung fehlen die Worte "Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber.")
"Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.*
*Wörtlich: ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d. h. die zu ihm paßt)....
Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch.
Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist."
EMANUEL SWEDENBORG
Großes Universal Lexikon (Lingen Verlag Köln): "Swedenborg, Emanuel, eig. Svedberg, schwe. Naturphilosoph und Theosoph * Stockhom 29. 1. 1688, + London 29. 3. 1772.
Eine relig. Krise führte zu visionären Erlebnissen; wollte das Christentum erneuern, beschäftigte sich mit myst. Naturphilos.; sein Glaube an eine Verbindung mit der ‚Geisterwelt‘ beeinflußte die schwed. Literatur."
(Swedenborg beeinflußte vor allem Goethe und dessen Werke. Von der Kirche wurde Swedenborg als Narr abgetan, da sich seine Schauungen nicht mit den Dogmen deckten.
Von Helen Keller wird berichtet, daß sie die Lektüre der Swedenborg-Bücher als ihr größtes Glück empfand. Wie sein Nachfolger Jakob Lorber kam Swedenborg zur Erkenntnis, daß die Geistige also Innere Kirche, die von Jesus gegründete Kirche ist. Im weiteren, daß Gott nicht aus drei Personen besteht, sondern in Jesus alle drei Wesenheiten enthalten sind. Durch seine Schauungen in Jenseits erfuhr Swedenborg von der geteilten und wieder vereinten Seele.
Auszüge aus dem Buch:
DER MENSCH ALS MANN UND WEIB Sexualität und eheliche Liebe in der Schau Emanuel Swedenborg erläutert von Gerhard Gollwitzer (Swedenborg Verlag Zürich)
"Ich habe von Engeln gehört, daß sie wahrnahmen, wie die Wonnen der ehelichen Liebe bei ihnen erhöht und erfüllt werden, wenn sie von keuschen irdischen Ehegatten zu ihnen heraufsteigen. Auf die Frage, ob es sich so auch mit den letzten Freuden verhalte, antworteten sie leise: ‚Wie denn anders? Sind diese nicht jene in ihrer Fülle?‘ Ein Engel sagte: ‚Wir zwei sind Eins, ihr Leben ist in mir, mein Leben ist in ihr. Wir sind zwei Gestalten, aber Eine Seele. Unsere Vereinigung ist wie die der zwei Kammern in der Brust, dem Herzen und der Lunge: sie ist mein Herz, und ich bin ihre Lunge. Und weil wir hier unter Herz die Liebe und unter Lunge die Weisheit verstehen, so ist sie die Liebe meiner Weisheit, und ich bin die Weisheit ihrer Liebe, ihre Liebe umhüllt von außen her meine Weisheit, und meine Weisheit ist von innen her in ihrer Liebe‘. Da ward unsere Umgebung wie mit Gold überzogen, und ich fragte: ‚Woher kommt dies?‘ Er antwortete: ‚Vom flammenden Licht, das wie Gold glänzt und alles bestrahlt und durchdringt, während wir über die eheliche Liebe sprechen. Die Wärme aus unserer Sonne die in ihrem Wesen Liebe ist, entbidet sich dabei und färbt das Licht, das in seinem Wesen Wahrheit ist, mit ihrem Gold, und dies geschieht, weil die eheliche Liebe in ihrem Ursprung das Spiel der Weisheit und der Liebe ist. Von daher stammt auch das Ergötzliche dieses Spiels in der ehelichen Liebe und aus ihr das in unserer Liebe."
"Zuweilen bleiben frühere Verbindungen erhalten, zuweilen werden neue mit Gleichgesinnten geknüpft. Dies geschieht denen, die schon auf Erden eine liebevolle eheliche Verbindung ersehnt und vom Herrn erfleht hatten. Dann wird dem Mann eine für ihn passende Gattin, der Frau ein ebensolcher Gatte gegeben, denn in den Himmel können nur solche aufgenommen werden, die innerlich vereinigt sind oder wie in Eins vereinigt werden können. Dort werden zwei Ehegatten nicht zwei, sondern Ein Engel genannt.
Zwei echte Ehegatten werden durch den Tod des einen nicht wirklich getrennt, weil der Geist des Verstorbenen immerfort mit dem Geist des noch nicht Verstorbenen zusammenlebt bis zum Tod des anderen.
Dann kommen sie wieder ganz zusammen und vereinigen sich wieder völlig und lieben sich noch zärtlicher als vorher, weil sie in der geistigen Welt sind.
Die in wahrhaft ehelicher Liebe leben, fühlen sich schon im irdischen Dasein wie Ein vereinter Mensch oder wie ‚Ein Fleisch‘. Da es heutzutage auf Erden nur wenig wahrhaft eheliche Liebe gibt, und da hier die Ehegatten zudem mit einem so groben körper umhüllt sind, daß das Gefühl dafür, Ein vereinigter Mensch oder Ein Fleisch zu sein, absorbiert wird und abstumpft, endlich da die, welche ihre Ehepartner nur äußerlich und nicht innerlich lieben, nichts davon hören wollen, kann dies leichter als aus dem Munde eines Erdenbewohners aus dem eines Himmelsbewohners bestätigt werden:
Solche, die schon Äonen hindurch mit ihren Ehegatten gelebt haben, versicherten, daß sie sich in dieser Weise, als Ein Mensch, vereingt fühlen, der Mann mit seiner Frau, die Frau mit ihrem Mann, gegenseitig und wechselseitig. Sie wurden Ein Mensch gemäß dem Wachstum der ehelichen Liebe und werden als Ehegatten Zwei, nämlich Ehemann und Ehefrau, genannt, Einer aber, wenn man vom Engel spricht....."
"Da die Verbindungsfähigkeit und –sehnsucht von Mann und Frau inwendig in allem einzelnen des Mannes und allem einzelnen der Frau liegt, bleibt die gegenseitige und wechselseitige Liebe der Geschlechter im Menschen auch nach seinem Tod. Und da auch im anderen Leben der Mann Mann und das Weib Weib ist und bleibt und beiden die Neigung zur Vereinigung eingeboren ist und bleibt, suchen sie auch hier einen ähnlichen Umgang wie auf Erden.
Im Himmel ist die eheliche Liebe nun rein, keusch und heilig, und daher ist die Vereinigung inniger und vollkommener, erfreulicher und beglückender.
In den himmlischen Ehen findet auch Fortpflanzung statt, aber nicht von Kindern, sondern geistige Fortpflanzung, nämlich von Neigungen und Gedanken. Die beiden Ehegatten werden durch die letzten ehelichen Freuden und Genüsse mehr und mehr zur Ehe des Guten und Wahren vereinigt, und Neigungen und Weisheiten sind die Kinder, die daraus hervorgehen. Zudem werden die Gatten infolge des fortwährenden Einfließens neuer Kräfte verjüngt und erleuchtet. Im Greisenalter gestorbene Menschen kehren in den Frühling ihres Lebens und in die Kräfte jenes Alters zurück und bleiben so in Ewigkeit.
Alle wahrhaft ehelichen Ehen werden vom Herrn eingeleitet und geschlossen. Die göttliche Vorsehung geht bis ins Allereinzelste und ist allumfassend in bezug auf die Ehen und in den Ehen. Alles Angenehme des Himmels quillt aus dem Angenehmen der ehelichen Liebe wie erfrischendes Wasseer aus der Quelle. Immerzu wird dafür gesorgt, daß eheliche Paare geboren werden, und sie werden unter der Leitung des Herrn beständig für die Ehe erzogen, ohne daß der Knabe oder das Mädchen davon weiß. Herangewachsen finden sich Jünglin und Mädchen wie durch geheime Führung irgendwo zusammen und erkennen sogleich, wie aus Instinkt, daß sie einander innerlich gleichen. Sie denken, als wenn es ihnen eine innere Stimme sagte: "Dies ist die meinige! Dies ist der meinige!" Und wenn sie in ihren Gemütern einige Zeit damit umgegangen sind, gestehen sie es einander und gehen auf die Ehe zu.
Man sag, dies geschehe schicksalhaft oder durch Instinkt oder Eingebung und meint damit eine geheime Führung, und so ist es auch: der Herr schließt die inneren Ähnlichkeiten auf, sodaß sie einander sehen und erkennen. Doch Er sieht solches auch für irdisch Ehelose, die nach der wahrhaft ehelichen Liebe und einem wahrhaft ehelichen Partner verlangen, vor und sorgt dafür, daß sie in der anderen Welt einen ihnen innerlich ähnlichen Menschen finden. Glückliche Ehen werden für sie vorgesehen, in die sie aber erst, wenn sie im Himmel sind, eintreten.
JAKOB LORBER
(1800-1864) Bedeutendster Seher seit biblischen Zeiten. Gebürtig aus der Südsteiermark. Nach seiner Audition im März 1940 verfaßte der schlichte Musiklehrer von mittlerer Schulbildung insgesamt 25 Bände durch das "Innere Wort", die als neue Offenbarung des Gottesgeistes der Menschheit ein klares, vertieftes Wissen um das Woher, Wohin und Warum seines Daseins schenkten. Hauptwerk ist das zehnbändige "Große Evangelium Johannes", das eine die biblischen Evangelien ums Vielfache ergänzende Darstellung der drei Lehrjahre Christi enthält. Damit wurde die aus den Handlungen und Lehrgesprächen von Jesus hervorgegangene Urlehre des Christentums – die durch Zeit und Übersetzungen mannigfaltig verändert und entstellt worden war – aufs neue wiedergeoffenbart. Jakob Lorber empfand sich als "Schreibknecht Gottes" und führte das von ihm vernehmlich gehörte Diktat auf Jesus Christus zurück.
Auszüge:
"In allem liegt der ewige Drang der Vereinigung oder das stete Anziehen des Gleichgesinnten. Ja selbst die scheinbar leblose Materie hat Angleichungsgesetze. Ich als die höchste Liebe bin die Macht, die alles zusammenhält und den Menschen Mir und seinem ergänzenden Geiste näher führt. Und so soll und wird die Geistergemeinschaft werden, welche, weit über dieses kurze Erdenwanderleben hinaus, erst dort vollkommen wird, wo kein fester, materieller Körper die Schwingen der Seele mehr hemmt, sondern jedes Meiner Kinder, vereint mit dem geliebten Ergänzungsgeiste, Meinen Gesetzen gemäß Mir in unendlicher Liebe wieder zurückgibt, was Ich in sie hineingelegt habe."
"Auf einer gewisen Stufe der Entwicklung trennt Gott eines jeden Urgeistes männlich-positiven und weiblich-negativen Wesensteil und schickt sie auf gesonderten Lebenswegen in die Welt, um auf den verschiedenen Stufen des materiellen Naturlebens eine Seele aus dem Gerichte der Materie zu erlösen und durch Demut und Liebe zur Vollendung zu führen.
Eines Tages werden sich nach Gottes Ratschluß in einem bestimmten Zeitpunkt der Reife, sei es im Diesseits oder im Jenseits, diese beiden ursprünglich zusammengehörigen Hälften wiederfinden dürfen, bereichert durch die mit heiliger Engelsliebe erlösten und zur himmlischen Vollkommenheit geläuterten Seelenelemente.
Mit tiefem, aus dem Innersten des Herzens quellendem Empfinden werden sie sich als zusammengehörig erkennen.
Und solch ein auf der Liebe von Geist zu Geist begründeter Bund ist dann, wenn die Gatten in ihrem Fühlen und Streben auch seelisch vollkommen eins geworden sind, wiederum wie im Uranfange eine vollkommenste Ehe der Himmel Gottes."
(Aus KINDHEIT UND JUGEND JESU)
Auszug der Rede an Cyrenius und Tullia:
"Ich bin nicht ein Herr dessen, was der Welt ist; daher seid ihr von Mir aus in allem Weltlichen frei!
Habt ihr euch aber schon beim ersten Anblicke laut dieses lebendigen Gesetzes erkannt und verbunden, da sollet ihr euch nicht mehr trennen, so ihr nicht sündigen wollet vor Mir! Ich halte aber kein weltlich Eheband für gültig, sondern allein das des Herzens; wer dieses bricht, der ist ein wahrhaftiger Ehebrecher vor Mir!
Du, Mein Cyrenius, hast zu dieser Tochter dein Herz gar mächtig gefaßt; daher sollst du es nicht mehr abwenden von ihr!
Und du, Tochter, aber warst beim ersten Anblicke brennend schon in deinem Herzen zum Cyrenius, darum bist du schon sein Weib vor Mir und brauchst nicht erst eines zu werden!
Denn bei Mir gilt nicht äußerer Rat oder Widerrat, sondern allein der Rat eurer Herzen ist bei Mir gültig.
Bleibt sonach diesem für ewig getreu, wollt ihr nicht zu wahrhaftigen Ehebrechern werden vor Mir!...."
(Während der drei Lehrjahre von Jesus wird im Großen Evangelium von mehreren Paaren berichtet, die Jesus zusammen führte und die offensichtlich Duale waren. Vielleicht findet jemand die entsprechenden Texte).
Auszüge aus den Jenseits-Werken:
"Nur Ehen, die allein Mich zum Grunde haben, werden ewig bestehen, weil ihr Grund ein ewiger ist."
"An dem Weibe wird du dich erproben und festen nach und nach für die bleibende Glut der mächtigsten Liebe zu Mir. Denn für jetzt ist die Zeit noch nicht da, in der die Menschen mit Mir auch ohne ein Weib in die vollkommenste Ehe treten können. Und so ist es jetzt noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und also auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir."
"Der Kuß der wahren Liebe ist das Erkennen zweier Seelen, daß sie füreinander geschaffen sind.
Wer will dieses beschreiben?! Dieser Kuß ist aus der Heimat der Engel. Er ist ein schwaches Abbild vom Zusammenschmelzen zweier Seelen drüben. Auf Erden ist er das einzige Symbol der großen Liebe Gottes. Wo die Lippe als Sprachwerkzeug versagt, da leiht ihr die Liebe noch den letzten, den höchsten Ausdruck der Berührung des anderen Wesens, dem es sein ganzes Ich, seine ganze Seele geben möchte. Und so ist es der reine Kuß wahrer Liebe, worin körperliche Mitteilung ihr Ende hat und die geistige ihren Anfang nimmt."
"Du wirst erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch schöner und vollkommener! Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weibe, mit dem du stets weiser und seliger werden wirst."
"Das himmlische Weib, das Ich dir hier geben werde, liebe also wie dich selbst! Sei eins mit ihr, auf daß du mit ihr darstellest einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen Wahren, Himmlischen und Liebtätigkeitsguten. – In diesem Weibe wirst du fühlen die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in dir, und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir völlig eins werdet."
(Habe diese Auszüge früher einmal gesammelt und leider versäumt die Quellenangabe dazu zu schreiben. Möglicherweise stammen alle Texte aus den Jenseitswerken?)
GOTTFRIED MAYERHOFER
Nach Jakob Lorber, dem gottbegnadeten, steirischen Mystiker des 19. Jhdts., war Gottfried Mayerhofer in Triest einer der ersten, die das "Innere Wort" in sich vernahmen und das Gehörte für ihre Mit- und Nachwelt niederschrieben.
In dem Werk PREDIGTEN DES HERRN (Jakob Lorber Verlag) bezieht sich Jesus auf die Hochzeit zu Kana.
Auszüge:
"...Eine Hochzeit ist zwar ein schon oft dagewesener und sich stets wiederholender Akt. Er wird aber, obwohl viel Geistiges in ihm verborgen ist, von den meisten Menschen nur materiell verstanden und begangen.
Wenn es nur eine solche Hochzeit gewesen wäre, so würde man Mich dort nicht gefunden haben....."
"Um bei der Hochzeit zu Kana wieder anzuknüpfen, muß Ich vorausschicken, was eine Hochzeit eigentlich ist, wie sie bei euch gefeiert wird, und wie Ich sie gefeiert haben möchte, damit ihr später die geistige Bedeutung derselben inbezug auf die ganze Menschheit erkennen möget, indem die Verbindung zweier Menschen, in der Entsprechung, auch für die ganze Menschheit ihre tiefe Bedeutung hat.
Eine Hochzeit ist der Abschluß eines vorhergegangenen Übereinkommens zweier Menschen verschiedenen Geschlechts, welche, durch Sympathie angezogen, dem Drang ihrer Seele nachgeben und gesonnen sind, diese einmal angefangene geistige Verbindung während ihrer Lebensdauer nicht mehr aufzugeben, sondern, stets mehr eins miteinander werdend, Freud und Leid gemeinsam zu tragen. So wird, infolge dieser gleichen Gesinnung, durch einen gesetzlichen Akt die Ehe geschlossen, in der die einzelne Individualität eigentlich aufhört, und ein gemeinsames Leben, das Leben der Familie, vorgezogen wird.
Solch ein Akt zweier Seelen, die sich erkannt haben, und ihre dauernde Verbindung sollten nicht nur für dieses kurze Erdenleben, sondern auch für das jenseitige Leben gelten, wo beide durch das Streben nach gleichem Ziele sich stets mehr und mehr vereinigen und am Ende – wie ihr sagt – ‚ein Herz und ein Sinn‘ werden sollen."
Sammlung von Texten über Dual-Seelen
PLATONS GASTMAHL
"Mich dünkt", sprach Zeus im Rat der Götter, "ich habe ein Mittel, daß es weiterhin Menschen gibt, aber sie schwächt, damit sie von ihrem wüsten Wesen ablassen. Ich schneide jeden mitten durch."
Sprach’s und schnitt die Menschen, die Mann und Weib in einem Körper waren, so der Länge nach durch, wie man Birnen zum Einlegen durchschneidet. Als nun das ursprüngliche Wesen entzweigeschnitten war, ging jede Hälfte voller Sehnsucht nach ihrem Gegenstück auf die Suche.
Sie umschlangen sich mit den Armen und verflochten sich miteinander im Verlangen zusammenzuwachsen. Sehnsucht und Drang, ein Ganzes zu sein, heißt Eros.
Die eigentliche Botschaft von Genesis 4,25 vermittelt uns Platon, der dem Aristophanes im Gastmahl die folgenden Worte in bezug auf das Wiedererkennen zweier Dualseelen in den Mund legt:
"Wenn nun einer von diesen oder jenen anderen seiner eigenen Hälfte zum ersten Mal begegnet, da werden er und der andere wundersam von Freundschaft, Heimlichkeit und Liebe bewegt, und beide wollen nicht mehr voneinander lassen."
PLATONISCHE LIEBE
"Nennt man diejenige, die sich zu der geliebten Person nicht durch Sinnenreiz hingezogen fühlt, sondern durch die Schönheit der Seele und des Charakters; platonisch heißt sie, weil Plato im "Gastmahl" sie von Pausanias also erklären läßt."
(Geflügelte Worte und Zitatenschatz von Georg Büchmann"
KABBALA
(Jüdische Geheimlehre – ursprünglich mündlich überliefert seit Moses, einige Wissenschafter vermuten seit Adam)
Auszug aus dem Buch DIE KABBALA von Papus. (Fourier Verlag Wiesbaden)
"Der Mensch kommt von Gott und kehrt zu ihm zurück. Doch müssen wir drei Hauptphasen auf diesem Wege unterscheiden:
1. Der Ausgangspunkt. – Die Kabbala lehrt die Emanationstheorie. (Die kabbalistische Ausstrahlungslehre oder Emanationstheorie ist philosophische Energielehre, metaphysische Dynamik, in der die Gottheit oder das Absolute als reines Sein zugleich höchste Energie ‚actus purus‘ ist). Ursprünglich ist der Mensch als reiner Geist aus Gott emaniert. Nach dem Ebenbilde Gottes inbezug auf geistige Kraft und Intelligenz (Chocma und Binah) d. h. als Positives und Negatives geschaffen, ist er auch zugleich männlich und weiblich, Adam-Eva, obwohl er doch ursprünglich e i n e i n z i g e s W e s e n bildet. Infolge des Sündenfalles vollzogen sich die folgenden beiden Erscheinungen:
Es schließt eben die menschliche Natur auf allen Stufen ihrer Existenz die beiden Prinzipien in sich ein, aus deren Verbindung ein Mittelglied hervorgeht, wodurch die Trinität als Resultat, als vollkommenster Ausdruck erzeugt wird.
Der himmlische Adam (Adam Kadmon) und Adam Protoplast sind die Verbindung eines männlichen und weiblichen Prinzips. Dies mußte sein, damit daraus der irdische Mensch entstehen konnte, und diese Unterscheidung findet sowohl hinsichtlich des Körpers als auchder Seele, in ihrer höchsten Reinheit betrachtet, statt; der Zohar sagt:
‚Jede Form, in welcher man nicht ein männliches und ein weibliches Prinzip findet, ist keine obere und vollkommene Form. Der Heilige, gelobt sei er, schlägt seine Wohnung nur an einem Ort auf, wo diese beiden Prinzipien vollkommen vereinigt sind. Nur von hier und durch diese Vereinigung strömt der Segen herab, wie wir aus folgenden Worten ersehen: Er segnete sie und nannte ihren Namen Adam an dem Tag, an welchem er sie schuf, denn selbst der gegebene Name Mensch kann nur einem Mann und einer Frau werden, welche zu einem einzigen Wesen vereinigt sind.‘
Die Seele war ursprünglich so eng mit der höchsten Intelligenz verbunden, daß beide Hälften des menschlichen Wesens, in welchem alle Elemente unserer geistigen Natur zusammengefaßt sind, sich miteinander vereinigt befanden, bevor sie auf diese Welt kamen, um sich selbst zu erkennen und sich von neuem im Schoße der Gottheit zu vereinigen.
Dieser Gedanke ist nirgends so rein ausgedrückt als in folgendem Fragment:
‚Vor ihrer Herabkunft auf die Erde ist jede Seele und jeder Geist aus einem Mann und einer Frau zusammengesetzt, welche zu einem einzigen Wesen vereingt sind. Indem sie zur Erde herabsteigen, trennen sich beide Hälften und beseelen verschiedene Körper. Wenn aber die Zeit der Ehe gekommen ist, vereinigt der Heilige, gelobt sei er, welcher alle Seelen und alle Geister kennt, sie wie zuvor, und alsdann bilden sie wie vorher einen einzigen Körper und eine einzige Seele. Aber das sie verbindende Band entspricht den Werken des Menschen und den Wegen, welche er wandelte.
Wenn der Mensch rein war und fromm handelte, so wird er sich einer Vereinigung erfreuen, welche vollkommen jener gleicht, die seiner Geburt vorausging.‘
Scheint hier der Autor nicht von den Androgynen im "Gastmahl" des göttlichen Plato zu sprechen, deren Name in der uralten Tradition der Hebräer bekannt genug ist?!"
LUTHER-Bibel
(In der katholischen Übersetzung fehlen die Worte "Ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber.")
"Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.*
*Wörtlich: ich will ihm eine Hilfe schaffen als sein Gegenüber (d. h. die zu ihm paßt)....
Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch.
Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist."
EMANUEL SWEDENBORG
Großes Universal Lexikon (Lingen Verlag Köln): "Swedenborg, Emanuel, eig. Svedberg, schwe. Naturphilosoph und Theosoph * Stockhom 29. 1. 1688, + London 29. 3. 1772.
Eine relig. Krise führte zu visionären Erlebnissen; wollte das Christentum erneuern, beschäftigte sich mit myst. Naturphilos.; sein Glaube an eine Verbindung mit der ‚Geisterwelt‘ beeinflußte die schwed. Literatur."
(Swedenborg beeinflußte vor allem Goethe und dessen Werke. Von der Kirche wurde Swedenborg als Narr abgetan, da sich seine Schauungen nicht mit den Dogmen deckten.
Von Helen Keller wird berichtet, daß sie die Lektüre der Swedenborg-Bücher als ihr größtes Glück empfand. Wie sein Nachfolger Jakob Lorber kam Swedenborg zur Erkenntnis, daß die Geistige also Innere Kirche, die von Jesus gegründete Kirche ist. Im weiteren, daß Gott nicht aus drei Personen besteht, sondern in Jesus alle drei Wesenheiten enthalten sind. Durch seine Schauungen in Jenseits erfuhr Swedenborg von der geteilten und wieder vereinten Seele.
Auszüge aus dem Buch:
DER MENSCH ALS MANN UND WEIB Sexualität und eheliche Liebe in der Schau Emanuel Swedenborg erläutert von Gerhard Gollwitzer (Swedenborg Verlag Zürich)
"Ich habe von Engeln gehört, daß sie wahrnahmen, wie die Wonnen der ehelichen Liebe bei ihnen erhöht und erfüllt werden, wenn sie von keuschen irdischen Ehegatten zu ihnen heraufsteigen. Auf die Frage, ob es sich so auch mit den letzten Freuden verhalte, antworteten sie leise: ‚Wie denn anders? Sind diese nicht jene in ihrer Fülle?‘ Ein Engel sagte: ‚Wir zwei sind Eins, ihr Leben ist in mir, mein Leben ist in ihr. Wir sind zwei Gestalten, aber Eine Seele. Unsere Vereinigung ist wie die der zwei Kammern in der Brust, dem Herzen und der Lunge: sie ist mein Herz, und ich bin ihre Lunge. Und weil wir hier unter Herz die Liebe und unter Lunge die Weisheit verstehen, so ist sie die Liebe meiner Weisheit, und ich bin die Weisheit ihrer Liebe, ihre Liebe umhüllt von außen her meine Weisheit, und meine Weisheit ist von innen her in ihrer Liebe‘. Da ward unsere Umgebung wie mit Gold überzogen, und ich fragte: ‚Woher kommt dies?‘ Er antwortete: ‚Vom flammenden Licht, das wie Gold glänzt und alles bestrahlt und durchdringt, während wir über die eheliche Liebe sprechen. Die Wärme aus unserer Sonne die in ihrem Wesen Liebe ist, entbidet sich dabei und färbt das Licht, das in seinem Wesen Wahrheit ist, mit ihrem Gold, und dies geschieht, weil die eheliche Liebe in ihrem Ursprung das Spiel der Weisheit und der Liebe ist. Von daher stammt auch das Ergötzliche dieses Spiels in der ehelichen Liebe und aus ihr das in unserer Liebe."
"Zuweilen bleiben frühere Verbindungen erhalten, zuweilen werden neue mit Gleichgesinnten geknüpft. Dies geschieht denen, die schon auf Erden eine liebevolle eheliche Verbindung ersehnt und vom Herrn erfleht hatten. Dann wird dem Mann eine für ihn passende Gattin, der Frau ein ebensolcher Gatte gegeben, denn in den Himmel können nur solche aufgenommen werden, die innerlich vereinigt sind oder wie in Eins vereinigt werden können. Dort werden zwei Ehegatten nicht zwei, sondern Ein Engel genannt.
Zwei echte Ehegatten werden durch den Tod des einen nicht wirklich getrennt, weil der Geist des Verstorbenen immerfort mit dem Geist des noch nicht Verstorbenen zusammenlebt bis zum Tod des anderen.
Dann kommen sie wieder ganz zusammen und vereinigen sich wieder völlig und lieben sich noch zärtlicher als vorher, weil sie in der geistigen Welt sind.
Die in wahrhaft ehelicher Liebe leben, fühlen sich schon im irdischen Dasein wie Ein vereinter Mensch oder wie ‚Ein Fleisch‘. Da es heutzutage auf Erden nur wenig wahrhaft eheliche Liebe gibt, und da hier die Ehegatten zudem mit einem so groben körper umhüllt sind, daß das Gefühl dafür, Ein vereinigter Mensch oder Ein Fleisch zu sein, absorbiert wird und abstumpft, endlich da die, welche ihre Ehepartner nur äußerlich und nicht innerlich lieben, nichts davon hören wollen, kann dies leichter als aus dem Munde eines Erdenbewohners aus dem eines Himmelsbewohners bestätigt werden:
Solche, die schon Äonen hindurch mit ihren Ehegatten gelebt haben, versicherten, daß sie sich in dieser Weise, als Ein Mensch, vereingt fühlen, der Mann mit seiner Frau, die Frau mit ihrem Mann, gegenseitig und wechselseitig. Sie wurden Ein Mensch gemäß dem Wachstum der ehelichen Liebe und werden als Ehegatten Zwei, nämlich Ehemann und Ehefrau, genannt, Einer aber, wenn man vom Engel spricht....."
"Da die Verbindungsfähigkeit und –sehnsucht von Mann und Frau inwendig in allem einzelnen des Mannes und allem einzelnen der Frau liegt, bleibt die gegenseitige und wechselseitige Liebe der Geschlechter im Menschen auch nach seinem Tod. Und da auch im anderen Leben der Mann Mann und das Weib Weib ist und bleibt und beiden die Neigung zur Vereinigung eingeboren ist und bleibt, suchen sie auch hier einen ähnlichen Umgang wie auf Erden.
Im Himmel ist die eheliche Liebe nun rein, keusch und heilig, und daher ist die Vereinigung inniger und vollkommener, erfreulicher und beglückender.
In den himmlischen Ehen findet auch Fortpflanzung statt, aber nicht von Kindern, sondern geistige Fortpflanzung, nämlich von Neigungen und Gedanken. Die beiden Ehegatten werden durch die letzten ehelichen Freuden und Genüsse mehr und mehr zur Ehe des Guten und Wahren vereinigt, und Neigungen und Weisheiten sind die Kinder, die daraus hervorgehen. Zudem werden die Gatten infolge des fortwährenden Einfließens neuer Kräfte verjüngt und erleuchtet. Im Greisenalter gestorbene Menschen kehren in den Frühling ihres Lebens und in die Kräfte jenes Alters zurück und bleiben so in Ewigkeit.
Alle wahrhaft ehelichen Ehen werden vom Herrn eingeleitet und geschlossen. Die göttliche Vorsehung geht bis ins Allereinzelste und ist allumfassend in bezug auf die Ehen und in den Ehen. Alles Angenehme des Himmels quillt aus dem Angenehmen der ehelichen Liebe wie erfrischendes Wasseer aus der Quelle. Immerzu wird dafür gesorgt, daß eheliche Paare geboren werden, und sie werden unter der Leitung des Herrn beständig für die Ehe erzogen, ohne daß der Knabe oder das Mädchen davon weiß. Herangewachsen finden sich Jünglin und Mädchen wie durch geheime Führung irgendwo zusammen und erkennen sogleich, wie aus Instinkt, daß sie einander innerlich gleichen. Sie denken, als wenn es ihnen eine innere Stimme sagte: "Dies ist die meinige! Dies ist der meinige!" Und wenn sie in ihren Gemütern einige Zeit damit umgegangen sind, gestehen sie es einander und gehen auf die Ehe zu.
Man sag, dies geschehe schicksalhaft oder durch Instinkt oder Eingebung und meint damit eine geheime Führung, und so ist es auch: der Herr schließt die inneren Ähnlichkeiten auf, sodaß sie einander sehen und erkennen. Doch Er sieht solches auch für irdisch Ehelose, die nach der wahrhaft ehelichen Liebe und einem wahrhaft ehelichen Partner verlangen, vor und sorgt dafür, daß sie in der anderen Welt einen ihnen innerlich ähnlichen Menschen finden. Glückliche Ehen werden für sie vorgesehen, in die sie aber erst, wenn sie im Himmel sind, eintreten.
JAKOB LORBER
(1800-1864) Bedeutendster Seher seit biblischen Zeiten. Gebürtig aus der Südsteiermark. Nach seiner Audition im März 1940 verfaßte der schlichte Musiklehrer von mittlerer Schulbildung insgesamt 25 Bände durch das "Innere Wort", die als neue Offenbarung des Gottesgeistes der Menschheit ein klares, vertieftes Wissen um das Woher, Wohin und Warum seines Daseins schenkten. Hauptwerk ist das zehnbändige "Große Evangelium Johannes", das eine die biblischen Evangelien ums Vielfache ergänzende Darstellung der drei Lehrjahre Christi enthält. Damit wurde die aus den Handlungen und Lehrgesprächen von Jesus hervorgegangene Urlehre des Christentums – die durch Zeit und Übersetzungen mannigfaltig verändert und entstellt worden war – aufs neue wiedergeoffenbart. Jakob Lorber empfand sich als "Schreibknecht Gottes" und führte das von ihm vernehmlich gehörte Diktat auf Jesus Christus zurück.
Auszüge:
"In allem liegt der ewige Drang der Vereinigung oder das stete Anziehen des Gleichgesinnten. Ja selbst die scheinbar leblose Materie hat Angleichungsgesetze. Ich als die höchste Liebe bin die Macht, die alles zusammenhält und den Menschen Mir und seinem ergänzenden Geiste näher führt. Und so soll und wird die Geistergemeinschaft werden, welche, weit über dieses kurze Erdenwanderleben hinaus, erst dort vollkommen wird, wo kein fester, materieller Körper die Schwingen der Seele mehr hemmt, sondern jedes Meiner Kinder, vereint mit dem geliebten Ergänzungsgeiste, Meinen Gesetzen gemäß Mir in unendlicher Liebe wieder zurückgibt, was Ich in sie hineingelegt habe."
"Auf einer gewisen Stufe der Entwicklung trennt Gott eines jeden Urgeistes männlich-positiven und weiblich-negativen Wesensteil und schickt sie auf gesonderten Lebenswegen in die Welt, um auf den verschiedenen Stufen des materiellen Naturlebens eine Seele aus dem Gerichte der Materie zu erlösen und durch Demut und Liebe zur Vollendung zu führen.
Eines Tages werden sich nach Gottes Ratschluß in einem bestimmten Zeitpunkt der Reife, sei es im Diesseits oder im Jenseits, diese beiden ursprünglich zusammengehörigen Hälften wiederfinden dürfen, bereichert durch die mit heiliger Engelsliebe erlösten und zur himmlischen Vollkommenheit geläuterten Seelenelemente.
Mit tiefem, aus dem Innersten des Herzens quellendem Empfinden werden sie sich als zusammengehörig erkennen.
Und solch ein auf der Liebe von Geist zu Geist begründeter Bund ist dann, wenn die Gatten in ihrem Fühlen und Streben auch seelisch vollkommen eins geworden sind, wiederum wie im Uranfange eine vollkommenste Ehe der Himmel Gottes."
(Aus KINDHEIT UND JUGEND JESU)
Auszug der Rede an Cyrenius und Tullia:
"Ich bin nicht ein Herr dessen, was der Welt ist; daher seid ihr von Mir aus in allem Weltlichen frei!
Habt ihr euch aber schon beim ersten Anblicke laut dieses lebendigen Gesetzes erkannt und verbunden, da sollet ihr euch nicht mehr trennen, so ihr nicht sündigen wollet vor Mir! Ich halte aber kein weltlich Eheband für gültig, sondern allein das des Herzens; wer dieses bricht, der ist ein wahrhaftiger Ehebrecher vor Mir!
Du, Mein Cyrenius, hast zu dieser Tochter dein Herz gar mächtig gefaßt; daher sollst du es nicht mehr abwenden von ihr!
Und du, Tochter, aber warst beim ersten Anblicke brennend schon in deinem Herzen zum Cyrenius, darum bist du schon sein Weib vor Mir und brauchst nicht erst eines zu werden!
Denn bei Mir gilt nicht äußerer Rat oder Widerrat, sondern allein der Rat eurer Herzen ist bei Mir gültig.
Bleibt sonach diesem für ewig getreu, wollt ihr nicht zu wahrhaftigen Ehebrechern werden vor Mir!...."
(Während der drei Lehrjahre von Jesus wird im Großen Evangelium von mehreren Paaren berichtet, die Jesus zusammen führte und die offensichtlich Duale waren. Vielleicht findet jemand die entsprechenden Texte).
Auszüge aus den Jenseits-Werken:
"Nur Ehen, die allein Mich zum Grunde haben, werden ewig bestehen, weil ihr Grund ein ewiger ist."
"An dem Weibe wird du dich erproben und festen nach und nach für die bleibende Glut der mächtigsten Liebe zu Mir. Denn für jetzt ist die Zeit noch nicht da, in der die Menschen mit Mir auch ohne ein Weib in die vollkommenste Ehe treten können. Und so ist es jetzt noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und also auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir."
"Der Kuß der wahren Liebe ist das Erkennen zweier Seelen, daß sie füreinander geschaffen sind.
Wer will dieses beschreiben?! Dieser Kuß ist aus der Heimat der Engel. Er ist ein schwaches Abbild vom Zusammenschmelzen zweier Seelen drüben. Auf Erden ist er das einzige Symbol der großen Liebe Gottes. Wo die Lippe als Sprachwerkzeug versagt, da leiht ihr die Liebe noch den letzten, den höchsten Ausdruck der Berührung des anderen Wesens, dem es sein ganzes Ich, seine ganze Seele geben möchte. Und so ist es der reine Kuß wahrer Liebe, worin körperliche Mitteilung ihr Ende hat und die geistige ihren Anfang nimmt."
"Du wirst erst durch sie ein vollkommener Mensch und Engel, und sie durch dich noch schöner und vollkommener! Ich gebe sie dir zu einem wahren himmlischen Weibe, mit dem du stets weiser und seliger werden wirst."
"Das himmlische Weib, das Ich dir hier geben werde, liebe also wie dich selbst! Sei eins mit ihr, auf daß du mit ihr darstellest einen vollkommenen Menschen, welcher ist in dem vollkommenen Wahren, Himmlischen und Liebtätigkeitsguten. – In diesem Weibe wirst du fühlen die Macht deiner Liebe zu Mir und das Weib die Macht Meiner Weisheit in dir, und so werdet ihr sein wie eins in Meiner ewigen Liebe und Weisheit. Der höchste Grad eurer Wonne wird dann sein, wann immer ihr in der Liebe zu Mir völlig eins werdet."
(Habe diese Auszüge früher einmal gesammelt und leider versäumt die Quellenangabe dazu zu schreiben. Möglicherweise stammen alle Texte aus den Jenseitswerken?)
GOTTFRIED MAYERHOFER
Nach Jakob Lorber, dem gottbegnadeten, steirischen Mystiker des 19. Jhdts., war Gottfried Mayerhofer in Triest einer der ersten, die das "Innere Wort" in sich vernahmen und das Gehörte für ihre Mit- und Nachwelt niederschrieben.
In dem Werk PREDIGTEN DES HERRN (Jakob Lorber Verlag) bezieht sich Jesus auf die Hochzeit zu Kana.
Auszüge:
"...Eine Hochzeit ist zwar ein schon oft dagewesener und sich stets wiederholender Akt. Er wird aber, obwohl viel Geistiges in ihm verborgen ist, von den meisten Menschen nur materiell verstanden und begangen.
Wenn es nur eine solche Hochzeit gewesen wäre, so würde man Mich dort nicht gefunden haben....."
"Um bei der Hochzeit zu Kana wieder anzuknüpfen, muß Ich vorausschicken, was eine Hochzeit eigentlich ist, wie sie bei euch gefeiert wird, und wie Ich sie gefeiert haben möchte, damit ihr später die geistige Bedeutung derselben inbezug auf die ganze Menschheit erkennen möget, indem die Verbindung zweier Menschen, in der Entsprechung, auch für die ganze Menschheit ihre tiefe Bedeutung hat.
Eine Hochzeit ist der Abschluß eines vorhergegangenen Übereinkommens zweier Menschen verschiedenen Geschlechts, welche, durch Sympathie angezogen, dem Drang ihrer Seele nachgeben und gesonnen sind, diese einmal angefangene geistige Verbindung während ihrer Lebensdauer nicht mehr aufzugeben, sondern, stets mehr eins miteinander werdend, Freud und Leid gemeinsam zu tragen. So wird, infolge dieser gleichen Gesinnung, durch einen gesetzlichen Akt die Ehe geschlossen, in der die einzelne Individualität eigentlich aufhört, und ein gemeinsames Leben, das Leben der Familie, vorgezogen wird.
Solch ein Akt zweier Seelen, die sich erkannt haben, und ihre dauernde Verbindung sollten nicht nur für dieses kurze Erdenleben, sondern auch für das jenseitige Leben gelten, wo beide durch das Streben nach gleichem Ziele sich stets mehr und mehr vereinigen und am Ende – wie ihr sagt – ‚ein Herz und ein Sinn‘ werden sollen."
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Von: MfG [myrta
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 07:06
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
Wichtigkeit: Hoch
Dear Lorberfriends,
Mein Neubannungs- Beitrag, den ich für die Bertha Dudde -Liste schrieb, wurde von mir versehentlich in diese Liste gesendet. Nach dem ich den Fehler bemerkte, habe ich den Artikel im Freundeskreis-Lorberkiste sofort ausgelöscht. Da können schon mal Fehler unterlaufen, wenn man mehreren Gruppen angehört, nicht wahr? Ich bitte den Hans daher um Entschuldigung.
Hans schrieb:
So wie Gott in sich aus zwei Wesen besteht, so wird
auch der vollendete Mensch aus zwei Wesen bestehen, die unzertrennbar
zusammengehören und doch zwei sind: Mann und Frau. Da wären wir wieder beim
Dual. Ob aber ein Mensch seinen Dualpartner erst im Himmel von Gott erhält oder
schon immer einen hat, bloß getrennt wurde von ihm, das ist eine Frage, die mir
mein Verstand nicht lösen kann, und die auch bei Lorber nicht eindeutig
beantwortet wird. Wir sprachen schon oft darüber. Für beide Annahmen gibt es
Hinweise. Doch scheint es nicht wichtig für uns zu sein, dies schon vor der
Zeit zu erfahren. Aber reizvoll ist der Gedanke schon.
Die Liebe und nur die Liebe allein, kann Gott
erkennen nicht der kalte Verstand. So auch nur die Liebe allein kann das Dual
erkennen nie der Verstand. Der Verstand ist nimmer fähig das Dual zuerkennen
nur das Herz. Der Verstand zweifelt immer, darum können wir Gott nur mit dem
Herzen wahrnehmen. Wenn wir im Geiste, zumindest halb, wiedergeboren sind, ist
unser Herz so weit geläutert, das unser Herz das wahre Dual auch erkennt.
Und dadurch bald ein vollkommener Mensch wird, vorher ist das nur schwer möglich.
Zu diesem Thema kann ich nur sagen, daß wir am
Anfang- als Gott uns erschuf - wir vollkommen waren wie Gott, das Männliche und
Weibliche in uns vereinigt.. Durch den Abfall, erstarrten die abgefallenen
Geister in der Materie. Und für die Erlösung muessen sich diese Seelenpartikel
durch das Mineralreich Planzenreich und Tierreich wieder sammeln.
Als die ersten Seelenpartikel soweit gereift waren
oder sich gesammelt hatten für einen vollkommenen Menschen mit dem hinzugefügten
Gottesfunken, entstand ein vollkommener Mensch, der Adam.
(Aus
Lebensblaetter I, von 1891) ( No. 58 Wegweiser ins New Salems Licht Teil II, F)
New Salems Verlag Bietigheim (Wuerttbg)
Wäre Adams Seele so geläutert gewesen, wie Gott
die Seele geläutert haben will, so hätte er nicht fallen können, und eine Eva
wäre niemals geschaffen worden. Durch seinen mit Gott vereinten Willen hätte
er die Lebenskeime hinzustellen können, wie Gott es tut.
Gott wäre ihm dann Alles in Allem geblieben, und er
von Gott stets empfangend und weiter gestaltend. Das genügte ihm aber auf die
Dauer nicht, er wollte auch geben wie Gott, und ein anderes Wesen sollte es
empfangen und ausgebären! Dieser Wunsch fing an, ihn zu beherrschen. Gott gab
ihm, da Er sah, dass er von Ihm abgefallen, nach seinem Verlangen, damit er
erkannte, wieviel er nun verloren hatte. Als Gott sich deshalb von ihm zurückzog,
sagte er, dass er aus sich nicht erschaffen konnte, und er betrübte sich, dass er
durch die Schlange in sich, die Eigenliebe, so tief gefallen war und aus einem
Gottmenschen mit der ausstrahlenden Gotteskraft ein Tiermensch geworden war.
Gott stellte deshalb das, was nun von dem Manne beherrscht und gedemütigt
werden sollte, seine Eigenliebe, ihm als unzertrennliche Gefährtin an die Seite
und band sie unter seinen Willen, weil die Eigenliebe nur durch Demütigung
getilgt werden kann. Er schuf deshalb die Eigenliebe in der Fleischesform des
Weibes. Diese hatte nun einen schweren Stand, sie ist der Sündenbock, um
dessentwillen Adam fiel, noch ehe sie in die sichtbare Erscheinlichkeit
getreten war. "Da sie aber vieles zu tragen bestimmt war, so gab Ich ihr
ein Gemüt , weich und schmiegsam und stark im Dulden und Ertragen, auch formte
Ich sie aus zarterem Stoff, dass sie schwächer sei als der Mann dem Körper
nach. Dem Manne aber legte Ich die Liebe für das Schwache und Zarte, und dem
Weibe die Liebe und das Starke und Rauhe in das Herz. So ist der Mann zwar Herr
des Weibes, denn sie gehört zu ihm und ist ein Teil von seiner Seele,
ausgeschieden von ihm für die Zeit der Läuterung und eingekleidet in einen
eigenen Fleischleib, aber dennoch ihr zugetan. Und wenn ein Weib auch mehrere Männer
gehabt hat auf Erden, weil sie sich wieder verheiratet hat aus mancherlei Gründen,
so kann sie doch nur einen Mann wahrhaftig lieben, und zwar den, zu dessen Seele
sie gehört, und dessen Seele sie einst ergänzen und vervollständigen muss;
sie wird auch von keinem anderen Manne verstanden. Ich kann ihr daher auch keine
selbständige Stellung geben in Meiner Schöpfung, so sehr die Frauen auch
darnach trachten, ohne den Mann durch die Welt zu kommen. Den Lebensunterhalt können
sie sich wohl zur Not erwerben, aber die Löse der Seele nimmer, denn die
Eigenliebe kann nur durch Demütigung ausgetilgt werden.
Wenn sie aber den Mann, unter dessen Willen sie sich
beugen soll, meidet, weil sie sich unter ihn nicht demütigen will, so bleibt
die Seele ungeläutert, denn die Eigenliebe beherrscht sie, nicht der, nicht der
Mann, dem sie untertan sein soll! Sonach ist denn alles eitel, wonach sie
streben, denn wenn sie es erreicht haben, ohne den Mann sich eine Existenz zu gründen, was Ich oft zulasse zu ihrer Belehrung, so sind sie dennoch
unbefriedigt. Denn wahrhaft befriedigt fühlt sich ein Weib nicht, wenn sie sich
selber genügt, sondern nur, wenn sie einem Manne genügt; und wenn der
"Zeitgeist", wie ihr es nennt, gegen Meine göttliche Ordnung sich
auflehnt, wie gerade jetzt in der Frauen- Emanzipation, so ist auch Meine Antwort
darauf nicht in weiter Ferne, sondern ihr könnet sie schon jetzt recht deutlich
lesen. Suchet eine Frau, die in der göttlichen Ordnung lebt, und wenn ihr eine
solche gefunden habt, so habt ihr auch eine körperlich gesunde und meist anmutige Frau gefunden!" Aber kaum eine von den Frauen und
Mädchen ist
noch gesund, da sie abweichen von der göttlichen Ordnung. Die den rechten
Weg gefunden haben, soll der Mann mit Sanftmut behandeln, die trotzigen, mit
denen er nichts ausrichten kann, soll er Gott fürbittend ans Herz legen!
"Ich habe mir Geisseln gedungen, das sind die Frauenaerzte, sie schiessen
jetzt wie Pilze aus der Erde und verstehen es gar wohl, mit ihnen fertig zu
werden. Ihrem Manne wollen sie sich nicht beugen, so muessen sie sich dem
Frauenarzte beugen und ihm gehorchen; aber dieser gezwungene Gehorsam bringt
ihnen keinen Gewinn, sondern je mehr sie dem Ärzte gehorchen, desto elender
wird es mit ihnen."
Hinzuzufügen wäre hier noch, dass ich als Frau
das alles akzeptieren kann, sofern der bestimmte Mann auch von Gott
erleuchtet ist, und mindesten halb im Geiste wiedergeboren ist.
Andernfalls läuft eine Frau Gefahr, mit
einem noch blinden Mann in die Grube zu fallen und das bringt eine
Frau auch nicht weiter, nicht wahr???
Something to think about dear Friends.
Dear Greetings
Myrta
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Von: Lothar Bross [a.u.l.bross@onlinehome.de]Von: MfG
Auch ich habe in Lorber irgendwo gelesen: Daß
eine Zeit kommen wird, wenn der Herr den Strahl sammeln wird im Weibe, um die
erloschene Sonne im Mann zu erleuchten.
Die Lebensblätter aus dem Jahre 1891 geben
eine klare Antwort über Duale, wie Du sagst. Es waren Sammlungen von Lorber
Mayerhofer etc. Ich habe dieses Büchlein schon lange Zeit. Habe die Worte
immer als Wahrheit empfunden.
Gestern, lieber Lothar, habe ich mal nachgeschaut,
was die Hildegard von Bingen darüber schreibt. Sie sagt, dass jede Frau aus
einem Mann entstanden ist. Das bestätigt dann doch auch wieder, dass etwas mit
Adam geschah, also auch mit allen Männern geschah. Von jedem Mann wurde eine
Frau ausgeschieden, wie Eva aus dem Adam, dass bestätigt sich hier
wieder. Eines Tages - hier auf Erden, oder im Jenseits- werden die zwei
getrennten Teile wieder zusammen geführt, nicht wahr?
Ich wünsche Annemarie und Dir einen recht schönen Urlaub, und fuer Euch des Herrn Schutz und Liebe.
Von: Hans
Gesendet: Mittwoch, 22. August 2001 11:58
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Jeder Geist hat seinen Preis !
In einer eMail vom 12.03.04 19:04:05 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt
maier_ralf@gmx.de:
Entweder können ein Mann und eine Frau eine Einheit werden, oder sie sind seit Adams Schlaf dazu bestimmt eine Einheit zu werden.
------------------
Lieber Ralf,
hierauf will ich dir gerne meine subjektive Wahrheit (meine höchst
persönliche Glaubensüberzeugung) nennen. Jeder mag das anders für sich
sehen: aber dir ist ja bekannt was "subjektive Wahrheit" ist: es ist die
tiefen Überzeugung (= Glaube) im eigenen Gemüt.
Ich gehe für mich davon aus, dass es nur eine bestimmte Frau für mich gibt,
das rührt von da her, dass wir als Mensch geteilt wurden (die Geschichte von
Adam und Eva ist die Parabel hierfür).
Ich will dir auch meine Begründung nennen, die mich subjektiv so sicher
macht. In meiner ePost von gestern habe ich es versucht zu skizzieren. Ich
nenne es hier noch mal:
1. Die Genesis-Geschichte sagt uns:
Die Frau "entspricht" dem Mann: Es ist die eine Frau, die aus den
einen Adam genommen wird. Es ist seine Frau, es ist seine Hälfte, die in
eine eigene (separate) Person transferiert wird. Und er ist demzufolge auch
ihr Mann: kein anderer.
Fazit für mich (subjektiv): Der Mann oder die Frau haben ihre höchst
persönlichen Hälften, die abgetrennt sind um eigenständig (als Hälften) ihre
eigene Lebensprobe als eigenständige Seelen (Mann bzw. Frau) zu meistern.
Sie können und dürfen sich wieder finden, hier schon oder später: sie muss
als Frau in ihrer Liebe gereift sein, er muss als Mann in seiner Weisheit
gereift sein. Erst wenn sie einen Grad erreicht haben, der gut und hoch
genug ist, sollen sie gemeinsam den Weg weitergehen: erst dann sollen sie in
Ehe sein. Die Ehen vor diesem Zustand (mit der fehlenden Reife) sind in
vielen Fällen kaum mehr als Fortpflanzungs-Kooperationen mit viel oder wenig
Zuneigung zueinander. Das soll keine Schelte sein, sondern nur zeigen, dass
ich sehr Hohes von der "ehelichen Liebe" halte.
Du siehst: meine Prämisse ist,: sie sollen sich erst mal selbst (als
Hälften) auf einen ausreichenden Liebe- bzw.. Weisheitsstand bringen. Erst
ab da sind sie wirklich ehefähig. (Myrta sagte, der Mann soll zur Hälfte
wiedergeboren sein, das zeigt es an, wobei allerdings niemand weiß, was ein
"halbe Wiedergeburt" sein könnte).
2. "Die Haushaltung Gottes" sagt uns in HGt.01-007:
"Die Eva ist das zweite Ich des Adam". Das ist inhaltlich die gleiche
Aussage wie unter Ziffer 1. (siehe oben). Die NO bestätigt uns, was die
Genesis-Geschite des AT auch sagt. Es ist deshalb immer hier die Zusatzfrage
zu stellen: wurde das AT (die Thora) korrekt in die anderen Sprachen
übersetzt? Beziehe ich das mit ein, was ich durch F. Weinreb (dem großen
Thora-Kenner) erfahren konnte, dann ist es genau auf der Linie, wie es in
der NO durch in HGt.01-007 zum Ausdruck kommt. Weinreb sagt es aber mit
seinen eigenen Worten: aber inhaltlich nicht abweichend. Darüber könnte ich
dir viel sagen, führt aber hier zu weit.
3. "Die eheliche Liebe" durch Swedenborg sagt:
Der Gesprächspartner aus der Periode des Goldenen Zeitalters teilt mit
(siehe meine ePost von vorgestern): "Sie ist mein Herz (= Liebe) und ich
bin ihre Lunge (= Weisheit". Das sagt uns sehr deutlich, dass sie
alleine (getrennt) nicht lebensfähig wären. Sie ist nicht irgendein Herz,
sondern das gemeinsame Herz, das ihn (ihren Mann) lebensfähig macht. Und
weiter: er (der Mann) ist nicht irgendeine Lunge, sondern die gemeinsame
Lunge, die auch sie lebensfähig macht. Hier wird nicht von
Organtransplantation gesprochen, sondern davon, dass diese Organe (besser
Liebe und Weisheit) ursprünglich in dem einen, dem ungeteilten Menschen
(Adam Kadmon) beisammen waren. Sie (dieses bestimmte Paar: jedes Paar) wurde
aufgeteilt, weil der ursprünglich erschaffene Mensch (= Adam Kadmon), der an
die Stelle des Luzifer getreten war, Gefahr lief, eigenliebend zu werden:
deshalb hat Gott den einen, den Vollmenschen geteilt (so steht es sehr klar
in HGt.01-007) : sie gehören von Anfang an zusammen und sollen sich nach
einer Reifung wieder finden, in eine Ehe kommen dürfen, der eine soll die
Hälfte des vormalig einen ganzen sein. Da kann nicht eine Frau einem anderen
Mann zugeordnet werden. Sie waren ursprünglich "ein Fleisch" (als der Adam
Kadmon) und sie sollen wieder ein Vollmensch werden, der aber dann
erschaffener Engel genannt wird.
Bedenke bitte- und das wird leider oft übersehen: Der ursprüngliche Mensch (Adam-Kadmon)
wurde aus Gnade des Herrn im Paradies geteilt in Adam und Eva (GHt.01-007).
Zu diesem Zzeitpunkt (in diesem Zustand) hat der Fall er Fall (das Vergehen
von Adam und Eva) noch nicht stattgefunden. Sie sollten als zwei Körper (selisch
vereint) den einen Menschen im Paradies bilden. Dann sind sie vertrieben
worden und seitdem erst gehen sie getrennte Wege. Ab hier suchen sie sich
und dürden sich finden, wenn sie beide eigenständig (inder Welt) und reif
füreinander gewoden sind. Wir müssen den Paradiszustand und
Außer-Paradieszustand immer sauber trennen: das wird aber fast immer
vernachlässigt.
Fazit: alle drei Textstellen (Genesis, "Haushaltung Gottes" (Lorber) und
"eheliche Liebe" (Swedenborg)) sagen unabhänig von einander: der Mensch, der
geteilt ist, ist ein gefallener Mensch, der in seinen Hälften auf Erden den
jeweils eigenen Weg über die Erde geht (da können sie auch schon heiraten),
und dabei darf er seine Hälfte wiederfinden. Im Goldenen Zeitalter war das
noch meist der Fall, dann in den folgenden Zeitaltern der Erde wurde es
immer schwieriger (schlechter, dunkler) auf Erden, so schlecht, dass sich
Mann und Frau als wirklich zu einander gehörig nicht mehr erkennen. Den
Menschen fehlt heute in aller Regel die Ein-sicht (die Wahrnehmung) für
dieses Wiederfinden- oder Erkennen-Können. Sie habn ja auch keijne Ahnung
mehr, was Entsprechungen sind: der Fall hinein in die Materie und ihre feste
Hülle wird immer stärker, intensiver. In dermateriellen Dunkelheit erkennen
sie sich nicht. Ich gehe davon aus, dass dann, wenn zwei Menschen (Mann und
Frau) ihre seelische Wiedergeburt schon erreicht haben, dann erkenne sie
sich als die verlorenen unsprüngliche Hälften des einen (des bestimmten
Menschen) und sie werden niemals einen anderen Menchen heiraten wollen. Es
ist ein Wieder-erkennen aund kein Sie-Er-könnte-passen-Prozess.
Lieber Ralf, das ist mein Glaube (=innere aber subjektive Gewissheit)
hierzu. Du magst das ganz anders sehen und jeder in anderen Variationen
auch. Die drei genannten Textsellen geben mir die hohe subjektive Gewissheit
und meine eigene Lebenserfahrung findet sich in dem schon sehr bestätigt.
Das ist aber mein persönliches Erleben, das nicht für Listen bestimmt sein
soll, weil es mir zu bedeutend ist, um es an die Wäscheleine zu hängen.
Lieber Ralf, wenn ich nun weiterschreiben würde, dann würde ich mich nur
wiederholen. Wichtig ist mir: es ist Wahrheit, aber diese kann immer nur
eine subjektive Wahrheit sein: es ist also eigene, persönliche, innere
Gewissheit. Eine Gwissheit wie von der Art, die mir sagt: Jesus ist Jehovah,
der sich auf Erden inkarniert hat und der in Ewigkeit der EINE ist, Der war,
Der ist, Der sein wird in Ewigkeit. Auf dieser subjektiven Gewissheits-Höhe
ist für mich auch das, was sich auf Dual-Partnerschaft und ihre nicht
vorhandene Austauschbarkeit der verlustig gegangen Hälfte bezieht (es geht
im eine Wieder-erkennen-können). Dem vormals ungeteilten Menschen wurde eine
Hälfte entfernt (HGt.01-007 nennt den Grund) und es gibt keine andere Hälte
mit der er eine himmlische Ehe führen würde, weil es nicht geht. Ein Mensch
bestehend aus Liebe und Weisheit wurde getrennt, indem ihm die Liebe (die er
in sich hatte) herausgenommen und einer ganz bestimmten (einmaligen,
unverwechselbaren) weiblichen Person gegeben wurde. Das kann man als einen
Schutz aunsehen, denn der ungeteilte Mensch (Adam Kadmon) lief Gefahr, dass
er eigenliebig (narzisstisch: verliebt in die eigene Person) geworden wäre.
Es ist die bestimmte Hälfte (nur diese, keine andere Hälfte) die den
bestimmten und individuellen Vollmenschen ausmacht (so wurde er erschaffen;
Beispiel Adam Kadmon) und diese Hälfte kann nicht durch eine andere Hälfte,
die ähnlich ist, getauscht (ersetzt) werden, wenn es wieder der Vollmensch,
dann aber als erschaffener (gewordener) Engel werden soll.
Der Mensch kommt als Unikat, wird geteilt und soll dann als gereifte Teile
wieder das Unikat werden: aber durch die Prüfungen außerhalb des Paradieses
erhöht oder besser gesagt: gereift soll er zurückkommen in die Himmel bei
Gott:m als vereinigte Seelen von einem unikaten Mann mit seiner unikaten
Frau in einem Engelwesen.
Auf englisch kann man es sehr griffig sagen: that's it in my case and
believe.
Herzlich
P. S.: Die Sehnsucht hin zu Jesus ist davon ganz unabhängig. Ich bin mir
sicher, dass ich für mein "Dual" noch nicht wirklich reif bin (ich habe so
manche Indizien dafür), deshalb habe ich mir längst angewöhnt zu beten, dass
Jesus mal meine Ehe mit ihr (nur mit ihr) stiften möge, wenn ER mich und sie
für würdig dafür hält. Ich habe hier keine eigenen Wünsche mehr. Es möge
sein wie bei "Bischof Martin" (Kapitel 202): Ich vertraue IHM und ER allein
möge es richten. Sein Wille geschehe, nicht meiner. Allerdings glaube ich,
dass ER uns zur rechten Zeit zusammenführen wird. ER kennt also mein
geheimes diesbezügliches Sehnen und das ihre ja auch, denn sie und ich
gedben uns IHM ganz anheim. Wenn ER es anders sehen sollte, dann ist es auch
recht, denn ER weiß, was wirklich richtig für sie und mich sein wird (in
alle Ewigkeiten hinein). Auf dieser Erde wünsche ich allerdings schon lange
nichts mehr in dieser Hinsicht. Ich vertraue mich IHM an, und das ist ein
wunderschönes Gefühl. Immer wenn ich an sie denke, dann denke ich
gleichzeitig an IHM und dabei tritt ER in der Vordergrund, denn ER wird es
so machen wie es sein soll. No problem!