Ich will euch künden, Kinder dieser Welt,
was euer ist,
was euer Seelenschrein verschlossen hält,
bis ihr es wißt,
bis ihr das Heiligtum in euch entdeckt,
bis ihr gleich mir
zum Künder werdet und die ändern weckt.
Sie leiden hier,
sie leiden euer Leid und wissen's nicht,
denn traumbefangen
gehn sie dahin, und ihrer Seele Licht
ist leidverhangen.
Was sie erschaffen, wandelt sich zu Staub
in ihrer Hand.
Ihr nur dem Äußern zugewandtes Sein,
sie nennen's Pflicht;
daß sie das Heiligtum entweihn,
sie wissen's nicht.
Es führt sie kreuz und quer und führt sie weit
ihr Wissensdrang;
in sich zu gehn jedoch fehlt es an Zeit,
denn dieser Gang,
der nächste, kürzeste, zum eignen Ich,
wird erst getan,
sieht man die Brücken brechen hinter sich
und seinen Wahn.
Die Antwort, die das Leben schuldig blieb,
hier hört man sie
und Sehnsucht sänftigt sich und Leid und Lieb'
zur Harmonie.
Und Gottes Odem löst, in ihm erwacht,
leise und sacht,
was ihn gefesselt hielt in banger Nacht,
bis es vollbracht.