
Schenk mir ein Dankgebet, mein Gott, denn meine Seele,
geschmiedet an die Welt durch eigne Fehle,
ist flügellahm und kann sich nicht erheben
und will doch ihrem Jubel Worte geben
und Klänge ihrer innern Melodie.
Du überhörtest ihre Klagen nie,
und schien es so, dann war es nur geschehen,
mir mehr zu helfen, als ich könnt' verstehen.
Mein Trotz zerschellte, Herr, an deiner Güte.
Nun hat des Glückes erste, scheue Blüte
ihr Auge deinem Lichte aufgetan.
Jetzt, Unfaßbarer, nimm mein Danken an!
Es will ein Ton nur sein im letzten Engelchore
am äußersten der sieben Himmelstore.
Ein kleiner Klang, der jubelnd untergeht
im weltenweiten Schöpfungsdankgebet.
Denn was mein eigen ist, hab' ich, mein Gott, von dir.
Die Kraft zum Danken selbst muß ich erbitten mir.