Titel: Eine Ermahnung an die Jüngeren

Datum: 21.11.2004   SO   08:44

Nr.: 60

Bedeutung:

 

Allmählich und für die meisten unbemerkt hat sich irgendwann die Position der Meinen dahingehend verschoben, daß sie plötzlich über eine innere Stärke verfügen und Projekte durchstehen, neue Projekte beginnen, sie geduldig verfolgen und ebenfalls zu einem guten Abschluß führen, weil Ich, ihr Vater, von Anfang an anwesend bin. Das ist der Unterschied, daß Ich nun in ihnen an die erste Stelle gerückt bin und sie auch in den zu bestehenden Problemen direkt beraten kann, weil Meine Kinder nun das nötige Vertrauen zu Mir durch die Taten der Nächstenliebe auch erworben haben.

 

Und doch sind viele Kindlein gegenwärtig noch unruhig und hoffen und bangen und wissen nicht, welche Wege sie beschreiten sollen, obwohl andererseits viele der nun älter gewordenen Kinder diesen Unterschied in sich kennengelernt haben, wie es ist, wenn Ich bei ihnen im Vordergrund stehe. Und so können die Älteren den Jüngeren helfen und auf Mich hinweisen und so darauf bestehen, daß es doch immer die Taten der uneigennützigen Nächstenliebe sind, die den Bewußtwerdungsprozeß zu Mir voranbringen und es den Kindlein ermöglichen, daß sie Meine Worte nun auch endlich verstehen. Ab einem gewissen Alter ist der Eigenwille eines Kindes wieder durch viel Leid und Erfahrungen zusammengeschmolzen und es ist fähig, die Stimme seines ihn liebenden Vaters zu erkennen und ihr zu gehorchen und wenn solches geschieht, so ist der auch schon angesprochene Positionswechsel mit all den Segnungen daraus ersichtlich und diese Kinder erkennen besser und besser auch die Tragödien und Umstände, in denen ihre Geschwister noch gefangen sind. Sind es jüngere, die noch mehr an ihrem eigenen Eifer kranken und zuvorderst ihre Art von Ordnung in den Vordergrund stellen und noch alles "verteufeln", was aus Meiner unmittelbaren Vaterhand gereicht wird, so werden es die Meinen zwar in aller Liebe versuchen diese auf den Irrtum hinzuweisen, wenn das aber alles nicht fruchtet, so bleiben diese Jüngeren orientierungslos zurück und versinken wieder in ihrer alten Welt, aus der sie kamen und doch bleibt ihnen die Sehnsucht zu Mir bewahrt, aber es braucht noch Jahre der Reife und Erfahrung, bis auch sie bereit sind, von ihren „Teufeleien“ zu lassen.

 

Nur die praktizierte Nächstenliebe verschafft ihnen die Reife, die sie dann nach einem jahrelangen Prozeß befähigt, daß sie ihren für sich selbst schädlichen Eifer und die mangelnde Demut erkennen und einen Vergebungsprozeß einzuleiten bereit sind. Unerkannt rebellieren sie gegen Mich, da sie es nicht verstehen wollen, daß ihre Eltern und auch ihre älteren Geschwister durchaus diese Art der Lebenserfahrung haben, die Ich ihnen zukommen ließ, um dafür zu sorgen, daß diese Jungen sich nicht der Kraft der Älteren bedienen, um sie sodann aus der solcherart nur geliehenen Stärke zu verurteilen, sondern es auch möchte, daß diese Jungen eben ihre eigenen Erfahrungen dann machen, wenn sie diejenigen der Älteren ablehnen. Im Liebesschatten der Eltern und auch der älteren Geschwister läßt es sich leicht leben und leicht verurteilen und so mancher hat es schon geschafft, daß er selbst seine ihm in die Wiege gelegte Krankheit, die ja nur seinen Eigenwillen bremsen sollte, dann auch noch als Waffe benutzt, um seine Umgebung auf seinen eigenen Kurs zu zwingen. Allein hier entscheide Ich, daß sich solch ein Kind dann die Demütigungsphase seitens der Eltern oder der älteren Geschwister gefallen lassen muß.

 

Das Erdenleben ist kein Zuckerschlecken und auch die Kenntnisse Meiner Offenbarungen dürfen nicht dafür verwendet werden, um sich eine Auszeit zu genehmigen und es den anderen zu überlassen, die in der ach so bösen Welt stehen, daß diese stellvertretend für die Jungen dann schon wieder die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, wenn es die Jungen doch in allem besser zu wissen meinen. Etwas anderes ist es, wenn die Jungen, hell in der Liebe zu Mir entflammt, denn auch von den Eltern und anderen nur wieder ausgebremst werden sollen. Aber dann ist die Frage zu stellen, warum Ich solches zulasse und ob dieses Verhalten nicht auch seine Berechtigung deshalb hat, weil Ich von den Meinen verlangen kann, daß sie aus der Liebe zu Mir und den Nächsten auch solches, sie in der Liebesentfaltung Bedrängende, überwinden müssen, denn ihre Eltern und die anderen haben auch überwinden müssen und durch ihre Art der Überwindung es zumindest geschafft, daß den Kindern ein relativ sorgenfreies Leben gegeben werden konnte und die Jungen doch nicht allen Ernstes davon ausgehen können, die Eltern müßten den Vergebungsprozeß gegenüber ihren Kindern beginnen und ihnen somit zu Kreuze kriechen, wo die Jüngeren bisher jedenfalls, noch nichts auf die eigene Reihe bekommen haben. Also auch hier steht die Demut und Geduld an die erste Stelle, damit es die Jungen lernen, von ihrer eigenen und verderblichen Ordnung abzurücken. Wer Mich tatsächlich schon in jungen Jahren an die erste Stelle gerückt hat, der wird immer mit den Umständen in seinem Elternhaus und woanders klarkommen, denn Ich selbst werde sein Helfer und Tröster sein.

 

Deshalb hier ein mahnend Wort an diese Jüngeren, die noch alles verbessern und neu gestalten wollen, ohne selbst über die notwendige Erfahrung, das Wissen und auch die Kraft zu verfügen und nur ein geliehenes Leben führen und sich ihre Protestaktionen gegen die älteren nur damit legitimieren, daß sie ja in Meiner Liebe stünden. Das reicht nicht, das reicht beileibe nicht aus und so empfehle Ich all denjenigen, die da in ihrer unmittelbaren Umgebung hadern, daß sie sich mehr der Nächstenliebe zuwenden mögen, damit sie aus der verderblichen Blockade ihrer Selbstfixierung herausgelöst werden können und nicht all ihre Probleme nur im anderen sehen, so als ob gerade der Nächste, den Ich ihnen doch zur Ausreifung zugeführt habe, sie nach dem inneren Leben trachten möchte. Auch das ist nur die mangelnde Demut und der falsche Eifer eines Kindes. Wer sich dann allerdings bequemt, sich soweit von den Eltern oder den Älteren abzunabeln, daß er nun auch sein eigenes Leben zu bewerten weiß, der wird von Mir auch die Kraft erhalten, die er zum Leben benötigt, wenn er den Vergebungsprozeß von selbst aus gestaltet und es nicht weiter von den anderen fordert. Um sein Leben im Einklang mit Mir zu gestalten, braucht sich der Mensch ja nur von den ihn bedrückenden Verhältnissen freizulieben indem er,  wie gesagt die Werke der Nächstenliebe tut und sich damit Meine Kraft zur Handlung gewissermaßen aufspart, um im ständigen Vergebungsprozeß aus der inneren Blockade herauszukommen, weil Ich selbst es bin, der ihn dann herausführt.

 

Die Eltern haben immer die Hoffnung gegenüber ihren Kindern, daß die Kinder diese Elternliebe auch verstehen und es zu würdigen wissen, daß alle Opfer ihnen gegenüber nicht vergeblich waren und wenn sie dann erleben, wie die Kinder ein Leben abseits ihrer Vorstellungen aufbauen, so sind sie zu recht enttäuscht über diese Liebes­ und Vertrauensschwäche ihnen gegenüber und versuchen sodann ihre eigenen Wertvorstellungen noch einmal besonders auf sie zu übertragen, was jedoch in den meisten Fällen schiefgeht und an der mangelnden Demut der Kinder scheitert, die sich oftmals über Jahre hinweg auch mit der Mutter selbst hinter dem Rücken des Vaters verbündet hatten, um ein schwächstes Selbstmitleid zur Größe eines Wolkenkratzers aufzublähen, hinter dem Ich selbst kaum noch zu erkennen bin.

 

Aber Ich verlange nicht von den Eltern, daß sie sich später dafür entschuldigen müssen, daß sie ihre Kinder im Guten erzogen haben, wenn es auch ihr Eigengutes gewesen ist, doch Ich verlange von den Meinen, wenn sie die Meinen sein wollen, daß sie endlich den Prozeß der Vergebung gegenüber ihren Eltern und den Älteren mit allem Ernst zur Wirklichkeit werden lassen, denn sonst kann Ich ihnen nicht Meine Liebes‑ und Weisheitskraft geben.  Ich spreche hier nicht über die schlimmsten Auswüchse seitens der Eltern, welche ihre Kinder mißhandelt haben, sondern Ich spreche hier von einem  allgemeinen Prozeß, so wie er heute überall stattfindet, denn die solcherart mißhandelten Kinder sind hier unter euch kaum zu finden und wer das von sich selbst meint, der hat ja seinen Umständen schon vergeben, sonst wäre er nicht hier. Aber diejenigen der Jüngeren, die nun auch diese Worte lesen, werden aus der ganz normalen weltlichen Erziehungslehre mit all den guten Starteigenschaften fürs Leben hierher gekommen sein, die zwar auf ein rein weltliches Leben zielten, in denen aber doch unerkannt die Liebe der Eltern zu ihren Kindern enthalten ist und deshalb auch haben sie den Weg zu Mir gefunden.

 

Der angesprochene Positionswechsel ist auch der Wechsel der Nächstenliebe, indem die Selbstliebe abnimmt durch den Grad der Nächstenliebe und damit auch gewisse Krankheiten abtreten werden, weil, je mehr ein Mensch Mich in sein Leben zieht, er mehr und mehr gesunden wird. Aber da Ich keine Theorie bleiben möchte, sondern als praktischer Heiland und Helfer zu euch komme, so kann Ich euch nur aus eurer Praxis heraus helfen, denn die Worte, auch hier gegeben, sollten umgesetzt werden, damit Ich selbst zur Wahrheit in ihnen werde. Vom bloßen Hören allein ist noch niemand gesundet, sondern der Glaube durch die lebendigen Taten der Nächstenliebe sollte schon vorhanden sein.

 

Meinen Kindern jedoch, die es geschafft haben, diese Hürde zu überwinden und die nun nicht mehr mit ihren Eltern, als die Vertreter Meiner Liebe und Weisheit hadern, die auch nicht mehr mit ihren Geschwistern hadern, oder mit den Älteren überhaupt, diesen Meinen Söhnen und Töchtern bin Ich schon zum größten Trost geworden und wo sie handeln und ratschlagen, da bin Ich es beinahe selbst, der da handelt und beratschlagt. Stoßet euch darum nicht daran, daß ihr an eurer Nächstenliebe gemessen werdet, die ihr freiwillig ohne ein Entgelt dafür zu fordern, zu bringen imstande seid. Nur das Leben über die Pflicht hinaus entfaltet Mein freies Leben in euch. Handelt voller Liebe gegenüber euren Nächsten und so soll euch auch alles gesegnet sein.

 

Amen. Amen. Amen.

 

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