Titel: Danksagung der Brautseelen

Datum: 30.11.2004   Dienstag   07:52

Nr.: 66

Bedeutung:

 

Geliebter Meiner Seele, Herz Meines Lebens, Du hast uns bewahrt vor der Welt und ihren Schmeicheleien. Verbrannt durch Deiner Liebe Glut sind wir ihr unansehnlich geworden, sind wir einsam, schwarz und häßlich vor den Augen der Welt geworden und so hast du uns bewahrt. Die Liebe, die wir immer suchten, hat Dich zu uns geführt und sie hat uns ergriffen, sie hat uns unkenntlich werden lassen, hat verbrannt das Mal des Bösen, das Zeichen der Sünde, die Zugehörigkeit zu Satan. Geliebter Meiner Seele, du hast uns bewahrt vor dieser Anerkennung durch das Reich des Bösen, indem Du uns alles nehmen konntest, was ihm gehört, denn auf der Sucht nach Liebe haben wir uns verbrennen lassen durch die Glut Deines Herzens, haben wir uns verurteilen lassen von Menschen, die es nicht verstehen, daß all unsere Liebe nur zu Dir, unserer Herzenssonne reichte. Wir sind ihr ausgesetzt bei Tag und bei Nacht, denn wir suchen sie des Morgens, um uns in dieser Liebesglut zu wärmen, suchen sie des Mittags, um sie für andere aufzunehmen, suchen sie des Abends, um die Liebe mit dankbarem Herzen aufzusaugen, zu verabschieden im festen Versprechen, daß wir für den Tag leben und die Nacht überstrahlen und strahlen sie des Nachts als Leuchter Deiner Liebe hinaus, und sind so selbst Deine Liebe für andere.

 

So hast Du uns vor der Welt unkenntlich gemacht und bewahrt, denn alles, was wir suchten, haben wir in Dir gefunden. Die Schönheit, die wir durch das Sündenmaß aufgaben, die hast Du uns geschenkt, denn diese Sünden geschahen in der verzweifelten Suche zu Dir, unserem Geliebten, den wir immer an unserer Seite haben wollten. Die Liebe, die wir suchten und in einem Partner zu finden meinten, diese Liebe warst ja Du und deshalb verbrannten wir an der Seite, der von uns geliebten Menschen, und sind unansehnlich geworden, gering geworden, einsam geworden und verloren dadurch unsere Identität und wußten nicht mehr, wer wir sind und was wir werden sollten und die Welt verzweifelte an unserem Wesen, denn große Versprechungen wurden nicht erfüllt von uns, da in unseren Herzen eine Sehnsucht brannte, die uns vorwärts trieb, weiter, näher zu Dir, unserer Herzenssonne, um sich noch mehr zu schwärzen in der Glut Deiner Liebe zu uns.

 

Geliebter, je näher wir Deiner Liebe kamen, je heißer brannte uns das Angesicht und als wir eines Tages in Dein Antlitz schauten, da war es um uns geschehen, denn nun erkannten wir, daß wir einander bestimmt sind, daß Du und Ich eins sind, daß du uns ein neues Leben geschenkt hast, das unser Leben Dein Leben in uns ist, daß wir keine andere Identität mehr haben wollen, als die von Dir und wir jubeln nun über die Schwärze unseres Angesichts, die uns vor der Welt verächtlich macht, da sie uns meidet und wir darum mit aller Liebe Deine Liebe erwidern können, um nur noch für Dich zu sein, für uns zu sein. Wir kosten Deine Liebe zu uns, für fühlen, wir wissen, daß Du alles, alles aufgegeben hast Deiner Liebe wegen, Deiner Brautseelen wegen, daß Du die Heimat des Himmels verlassen hast, um zu uns herabzusteigen, in die Tiefe der gefallenen Liebe zu gelangen und Dich sogar von der Heiligkeit Deines Wesens getrennt hast, unserer Liebe willen.

 

Geliebter, Du hast alles aufgegeben für uns, Du hast alles verlassen und hast dann erlebt, wie Du von allen verlassen wurdest, von allen, auch Deinen Geliebten, weil sie Deine Liebe nicht verstehen konnten, weil sie Deine Liebe noch nicht so im Herzen trugen, weil sie solcher Liebe noch nicht trauen mochten, denn sie waren noch nicht schwarz vor der Welt, aber danach wurden sie schwarz vor der Welt und so sind auch wir verbrannt worden und haben Dein Liebesopfer erkannt, daß Du für uns Dein Leben geopfert hast, daß der Bräutigam alles für Seine Braut schafft, damit sie das ewige Leben erreicht, in Liebe, durch die Liebe und aus der Liebe. Wir sind so gering vor unseren eigenen Augen und die Augen der Welt sehen uns schon gar nimmer. Du sagst, wir seien wie die Lilien auf dem Felde, prächtig und doch gibt es viele davon, wir seien die rötlichen, aber wir fühlen uns gering und unansehnlich, jeder mit Leiden behaftet, verursacht durch die Kämpfe der Liebe, gezeichnet, verachtet, beschämt, vereinsamt. Aber wir sind die Lilien auf Deinem Liebesfeld und schauen um uns herum und sehen sie blühen in allen Farben, aber die roten stehen uns am nächsten und als rote werden wir von Dir und ihnen angesprochen und sind doch so gewöhnlich, sind nicht wie die Rosen so stolz in ihrer Liebe, die mit Dornen versehen dem Liebsten noch in die Finger stechen, so sagst Du. Wir seien so gewöhnlich, so ärmlich, so leicht zu brechen von Dir, denn unser Kelch neigt sich Dir zu und wir verlangen, von Dir zu trinken, wir verlangen danach, daß du uns herzt und ansprichst und uns sagst, daß es notwendig war, nicht die Rose zu wählen, sondern nur eine gewöhnliche Lilie zu sein, die es zu Tausenden gibt, auf dem Feld Deiner Liebe, rot vor Glück und Liebe, vor Scham und Demut.

 

Wir betrachten uns einander und wollen kaum glauben, daß Du uns herzt und ansprichst, uns die Schwärze unseres Angesichtes aufhellst, unser schönes inneres Wesen freilegst, Dich selbst in uns freilegst, uns als gewöhnliche Lilie heraushebst aus der Masse aller Blumen, wo wir doch sagen, es müßte ja die Rose sein, die Dir am nächsten steht. Du lächelst sanft und pflückst uns leicht, denn kein Widerstand erwartet Dich von uns, Du trägst uns in Deine Kammer der Liebe und die Lilie hat keine Stacheln noch Dornen, hat nur die Sehnsucht sich Dir hinzugeben, hat nur das Verlangen mit dem Liebsten vereint zu sein. Du schaust in unsere Augen, suchst dort Deine Liebe, die Du findest, findest dort Dein Leben in uns, blickst in unser Dich liebendes Herz und hörst Dein Herzschlag in uns und sprichst wieder ein Wort der Liebe, aus dem Herzen in uns und sagst:

 

Brautseelen wachsen auf dem Felde dieser Erdenwelt, werden mit Unkraut betört, mit Leid begossen, mit versengender Liebe bestrahlt und vom Gegner dazu gebracht, sich als Rosen zu empfinden und so sind Meine weißen Kinder von ihm bedacht, sich als rein zu empfinden, als Gerechte, die aber bei jeder sich bietender Gelegenheit, wo sie Mir in Liebe dienen sollten, gestochen haben. So sind es nur wenige dieser treuen Seelen, die standhalten und aus Liebe zu Mir verbrannt wurden, da sie Mir so nahe sein wollen, daß sie sich selbst verbrennen und unansehnlich wurden und so wurden Meine weißen Kinder aus Liebe rot und aus Leid schwarz und warten in größter Sehnsucht darauf, daß Ich die Rose breche, um sie zu erlösen. Aber Ich lasse die Rose stehen, die Stolze, die Hochmütige, die Gerechte, die Königin aller, denn Ich komme zum Demütigen, komme zu den Meinen, zu Meinen Lilien, zu euch. Ich bin zu euch gekommen, denn ihr habt gewartet, lange, geduldig, mit dem Öl in der Lampe der Liebe, mit welchem ihr euch verbrannt habt und Ich sage, daß Ich es war, der euch so zugerichtet hat, daß es Meine Liebe ist, die euch in aller Herzensglut um den Preis der Unansehnlichkeit vor der Welt bewahrt hat und daß die Sünden, die ihr aus der Not eurer Herzen tatet, ja jene Sünden sind, die ihr für Mich getan habet, denn Ich selbst bin rein, bin der einzigste und reinste Brautseelenführer und der Bräutigam selbst. Aber ihr habt die Sünden für Mich getan, habt sie getragen für Mich, aus eurer Unkenntnis heraus, habt gelitten für Mich solange, bis das Maß erfüllt ist und ihr aus der Welt freigeworden seid. Oh, wie gern trug Ich eure Sünden, die Sünden Meiner Liebsten in der Hoffnung, der Liebe, der Freude, dem Wissen, daß ihr es versteht, warum Ich gelitten habe für euch, damit ihr versteht, warum ihr gelitten habt Meinetwegen und nun noch ein wenig leiden müsset, bis das wir uns vereinigen können.

 

Das ist der Preis Meiner Liebe in euch, daß ihr, wenn ihr euch mit Mir zu Mir wandelt, vorher der Welt absterben müsset, denn Meine Brautseelen streben nicht mehr die Vereinigung nach außen hin zu, sondern nur noch die Vereinigung mit Mir selbst an, weil sie die Welt überwunden haben, weil sie es zugelassen haben, daß sie durch die Nähe zu Mir in sich selbst unkenntlich gemacht wurden, sich daher von dem Mal des Tieres in sich verabschiedet haben und nun Mein Liebeszeichen erhalten, was Ich ihnen selbst bin, die Auferstehung Meiner Liebe in euch durch die Vereinigung von Braut und Bräutigam, denn was ihr gebäret in eurer Unkenntlichkeit, was ihr austragt in Meiner Liebe, bin Ich selbst, ist das Kind Jesu in euch, daß euch behütet und tröstet und euch führt durch die Wüste in ein neues Land, das Land der Hoffnung und Glückseligkeit, das Neue Jerusalem, dort wo ihr als Rose Meines Herzens blüht. Hier jedoch, seid ihr Meine Lilien auf dem Feld, unscheinbar, so daß die Weltmenschen die Nase vor euch rümpfen, denn euren Geruch mögen sie nicht ertragen, sie wollen Rosen riechen und deshalb seid ihr nicht in ihren Händen und in ihren Gemächern, sondern in Meiner Hand und auf Meiner Brust und in unserem stillen Kämmerlein, dem Gemach unserer Liebe.

 

Ich küsse euch durch den Mund eurer Liebe und wir gehen gemeinsam der Vereinigung entgegen.

 

Amen. Amen. Amen.

 

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