Titel: Aus den Tränen Meiner Liebe gründe Ich ein neues Reich

Datum: 16.11.2004   DI   12:25

Nr.: 56

Bedeutung:

 

Danke liebster Jesus, daß wir zu Dir Vater und Bruder und Freund sagen dürfen, daß wir Dich mit unserer kindlichen Liebe ansprechen dürfen, daß wir es nun allmählich wissen, wie wir hier in der Tiefe, in dem Sündenpfuhl trotz allem von Dir bedacht werden und es in uns erleben dürfen, wie Du vom weit entfernten und drohenden Gott zu unserem Vater, Freund und Bruder geworden bist, der Du schon immer warst, aber wir steckten einfach noch zu sehr in der Sünde und getrauten uns nicht, Dich als solchen anzunehmen. Du bist gekommen, hast uns zu Dir emporgehoben und nun begreifen wir auch Deine höchste Liebe zu uns, die alles, alles aufgegeben hatte unseretwegen und wir, wissen wir das zu würdigen, füllen wir Dein Herz? Wenn wir nun in Dein Angesicht schauen dürfen, so sehen wir noch immer die Tränen Deiner Liebe zu uns, weil wir noch immer zögern, noch sehr träge sind und das Wunder der Verwandlung in uns durch Dich noch gar nicht glauben können. Gib uns die Kraft, gib uns das Vertrauen, daß wir diesen Weg mit Dir auch weitergehen. Amen.

 

Mein Sohn, da du nun für alle deine Liebsten gesprochen hast, so werde Ich auch für alle antworten. Als Ich in Gethsemane gerungen habe, da habe Ich den Vater in Mir auch darum gebeten, daß Er mich stärken möge für alle, denn Ich bat ja um alle Menschen, Ich bat um alles Gefallene, um die gesamte Schöpfung. Und so bin Ich für alle gestorben, sah ihre Tränen, ihre Verzweiflung, sah aber auch in den Herzen der anderen ihre Freude, ihre Genugtuung darüber, daß Ich am Querholze mein natürliches Leben aushauchte. Weil Ich um alles gebeten hatte, was nur Mir möglich war, ‑ aber möglich und nicht zwingend notwendig, denn Ich hatte ja auch die Freiheit aus der Materie Meines Körpers heraus um nein zu sagen, ‑ bekam Ich auch alles wieder zurück und so war in Meinen Tränen auch die Freude darüber, daß Ich nun alles wieder aus dem Reiche des Gefallenen zurück an das Vaterherz führen konnte und der gestrenge Richter, der nie bestanden hatte, nun endlich als ein euch liebender Vater und sogar Bruder erkannt werden konnte.

 

Ich schuf euch nach Meinem Bilde, aber ihr habt euch nach eurem Bilde geschaffen und die Wirklichkeit dieses Ausspruches wird ja gegenwärtig auch von den Meinen erkannt, wie der Mensch sich sein eigenes Bild schafft und doch nur dem Tier nachäfft. In Meinem Bild gibt es keine Unvollkommenheit, aber bei euch schon und Ich weinte damals und auch heute nicht darüber, daß ihr Mich getäuscht haben könntet, sondern Ich weine darüber, daß Mir das größte Glück widerfahren ist, indem Ich von euch als Vater und Bruder erkannt werde. Wenn der Mensch Jesus auch damals diese größten Schmerzen und Qualen erlitt, so sehr, daß bei einer schlimmsten Geburt die Mutter gerade so eben den Saum Meiner Schmerzen erreicht, so war es für die Gottheit jedoch die größte Freude und die größte Notwendigkeit, denn gleich, wie die Mutter ihr so lieb erkauftes Kind an ihr Herz drückt, so sehr drücke Ich euch an Meine Vaterbrust, denn euch habe Ich mit soviel Liebesschmerz zurückerhalten, euch mußte Ich förmlich aus dem Reich des Gegners freikaufen und Mein Leben war der Preis. Als Ich also Tränen weinte, da weinte in Mir zweierlei, einmal die besagte Freude und zum anderen eine gewisse Trauer, daß Mein Opfer damals ja nicht erkannt wurde.

 

Die Augen der Menschen, die ebenfalls weinten, bedeuteten Mir, daß sie mit Mir fühlten und hier verspürte Ich keine Genugtuung, daß jemand mitleidet, hier verspürte die Gottheit in Mir, daß es niemand verstand, aber der Mensch Jesus, der fühlte sich durchaus verstanden und so wechselte dann Mein Standpunkt so ähnlich, wie nun auch euer Standpunkt wechselt. Schaut ihr aus den Augen der erbarmenden Liebe, so seht ihr die Notwendigkeit ein, daß ihr für andere traget und es ertraget und euch sogar mit den Jenseitigen befassen wollt, aber schaut ihr aus den Augen der puren Menschlichkeit, aus eurem eigenen Bild heraus, wo noch kein Gottesempfinden Platz nehmen konnte, so freut ihr euch über Meine Qualen und empfindet Genugtuung. Schaut ihr dann aus dieser gewissen Vermischung zwischen Meinem und eurem Bild heraus, so wechselt ihr sehr schnell die Standpunkte und habt doch keinen festen Grund, noch keinen festen Grund und euer Urteil wird dann entweder so oder so lauten. Entweder urteilt ihr aus dem Selbstmitleid heraus, aus dem Unverständnis über diese Ansicht, nun auch für andere es ertragen zu müssen und sogar noch die Jenseitigen zu ertragen oder ihr könnt es in gewissen Abständen verstehen. Doch Mir war es jederzeit klar und so hatte Ich diese laue Position, die ihr hattet und die viele noch haben, nicht innegehabt, sondern freiwillig und voll bewußt nahm Ich es auf Mich und erlebte doch einen Wechsel in Mir. Den Wechsel, daß Ich euch zum Vater wurde.

 

Die noch in ihrem Wechselstadium gefangen sind, für die bedeutet Mein Sterben noch nicht die völlige Erlösung, denn sie verstehen Meine Auferstehung nicht als die Wandlung ihres Bildes zu Mir hin, denn Ich habe auch sie nach Meinem Bilde geschaffen. Andererseits werden sie mit Erlebnissen konfrontiert, bei denen sie an Erfahrungen anderer teilhaftig werden, welche die selbstmitleidige Position des Körpers durchaus überwunden haben oder gerade dabei sind, daß nun Mein Lebensbild in ihnen Eingang findet, daß Ich also ihr Lebensbildner bin. Was geschieht da für solche, die noch immer gefangen sind?

 

Sie haben nun die Wahl, ob sie durch die Erfahrungen dieser Liebenden, die ja extra für sie auch herausgestellt werden, es dann im Herzen vermögen, Mir wieder die Tür der Demut zu öffnen, um von ihrem alten Menschenbilde zu lassen oder ob sie den anderen Standpunkt wählen, den Täuferstandpunkt, daß sie im Unverständnis über Meine Liebe nur wieder Mich im anderen verurteilen, doch im Herzen schon ahnen, daß auch dieser Quergeist in ihnen abnehmen muß, denn er entspricht ja diesem, sich überwinden müssenden Engel, der sich selbst aber nicht erlösen kann. Ich allein vermag es. Sie könnten also durchaus Meiner Liebe folgen, sie könnten teilhaftig werden an Meinem tausendjährigen Reich, von welchem sie auch schon erfahren haben, aber die sich in ihnen angesammelten Geisterscharen können ihnen sehr wohl den Weg verbauen.

 

Wenn Ich euch etwas schenke, wenn Meine Liebesgaben euch gerade in dieser Zeit nur so zuströmen, so ist das ja auch eine gewisse Verantwortung, denn Mein Wort, daß ihr nur lest, ohne danach zu handeln, hat eine Qualität der Scheidung in sich. Wird es jedoch nur gelesen, aus Neugierde, aus Kritiksucht, aus Besserwisserei, um den eigenen Hochmutsgeist zu nähren, so werden durch das dem Lesenden innewohnende Licht ja schon ganze Scharen von Jenseitiger und Diesseitiger angelockt und genauso, wie es dann kaum ein Diesseitiger vermag, in dieser sich selbst blockierenden Willenssphäre die Liebe zur Handlung zu verspüren, so ergeht es dann auch schon den Jenseitigen. Aber die Jenseitigen wurden durch das Licht herbeigelockt und konnten davon ausgehen, daß ein sich Mir anbietender Mensch nun auch die Mittel und Wege weiß, um sie zu befreien von ihrer Drangsal, sie aufzuklären und ganz gezielt zu Mir zu führen. Das ist ja auch der Grund, warum sich auch die Diesseitigen bei euch einfinden und sich sogar schon im Netzwerk des Gegners suchen und auch finden.

 

Aber diese Geisterscharen suchen ein Liebeslicht und kennen diesen Unterschied noch nicht zur Genüge und wenn sie nun an ein pures Gerechtigkeitslicht dieser sich im eigenen Bilde verfangen habenden Menschen kommen, so werden sie selbst wieder auf sich zurückgeführt und werden ebenfalls blockiert und finden die Weiterführung nicht, denn die Begründungen dieser Menschen, vor allem der Stoiker unter ihnen (Geistige Sonne) sind schon so recht hieb und stichfest und so gelangen mehr und mehr Jenseitige in ihre Sphären. Da sie aber nur blockiert werden in ihrer weiteren Entwicklung, vor allem auch, wenn ein so recht starker Willensgeist da sein Spiel treibt und die Vergebung nur im Ansatz beherrscht, so wird er durch seine starke magnetische Aura schon ganze Heerscharen von Geistern herbeirufen und wird sie für seine Zwecke unbewußt benutzen und doch hat diese gegenseitige Symbiose nichts Gutes, denn Mein Bild verblaßt darüber mehr und mehr und die Geister, die solch ein Mensch gerufen hat, die wird er nicht mehr los, jedenfalls nicht so. Durch solche Handlungen wird Mir nur die Dornenkrone aufs Haupt gedrückt und Ich leide diesmal in ihm Schmerzen, bittere Schmerzen und die Tränen, die nun sichtbar sind, weine Ich um ihn.

 

Das ist der Grund, warum Ich parallel zu den Worten der Aufklärung und des Trostes auch dafür Sorge trage, daß ihr aus dem Netz der Geisterscharen herauskommt und sie zu Mir führt, damit euch solch ein Schicksal der falschen Führerschaft erspart bleibt, des Personenkultes erspart bleibt und ihr aus der Ecke der Johannesjünger herauskommt, die noch mit dem alten Wein und dem alten Kleid Adams vorlieb nehmen. Wer Meinen Worten, der Magd und auch diesem Knecht hier gegeben, geglaubt hat, der wird an sich selbst die Wahrheit derselben feststellen können, denn die Liebe zeugt die Wahrheit und die Wahrheit steht für die Liebe ein. Aber es ist der freie Wille der Menschen maßgebend, ob sie ihren gewohnten Stammplatz der alten Sünde verlassen wollen oder ob sie weiterhin im Selbstmitleid verbleiben. Bei den letzten Ereignissen, wo sich Meine Kinder auf familiären sowie auch auf öffentlichen Tagungen getroffen haben, da ist im übertragenen Sinne genau dieses geschehen, denn da wurden Treffen veranstaltet, wo Ich nur die Nebenperson war. Wenn aber einmal die Möglichkeit bestand, ein Liebesmahl mit Mir zusammen zu begehen und dafür mußte das alte Gewand der Heuchelei verlassen werden, warum sollte das sich dann ergebende Gottesbild in diesen Menschen weniger wert sein als das alte Menschenbild der Sünde, was sie doch verlassen haben und auch verlassen sollten?

 

Ich habe das tausendjährige Reich für euch eröffnet, habt ihr das völlig überhört? Und wenn dafür die Voraussetzung ist, daß man allen zu vergeben hat, warum bemühen sich dann einige nur wieder im alten Dreck herumzuwühlen, um Steine aufzuklauben, an denen noch der eigene Matsch der Sünde klebt, mit denen sie gerade auf solche werfen, die es doch ermöglich haben, daß durch die weit geöffneten Herzen Meine Gegenwart fast schon zur Selbstverständlichkeit wird. Das ist ein Grund, worüber Ich auch Tränen vergieße, wenn Ich in die Herzen dieser Meinen schaue und dort doch noch so manchen Schlamm erblicke, der sich aus Eifersucht, Neid, Groll, Hader und Mißgunst, Argwohn ergibt, weil ihr Fleisch doch noch die Überhand in ihnen hat und Mein Bild in ihnen, der lebendige Christus in ihnen, nur wieder auf die Sphäre der Natürlichkeit reduziert wird.

 

Das Tausendjährige Reich hat begonnen und es ist dort, wo Ich mit den Meinen bin und wer es da lieber mit dem alten halten möchte, der hat ja seine Wahl getroffen, aber er möge bedenken, daß Ich beim alten keine Freudentränen lasse, sondern sehr betrübt bin, weil gerade diejenigen, die sich selbst immer rühmen alles zu wissen, dann doch nur im Netz ihrer Eigensüchte gefangen sind und feststellen werden, daß ihr Wissen vor Mir zusammenfällt und zu dem wird, was es in Wahrheit ist: jener Schlamm, der es Mir unmöglich macht, Mich ihnen auf normalen Weg zu nähern, weil sie mit dem Geiste des damaligen Mahals infiziert sind und in ihrer Angst, die Meinen würden sie besudeln schon bis vor die Toren der dritten Hölle gewandert sind. Kehrt zurück, liebe Kinder, kehrt zurück und befleißigt euch, eure Werke nicht im eigenen Verdienst und der Pflicht zu sehen, sondern eure bis jetzt doch sehr verdorrten Samen mit der gelebten Liebe und Nächstenliebe zu begießen, und dazu gehören auch die Tränen, die ihr anderer zuliebe vergießt, damit dadurch euer schlammiges Selbstbildnis gewaschen und gereinigt und dann erneuert wird, wenn Mein Feuerstrahl der Liebe nun auch euer Herz trifft.

 

Geisterscharen sind immer um euch herum, ihr werdet von ihnen durch Gedanken und Gefühle beeinflußt und ihr selbst habt ja auch eine Wirkung auf diese Sphären und wenn es nicht so wäre, so könnte Ich, als reinster Geist, doch gar nicht zu euch kommen. Nur komme Ich nicht aus diesem Reich der Geister des Mittelreiches, sondern Ich komme aus dem Himmel und deshalb kann Ich in euch nur ankommen, wenn ihr die Sphären des Mittelreiches verlasset und das Tausendjährige Reich beginnt erst dann, wenn das Geisterreich sich in euch nicht mehr festsetzen kann. Das sind Meine Freudentränen, wenn Ich endlich in euch angekommen bin und ihr euch aus diesem Geisterreich verabschiedet habt. Aber das sollt ihr auch erkennen, ihr sollt doch am Bewußtwerdungsprozeß Meiner Liebe in euch teilhaben.

 

Nun noch ein Wort dazu, daß Ich an allen Meine Freude habe, die Mich in den Vordergrund ihres Wirkens stellen, ohne groß von Mir zu erzählen, sondern die einfach nur handeln, die in Meiner Liebe handeln. Ihnen wird es gesegnet sein und Meine Freude gilt auch jenen, Ich sagte es, die sich mit ihren Familien bemühen mit Meiner Liebe Schritt zu halten in dieser finsteren Zeit, die nur durch Mich liebende Herzen erhellt wird. Die Morgenröte des neuen Reiches ist schon leicht erkennbar, sie ist in Meinen Lieblingen erkennbar und diese Röte ist die Unschuld ihrer Liebe Mir gegenüber und nicht ... die Schamröte der Sünden jener gleich, die nun wieder im Schlamm herumwühlen.

 

So freue Ich Mich über Meine Kinder, die Mich von Herzen annehmen, die Mir geglaubt haben, die Meiner Liebe in sich vertraut haben, die in sich den beginnenden Morgen erleben und welche nun mehr und mehr aus der Kraft Meiner Liebe erstarken. Aber urteilt nicht, verurteilt auch die Kirchen nicht, nicht die Gläubigen noch die Priester, noch andere, auch die Sekten nicht, denn alle haben ihren Platz und auch ihr habet gewisse Orte schon durchlaufen, um zu Mir zu kommen. Ich weiß, was Ich tue, glaubt Mir, vertraut Mir und Ich weiß auch, warum Ich es zulasse, daß Meine Worte durch Erweckte Meines Geistes zu euch getragen werden, obwohl diese Mägde und Knechte noch so manchen Mangel an sich haben. Aber wer ist soweit von euch, daß er darüber befinden dürfte, warum Ich diesen oder jene erwähle und warum Ich wieder ein neuestes Tausendjähriges Reich gründe aus den Tränen Meiner Liebe.

 

Amen. Amen. Amen.

 

  Tausendjähriges Reich

 

  Tag der Einkehr

 

  Wachstum des neuen geistigen Schöpfungsmenschen

 

  Kundgaben