Als ein Gedicht erdachte Gott die Welt,
darin der Zeiten Ablauf rhythmisch steigt und fällt,
der Reim das Ähnliche im Gleichklang bindet,
der Sinn, zum Sein verdichtet, sich verwirklicht findet.
So aber kam der hehre Bau ins Wanken:
Die Worte lösten sich und traten aus den Schranken,
die Reimzerstörung nannten sie Gewinn,
zum Selbstzweck ward das Sein und es vergaß den Sinn.
Die reimentlaufnen Worte seh' ich leiden
und Gleichklang suchen. Bald wird auch bescheiden
das letzte froh an seiner Stelle stehn im Licht,
ein tragend Pfeiler nun im ew'gen Gottgedicht.